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Veröffentlicht am 22.10.2022

der zweite Fall für Inspektor Neuer

DIE FINNISCHE SOCKE
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Ein Kriminalroman, den man so schnell nicht aus der Hand legen kann. Bis zum Schluss rätselt man intensiv mit und wird am Ende doch überrascht.
Das Cover hat mich gleich angesprochen – eine Art Gemälde, ...

Ein Kriminalroman, den man so schnell nicht aus der Hand legen kann. Bis zum Schluss rätselt man intensiv mit und wird am Ende doch überrascht.
Das Cover hat mich gleich angesprochen – eine Art Gemälde, auf dem wir den ersten Toten sehen.
Es ist der zweite Fall für Inspektor Neuer, den ersten Band kenne ich leider nicht. Aber da ich begeisterte Sockenstrickerin bin, hat mich der Titel angesprochen.
Wir befinden uns in Salzburg, wo ein Ärztekongress stattfindet. Hauptsächlich ist zunächst von Jussi Mattila die Rede, ein angesehener Arzt aus Finnland, der auf dieser Veranstaltung besonders geehrt werden soll. Er ist mit seiner Frau angereist, was eine sehr aufdringliche Verehrerin nicht davon abhält, ihm immer wieder nachzustellen. Er hat auch seine Assistentin mit nach Salzburg reisen lassen, von deren Aufenthalt aber niemand erfahren darf. Sie soll sich Immobilien anschauen, denn der Professor plant auch in Österreich eine Art Klinik aufzubauen, so wie er schon eine erfolgreiche in Finnland betreibt.
Dann geschieht der erste Mord. Es trifft den Chirurgen und Wissenschaftler Steinmetz, der neben einer Art Hutnadel, mit der er erstochen wurde, noch eine Eigenart aufweist. Am rechten Fuß findet sich eine selbstgestrickte bunte Socke und der Schuh lag daneben.
Dem ermittelnden Inspektor Quentin Neuner bleibt nicht viel Zeit für die Ermittlungen, als schon der zweite Mord mit gleicher Handschrift erfolgt. Diesmal trifft es den Assistenten von Steinmetz und die Frage kommt auf, ob es was mit der gemeinsamen Forschungsarbeit zu tun hat.
Man ermittelt als Leser immer mit, hat Verdächtige im Visier und liest schneller, um zu sehen, ob sich der eigene Verdacht erhärtet. Ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt. Die einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet und bekommen im Verlauf der Geschichte immer mehr Kontur.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Wie eine unbedeutende Entscheidung ein Leben beeinflussen kann

Sonnenblumentage
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Jeder von uns kennt sie: die Frage, „was wäre, wenn…“. Wir treffen jeden Tag unzählige große und kleine Entscheidungen, die den weiteren Verlauf unseres Lebens bestimmen.

Die Autorin hat sich dieses Gedankenkonstrukt ...

Jeder von uns kennt sie: die Frage, „was wäre, wenn…“. Wir treffen jeden Tag unzählige große und kleine Entscheidungen, die den weiteren Verlauf unseres Lebens bestimmen.

Die Autorin hat sich dieses Gedankenkonstrukt zu nutzen gemacht und spielt zwei Varianten durch. In beiden Fällen geht es in der Hauptsache um Marie, eine Floristin, die vor kurzen ihre Mutter verloren hat. Zunächst lernen wir sie und ihr Umfeld kennen (und lieben) und dann trifft sie in Kapitel drei eine Entscheidung, die ziemlich alltäglich ist und auf den ersten Blick unbedeutend wirkt.

Ab dann entwickeln sich zwei Erzählstränge: „Was wäre, wenn die bleibt“ und „Was wäre, wenn sie geht“. Insofern hat man also zwei parallel verlaufende Geschichten und switcht zwischen den Handlungen hin und her.

