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Veröffentlicht am 14.12.2022

Eine gelungene Fortsetzung von Eva Ibbotsons Kinderbuchklassiker!

Bahnsteig 13 öffnet sich wieder
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Da ich die Bücher von der Eva Ibbotson unheimlich gerne mag und „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ eines meiner liebsten Werke von ihr ist, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr eine Fortsetzung ...

Da ich die Bücher von der Eva Ibbotson unheimlich gerne mag und „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ eines meiner liebsten Werke von ihr ist, war meine Freude groß als ich hörte, dass dieses Jahr eine Fortsetzung von dem Buch erscheinen wird. Diese stammt zwar nicht von Eva Ibbotson selbst, war aber dennoch ein absolutes Must-Have für mich.

Es ist neun Jahre her, seit sich die geheime Tür des Gügels unter dem Bahnsteig 13 von King’s Cross zum letzten Mal geöffnet und für neun Tage den Tunnel freigegeben hat, der in eine völlig andere Welt führt: Eine magische Insel voller fantastischer Kreaturen. Es ist dringend wieder an der Zeit, dass der Gügel den Zutritt zu der Insel freigibt, da deren schützender Nebel immer mehr schwindet und nur ein Neblingexperte helfen kann. Hexe Lex Gribble begibt sich in die Menschenwelt und trifft dort auf das Menschenmädchen Lena Lasky. Lex hält Irrtümlich Lena für die Neblingexpertin und nimmt sie auf die Insel mit. Dort wird die Lage immer bedrohlicher: Böse Harpyien herrschen über die Insel und machen diese zu einem grauenvollen Ort. Ob es den Bewohnern gemeinsam mit Lina wohl gelingen wird, ihre Heimat zu retten?

Dass es jemals eine Fortsetzung von Eva Ibbotsons zeitlosem Kinderbuchklassiker geben würde, hätten wohl die wenigsten von uns erwartet. Ich zumindest habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass es mich nach so langer Zeit zurück auf die geheime magische Insel verschlagen wird, die die verstorbene britische Autorin damals erschaffen hat. Anlässlich des 25. Jubiläums des Buches hat man die englische Schriftstellerin Sibéal Pounder aber darum gebeten, „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ weiterzuspinnen – eine wundervolle Idee, wie ich finde. Ob sie aber auch erfolgreich umgesetzt wurde?

Was die gesamte Aufmachung der deutschen Ausgabe angeht, hat der Folgeband jedenfalls schon mal vollends bei mir punkten können. Mich hat es überaus gefreut, dass man auch dieses Mal die Illustratorin Sabine Wilharm für die Gestaltung genommen hat und der Einband optisch somit sehr dem des Vorgängers ähnelt. Sabine Wilharm hat allerdings nicht nur das Cover illustriert – sie hat auch die Kapitelanfänge mit herrlichen schwarz-weiß Zeichnungen versehen, die perfekt zur Geschichte passen und deren Stimmung gelungen wiedergeben.

Neben der Sabine Wilharm hat aber auch Sibéal Pounder einen tollen Job gemacht und Eva Ibbotsons Werk gelungen fortgeführt. Wobei ich jedoch gestehen muss, dass ich mich an den ersten Band nur noch dunkel erinnern kann. Ich habe das Buch zuletzt als Kind gelesen, was nun also schon ein Weilchen her ist. Ich war daher kurz am überlegen gewesen, es schnell zu rereaden ehe ich zum zweiten Teil greife, habe mich dann aber doch dagegen entschieden. „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ habe ich damals geliebt und irgendwie ist es bei mir so, dass ich Bücher, mit denen ich besonders schöne Kindheitserinnerungen verbinde, nur sehr ungern erneut lese. Ich bin also ohne eine Gedächtnisauffrischung in Sibéal Pounders Sequel eingetaucht, was aber zum Glück kein Problem war. Meinem Empfinden nach sind die beiden Bände gut unabhängig voneinander lesbar. Sie hängen zwar miteinander zusammen, erzählen aber recht in sich abgeschlossene Geschichten. Es empfiehlt sich aber natürlich dennoch, die korrekte chronologische Reihenfolge der Bücher einzuhalten. Die Lesefreude ist dann einfach um einiges höher.

