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Veröffentlicht am 04.02.2023

Eine spannende Fortsetzung

Die Hafenärztin. Ein Leben für das Recht auf Liebe (Hafenärztin 3)
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Nach den Veröffentlichungen von Die Hafenärztin („Ein Leben für die Freiheit der Frauen /Bd. 1“ und „Ein Leben für das Glück der Kinder /Bd.2“) hat Henrike Engel nun mit Band 3 „Ein Leben für das Recht ...

Nach den Veröffentlichungen von Die Hafenärztin („Ein Leben für die Freiheit der Frauen /Bd. 1“ und „Ein Leben für das Glück der Kinder /Bd.2“) hat Henrike Engel nun mit Band 3 „Ein Leben für das Recht auf Liebe“, der im Dezember 2022 im Ullstein Verlag erschien, vorgelegt. Da ich bereits die ersten beiden Teile schon mit großer Begeisterung gelesen habe, wollte ich nun auch wissen, wie es mit der Ärztin Anne von der Zwaan (Anne Fitzpatrick) und dem Kommissar Berthold Rheydt weitergehen wird. Nun endlich geht auch für mich die Reise weiter

Wer schon die vorherigen Bücher der Autorin kennt, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen, der mich erneut begeistern konnte. Seite für Seite zog mich der Roman mehr und mehr in seinen Bann und so konnte ich relativ schnell in die Geschichte um die Hafenärztin ein und abtauchen. Dies ist eindeutig auf den exzellenten Erzählstil zurück zu führen. Zudem merkte ich, mit wieviel Herzblut Henrike Engel die Fortsetzung geschrieben hat. Wichtige Informationen und Fakten hat sie aus der Zeit zusammengetragen, um diese auszuwerten und sie perfekt in die Handlung einzuweben. Dieses Hintergrundwissen trägt dazu bei, dass der Leser eine Menge über die Beziehung zwischen China und Hamburg im 19. Jahrhundert erfährt, die im zweiten Weltkrieg mit den Nazis endete. Eine spannende Zeitreise, die durch die authentischen Charaktere zu einem wahren Highlight wird. Die Hafenärztin Anne Fitzpatrick stellt sich ihrer Vergangenheit und kehrt als Anne von der Zwaan nach Hamburg zurück, wo sie weiterhin als Ärztin arbeitet. Als bei ihrem Arbeitseinsatz eine junge Chinesin stirbt, will sie nur eins: die Täter fassen und sie zur Rechenschaft ziehen. Aber alleine wird sie dies nicht schaffen und so holt Kommissar Berthold Rheydt mit „ins Boot“. Für ihn steht schnell fest, dass die Handschrift, wie das Opfer starb, nur einem zugeordnet werden kann: dem Hafenmörder! Aber war er es wirklich, denn seit seiner letzten Tat ist er untergetaucht. Eine akribische Spurensuche beginnt. Aber nicht nur beruflich steht er vor einigen Problemen, auch privat. Helene Curtius weckt bei ihm Gefühle, die er seit dem Tod von Frau und Sohn nie mehr erlebt hat. Wird er seinen Gefühlen nachgeben und Helene seine Liebe gestehen?

Fortsetzungsromane sind immer einer gewissen Anforderung ausgesetzt. Können sie dem vorherigen Band standhalten oder werden sie besser bzw. schlechter? Die ersten Romane hatten (für mich) die Messlatte schon ziemlich weit nach oben gelegt. Nach Beendigung des dritten Bandes kann ich aber eins schreiben: auch dieser Teil braucht sich nicht zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Selbst wenn es hier und da einige Wiederholungen gibt, so geht die Geschichte um Anne von der Zwaan spannend weiter. Für mich war es ein sehr durchdachter Fall und auch die Weiterentwicklung der einzelnen Personen fand ich sehr authentisch und lebensnah.

