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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.05.2023

Schwach - leider vorhersehbar

Die Verlorenen
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Was ist mit Theo geschehen? Warum haben sich Jonah und sein bester Freund auseinandergelebt? Warum eilt Jonah ihm dennoch zu Hilfe? Und wer sind die Opfer am Slaughter Quay?

Das sind die großen Rätsel ...

Was ist mit Theo geschehen? Warum haben sich Jonah und sein bester Freund auseinandergelebt? Warum eilt Jonah ihm dennoch zu Hilfe? Und wer sind die Opfer am Slaughter Quay?

Das sind die großen Rätsel dieses Buches. Im Gegensatz zu den Büchern der David Hunter-Reihe wird hier viel mit Rückblicken in längst vergangene Zeiten vor 10 Jahren gespielt. Als Leser muss man die Details zusammensetzen, während das Resultat eigentlich bekannt ist.

Wer von anderen Simon Beckett-Büchern wie der Dr. David Hunter-Reihe begeistert war/ist, dem wird hier vermutlich die unerwartete Wendung am Ende fehlen. Natürlich bekommt man die gesamte Hintergrundgeschichte, dennoch lassen sich häufige Simon Beckett-Leser sicher nicht in die irre führen.

Es geht hier mehr um das Zusammensetzen des großen Gesamtbildes als um die Suche oder gar die Jagd nach dem Mörder.

Das Buch ist dennoch gut geschrieben und gelesen. Viele offene Fragen am Ende lassen auf eine Klärung in einem weiteren Teil hoffen.

Veröffentlicht am 23.03.2023

Ein sehr kurzes Vergnügen

Katz und Maus
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Dr. David Hunter findet vor seiner Haustür in Taschen abgelegte Leichenteile. Es gilt herauszufinden, wem der abgetrennte Fuß gehört und wer ihn vor Davids Haustür abgelegt hat.
Es handelt sich um eine ...

Dr. David Hunter findet vor seiner Haustür in Taschen abgelegte Leichenteile. Es gilt herauszufinden, wem der abgetrennte Fuß gehört und wer ihn vor Davids Haustür abgelegt hat.
Es handelt sich um eine Kurzgeschichte von 56 Minuten Länge. Der Weg der Ermittlung ist dementsprechend recht kurz und führt über wenige Verdächtige und ohne viele Umwege oder Irreführungen zur Auflösung. Interessant, aber kein typischer Hunter-Thriller - einfach zu kurz für eine überraschende Wendung, schätze ich.
Dennoch lernt man wie in der zugehörigen Reihe auch hier etwas neues über den Verwesungsprozess und den Einfluss der Umgebung auf diesen.

Veröffentlicht am 13.03.2023

Drei versteckte dunkle Geschichten

Versteckt
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Drei voneinander unabhängige dunkle Kurzgeschichten von einem der besten englischen Thriller-Autoren. Jeweils ein vielversprechender Satz als Beschreibung auf dem Buchdeckel. „Der Eckpfeiler“ mit 60 Seiten, ...

Drei voneinander unabhängige dunkle Kurzgeschichten von einem der besten englischen Thriller-Autoren. Jeweils ein vielversprechender Satz als Beschreibung auf dem Buchdeckel. „Der Eckpfeiler“ mit 60 Seiten, „Ein kurzer Bericht“ mit 4 Seiten und „Mutter Gans“ wiederum ebenfalls mit 60 Seiten. Ein Buch mit wenigen Seiten also, das sich zügig und flüssig locker an 2 Tagen lesen lässt.

In den Kurzgeschichten bleiben viele Dinge ungeklärt, im Gegensatz zu Simon Becketts Büchern. Die Mordfälle bzw. die Mordopfer sind nicht detailliert oder gar schaurig beschrieben wie beispielsweise in der Reihe um David Hunter.

Mir persönlich hat die erste Geschichte am besten Gefallen, sie entspricht am ehesten Simon Becketts späteren Schreibstil mit einem für ihn typischen Twist am Ende - zumindest interpretiere ich die Geschichte so . Hier muss ich allerdings anmerken, warum die Geschichte den Titel „Der Eckpfeiler“ trägt.
In der zweiten Geschichte geht es meiner Meinung nach mehr darum ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das Leben für alle anderen in seinem Umfeld einfach weitergeht wenn man stirbt. Also eher ein philosophischer Ansatz. Hier finde ich dagegen die Beschreibung „Ein Banküberfall mit fatalen Folgen für alle Beteiligten.“ nicht passend.
Die letzte Geschichte dreht sich um einen Jungen, der sich verlaufen hat und schließlich an einem Bauernhof mit einer scheinbar netten Besitzerin kommt. Die Handlung wird schnell vorhersehbar.