Auch wenn mir die Ereignisse aus dem Original nicht mehr allzu präsent sind, denke ich doch, dass ich sagen kann, dass Sibéal Pounder diesem gerecht geworden ist und eine wirklich gute Arbeit geleistet hat. Sie hat den Geist und den schrägen Humor von Eva Ibbotsons Klassiker wunderbar eingefangen, hat dem Ganzen aber gleichzeitig auch ihre eigene persönliche Note verliehen. Das Ergebnis ist eine turbulente, witzige und charmante Fantasygeschichte voller amüsanter Verrücktheiten und liebenswerter Charaktere.

Gemeinsam mit alten Bekannten aus dem Vorgänger und neuen Gesichtern erlebt man als Leserin ein zauberhaftes Abenteuer, bei dem unter anderen eine Identitätsverwechslung, ein Neblingrucksack und eine Horde böser Harpyien wichtige Rollen spielen werden. Ich fand es total schön viele vertraute Figuren wiederzusehen wie den Jungen Ben und die Hexe Lex Gribble, habe aber auch mein Kennenlernen mit den neuen Personen sehr genossen. Vor allem Menschenmädchen Lina, unsere neunjährige Hauptprotagonistin, mochte ich richtig gerne. Mit ihrer sympathischen und aufgeweckten Art und ihrem großen Glauben an Magie hat sie sich einfach sofort in mein Herz geschlichen.
Also mich hat Sibéal Pounder mit der Darstellung sämtlicher Charaktere überzeugen können. Sie hat (sofern ich das mit meinen verblassten Erinnerungen an den ersten Band beurteilen kann) die verschiedenen und teils äußerst ausgefallenen Eigenschaften von Eva Ibbotsons Figuren prima getroffen und ihre eigenen Charaktere ergeben zusammen mit den „alten“ ein stimmiges Gesamtpaket.

Vermutlich fragen sich einige von euch mittlerweile, warum ich nach so viel Lob für das Buch nicht die volle Sternenzahl vergeben habe. Ich habe es wirklich gerne und mit viel Vergnügen gelesen, aber irgendwie hat mir insgesamt dann doch etwas gefehlt, etwas, das ich leider nicht benennen kann. Der letzte Funke wollte bei mir einfach nicht überspringen. Aber wie gesagt, ich bin trotzdem begeistert und kann das Buch auch nur empfehlen, sowohl Mädchen und Jungen ab 9 Jahren als auch deutlich älteren Leser
innen. Und für Fans von Eva Ibbotson ist „Bahnsteig 13 öffnet sich wieder“ in meinen Augen ein großes Muss.

Fazit: Sibéal Pounder hat mit „Bahnsteig 13 öffnet sich wieder“ einen spannenden, unterhaltsamen und warmherzigen Kinderroman geschrieben, mit welchem sie Eva Ibbotsons Klassiker „Das Geheimnis von Bahnsteig 13“ würdig fortsetzt. Wie das Original, so ist auch Sibéal Pounders Fortsetzung prall gefüllt mit fantasievollen Ideen und jeder Menge Witz und Charme und lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Mir hat es viel Spaß gemacht, nach langer Zeit mal wieder in Ibbotsons magische skurrile Welt einzutauchen und mich von ihr verzaubern zu lassen. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.12.2022

Ein wunderschön gestaltetes Buch, das kleine & große Disney-Fans verzaubert

Disney: Das große goldene Buch der Abenteuer-Geschichten
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Da ich eine große Disney- und Buchliebhaberin bin, sind die Disney-Bücher mit dem Goldschnitt immer ein absolutes Muss für mich. So durfte natürlich auch „Das große goldene Buch der Abenteuer-Geschichten“ ...

Da ich eine große Disney- und Buchliebhaberin bin, sind die Disney-Bücher mit dem Goldschnitt immer ein absolutes Muss für mich. So durfte natürlich auch „Das große goldene Buch der Abenteuer-Geschichten“ auf gar keinen Fall in meiner Sammlung fehlen. 