Angeblich soll es noch einen vierten Fall geben, dem wäre ich nicht abgeneigt. Zu gerne würde ich gerne wissen, wie es mit Anne oder Berthold weitergehen wird.

Volle Punktlandung (5 Sterne) und oben drauf gibt es eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.01.2023

Tolle Fortsetzung

Die Kinder von Schönbrunn (Die Schönbrunn-Saga 2)
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Nachdem im Januar 2022 der Auftaktroman (Die Frauen von Schönbrunn) der Schönbrunn-Saga erschien, hat Beate Maly nun ihr neustes Werk „Die Kinder von Schönbrunn“, das im Januar 2023 im Ullstein veröffentlicht ...

Nachdem im Januar 2022 der Auftaktroman (Die Frauen von Schönbrunn) der Schönbrunn-Saga erschien, hat Beate Maly nun ihr neustes Werk „Die Kinder von Schönbrunn“, das im Januar 2023 im Ullstein veröffentlicht wurde, vorgelegt. Mit großer Begeisterung hatte ich den ersten Teil gelesen und wartete neugierig auf die Fortsetzung, die nun endlich im Buchhandel erhältlich ist.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Bereits nach wenigen Sekunden hatte mich dieser in seinen Bann gezogen und ich wollte bzw. konnte den Roman kaum noch aus den Händen legen. Ich flog quasi nur so durch die Seiten. Beate Maly kann aber nicht nur mit ihrem bezauberten Erzählstil punkten, sondern auch mit den Charakteren, die erneut sehr authentisch und lebensnah dargestellt worden sind. Für mich war dies auch so eine Art nach Hause kommen, da ich die Hauptfiguren wie z.B. Emma, Greta und Julius schon kannte und so freute ich mich auf ein Wiedersehen. Aber nicht nur die drei genannten konnten mein Herz erobern, auch der kleine Emil oder Gisi, die Tochter von Greta. Eigentlich ist es ziemlich gleich, wenn man hier herausnehmen würde, denn jeder hat seinen Platz und bereichert durch seine Anwesenheit die Geschichte. Die Handlung ist der perfekte Anschluss an Band eins. Der Krieg ist zu Ende, aber Greta muss einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Ihr Mann Gustav ist aus dem Krieg nicht mehr Heim gekommen und gilt als vermisst. Tiefe Trauer lähmt sie, aber ihre kleine Tochter Gisela ist ihr ein und alles. Im Schönbrunn trifft sie auf eine junge Frau, die sich zu einer Ausbildung als Erzieherin anmelden möchte. In Greta erwacht sowas wie Neugierde und sie beschließt ebenfalls sich anzumelden. Eine Arbeit mit Kindern würde ihr Freude bereiten, aber schon bald stößt sie auch Widerstand und Konflikte. Ihr Ausbilder Michael Brenner scheint einige ihrer Meinungen zu teilen, aber nicht nur das: er hat sich in Greta verliebt. Wird sie es schaffen, Gustav loszulassen, um sich auf eine neue Liebe einzulassen?

Auch bei diesem Roman merkte ich, wieviel Herzblut Beate Maly wieder in ihr Werk gesteckt hat. Erneut hat sie zahlreichen Recherchen getätigt und sämtlicher Fakten zusammengetragen, um sie auszuwerten und gekonnt in ihre Geschichte einzuweben, so dass am Ende ein Roman entsteht, der auf einer wahren Begebenheit basiert. Ich fand es sehr informativ, dass man das Schloss Schönbrunn tatsächlich als Kinderheim und Ausbildungsstätte genutzt hat. Dies ist aber nur ein Punkt, der mich begeistert zurückließ. Ich fand das Gesamtkonzept um Greta sehr stimmig und mir gefiel die Weiterentwicklung der jungen Frau. Schade nur, dass die Geschichte um Schlossbrunn (vorerst) auserzählt sein soll. Vielleicht gibt es doch noch einen dritten Band.

