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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2017

wie von Agatha Christie

Eines natürlichenTodes
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England 1925. Eine alte Dame stirbt und obwohl sie an Krebs litt, kommt ihr plötzlicher Tod etwas überraschend. Dem behandelnden Arzt kommt dies nicht geheuer vor, aber er setzt sich ziemlich in die Nesseln, ...

England 1925. Eine alte Dame stirbt und obwohl sie an Krebs litt, kommt ihr plötzlicher Tod etwas überraschend. Dem behandelnden Arzt kommt dies nicht geheuer vor, aber er setzt sich ziemlich in die Nesseln, als er den Tod genauer untersuchen will. Durch Zufall lernt er Lord Peter Wimsey kennen und schildert ihm seinen Verdacht. Dieser, ein betuchter Hobbydetektiv, ist gleich Feuer und Flamme. Die Ermittlungen ziehen sich jedoch hin (genau wie das Buch) und Lord Wimsey bittet eine Bekannte, ihm zu helfen. Diese begibt sich in das Dorf, wo die alte Dame gelebt hatte und zieht unauffällig - ganz im Stil von Miss Marple - Erkundigungen ein. Doch dann stirbt ein entlassenes Hausmädchen der alten Dame....

Das Buch erinnert sehr an die herrlichen Miss Marple Krimis von Agatha Christie. Die Autorin, Dorothy L. Sayers, hat einen ähnlichen Schreibstil und ähnliche Figuren, Landschaften, Handlungen usw.und der Krimi spielt zur gleichen Zeit. Sie zählt neben A. Christie und P.D. James zu den großen Krimiautorinnen Englands. Zu Recht kann ich nach diesem Buch sagen. Erschienen ist es 1927.

Es ist teilweise zwar etwas langatmig und zieht sich, bleibt aber durchweg spannend. Ich habe eine ungekürzte Ausgabe ( 265 Seiten) gelesen, aber es gibt wohl auch eine gekürzte Übersetzung. Die ist vielleicht weniger langatmig, vielleicht büßt sie aber auch viel des Charmes ein.

Wer die Bücher von Agatha Christie liebt, wird auch diese Autorin schätzen. Mir jedenfalls hat´s gefallen.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Noll war schon besser

Rabenbrüder
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Ich mag den subtilen Humor von Ingrid Noll sehr gerne. Die Art, wie sie Familiengeschichten beschreibt oder die Kindheit ihrer Figuren, bringt mich immer zum Schmunzeln. Auch hier wieder.

Es geht um 2 ...

Ich mag den subtilen Humor von Ingrid Noll sehr gerne. Die Art, wie sie Familiengeschichten beschreibt oder die Kindheit ihrer Figuren, bringt mich immer zum Schmunzeln. Auch hier wieder.

Es geht um 2 Brüder und die Ehefrau des einen. Da der Vater sehr krank ist und stirbt, finden sich alle bei der Mutter ein und wohnen bis zur Beerdigung unter einem Dach. Die Geschichte ist durchaus spannend und man liest gerne weiter. Aber auch, wenn das Buch schwer wegzulegen ist, ist es natürlich nicht so fesselnd wie ein Thriller. Die Geschichte plätschert eher seicht dahin, birgt aber auch immer wieder Zündstoff, Familiengeheimnisse, die ans Licht kommen oder Überraschungen in der Handlung. Die Figuren sind authentisch und auch, wenn man nicht alle Reaktionen nachvollziehen kann, weil man selbst ganz anders gestrickt ist, so sind sie einfach nur menschlich. Bizarre Handlungen, schreckliche, ungeheuerliche Dinge oder menschliche Abgründe werden in genau dem gleichen lockeren Plauderton geschildert wie der Rest der Geschehnisse. Dies ist daher mal eine willkommene Abwechslung zu den reißerischen Krimis heutzutage. Und gerade darin, dass ganz ruhig von entsetzliche Dinge erzählt wird, liegt der besondere Reiz in Nolls Büchern.

