Profilbild von gagamaus

gagamaus

Lesejury Star
offline

gagamaus ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit gagamaus über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2022

eine unerfüllte Liebe

Ich verliebe mich so leicht
0

Ich habe dieses Büchlein nur gelesen, weil mir ein anderes von ihm - die Anomalie - zu gut gefallen hat. Es handelt sich um ein dünnes Buch und leider ist auch die Handlung für mich zu dünn gewesen.

Erzählt ...

Ich habe dieses Büchlein nur gelesen, weil mir ein anderes von ihm - die Anomalie - zu gut gefallen hat. Es handelt sich um ein dünnes Buch und leider ist auch die Handlung für mich zu dünn gewesen.

Erzählt wird die Geschichte eines 50jährigen, der sich unsterblich verliebt hat und versucht, die 20 Jahre jüngere Frau endgültig für sich zu gewinnen. Dabei kommt er von Anfang an zu spät, denn sie liebt längst einen anderen - oder hat sich nie wirklich in ihn verliebt.

Es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen. Gegen Unabänderlichkeiten. Eine unerfüllte einseitige Liebe ist eh etwas eher depremierendes. Aber es passiert auch nicht viel. Die Gefühle und Gedanken der Protas werden ausgeleuchtet. Dennoch bleib alles irgendwie an der Oberfläche. Ich konnte mich nicht in den Mann hineinversetzen. Er tat mir von Anfang an eher etwas leid. Für mich war es kein Buch, das lange nachhallt. Schade.

Veröffentlicht am 16.09.2022

etwas sperrig zu lesen

Der Anfang von morgen
0

Ich habe mich schwer getan mit diesem Roman. Die Ausgangssituation ist denkbar nah dran an der Realität. Die schwedischen Wälder brennen und die Menschen müssen allerorts flüchten. Es ist brütend heiß, ...

Ich habe mich schwer getan mit diesem Roman. Die Ausgangssituation ist denkbar nah dran an der Realität. Die schwedischen Wälder brennen und die Menschen müssen allerorts flüchten. Es ist brütend heiß, das Wasser knapp, die Lage angespannt. Die Klimaveränderung ist im Alltag der Menschen angekommen, auch wenn viele weiterhin versuchen, die Augen davor zu verschließen. Aus der Sicht von vier unterschiedlichen Hauptdarstellern wird über die Geschehnisse berichtet. Irgendwie waren sie mir alle aber bis zum Ende fremd und teils sogar ziemlich unsympathisch. Das ist in einer Story, die sowieso schon nicht besonders lustig und leicht ist, sehr schwierig für mich. Außerdem ist der Erzählstil nicht meins gewesen. Er ist mir zu ausufernd. Einerseits bis in Kleinigkeiten intensiv, dann wieder oberflächlich und zu schnell bei Nebensächlichkeiten. Der Leser muss sich viel an dieser Geschichte selbst erarbeiten und selbst zusammenreimen. Und am Ende habe ich mich gefragt, was mir das Buch sagen will. Und ich habe keine richtige Antwort darauf gefunden.

Veröffentlicht am 08.07.2022

nicht sein Bestes

Tag der Asche
0

Nachdem ich den Vorgängerband nicht gelesen habe, war es ein neues Ermittlerteam, welches mir Grangè hier vorstellte. Ich kenne einige seiner Bücher und hoffte auf ähnlich spannendes. So ganz konnte der ...

Nachdem ich den Vorgängerband nicht gelesen habe, war es ein neues Ermittlerteam, welches mir Grangè hier vorstellte. Ich kenne einige seiner Bücher und hoffte auf ähnlich spannendes. So ganz konnte der Autor diesmal meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich hatte das Gefühl, dass der Plot ziemlich kurz geraten und etwas überhastet erzählt wurde. Es fehlten emotionale Raffinessen bei den Darstellern und die Handlung war stringent aber dadurch auch etwas vorhersehbar erzählt. Ein wenig hatte ich das Gefühl, ich lese hier das Drehbuch zu dem Film, den es über diese Reihe ja schon gibt.

Veröffentlicht am 12.05.2022

sehr ruhiger Krimi

Tiefes, dunkles Blau
0

Der Leiter einer Kinderwunschklinik wird ermordet. Die Polizistin Rosa Zambrano, die gerade noch selbst Eizellen hat einfrieren lassen, ermittelt nun wegen Mordes.

Für mich war das Buch trotz der Krimihandlung ...

Der Leiter einer Kinderwunschklinik wird ermordet. Die Polizistin Rosa Zambrano, die gerade noch selbst Eizellen hat einfrieren lassen, ermittelt nun wegen Mordes.

Für mich war das Buch trotz der Krimihandlung kein richtiger Krimi. Über weite Strecken sind die Ermittlungen eher Nebensache. Mehr geht es um die Hauptfigur Rosa, ihre Vergangenheit, ihre Hobbys, ihre Sehnsüchte. DA es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt, ist ja klar, dass man ein wenig eingeführt wird in das Setting und die Innenwelten der Darsteller. Aber das war mir fast ein wenig zu viel. Das Zürichfeeling und der schweizerische Charme kommen gut rüber. Ich lese gerade alle Romane von Christine Brand, die ebenfalls aus der Schweiz erzählt und finde das wirklich gelungen. Hier bei Frau Kobler fühlte ich mich nicht ganz abgeholt und ich denke, ich werde keinen weiteren Roman dieser Reihe lesen. Der Erzählstil ist einfach zu weitschweifig und harmlos für mich.

Veröffentlicht am 27.04.2022

literarischer SF-Roman

Die Wächterinnen von New York
0

Ich habe mich sehr schwer getan mit den neuen Buch von N.K. Jemisin. Für mich ist der Versuch der Autorin, Science Fiction in ein Gewand aus realer Gesellschaftskritik zu zwängen, sehr mühselig zu lesen. ...

Ich habe mich sehr schwer getan mit den neuen Buch von N.K. Jemisin. Für mich ist der Versuch der Autorin, Science Fiction in ein Gewand aus realer Gesellschaftskritik zu zwängen, sehr mühselig zu lesen. Die Stereotypen der dunkelhäutigen Avatare, die gegen eine weiße Bestie kämpfen müssen, sind ziemlich plakativ und mir zu eindimensional. So spannend, wie der Ansatzpunkt ist, dass Stadtteile New Yorks zum Leben erwachen und sich Stellvertreter suchen, die das Überleben sichern sollen, so anstrengend liest sich das Ganze.

Die Sprache ist oft eher brachial und dumpf, der Plot unglaublich verschachtelt und voller kleiner Insider-Hinweise, die ich leider meist nicht wirklich verstanden habe. Man merkt, dass mehr hinter den Beschreibungen steckt. Da ich kein New Yorker bin und nie in dieser Stadt war, fühlte ich unbewusst, das mir einiges entging. Statt dessen setzten sich Oberflächlichkeiten bei mir fest. Die nicht menschlichen Darsteller und ihr Verhalten waren mir zu surreal. Der Grundton zu derb und voller Abseitigkeiten.

Ich würde es als einen literarischen SF-Roman bezeichnen, der nicht für den Mainstream-Geschmack geeignet ist. Man sollte vorher eine Leseprobe ausprobieren, ob das wirklich gefällt.