Ein wunderschöner Roman, der ein tolles Setting, mit authentischen Charakteren und eine emotionale Geschichte besitzt. Für mich hat sich die Reise nach Schönbrunn mehr als nur gelohnt.

5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung oben drauf.

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Veröffentlicht am 21.12.2022

Unverhofft du & ich (Band 2) - die emotionale Reise geht weiter

Unverhofft Du & Ich
1

Nachdem erfolgreichen Debütroman „Zweimal du & ich“ hat Katharina Jäckle nun ihr neustes Werk „Unverhofft du & ich", dass im Dezember 2022 erschien, vorgelegt. Da ich vor kurzem Band eins mit großer Begeisterung ...

Nachdem erfolgreichen Debütroman „Zweimal du & ich“ hat Katharina Jäckle nun ihr neustes Werk „Unverhofft du & ich", dass im Dezember 2022 erschien, vorgelegt. Da ich vor kurzem Band eins mit großer Begeisterung gelesen habe, wollte bzw. musste ich natürlich wissen, wie es mit Anna und Julia weitergehen wird. Ach, ich liebe es, wenn ich nahtlos weiterlesen darf und so ging meine Reise erneut nach Zürich.

Wer den ersten Band der Autorin schon gelesen hat, kennt bereits den flüssigen und leichten Schreibstil und weiß ihn zu schätzen. Kaum das ich ein paar Sätze gelesen hatte, war ich auch schon in Julias Geschichte ein und abgetaucht. Das die Autorin ihr Handwerk versteht, davon konnte ich mich bereits beim Debütroman überzeugen, aber nicht nur, dass: mit ihren emotionalen Geschichten verzaubert sie ihre Leserschaft und deren Herzen. Je weiter ich las, desto tiefer wurde ich in den Bann gezogen und desto schwerer fiel es mir, das Buch ohne weiteres aus den Händen zu legen. Zu jeder Minute wollte ich wissen, wie es weitergeht, aber dazu ein wenig später. Wie schon oben erwähnt, ist der Handlungsort wieder einmal Zürich und Umgebung. Eine schöne Kulisse, die sich der Leser, dank der detaillierten Beschreibung, sehr gut vorstellen kann. In dieser schönen Landschaft passen natürlich die authentischen und lebensnahen Charaktere von Katharina Jäckle perfekt hinein. Wer bereits den ersten Teil dieser Du & Ich – Reihe kennt, trifft auf alte Bekannte und für mich war es eine Art nachhause kommen. Anna, die im Debütroman ihre Hauptrolle bekam. Julia, die beste Freundin von Anna. Ben, der neue Mitbewohner von Julia. Dies sind aber nur drei von zahlreichen Figuren, die brillant in Szene gesetzt worden sind. Je einzelne Person bereichert durch sein Dasein die Handlung und genau zu dieser kommen wir jetzt.

Die Freundinnen Anna und Julia wohnen immer noch zusammen, aber Anna zieht es nach London, wo sie ein halbes Jahr studieren möchte. Für Julia heißt es nicht nur Abschied nehmen, sondern auch einen neuen Mitbewohner für ihre Wohnung suchen. Aber wenn soll sie nehmen? So recht will ihr keiner der Bewerber zusagen, aber da ist Ben. Ben, ebenfalls Student, sucht eine ruhigere WG, denn er will sich voll und ganz auf sein Studium konzentrieren. Nur mit Julia als Mitbewohnerin? Irgendwie hatte er sich was anderes vorgestellt, aber als Julia ihm die Zusage für das Zimmer gibt, zieht er ein. Als Julias Welt ins Wanken gerät, beweist sich Ben als wahrer Freund und hilft ihr in der schwierigen Lebensphase. Ist es wirklich nur ein Freundschaftsdienst oder steckt vielleicht mehr dahinter? Eine recht turbulente und emotionale Reise beginnt.

