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Veröffentlicht am 16.07.2023

Zwei Leichen und die Vorfreude auf den Ruhestand

Fatale Begegnung in St. Peter-Ording
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Die Nachfolgerin einarbeiten und dann in den Ruhestand gehen, so der Plan von Greta. Nach vielen Jahren als Sekretärin im Ferienresort hat sie sich das verdient. Doch Heike die Nachfolgerin, taucht am ...

Die Nachfolgerin einarbeiten und dann in den Ruhestand gehen, so der Plan von Greta. Nach vielen Jahren als Sekretärin im Ferienresort hat sie sich das verdient. Doch Heike die Nachfolgerin, taucht am Montag einfach nicht zur Arbeit auf. Sie geht nicht an ihr Handy und auch zu Hause scheint sie nicht zu sein. Hat sie ihren Wochenend-Aufenthalt in Hamburg verlängert und vergessen Bescheid zu sagen? Greta wird immer unruhiger und kann sich gar nicht auf ihre Arbeit konzentrieren. Soll sie zur Polizei gehen oder nicht? Ihr Sohn Knud, der bei der Polizei arbeitet, würde sie sicherlich für hysterisch halten. Bald wird eine übel zugerichtete, weibliche Leiche gefunden. Es ist Heike, doch wer hat ihr das angetan? Diesmal scheint auch der Hausmeister Torge Trulsen nicht weiterhelfen zu können. Er fühlt sich absolut unnütz, er kann überhaupt nichts zu den Ermittlungen beitragen, für ihn eine ungewohnte Situation. Im Laufe der Ermittlungen wird eine weitere Frau als vermisst gemeldet. Hängt das verschwinden mit dem Fall von Heike zusammen? Gemeinsamkeiten haben diese beiden Frauen nicht wirklich, ausser dass sie auf dem selben Dating-Portal angemeldet sind. Und plötzlich hat es die Polizei St. Peter Ording mit einer zweiten Leiche zu tun und tappt immer noch völlig im Dunkeln.

‘Fatale Begegnung in St. Peter-Ording’ ist ein weiterer spannender Regionalkrimi mit Charlotte Wiesinger und Torge Trulsen. Bereits nach den ersten Seiten befindet man sich mitten im Geschehen und hofft dass die verschwundenen Frauen noch lebend gefunden werden. Der Schreibstil von Stefanie Schreiber kann mich immer wieder voll in seine Bann ziehen und lässt mich in die Landschaft rund um St. Peter-Ording abtauchen.

Die altbekannten Charaktere entwickeln sich stetig weiter und bewegen damit die Geschichte. Torge Trulsen, so hilflos zu erleben, fand ich spannend. Sonst immer mitten im Geschehen scheinen im diesmal die Hände gebunden zu sein. Eine Rolle in der er sich zuerst zurechtfinden muss. Christine Wiesinger leidet enorm darunter, das Knud sich mit Fiona der ihr sehr unsympathischen Rechtsmedizinerin tröstet. Zwischen Knud und Christine scheint es doch irgendwie zu knistern doch beide tun sich schwer damit.

Ein spannender Regionalkrimi mit altbekannten Charakteren der mich wiederum fesseln konnte. Für alle Liebhaber der Reihe mit Torge Trulsen und Christine Wiesinger, ein absolutes Muss.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Spannender Regionalkrimi in einer Landschaft mit Urlaubs-Feeling

Goldtransport und Stauseemord
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Überfall auf einen Goldtransporter im Zillertal. So beginnt der Krimi und weckt bereits das Interesse. Eine grosse Menge Gold wird mit einem Sicherheitstransporter ins Zillertal gebracht. Plötzlich wird ...

Überfall auf einen Goldtransporter im Zillertal. So beginnt der Krimi und weckt bereits das Interesse. Eine grosse Menge Gold wird mit einem Sicherheitstransporter ins Zillertal gebracht. Plötzlich wird dieser von einer Polizeistreife angehalten. Doch dies ist keine normale Polizeistreife, diese wollen das Gold. Nach dem sich die beiden angeblichen Polizisten gewaltsam Zugriff zum Gold verschafft haben, hauen sie mit dem Polizeifahrzeug ab und nehmen die beiden Mitarbeiter der Transportfirma ebenfalls mit. Als im Kraftwerk eine Leiche gefunden wird, liegt das Augenmerk der lokalen Polizei sowohl auf dem Überfall, wie auch dem ungeklärten Todesfall. Doch alleine können sie die Ermittlungen nicht bewältigen und die Kollegen aus Schwaz können ihnen keine Hilfe bieten. Dies ruft Paul und Vitus auf den Plan, ihre Allgäuer Kollegen Leopold und Anna zu engagieren. Wie es der Zufall will, befinden sich beide gerade für eine Auszeit im Zillertal. Gemeinsam machen sie sich an die Ermittlungen, die von Geheimnissen, risikoreichen Aktionen, Verwirrungen und geheimen Machenschaften geprägt sind. Der Schlegeis-Speichersee scheint dabei eine enorm wichtige Rolle einzunehmen, doch irgendwie tappen die Ermittler im Dunkeln.