Dies Buch liest sich gut, schnell und macht Spaß. Es ist interessant und man möchte gerne mehr erfahren. Es gibt jedoch bessere Bücher von der Autorin und das Ende fand ich sehr seicht und mau.

Veröffentlicht am 11.05.2017

Ncht mein Fall

Blinde Vögel
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Mord ? Erweiterter Selbstmord ? Bei ihren Recherchen stößt die Polizei auf einen Zusammenhang mit einer Lyrikgruppe auf Facebook. Harmlose Posts und Kommentare oder geheime Botschaften ? Bald werden sie ...

Mord ? Erweiterter Selbstmord ? Bei ihren Recherchen stößt die Polizei auf einen Zusammenhang mit einer Lyrikgruppe auf Facebook. Harmlose Posts und Kommentare oder geheime Botschaften ? Bald werden sie zum nächsten Opfer gerufen. Selbstmord? Mord ? Auf jeden Fall wieder jemand aus der Lyrikgruppe. Langsam geht die Angst um...

Anfangs fand ich das Buch etwas verwirrend und schwer zu lesen, aber bald las es sich einfacher. Zur Mitte hin wurde es auch spannend. Die Auflösung fand ich zu grausam und für mich fast unerträglich, da ich mit solchen Schilderungen nur schlecht umgehen kann. Leider ist es aber für Tausende Menschen Realität (gewesen). Und es ist schon wichtig, dass so ein Thema nicht einfach vergessen wird. Das Buch ist trotz der ersten "seichten" 3/4 nichts für einfühlsame Menschen wegen der Hintergrundgeschichte (letztes Viertel). Ich bin noch ganz erschüttert, auch, wenn man natürlich schon davon gehört hat und es auch nicht nur dort passiert ist.

Veröffentlicht am 01.05.2017

trauernde Witwe

Im Angesicht der Schuld
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Obwohl es eigentlich ein Krimi ist, steht die Trauer der Witwe im Vordergrund und macht ca. 80 % des Inhalts aus. Die Hauptfiguren waren mir von Anfang an unsympathisch. Weder die Frau, ihr Mann, die Haushaltshilfe ...

Obwohl es eigentlich ein Krimi ist, steht die Trauer der Witwe im Vordergrund und macht ca. 80 % des Inhalts aus. Die Hauptfiguren waren mir von Anfang an unsympathisch. Weder die Frau, ihr Mann, die Haushaltshilfe noch das befreundete Ehepaar haben in mir auch nur ansatzweise Empathie geweckt, sodass es mir schwer fiel weiterzulesen. Später kamen die Nachbarin und die Stiefmutter des Verstorbenen hinzu und die waren nett und sympatisch. Da das Buch dann auch spannender wurde und flüssig geschrieben ist, fiel das Weiterlesen dann leichter.

Stellenweise zog es sich wie Kaugummi, dann wieder war es spannend, den Täter hatte ich gleich in Verdacht und fand es daher ziemlich vorhersehbar, aber das genaue Motiv blieb lange unklar, sodass man schon wissen wollte, was dahinter steckte.

Kann man lesen, muß man aber nicht.

Veröffentlicht am 01.05.2017

grauenvoller Inhalt

Weinschröter, du musst hängen
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Das Buch ist klasse geschrieben und ich mag die herbe.derbe Art der Kommissarin Bella Block (gibt es glaube ich auch im Fernsehen, habe ich aber nie geguckt): Was aber dem Mädchen in dem Buch wiederfährt ...

Das Buch ist klasse geschrieben und ich mag die herbe.derbe Art der Kommissarin Bella Block (gibt es glaube ich auch im Fernsehen, habe ich aber nie geguckt): Was aber dem Mädchen in dem Buch wiederfährt ist so unfassbar schrecklich, dass ich wünschte, ich hätte es nie gelesen.
Wer aber weniger empatisch und mitfühlend ist, dem gefällt dieser spannende Krimi sicherlich gut.