Als mich mein Exemplar erreichte, musste ich erst einmal ganz ausgiebig den Einband des Buches bewundern. Wie die vorherigen Bände aus der Reihe, so ist auch dieser Band traumhaft aufgemacht. Mit seinen vielen goldenen Veredelungen und dem prächtigen Goldschnitt ist er von außen ein echtes Schmuckstück und der reinste Blickfang im Regal. 
Aber nicht nur die äußere Optik des Buches begeistert – auch der Innenteil ist mit viel Liebe gestaltet und verzückt kleine und große Leserinnen. Sämtliche Kurzgeschichten wurden mit unterschiedlich großen zauberhaften Illustrationen versehen, jede Seite enthält ein farbenfrohes Bild. Es gibt also mal wieder eine Menge zu betrachten und zu entdecken und da der Zeichenstil wie gewohnt derselbe ist wie in den Filmen, herrscht auch hier von Anfang bis Ende die pure Disneyfilm-Magie.

Mit der Zusammenstellung der Erzählungen hat mich das Buch jedoch nicht komplett überzeugen können. Mir ist aufgefallen, dass ein paar Stories bereits in dem großen goldenen Buch der Villains veröffentlicht wurden wie die von Schneewittchen und Peter Pan. Finde ich etwas schade, ich hätte es besser gefunden, wenn dieser Sammelband nur neue Titel enthalten hätte. Trotz allem mochte ich die Kurzerzählungen aber sehr gerne und hatte viel Freude beim Lesen. Wir bekommen es mit insgesamt zwanzig sehr unterschiedlichen Geschichten zu beliebten Disney-Filmen zu tun, bei denen sowohl liebenswerte Held
innen als auch Bösewichte mit von der Partie sind. Super dabei fand ich, dass nicht nur Klassiker ausgewählt wurden wie Dornröschen, Dumbo oder Alice im Wunderland, sondern auch neuere Charaktere aus dem Disney-Pixar-Universum dabei sind wie beispielsweise die Eiskönigin oder Vaiana.  

Die spannenden und unterhaltsamen kurzen Abenteuer, die wir mit den verschiedenen Figuren erleben dürfen, sind tolle Ergänzungen zu den Filmen und da sie sehr einfach geschrieben sind und eine angenehme Vorleselänge besitzen, eignen sie sich prima als Gute-Nacht-Geschichten für Kinder ab 4 Jahren. Das Buch ist einfach das ideale Werk für gemeinsame Vorlesestunden, trotz seines stattlichen Gewichts. Dies ist stets der einzige Nachteil bei den prachtvoll ausgestatteten großen goldenen Disney-Büchern: Sie sind ziemlich schwer und unhandlich. Wie aber schon bei den Vorgängern, so werde ich auch hier deswegen keinen Stern abziehen. Ich wollte es nur noch mal erwähnt haben, dass auch dieser Titel aus der Reihe kein Leichtgewicht ist. 

Fazit: Mit „Das große goldene Buch der Abenteuer-Geschichten“ hat der Carlsen Verlag einen weiteren wunderschönen Goldschatz herausgebracht, der das perfekte Vorlesebuch für die ganze Familie ist und in das Regal eines jeden Disney-Fans gehört. Ich persönlich bin mit der Auswahl der Geschichten nicht vollends zufrieden, hatte aber dennoch jede Menge Spaß beim Schmökern und kann auch diesen Sammelband mit dem goldenen Buchschnitt nur empfehlen. Er enthält zwanzig süße kleine Abenteuer zu bekannten Disney-Filmen und verzaubert Jung und Alt mit vielen bunten Illustrationen und ganz viel wunderbarem Disney-Feeling. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.12.2022

Ein weiterer toller Folgeband!

Luzifer junior (Band 12) - Zombie-Alarm
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Da ich ein großer Luzifer junior-Fan bin und der elfte Teil mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat, habe ich dem Erscheinen von Band 12 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Ich war so gespannt wie es ...

Da ich ein großer Luzifer junior-Fan bin und der elfte Teil mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat, habe ich dem Erscheinen von Band 12 ganz ungeduldig entgegen gefiebert. Ich war so gespannt wie es wohl mit Luzie und Co. weitergehen wird!

Am Internat Sankt Fidibus herrscht der reinste Zombie-Alarm. Schuldirektor Hasenfuß hat sich in einen echten Zombie verwandelt und infiziert nach und nach sämtliche Lehrer. Ehe es sich Luzie und seine Freunde versehen, wird die Schule von einer Horde untoter Pädagogen bevölkert und den Freunden bleibt nichts anderes übrig als sich schleunigst zu verstecken, damit sie nicht auch noch als dümmlich brabbelnde Zombies enden. Ihnen muss unbedingt etwas einfallen um dem Ganzen ein Ende zu bereiten! Als sie erfahren, dass ihnen nur ein bestimmter Todesbengel helfen kann, setzen die Kinder sofort alles daran um ihn ausfindig zu machen. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass das gar nicht so leicht zu bewerkstelligen ist.