Relativ schnell hatte ich meinen Favoriten und ich habe mit ihr und ihrem weiteren Werdegang mitgefiebert und habe ich mich „einlullen“ lassen, von all dem Positiven, was ihr begegnet – dabei war der andere Strang auch nicht uninteressant und hatte auch durchaus seinen Reiz. Vieles findet in beiden Versionen ihren Platz – so auch die verzweifelte Suche nach einem gemalten Bild ihrer Künstlermama, von dem auch der Titel des Buches stammt.

Alles in allem eine sehr innovative Idee an ein Buch heran zu gehen und das Leben in verschiedene Richtungen laufen zu lassen. Ich habe mich hervorragend unterhalten gefühlt und bin nur so durch die Seiten geflogen. Alles in allem sehr schlüssig und manchmal auch unerwartet und überraschend.

Es war ein phantastischer Roman für laue Sommerabende und die Idee dahinter begeistert mich noch immer sehr. „Was wäre, wenn…Du Dich einfach mal traust“?

Ich bin begeistert und habe es sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 11.08.2022

eine längst überfällige Lektüre für christliche Kreise

Gläubig. Depressiv. Gehalten.
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Ich war ganz begeistert, als ich hörte, dass es ein "frommes" Buch von einem Menschen gibt, der zum einen aus der Betroffenenseite, als auch von der Helferseite aus schreibt. Ein Buch über Depressionen ...

Ich war ganz begeistert, als ich hörte, dass es ein "frommes" Buch von einem Menschen gibt, der zum einen aus der Betroffenenseite, als auch von der Helferseite aus schreibt. Ein Buch über Depressionen und Angststörungen aus erster Hand - aber eben nicht nur als schnöder Betroffenenratgeber, eben auch fachlich fundiert (und auf deutsche Verhältnisse angepasst)

Man spürt es dem Autor ab, dass er weiß, wovon er schreibt und das empfinde ich als großen Pluspunkt. Zudem wird er auch nicht müde zu erklären, dass das eine Erkrankung ist, die eben adäquater Behandlung bedarf. Er bedient sich hier dreier Säulen, auf die der Umgang mit solchen Erkrankungen ruht: Gesprächstherapie, Medikamente und Menschen.

Endlich wird Tacheles gesprochen und nicht mehr nur stupid darauf verwiesen, dass man als betroffener Christ einfach nicht genug glaubt oder/und betet. Sehr erfrischend.

Seine Schilderungen sind nachdrücklich und glaubwürdig und er räumt mit dem Unsinn auf, dass das eine Strafe Gottes sei, wenn man an einer psychischen Erkrankung erkrankt. Und dennoch ist er Gottesfürchtig und demütig. Aber er öffnet die Türen für viele Betroffene, die bisher nur "bebetet" wurden und denen fachliche Hilfe verwehrt wurde.

Ich bin begeistert und überaus dankbar für diese Lektüre, die hoffentlich von den Richtigen gelesen wird.

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Veröffentlicht am 03.07.2022

Brilliant, wie von der Autorin gewohnt

Der Bewunderer: Thriller
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Dies ist bereits der 7 Band um die Spezialermittlerin Laura Kern und ich habe ihn mit großer Spannung und Vorfreude verschlungen.
Nach so vielen grandiosen Bänden der Autorin war ich mir nicht sicher, ...