Mit „Unverhofft du & Ich“ hat Katharina Jäckle erneut einen gefühlvollen und lebensnahen Liebesroman geschrieben, der einem ans Herz geht. Zudem blieb die Geschichte sehr realitätsnah und wirkte zu keinem Zeitpunkt kitschig oder gar überzogen, was ich sehr liebe. Es gibt nichts Schlimmeres als das Gefühle oder Happy Ends auf Biegen und Brechen herbeigeführt werden. Jeder der dieses Buch liest, merkt wie die Handlung sich stetig entwickelt, dadurch wirkt das Ganze harmonisch und stimmig. Was mir persönlich sehr gut gefiel, war zum einen, dass die Geschichte aus Julias und Bens Sicht erzählt worden ist. So konnte ich mich als Leserin genau in die Gedanken – und Gefühlswelt der beiden hineinversetzen. Zum anderen waren diesmal kleine und gut dosierte erotische Szenen mit hineingewoben worden, die dem Ganzen, das gewisse Etwas gab. Wow, der erste Roman gefiel mir schon sehr gut, aber dieser war noch ein paar Sternchen besser. Chapeau und eine brillante Leistung.

Schade nur, dass die Reise nun vorbei ist.....

Auch dieser Teil ist einer meiner Lesehighlights und ich bin dankbar, dass ich Katharina Jäckle samt ihren Romanen kennen- und lieben lernen durfte. Ich würde mich freuen, wenn es noch weitere Bücher von ihr geben würde. 

5 von 5 Sternen (sorry, mehr kann ich nicht vergeben) und eine absolute Leseempfehlung oben drauf!

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Veröffentlicht am 15.12.2022

Eine wunderschöne gefühlvolle Liebesgeschichte, die ans Herz geht

Zweimal du und ich
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Mit „Zweimal du & ich“ hat Katharina Jäckle ihren Debütroman, der im November 2021 erschien, vorgelegt. Dank eines Internetportals bin ich auf die junge Schriftstellerin aufmerksam geworden und da ich ...

Mit „Zweimal du & ich“ hat Katharina Jäckle ihren Debütroman, der im November 2021 erschien, vorgelegt. Dank eines Internetportals bin ich auf die junge Schriftstellerin aufmerksam geworden und da ich immer auf der Suche nach neuen Autoren und ihren Werken bin, wusste ich, dass ich hier genau richtig bin. Dank des Klapptextes bekam ich auch noch die Bestätigung, denn dieser macht nicht nur neugierig, sondern Lust auf mehr. Von da an gab es für mich kein Halten mehr und ich musste den Roman lesen. Bereut habe ich es keine Sekunde lang, aber der Reihe nach

 

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich angenehm überrascht und ließ mich sofort in die Geschichte von Anna ein- und abtauchen. Wow! Ich bin beeindruckt, was für ein Potenzial Katharina Jäckle an den Tag legt und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich schreiben, dass wir es mit einem „alten Hasen“ zu tun hätten, der schon zig Bücher veröffentlicht hat. Dem ist aber nicht und dennoch weiß die junge Schriftstellerin, womit sie ihre Leserschaft in ihren Bann ziehen kann. Das schaffen nur ganz wenige, aber Katharina Jäckle gehört definitiv zu dem kleinen erlauchten Kreis dazu. Chapeau!

Nicht nur mit dem Erzählstil kann die Autorin punkten, auch ihre authentischen und lebensnahen Charaktere sind ein Highlight. Während des Lesens entstand der Eindruck, ich würde sie schon seit Jahren kennen. Ganz egal, wenn man hier herausnehmen würde, jeder einzelne hat seinen Platz und bereichert durch seine Anwesenheit die Geschichte. Was nützen die gut gezeichneten Figuren, wenn die Kulisse nicht stimmt? Da hat es sich die Schweizerin etwas einfacher gemacht und ihre wunderschöne Heimat als Hauptspielort eingesetzt. Leider war ich noch nie in der Schweiz, aber dank der bezaubernden Beschreibungen sollte ich mal dorthin fahren und mich selbst von diesen schönen Fleckchen Erde überzeugen bzw. verzaubern lassen.