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei tatsächlich schon um das 12. Luzifer junior-Abenteuer. Solltet ihr die Serie noch nicht kennen, kann ich euch nur raten mit dem ersten Teil zu starten und die Bände in ihrer chronologischen Reihenfolge zu lesen. Ein Quereinstieg ist in meinen Augen zwar möglich, allerdings ist die Lesefreude um einiges höher, wenn man Luzie und seine Freunde von Band 1 an begleitet.

Ich, als großer Fan dieser teuflisch guten Reihe, habe erneut ohne Probleme in das Luzifer-junior-Universum zurückgefunden. Nach dem obligatorischen kurzen Abstecher in die Hölle zu Luzifer senior und dessen Angestellten Steve, befinden wir uns wieder auf der Erde im Internat Sankt Fidibus. Die Geschichte knüpft direkt an dem Ende von Band 11 an: Luzie und seine Freunde haben zu ihrem Entsetzen entdeckt, dass ihr Schuldirektor sich in einen waschechten und hochansteckenden Untoten verwandelt hat und setzen sofort alles daran, um weitere Zombie-Mutationen zu verhindern. Dass dieses Vorhaben nicht gelingen wird, verrät uns ja bereits der Klappentext. Was genau aber alles schieflaufen und wie das Ganze ausgehen wird, werde ich euch hier nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Euch erwartet jedenfalls mal wieder eine höchst unterhaltsame und turbulente Story mit jeder Menge Situationskomik und Gute-Laune-Garantie.

Mir hat auch der 12. Teil tolle Lesestunden bereiten können, allerdings musste ich im Verlauf des Buches feststellen, dass ich diesmal nicht vollends auf meine Kosten gekommen bin. Ich persönlich habe diesen Band im Vergleich zu den Vorgängern als etwas schwächer empfunden, kann jedoch leider gar nicht sagen, woran genau es gelegen hat. Mich hat die Handlung trotz ihrer Wendungen und amüsanten Szenen irgendwie nicht so mitreißen können wie die vorherigen Bände. Aber wie gesagt, ich hatte dennoch sehr viel Spaß beim Lesen. Jochen Till hat seiner Fantasie zweifellos mal wieder ihren freien Lauf gelassen und eine originelle Zombiegeschichte aufs Papier gebracht, gewürzt mit viel vertrauten Luzifer-junior-Humor und schrägen Ideen. So dürfen wir auch dieses Mal einige neue Abteilungen in der Unterwelt kennenlernen wie beispielsweise Abteilung 77, in welcher die Gehässigen Tanzlästerer sitzen, oder die Nummer 15, in der die Katastrophalen Lehrer landen.
Auch mein heimlicher Star Cornibus, Luzies Hausdämon, ist natürlich erneut mit der Partie und hat mich mit seiner verfressenen und zuckersüßen Art bestens unterhalten. Aber auch die weiteren Charaktere, egal ob alte Bekannte oder neue Gesichter, sorgen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Persönlichkeiten für eine richtig gute Stimmung und lauter vergnügliche Schmunzelmomente.

Absolut grandios sind dann natürlich auch wieder die Illustrationen von Raimund Frey, in deren Genuss wir kommen dürfen. Er hat auch diesen Band mit zahlreichen schwarz-weiß Bildern versehen, die wie gewohnt superwitzig gezeichnet sind und vortrefflich zur Geschichte passen. Jochen Till und Raimund Frey sind wahrlich ein echtes Dreamteam, Text und Bild harmonieren bei den beiden einfach immer perfekt miteinander.

Das Ende lässt uns dieses Mal erfreulicherweise nicht mit einem Cliffhanger zurück, weckt aber natürlich trotzdem eine große Vorfreude auf den nächsten Band. Diesen wird es zum Glück auch geben: Das 13. Luzifer-junior-Abenteuer soll voraussichtlich im März 2023 erscheinen und ich freue mich jetzt schon sehr drauf.