‘Goldtransport und Stauseemord’ ist ein spannender Regionalkrimi ab der ersten Seite. Die detailliert beschriebenen Schauplätze geben das Gefühl ebenfalls vor Ort zu sein und wer sich in der Gegend auskennt, wird einige Plätze wiedererkennen. Bis am Schluss rätselt man als Leser selbst, wie die ganze Geschichte ausgehen könnte und was mit dem gestohlenen Gold passiert ist. Den mittleren Band der Reihe habe ich nicht gelesen, konnte der Handlung aber jederzeit folgen und hatte nicht das Gefühl dass mir Informationen fehlen würden.

Die beiden Zillertal-Ermittler, sowie auch die beiden Allgäuer Ermittler sind mir aus Band 1 bekannt und jeder hat so seine Eigenheit. Alle sind auf ihre Art und Weise sympathisch und passen gut in die Geschichte. Hilfsbereite Kollegen, wobei jeder seine eigene kriminalistische Eigenschaft hat, welche sich zusammen perfekt ergänzen.

Ein spannender Regionalkrimi, der jedem sehr zu empfehlen ist, kurzweilige Lesestunden sind garantiert.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Gelungener Auftakt der Trilogie um das bekannte Traditionsunternehmen

Vanilletage – Die Frauen der Backmanufaktur
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Josephine und ihr Mann Carl Meister leben zusammen in Berlin. Carl hat sich bereits in jungen Jahren dazu entschieden, dass er nicht in die Fussstapfen seines Vaters treten wird und als Apotheker seinen ...

Josephine und ihr Mann Carl Meister leben zusammen in Berlin. Carl hat sich bereits in jungen Jahren dazu entschieden, dass er nicht in die Fussstapfen seines Vaters treten wird und als Apotheker seinen eigenen Weg gehen möchte. Das bedeutet für die beiden, dass sie nicht auf grossen Fuss leben können und gerade Josephine einige Abstriche machen muss. Nachdem Carl’s Onkel Backtriebmittel aus Amerika mitbringt, ist Carl’s Versuchsinstinkt geweckt. In unzähligen Stunden und nach mehrmaligen Versuchen, gelingt es ihm tatsächlich ein eigenes Backtriebmittel zu erstellen. Mit der Übernahme einer Apotheke in Bielefeld bauen sich die beiden ein neues Leben auf und der Verkauf des eigenen Backtriebmittels floriert. Durch ihr künstlerisches Talent kann Josephine ihren Mann bei der Gestaltung der Verpackungen und der Werbung unterstützen und gemeinsam vermarkten sie ihre Produkte erfolgreich. Der Start zu einem grossen Traditionsunternehmen, das heute noch viele Menschen unterstützt

In ‘Vanilletage’ beschreibt Eva Maria Bast die Entstehung eines grossen deutschen Herstellers verschiedenster Backzutaten. Es handelt sich hierbei um einen fiktiven Roman, wobei sehr schnell klar wird, um welche Traditionsfirma es sich handelt. In diesem spannenden Roman werden dem Leser die Anfänge dieses Traditionsunternehmens näher gebracht und zeigt gut auf, dass nicht immer alles nur von Erfolg gekrönt war. Durch die Familiengeschichte wird der Roman und die einzelnen Figuren noch lebhafter.

Josephine und Carl kämpfen für ihre Träume, doch es gestaltet sich nicht immer alles so einfach. Als Leser leidet man hier selbstverständlich mit und hofft auch, dass ihre Ehe dem Druck standhalten kann. Josephines Familie unterstützt wo sie können und ziehen sogar nach Bielefeld. Wie in jedem Buch gibt es auch hier Protagonisten, die nichts gutes wollen und entsprechend schon von Beginn weg unsympathisch sind. In diesem Fall trifft dies auf die junge Verkäuferin Helene zu. Eine unberechenbare und hinterhältige Person, die das ganze Glück zerstören könnte.

Das Buch konnte mich schnell begeistern und es war spannend mehr zu den Anfängen der Firma zu erfahren. Aus meiner Sicht ein sehr gelungener Auftakt zur Trilogie, welche ich unbedingt weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 18.03.2023

Spannender Regionalkrimi zum selber Mitraten

Klausjäger
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Im beschaulichen Küssnacht am Vierwaldstättersee wird während des traditionellen Klausumzuges der Samichlaus erschossen. Valérie Lehmann und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf. Doch in dem Gewimmel ist ...