Die Geschichte ist eine wunderschöne Lovestory von Anna und Oliver. Die sechszehn Jahre alte Anna lebt mit ihren Eltern in der Schweiz, aber leider nicht mehr lange. Ihre Eltern müssen, Aufgrund einer Familienangelegenheit, nach London ziehen und Anna muss mit. Viel lieber würde sie in ihrer geliebten Heimat bleiben, denn nichts hasst sie mehr Veränderungen oder Neuanfänge. Allerdings gibt es noch einen weiteren Grund um zu bleiben: ihre beste Freundin Julia, mit der sie seit zig Jahren befreundet ist. Allerdings zieht Julia für ein Jahr nach Schweden, somit wäre Anna auch für eine Zeit allein. Um die gemeinsame Zeit sinnvoll zu nutzen, erstellt Julia eine Checkliste für Anna, um sie für die Londoner Boys fit zu machen. Voraussetzung ist, dass sie mit dem Hottie und Frauenschwarm Oliver flirtet. Oje…auch das noch? Was folgt, war so nicht geplant. Als Anna fürs Studium in ihre alte Heimat zurückkehrt, freut sie sich nicht nur auf ihre Freundin Julia, sondern auch auf die Uni. Allerdings hält die Freude nicht lange an. Kaum ist Anna auf dem Campus, sieht sie ihren damaligen Freund Oliver! Was nun? Wie wird er auf das erste Zusammentreffen reagieren? Nach vier Jahren Funkstille ist die Vergangenheit bei beiden noch sehr präsent. Eine recht emotionale und turbulente Zeit bricht für beide an.

 

Katharina Jäckle hat es geschafft, eine sehr schöne emotionale und realistische Liebesgeschichte zu schreiben, die einem nicht nur das Herz verzaubert. Manchmal hatte ich das Bedürfnis entweder Anna oder Oliver (vielleicht auch beide) zu schütteln und ihnen klar zu machen, dass ein klärendes Gespräch mehr hilft als das was die zwei veranstaltet haben. Die Geschichte wirkte deshalb realistisch, weil zu keinem Zeitpunkt überzogen oder gar kitschig war. Bei vielen Romanen muss auf Biegen und Brechen ein Happy End erzeugt werden. Hier nicht. Für mich war es nachvollziehbar und stimmig zu gleich. Von Anfang bis Ende war es perfekt und sehr gut ausgearbeitet worden. Mir bereitete es sehr viel Spaß, die Reise mit Anna und Co zu unternehmen und sie durch Höhen und Tiefen zu begleiten. Jetzt freue ich mich auf Band zwei (Unverhofft und du & ich / Du und Ich Bd. 2)

Danke, dass ich wieder eine mir unbekannte Autorin samt ihrem brillanten Roman kennenlernen durfte. Für mich war dieses Buch ein Lesehighlight 2022, das ich wirklich nur weiterempfehlen kann. 5 Sterne! 

Auf jeden Fall werde ich die junge Schweizerin im Lesefokus behalten! 

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Veröffentlicht am 07.12.2022

Eine emotionale und spannende Familiengeschichte

Feldpost
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Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (Trümmerkind oder Grenzgänger – nur um zwei zu nennen) hat Mechtild Borrmann nun ihr neustes Werk „Feldpost“, dass im November 2022 im droemer Verlag erschien, vorgelegt. ...

Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (Trümmerkind oder Grenzgänger – nur um zwei zu nennen) hat Mechtild Borrmann nun ihr neustes Werk „Feldpost“, dass im November 2022 im droemer Verlag erschien, vorgelegt. Seitdem ich das Buch „Der Geiger“ gelesen habe, bin ich ein großer Fan ihrer Romane, die teilweise auf wahre Begebenheiten beruhen. Endlich gibt es wieder neuen Lesestoff von einer großartigen Autorin und nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, war meine Neugierde mehr als nur geweckt worden.