Fazit: Mit dem 12. Teil ihrer Luzifer junior-Reihe bescheren uns Autor Jochen Till und Illustrator Raimund Frey ein cooles Zombie-Abenteuer voller Humor und Einfallsreichtum und mit vielen höllisch genialen Zeichnungen. Mir persönlich hat es für die volle Sternenzahl dieses Mal nicht gereicht, aber wärmstens empfehlen kann ich den 12. Band natürlich dennoch. Ich habe Luzie und seine Freunde nur zu gerne auf ihrer neuen spannenden Mission begleitet und ich freue mich schon riesig auf mein nächstes Wiedersehen mit ihnen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.11.2022

Eine tolle Geschichte voller winterlichem Zauber, Abenteuer und Geheimnisse

Solupp 2: Winter auf Solupp
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Was war meine Freude groß als ich hörte, dass diesen Herbst eine Fortsetzung von „Sommer auf Solupp“ erscheinen wird. Mit dem ersten Band hat mir Annika Scheffel im letztem Jahr ein echtes Highlight geschenkt. ...

Was war meine Freude groß als ich hörte, dass diesen Herbst eine Fortsetzung von „Sommer auf Solupp“ erscheinen wird. Mit dem ersten Band hat mir Annika Scheffel im letztem Jahr ein echtes Highlight geschenkt. Meiner Rückkehr nach Solupp habe ich daher ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert.

Der Sommerurlaub der Familie Fröhlich auf der winzig kleinen Insel Solupp liegt nun fast schon ein halbes Jahr zurück – eine viel zu lange Zeit, finden die 12-jährige Mari und ihre Geschwister Kurt und Bela. Die drei wünschen sich gerade nichts mehr, als endlich nach Solupp zurückzukehren und ihre Freunde Ema und Joon wiederzusehen. Gemeinsam gelingt es ihnen schließlich, ihre Eltern davon zu überzeugen, Solupp während des Winters einen erneuten Besuch abzustatten. Mari, Kurt und Bela freuen sich riesig und möchten am liebsten gar nicht mehr von der Insel weg. Auch Joon und Ema, die ihre neuen Freunde ebenfalls sehr vermisst haben, sind begeistert. Emas große Freude wird jedoch von Jolkas niedergeschlagener Stimmung etwas getrübt und auch das große Rätsel um ihre Herkunft lässt sie einfach nicht los. Als ihnen die alte Oona von der Geschichte der Wechselnachtwünsche erzählt, sind die Kinder direkt Feuer und Flamme. Angeblich werden ihre Wünsche an Silvester wahr, wenn es ihnen vorher gelingt, die sieben unlösbaren Aufgaben zu lösen. Die drei Geschwister, Ema und Joon setzen sofort alles daran, die Aufgaben rechtzeitig zu erfüllen. Ein neues Abenteuer und eine spannende Spurensuche beginnt…

Nachdem uns Annika Scheffel im ersten Teil während des Sommers nach Solupp mitgenommen hat, schickt sie uns diesmal in der kalten Jahreszeit auf die kleine abgelegene Insel und beschert uns ein zauberhaftes stimmungsvolles Winterabenteuer. Anders jedoch als von mir erwartet, spielt die Geschichte nicht in der Adventszeit sondern kurz danach, was mich im ersten Moment ein wenig überrascht hat. Keine Ahnung, irgendwie war ich automatisch davon ausgegangen, dass es sich bei dem Buch um einen Weihnachtsband handelt. Dass dem nun nicht so war, fand ich aber überhaupt nicht schlimm. Für die volle Sternenzahl hat es mir letztendlich zwar dennoch nicht gereicht, aber ich hatte insgesamt jede Menge Spaß beim Lesen und kann auch den zweiten Band nur wärmstens empfehlen. Man sollte jedoch besser den Vorgänger kennen, ehe man zur Fortsetzung greift. Da es nur recht wenige Rückblicke zu den Erlebnissen im Sommer gibt, wäre es definitiv sinnvoller, die korrekte chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten.