Die Kurzgeschichten, vielleicht ausgenommen der zweiten, waren gut und wie versprochen dunkel. Allerdings habe ich das Buch reduziert bekommen, hätte ich die vollen 14 Euro gezahlt wäre ich enttäuscht weil ich mehr erwartet hätte.

Veröffentlicht am 01.10.2025

Gute Prämisse mit enttäuschendem Ende

Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.
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Jeder, der schon einmal einen düsteren Kriminal-, Horror-, oder anderweitig gruseligen Film gesehen hat weiß, dass Aufteilen eine echt blöde Idee ist. Eigentlich zumindest … Aber warum sollten wir es nicht ...

Jeder, der schon einmal einen düsteren Kriminal-, Horror-, oder anderweitig gruseligen Film gesehen hat weiß, dass Aufteilen eine echt blöde Idee ist. Eigentlich zumindest … Aber warum sollten wir es nicht trotzdem wagen … in einem Spukhaus? Genau. Klasse Idee. Und um zu sehen wie es dazu kommt und danach weitergeht habe ich mich dazu entschlossen das Buch zu lesen. Die Prämisse klingt gut, nur missfällt es mir, dass man nicht ganz ab der Hälfte des Buchs erraten kann, wer der Mörder ist; leider auch ohne weiteren Twist.

Es geht um das alte Herrenhaus Carrington Manor, in dem es seit dem Tod von Robert Carrington angeblich spukt. Im Prolog entschließen sich zwei Jugendliche der örtlichen High School dazu, das Spukhaus unter die Lupe zu nehmen und sterben bei diesem Vorhaben unter tragischen und mysteriösen Umständen. Der Schreibstil rund um das Herrenhaus ist atmosphärisch und für einen Young Adult-Roman angemessen; die Dialoge sind kurz und einfach gehalten. Dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven, wobei es sich hierbei um die von Cam, Jonesy und Amber handelt, um Buffy mysteriöser zu halten, erzählt wird gefiel mir. Sympathisch ist die selbst-kritische Ironie wenn im Buch von Horror-Filmen gesprochen wird. Das Buch liest sich locker und zügig. Zu Beginn spannend und unterhaltsam, gegen Ende war aber leider alles zu banal.

Cam, Jonesy und Amber als alte Freundesgruppe beschließen zusammen mit der neu zugezogenen Buffy eine Ermittlung in den Mordfällen zu starten, da die örtliche Polizei natürlich zur Inkompetenz neigt. Dennoch betreten die vier das Herrenhaus erst nach ein paar Kapiteln, sodass das im Klappentext angekündigte verhängnisvolle Aufteilen der Gruppe erst Richtung Hälfte des Buches interessant wird. Zu diesem Zeitpunkt gibt es den entscheidendsten Hinweis für die Leser bezüglich des Täters, sodass es möglich ist, bereits ab der knappen Hälfte zu wissen, wer der Täter/Mörder ist. Es gibt nur wenige, die überhaupt als Tatverdächtige in Frage kommen würden, wovon wiederum die meisten im Vorhinein schon ausgeschlossen werden können und nach diesem Hinweis kann der Kreis recht eindeutig eingegrenzt werden. Daher bleibt bei der Auflösung am Ende des Buchs keine Überraschung und auch sonst gibt es keine Wendungen. Ungereimtheiten sind leider ernüchternd; auch bei einem Young Adult-Roman. Erklärungen zum Verhalten einzelner Charaktere sind dürftig und nicht unbedingt glaubwürdig; genauso wie die Reaktion der Eltern als sie zuletzt von all den Geschehnissen erfahren.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.05.2024

Leider überflüssig, wenn man die Diologie kennt

Töte dich hoch
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Die Kurzgeschichte ist eher eine Zusammenfassung der Leseproben von »Töte deinen Chef« und »Feindliche Übernahme«. Dadurch lohnt es sich von der Handlung her leider nicht es zu lesen. Ich hatte mir mehr ...

Die Kurzgeschichte ist eher eine Zusammenfassung der Leseproben von »Töte deinen Chef« und »Feindliche Übernahme«. Dadurch lohnt es sich von der Handlung her leider nicht es zu lesen. Ich hatte mir mehr Hintergrund, oder eine Vorgeschichte zu John oder Alice (vor allem). Finde ich sehr schade.