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Veröffentlicht am 16.04.2023

Wien um 1908 in geruhsamer Spannung.

Der Kuss des Kaisers
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Das Wienerische Ambiente wird nicht nur durch historische städtebauliche Gegebenheiten erzeugt, sondern auch durch den speziellen Dialekt. Mithilfe dieser geschickten Mischung kommt ein menschliches, angenehmes ...

Das Wienerische Ambiente wird nicht nur durch historische städtebauliche Gegebenheiten erzeugt, sondern auch durch den speziellen Dialekt. Mithilfe dieser geschickten Mischung kommt ein menschliches, angenehmes Flair auf mit eigener Wortwahl wie z.B. Zinshaus oder Bedienerin. Etwas inhaltlich unglaubwürdig kommt diese Bedienerin/Putzfrau in der plötzlichen Rolle als Ersatz-Kinderfrau und Zofe am Hofe des Thronfolgers Franz Ferdinand im Schloss Belvedere daher. Ebenso erstaunt mich die Wahrheitsfindung und abschließende Berichtschreibung des Kriminalbeamten Pospischil in Sachen Franz Kührer und dem Tod des kriminellen Ukrainers. Dass ein zugelaufener, streunender Hund als Spürhund eingesetzt werden kann, kommt überraschend. Das Gemälde ‚Der Kuss‘ des Malers Klimt muss um 1908 allein schon aufgrund seiner bunten Ornamentik und japanischen Einflüssen als extrem abstrakt, zu modern empfunden worden sein, passt aber sehr gut in die heutige Kunstwelt. Insgesamt trotz einiger inhaltlicher Fragezeichen ein unterhaltsamer Krimi.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Studentenleben mit viel Musizieren und Selbstfindung!

Straßenmusik
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Zwei junge Studenten, Chiara aus Graz und Jonas aus Hannover, beide genießen unabhängig voneinander eine kurze Auszeit in Amsterdam, sie mit ihrer Gitarre als Straßenmusikantin und er, indem diese vergessene ...

Zwei junge Studenten, Chiara aus Graz und Jonas aus Hannover, beide genießen unabhängig voneinander eine kurze Auszeit in Amsterdam, sie mit ihrer Gitarre als Straßenmusikantin und er, indem diese vergessene Gitarre von ihm zufällig gefunden wird. Verbindend wird für beide das Interesse an Musik und ihre momentane problematische Leere im jeweiligen Studentenleben. Musizieren, Komponieren und intensives Brainstorming mit kreativem Gedankenaustausch über diverse Internet-Medien mit Feedbacks von Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten in Chatrooms z.B. - so entwickelt sich mit der Zeit eine tiefer gehende Freundschaft. Einige Musiktitel bekannter Musiker und eigene Liedkompositionen werden eingebracht, die Musikkennern jüngerer Jahrgänge vielleicht bekannt sein mögen. Der Schreibstil ist erfrischend jung, die in Englisch gehaltenen Dialoge vielleicht nicht für alle Leser interessant. Das mit bunten Seifenblasen illustrierte Cover geht auf die Straßenkunst Amsterdams kreativ ein.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Der Wunsch nach Freiheit im Zwiespalt mit Verantwortung und Liebe.

Wovon wir leben
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Insgesamt geht es um ein Leben durch selbstverschuldete Arbeitslosigkeit bzw. um Erwerbslosigkeit durch die Schließung von Fabriken und Ähnlichem. Viele Menschen werden dadurch entwurzelt, verlieren ihr ...

Insgesamt geht es um ein Leben durch selbstverschuldete Arbeitslosigkeit bzw. um Erwerbslosigkeit durch die Schließung von Fabriken und Ähnlichem. Viele Menschen werden dadurch entwurzelt, verlieren ihr Selbstwertgefühl und die Orientierung an der Realität. Wie gliedert sich dann der einst festgefahrene, durchstrukturierte Tagesablauf. Wie findet ein aus dem Erwerbsleben unerwartet ausgestoßener Mensch – nur noch Stumpf ohne Wurzeln und Blätter - neuen Sinn im Alltag? Kann man sinnvolle neue Pläne machen und auch die Kraft der Umsetzung dazu finden? Der Südafrikanische Maskenweber könnte als Symbol für Arbeit herhalten, baut er doch ständig neue kunstvolle Nester, obwohl er doch nur eins belegen kann. So kann es auch arbeitslosen Menschen gehen, die in einer wie auch immer gearteten Arbeit neuen Lebensinhalt finden statt nur Arbeitslosengeld zu beziehen. Die weibliche Aufopferung in Pflegefällen wird ebenso als gesellschaftliches Problem aufgegriffen. Sprachlich berührend versetzen viele dieser tiefgehenden Gedankengänge rund um Julia, der Krankenschwester, den Leser ins Nachdenken.

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Grauenhafter Menschenhandel spannend in Szene gesetzt.

Der Riffgeist
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Auf mehreren unabhängigen Handlungssträngen zwischen einer frustrierenden Mordaufklärung, persönlicher Trauerbewältigung und einem detaillierten Aufbau weiterer Akteure auf und um Rügen erfasst den Leser ...

Auf mehreren unabhängigen Handlungssträngen zwischen einer frustrierenden Mordaufklärung, persönlicher Trauerbewältigung und einem detaillierten Aufbau weiterer Akteure auf und um Rügen erfasst den Leser schnell das knallharte Schicksal des Flüchtlingsmädchens Yslei aus Syrien. Mit ihr konzentriert sich der gesamte spannende Plot mit den Geschehnissen auf der Luxusjacht Kaiphas. Neben dem Kommissar Jens Lackner stechen weitere überzeugende Figuren wie der Skipper Avid König alias King mit seinem superschnellen Segelboot intelligent und fantasievoll heraus. Insgesamt wäre die Rettungsaktion dieser siebenköpfigen, zusammengeschusterten Crew in der baltischen See vielleicht in der Realität so nicht machbar, bedenkt man allein die große Überzahl an eingespielten Söldnern und Bodyguards auf der Kaiphas. Überhaupt hätte die Szenerie rund um das Flüchtlingsmädchen als abgeschlossener Krimi gereicht. Das hochbrisante, sehr grausliche Thema rund um Menschenhandel auch in unseren Breiten schockiert hier.

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Veröffentlicht am 08.02.2023

Eine zerstörende Welt der Gefühle – hier etwas schwer zu packen.

Männer sterben bei uns nicht
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Das Schicksal der Männer bleibt verschleiert inmitten einer Frauenverwandtschaft, zusammengehalten durch die alles beherrschende, dominante Großmutter, vornehme Herrin über ein Anwesen, bedacht auf die ...

Das Schicksal der Männer bleibt verschleiert inmitten einer Frauenverwandtschaft, zusammengehalten durch die alles beherrschende, dominante Großmutter, vornehme Herrin über ein Anwesen, bedacht auf die Verdrängung von Gefühlen und der Vergangenheit, und auf Einhaltung vornehmer Etikette. Mit ihrer Beerdigung endet zwischen den miteinander verwandten, eher schwachen Frauen das Zurückgestoßen Sein, das in seiner Eigenart unwert zu sein – ein empfindliches Thema taktvoll sprachlich berührt. Auf zwei Zeitebenen erzählt Luise als Kind und als Erwachsene über ein einsames Gefühlsleben ohne gegenseitigen Beistand in angenehmem Schreibstil. Das Cover zeigt verwelkende sowie angeschlagene Gegenstände, inhaltlich und bildlich den ehemaligen heilen Glanz gut repräsentierend.

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