Obwohl es bei mir nun schon wieder ein kleines Weilchen her ist, dass ich „Sommer auf Solupp“ gelesen habe, habe ich ohne Probleme in die Handlung hineingefunden. Der Schreibstil von Annika Scheffel sagte mir wieder direkt zu. Er ist flüssig und bildhaft und absolut passend für die Zielgruppe, sprich Leserinnen ab 10 Jahren.
Auch mit der authentischen Erzählweise hat die Geschichte bei mir punkten können. Während uns im ersten Band Mari von den Geschehnissen berichtet hat, schlüpft dieses Mal Ema in die Rolle der Hauptprotagonistin und schildert uns alles in der dritten Person.

Ema war mir mit ihrer aufgeweckten und liebenswerten Art erneut auf Anhieb sympathisch. Sie ist so eine Figur, die man einfach sofort gernhaben muss und da ihre Empfindungen und Gedanken anschaulich und glaubhaft dargestellt werden, kann man sich als Leser
in mühelos in sie hineinzuversetzen. Bei mir zumindest war es so. Ich habe Ema in diesem Band nur noch mehr in mein Herz geschlossen und ihr Fühlen, Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen können. So hatte ich vollstes Verständnis dafür, dass sie sich Sorgen um Jolka macht, die immer bedrückter und schwermütiger wirkt, und auch ihren großen Wunsch, mehr über ihre rätselhafte Vergangenheit zu erfahren, habe ich nur zu gut nachempfinden können.

Wie bereits der erste Band, so vermittelt auch der zweite viele wichtige Werte und teils ernste Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe, Zusammenhalt, die Suche nach der eigenen Herkunft, Depression und Queerness. In meinen Augen hat die Autorin die Balance zwischen heiterer unbeschwerter Leichtigkeit und Schwere abermals gekonnt gemeistert. Die Geschichte lädt von Beginn an zum Wohlfühlen und Versinken ein und unterhält und reißt mit, zugleich bewegt sie aber auch und stimmt nachdenklich.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die innige Freundschaft zwischen den drei Fröhlich-Geschwistern, Ema und Joon veranschaulicht wird. Zu sehen, wie gern sich die Kinder haben und wie fest sie zusammenhalten, hat mir richtig das Herz erwärmt. Sehr gerührt hat mich auch die Beziehung zwischen Kurt und Joon, deren Gefühle füreinander eindeutig mehr als nur freundschaftliche sind.

Mit den Charakteren hat mich Annika Scheffel auch in diesem Band gänzlich überzeugen können. Mich hat es total gefreut auf lauter liebgewonnene Gesichter wiederzutreffen und endlich wieder mit Zeit mit ihnen zu verbringen. Mari, Kurt, der kleine süße Bela, die Eltern der drei Geschwister, Jolka, Joon – alle sind sie erneut mit von der Partie und sorgen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften und Besonderheiten für lauter schöne Lesemomente.

Zum Setting kann ich mich ebenfalls nur begeistert äußern. Die Kulisse wird einfach wieder großartig beschrieben. Man hat die eisige salzige Meeresluft und den Geruch des Winters förmlich in der Nase und meint die klirrende Kälte selbst spüren zu können. Annika Scheffel hat zweifellos ein echtes Händchen dafür, uns Leserinnen mit ihren bildlichen Beschreibungen ein wahres Kopfkino zu bescheren, sodass man sich spielend leicht nach Solupp träumen kann. Die große Sehnsucht von Familie Fröhlich nach dieser Insel kann ich wirklich nur zu gut verstehen – ich würde am liebsten auch mal Urlaub an diesem idyllischen Ort machen.

Handlungstechnisch hat mich das Buch leider nichts vollends zufriedenstellen können. Obwohl ich die Erzählung an keiner Stelle als langweilig empfunden habe und ständig etwas neues Aufregendes passiert, hat mich dieser Band irgendwie nicht so packen und verzaubern können wie der vorherige. Keine Ahnung woran es gelegen hat, denn es geht wirklich durchweg ereignisreich zu. Der Versuch der Kinder, alle sieben Aufgaben rechtzeitig zu lösen, damit ihre Wünsche in der Silvesternacht in Erfüllung gehen, lässt einen ordentlich mitfiebern und auch Ems geheimnisvolle Vergangenheit sorgt für Spannung. Irgendwie wollte bei mir der letzte Funke trotzdem nicht überspringen. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach ein wenig zu hoch – den ersten Band habe ich schließlich richtig geliebt. Aber wie gesagt, ich habe dennoch eine tolle Zeit mit dem Buch verbracht und werde die Reihe auch auf jeden Fall weiterverfolgen. Auf den dritten Band, der voraussichtlich im nächsten Frühjahr erscheinen und im Frühling spielen wird, freue ich mich schon sehr.