Im beschaulichen Küssnacht am Vierwaldstättersee wird während des traditionellen Klausumzuges der Samichlaus erschossen. Valérie Lehmann und ihr Team nehmen die Ermittlungen auf. Doch in dem Gewimmel ist es schwierig brauchbare Aussagen zu finden und Spuren zu sichern. Beim erschossenen Samichlaus handelt es sich um den Bezirksrichter von Küssnacht, der vor allem bei den Frauen nicht gut dasteht. In mindestens drei Fällen hat er die Kinder den Vätern zugesprochen, was ihn als Frauenverachter dastehen lässt. Vor ein paar Tagen wurde zudem der Richter in Schwyz, der in zweiter Instanz sein Urteil getroffen hat, tätlich angegriffen. Haben diese beiden Fälle miteinander zu tun und wurde der Bezirksrichter wegen seinem Job umgebracht? Valérie und ihr Team tappen im Dunkeln und kommen mit ihren Ermittlungen nicht wirklich vorwärts.

Mit ‘Klausjäger’ ist Silvia Götschi ein weiterer spannender Regionalkrimi gelungen. Der Zusammenhang mit dem traditionellen Brauches, dem Klausjagen, ist gut in die Geschichte eingearbeitet. Die Ermittlungen lassen dem Leser immer wieder Spielraum eigene Verdächtigungen spielen zu lassen und verraten dem Leser bis am Schluss nicht, wer dahinter steckt.

Valérie ist eine sehr zielstrebige Ermittlerin, welche sich voll und ganz den laufenden Ermittlungen hingibt. Obwohl sie ihre eigenen privaten Probleme hat, lässt sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Mit ihren beiden Hauptermittlern Fabia und Louis hat sie tatkräftige Hilfe an ihrer Seite, welche sie in ihrem Bestreben unterstützen. Das sich mit dem Staatsanwalt Zanetti eine Beziehung anbahnt, zeigt ihre private und verletzliche Seite und lässt sie menschlicher werden.

Die Orte, welche im Krimi vorkommen, sind mir bestens bekannt und doch gibt es durch solche Bücher immer wieder neues zu entdecken. Die Bücher von Silvia Götschi bescheren mir immer sehr spannende Lesestunden und es ist schwierig das Buch zur Seite zu legen.

Ein spannender Regionalkrimi, der zum mitraten einlädt und indem nichts so ist wie es zuerst scheint. Ein Muss für jeden, der spannende Ermittlungen mag.

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Veröffentlicht am 24.12.2022

Spannender Thriller – man fliegt nur so durch die Seiten

42 Grad
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In ganz Europa lassen Niederschläge schon seit mehreren Monaten auf sich warten und es wird immer wärmer. Auf Autobahnen bilden sich aufgrund der enormen Hitze gewaltige Risse, so dass die Strassen gesperrt ...

In ganz Europa lassen Niederschläge schon seit mehreren Monaten auf sich warten und es wird immer wärmer. Auf Autobahnen bilden sich aufgrund der enormen Hitze gewaltige Risse, so dass die Strassen gesperrt werden. Aufgrund der fehlenden Niederschläge führen die Flüsse und Seen immer weniger Wasser und die Trinkwasserversorgung gerät in Schwierigkeiten. Auf dem Heimweg von seinem Gardasee-Urlaub macht der Hydrologie-Student Julius eine seltsame Entdeckung. Auf der Autobahn kam es aufgrund der abgesackten Fahrbahn zu einem Unfall. Doch die Absenkung scheint nicht normal zu sein und Julius entwickelt seine eigene Theorie. Währenddessen macht Elsa, eine IT-Spezialistin und Datenanalystin, eine erschreckende Entdeckung bei der Auswertung der Daten. Das Ausmass der Dürreperiode ist noch viel schlimmer als angenommen. Doch ihr will niemand glauben und sie muss sich in acht nehmen, damit sie nicht in die Fänge der Polizisten gerät. Julius und Elsa haben das Gefühl, dass hier etwas nicht mit richtigen Dingen zugeht und versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

’42 Grad’ packt den Leser gleich ab der ersten Seite. Ein sehr aktuelles Thema wird dem Leser auf eine spannende Art und Weise näher gebracht und als Leser möchte man unbedingt wissen wie es weitergeht. Die Szenen sind sehr eindrücklich beschrieben und man kann sich sehr gut vorstellen wie sich die Leute während dieser Ausnahmesituation fühlen. Ein Thema dass immer aktueller und wichtiger wird und dem in Zukunft besonders Beachtung geschenkt werden muss. Ohne funktionierende Wasserversorgung oder funktionierende Wasserkraftwerke kann die Menschheit nicht lange überleben und Wasser wird zum neuen Gold.

Die beiden Hauptprotagonisten Elsa und Julius sind Kämpfernaturen und kämpfen für ihre Erkenntnisse. Sie lassen sich nicht so schnell beirren und gehen auch grosse Risiken ein. Mit beiden leidet man als Leser mit und hofft nur das Beste für sie. Auch Noah der zuerst als Täter verdächtigt wird, möchte nur das Beste und passt perfekt in das Team mit Elsa und Julius.

Ein sehr spannender Thriller zu einem aktuellen Thema den man gelesen haben muss. Ich freue mich schon auf die weiteren Bücher des Autors.

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