Wer schon das eine oder andere Buch von Mechtild Borrmann gelesen hat, kennt den einzigartigen Schreibstil, der flüssig und emotional zugleich ist. Die Autorin weiß ganz genau womit sie ihre Leserschaft in ihren Bann ziehen kann, wie auch hier. Ab der ersten Seite tauchte ich in die Geschichte um Richard, Adele und Albert ein und ab. Aber nicht nur mit dem Erzählstil kann sie überzeugen, auch mit den authentischen und lebensnahen Charakteren. Manchmal frage ich mich, ob die Autorin all ihre Figuren noch persönlich kennengelernt hat. Ich glaube nicht, trotzdem oder gerade deswegen möchte ich ein großes Kompliment aussprechen, denn dieses Gefühl vermitteln nur die allerwenigsten. Die Handlung basiert auf zwei Zeitebenen. Die von Cara spielt in der Gegenwart und Richards Vergangenheit in den 30er Jahren. Während eines Cafébesuchs trifft die Anwältin auf eine völlig unbekannte Frau. Als diese ging, findet Cara an deren Platz einen Aktenkoffer, den sie, um heraus zu finden wem dieser gehört, mit nachhause nimmt. Auf ihrer Spurensuche findet sie zahlreiche Briefe, Fotos und Unterlagen zu einem Hausverkauf, aber auch einen Namen: Richard Mertens. Nach intensiven Recherchen kann sie den Absender dieser Feldpost ausfindig machen und kontaktiert ihn, um den Fund wieder an ihm zurückzugeben. Für Richard beginnt nun eine sehr emotionale und spannende Reise in seine Vergangenheit. Stück für Stück kommen die schrecklichen Jahre wieder ans Tageslicht. Der zweite Weltkrieg begann und der Nationalsozialismus war an der Macht. Misstrauen, Verrat, Verleumdungen und Angst waren an der Tagesordnung. Was aber das Schlimmste war, dass Freunde zu Feinden wurden und keiner konnte mehr dem anderen vertrauen. Jetzt und viele Jahre später werden die lang gehegten Geheimnisse aufgedeckt und etliche Fragen geklärt. Wo ist Adele? Was ist mit Richards großer Liebe passiert?

Mechthild Borrmann erzählt nicht nur die Familiengeschichten Kuhn/Mertens, sondern sie nimmt ihre Leser auf eine Zeitreise mit, die nicht nur erschreckend, sondern zugleich grausam war. Seite für Seite tauchte ich in die aufwühlende und zugleich traurige Geschichte Richard Mertens ein. Fesselnd und zugleich spannend, konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen, so sehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Nicht nur Cara bzw. Richard hatten Fragen und suchten nach den entsprechenden Antworten, sondern auch ich. So nach und nach kam Licht ins Dunkel und ich blieb erschütternd zurück. Aber nicht nur die aufgeworfenen Fragen ließen mir keine Ruhe, sondern auch mein Kopfkino, dass 296 Seiten lang auf Hochtouren lief. Dies schaffen nur die allerwenigsten Autoren. Mechtild Borrmann gehört definitiv zu den wenigen.

Der Roman „Feldpost“ ist nicht einfach nur eine Familiengeschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert. Sie ist eine Zeitreise in die deutsche Geschichte, die so in keinem Schulunterricht gelehrt wird. Für mich war dieser Roman aufwühlend, authentisch, emotional, intensiv und sehr spannend. Kompliment an Mechtild Borrmann, die erneut gezeigt hat, dass Geschichte nicht langweilig sein muss. Danke für diese Feldpost!

5 von 5 Sternen (obwohl dieses Buch mehr verdient hat) und eine absolute Leseempfehlung gibt es obendrauf.

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