Fazit: Eine wunderbare Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte voller winterlichem Inselzauber, Geheimnisse und Überraschungen. Warmherzig und atmosphärisch erzählt.
Annika Scheffel ist mit „Winter auf Solupp“ ein richtig schöner Folgeband geglückt, der wie der Vorgänger ein echtes Wohlfühlbuch ist und eine gelungene Mischung aus spannend, unterhaltsam und tiefgründig enthält. Ob Jung oder Alt – ich kann das Buch nur empfehlen. Es entführt uns Leser
innen an einen ganz besonderen Ort und ist einfach die perfekte Lektüre für gemütliche kalte Wintertage. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.11.2022

Ein wunderbares Buch mit Gute-Laune- und Wohlfühl-Garantie!

Shortbread und Shiva
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Da ich die „Leo & Lucy“ – Reihe von der Rebecca Elbs so gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihren ersten Jugendroman „Shortbread und Shiva“ unbedingt kennenlernen möchte. Auf das Buch ...

Da ich die „Leo & Lucy“ – Reihe von der Rebecca Elbs so gerne mag, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihren ersten Jugendroman „Shortbread und Shiva“ unbedingt kennenlernen möchte. Auf das Buch war ich tierisch gespannt!

Emma (auch Em oder Shortbread genannt), Shiva und Pen sind die allerbesten Freunde und einfach unzertrennlich. Mamas alte Studenten-WG in einem ehemaligen Buchladen, in der Emma mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern lebt, ist fast schon Pens zweites Zuhause, und Shivas Großmutter Amba ist für Em wie ihre eigene Oma. In der letzten Zeit ist alles nur irgendwie schrecklich kompliziert geworden. Em empfindet inzwischen nicht mehr nur Freundschaft für Shiva – sie ist eindeutig total verknallt in ihn. Shiva scheint ihre Gefühle allerdings nicht zu erwidern, schlimmer noch, er fühlt sich offenbar zu Pen hingezogen – und diese, da ist sich Em sicher, auch zu ihm. Was soll sie nur tun? Soll sie Shiva ihre Liebe gestehen? Aber was ist, wenn sie ihre Freundschaft damit kaputtmacht?

Auf das erste Jugendbuch von Rebecca Elbs habe ich mich wirklich sehr gefreut. Es klang einfach nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack und beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. Mir haben der Klappentext und die hübsche äußere Gestaltung zum Glück auch nicht zu viel versprochen: In meinen Augen ist Rebecca Elbs mit „Shortbread und Shiva“ ein bezaubernder Teenieroman für Leserinnen ab 12 Jahren geglückt, mit welchem sie uns eine gelungene Mischung aus unterhaltsamer Feel-Good-Story und aktuellen Themen schenkt und auch Erwachsenen eine schöne Leseunterhaltung bietet. Ich habe mich von Anfang an pudelwohl zwischen den Seiten gefühlt und sie nahezu in einem Rutsch weggeschmökert.

Geschildert wird alles aus der Sicht der 15-jährigen Emma, auch Em genannt, in der Ich-Perspektive. Mir war unsere Hauptprotagonistin mit ihrer etwas verpeilten und schüchternen Art auf Anhieb sympathisch. Mit Em hat die Autorin einfach eine echte Figur zum Gernhaben erschaffen und da ihre Empfindungen und Gedanken authentisch dargestellt werden, gelingt es einem als Leser
in spielend leicht sich in sie hineinversetzen. Bei mir zumindest war es so und ich gehe sehr davon aus, dass sich Jugendliche noch viel besser mit Em identifizieren werden als ich als Erwachsene. Ich gehöre vom Alter her ja nicht mehr so wirklich zur Zielgruppe. Da ich im Inneren aber irgendwie nach wie vor so ein richtiger Teenie bin, habe ich mich trotz allem wirklich ziemlich gut in Em hineinfühlen können.