Dies ist bereits der 7 Band um die Spezialermittlerin Laura Kern und ich habe ihn mit großer Spannung und Vorfreude verschlungen.
Nach so vielen grandiosen Bänden der Autorin war ich mir nicht sicher, ab sie das hohe Niveau halten kann, welches sie selbst vorgelegt hat. Ich kann mit Fug und Recht sagen, dass sie meine Lieblingsautorin ist und ich lese und höre alles von ihr, auch mehrmals.
Aber nun zum neuen Fall: auf einer riesigen bemalten Leinwand wird eine Frau gefunden, die kunstvoll auf dem Bild drapiert wurde. Zudem befinden sich noch ein paar weitere Utensilien auf dem Kunstwerk und geben den Ermittlern Rätsel auf.
Catherine Shepherd versteht es meisterhaft ein Netz aus feinen Spuren zu hinterlassen und man kann gar nicht anders, als „mit zu ermitteln“ – verschiedene Theorien werden aufgeworfen und verschiedene Menschen geraten ins Visier. Ab der Hälfte war ich sicher, wer der Täter sein muss und war gespannt, wie sich nun alles auflösen wird und wie lange Laura Kern braucht, um das auch zu sehen. Aber wie eigentlich immer, bin ich der Autorin auf den Leim gegangen und das Finale war eine grandiose Auflösung.
„Wenn er Dich bewundert, dann will er dich für immer“ – so die Überschrift des Klappentextes. Es ist fantastisch, wie die Autorin immer Fälle konstruiert, die in sich so schlüssig und am Ende so klar sind. Spannung hoch 10 und eine atemlose Jagd nach dem Täter.
Dies ist ein Band in einer Reihe um die Ermittlerin, kann aber hervorragend ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Allerdings kann man dann nicht so nahtlos in die Verstrickungen und Beziehungsdinge der Protagonisten eintauchen, wie als „alter Hase“ – das tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Ich finde die Mischung aus „Fall“ und „Privatem“ sehr gelungen – nicht zu viel und nicht zu wenig. Inzwischen habe ich Laura ins Herz geschlossen und auch ihren Partner Max mag ich sehr, wenngleich ich nicht alles gut finde, was er so treibt.
Eine klare Leseempfehlung, verbunden mit der Hoffnung, dass es weitergeht mit Laura und den anderen. Ich kann gar nicht genug bekommen.

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Veröffentlicht am 27.06.2022

ein gelungenes Debüt mit großem Potential

Tod an der Lehmkuhle
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Ein Debüt Kriminalroman, der sich nicht verstecken muss und großes Potential birgt. Aber der Reihe nach:
Es handelt sich um einen packenden Mordfall aus dem Tecklenburger Land. Dem Autor spürt man seine ...

Ein Debüt Kriminalroman, der sich nicht verstecken muss und großes Potential birgt. Aber der Reihe nach:
Es handelt sich um einen packenden Mordfall aus dem Tecklenburger Land. Dem Autor spürt man seine Heimatverbundenheit in jeder Zeile ab, so liebevoll und detailgetreu schildert er die Umgebung, in der das Verbrechen stattgefunden hat.
Der Hauptkommissar Matthias Brockmann kommt auch gebürtig aus Westerkappeln, in dem ein Hofgut, das Hauptaugenmerk der Ermittlungen darstellt und kehrt nach vielen Jahren zurück in die Heimat. Bis vor kurzem war er noch in den USA, wo er so manche Ermittlungstechnik übernommen hat.
Mit seiner Kollegin Julia Degraf bildet er ein fantastisches Gespann, dem auch so mancher Schlagabtausch vorangeht. Sehr erfrischend und belebend. Ich mag Ermittler mit Ecken und Kanten und vor allem solche, mit großem Wiedererkennungswert. Überhaupt ist die Balance zwischen Fall und Privatem sehr gut ausjustiert.
Sie haben es also mit einem gewaltsamen Tod einer jungen Frau zu tun – sie steht in engem Zusammenhang mit den „Büßer Gottes“ – eine Gemeinschaft, die sich die Aufnahme in den Himmel auf Erden verdienen müssen. Jenes Hofgut dient als geistiges Zentrum dieser Bewegung und birgt so einiges an Geheimnissen.
Ein sehr gut aufgemachter Krimi, den man mit angehaltem Atem liest und automatisch mit ermittelt und man am Ende doch vom Showdown überrascht wird. Man wird mit Fragen des Lebens konfrontiert und wird automatisch dazu angeregt, sich seine eigenen Gedanken zu machen, das liebe ich an Büchern. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und hoffe, dass wir noch mehr vom Autor zu lesen bekommen, denn dieses Ermittlerduo birgt einiges an Potential.

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