Ems allerbeste Freunde Shiva und Pen mochte ich ebenfalls total gerne, vor allem Pen fand ich klasse. Bei Shiva habe ich ein kleines bisschen länger gebraucht, ehe ich komplett mit ihm warm geworden bin, aber schließlich habe ich auch noch ihn fest in mein Herz geschlossen.
Auch die Nebencharaktere mit ihren teils etwas schrägen Eigenschaften habe ich unheimlich liebgewonnen wie Josh, der so ein toller großer Bruder ist, und Shivas Großmutter Amba, zu der unsere Ich-Erzählerin ein ganz besonderes Verhältnis hat und die quasi eine Art Ersatzoma für sie ist. Unsympathisch war mir tatsächlich niemand, wenn ich so darüber nachdenke. Es ist schon ein wirklich herrlich bunter Haufen an liebenswerten Gestalten, mit dem das Buch bestickt ist.
Super fand ich auch, wie divers die Figuren gestaltet sind. So lebt Em in einer recht ungewöhnlichen Familien-WG, Shiva ist indischer Herkunft und auch Queerness spielt eine Rolle.

Gekonnt verpackt in einer humorvollen und zuckersüßen Geschichte werden insgesamt viele wichtige und für die Zielgruppe relevante Themen aufgegriffen wie Freundschaft, die erste Liebe, Selbstfindung, Eifersucht, Schulstress und einfach all das, was so ein kompliziertes und gefühlschaotisches Teenagerleben so mit sich bringt. Mit „Shortbread und Shiva“ hat Rebecca Elbs definitiv den aktuellen Zeitgeist getroffen, ich gehe sehr davon aus, dass sich so einige in Ems Problemen, Sorgen und Wünschen und ihrem Gedanken- und Gefühlswirrwarr wiederfinden werden.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die innige Vertrautheit von Em, Shiva und Pen beschrieben wird. Ihre Blödeleien und Albereien; ihre amüsanten, aber auch tiefgründigen Gespräche; die Missverständnisse und Unstimmigkeiten zwischen ihnen – die Freundschaftsdynamik unseres Trios wird einfach wundervoll veranschaulicht. Ich habe die gemeinsamen Szenen mit den dreien wirklich sehr genossen, aber auch die Darstellungsweise von Ems Verknalltheit und ihr trubeliges Familienleben mochte ich richtig gerne.

Mit dem Setting hat die Story ebenfalls bei mir punkten können. Mit dem Schauplatz London kann man bei mir in der Regel einfach nie was verkehrt machen und wenn es sich dann auch noch um ein London in der Vorweihnachtszeit handelt, wie es hier der Fall ist, erst recht nicht. Kulissenmäßig bin ich definitiv auf meine Kosten gekommen.

Plottechnisch konnte mich das Buch leider nichts vollends überzeugen. Obwohl ich die Handlung an keiner Stelle als langweilig empfunden habe und es so einige überraschende Wendungen gibt, haben mich die Geschehnisse dennoch nicht durchgehend fesseln können. Mir hat insgesamt einfach etwas gefehlt, dieser letzte Funke wollte bei mir irgendwie nicht überspringen. Aber wie gesagt, ich bin trotzdem begeistert und hatte auch wirklich sehr viel Freude beim Lesen. So haben mich allein schon die Kapitelanfänge, die oft unnützes Wissen preisgeben, bestens unterhalten, aber auch die eigentliche Story hat mir immer wieder ein breites Schmunzeln entlockt. Das Buch hat sich zudem prima für mich lesen lassen. Rebecca hat einen locker-leichten und modernen Schreibstil, der absolut passend für die Altersklasse ist, und da die Kapitel schön kurz sind, kommt von Beginn an ein superangenehmer Lesefluss zustande.

Der Ausgang der Geschichte kam für ziemlich überraschend. Die Wende zum Ende hin, die Rebecca Elbs geschickt eingebaut hat, habe ich tatsächlich nicht kommen sehen und auch nicht erwartet. Also mich hat der Schluss zufriedenstellen können, er passt einfach ideal zum Rest der Geschichte und schließt diese stimmig ab.

Fazit: Die deutsche Autorin Rebecca Elbs beschert uns mit „Shortbread und Shiva“ einen wunderbaren leichtfüßigen Teenieschmöker ab 12 Jahren, der voller Wärme, Humor und Gefühlschaos steckt und von den ersten Seiten an zum Wohlfühlen einlädt. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist ein echter Gute-Laune- und Glücklich-Macher und die perfekte Lektüre für alle RomCom-Liebhaber*innen. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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