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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2023

Wie perfekt willst du sein?

Eine fast perfekte Debütantin
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Klappentext:

München, 1827: Johanna von Seybach zieht aus Königsberg ins prachtvolle Lilienpalais zur Familie ihres Onkels. Eine aufregende Ballsaison erwartet sie! Schon bevor sie ihr offizielles Debüt ...

Klappentext:

München, 1827: Johanna von Seybach zieht aus Königsberg ins prachtvolle Lilienpalais zur Familie ihres Onkels. Eine aufregende Ballsaison erwartet sie! Schon bevor sie ihr offizielles Debüt gibt, scheint ihr ein Antrag von Friedrich Veidt, dem begehrtesten Junggesellen, sicher zu sein. Doch dann lässt sie sich zu einem Moment der Leidenschaft hinreißen, und mit einem Mal ist ihr guter Ruf zerstört. Friedrich lässt sie fallen, und Johannas Herz ist gebrochen. Wer wird sie nach diesem Skandal noch heiraten wollen? Da trifft sie auf einem rauschenden Maskenball auf Alexander von Reuss. Noch an diesem Abend kommen sie sich näher als erlaubt, erleben sinnliche Augenblicke voller Hingabe. Doch Johannas Skandal schlägt so hohe Wellen, dass vielleicht nicht einmal die wahre Liebe sie noch retten kann.

Fazit: Ein Roman wie dieser unterhält für die Zeit auf wunderbare Weise. Welche Frau wünscht sich nicht wie Johanna einen Mann wie Alexander an ihrer Seite?
Trotz aller Widrigkeiten und mit der Unterstützung von Nanette, der Gouvernante im Hause von Seybach, lernt Johanna ihren Weg zu gehen. Ob sie ihr Glück finden wird, findet es selbst heraus...

Nur einige Handlungssprünge in der Geschichte waren doch sehr abpruppt und die Zusammenhänge stellenweise nur erst nach einigen Zeilen bzw. Seiten wieder in Gänze nachvollziehbar...

Welche Geheimnisse sich noch hinter den Mauern des Lilienpalais abspielen, wird sich dann in den nächsten Teilen zeigen.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Für das Recht der Frauen

Das Bettelmädchen
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Als erste Polizeiassistentin schrieb Schwester Henriette Arendt Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland Geschichte. Für Henny ein Job, an dem ihr Herz hängt, denn sie will mehr sein, als nur eine Anstandsdame ...

Als erste Polizeiassistentin schrieb Schwester Henriette Arendt Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland Geschichte. Für Henny ein Job, an dem ihr Herz hängt, denn sie will mehr sein, als nur eine Anstandsdame bei der Untersuchung von Frauen, die durch die Polizei aufgegriffen wurden. Und so sieht sie auch immer wieder die armen Kinder, die in die Elend aufwachsen müssen, wenn ihre Mütter so durch die Gesellschaft geächtet werden,

In der Geschichte „Das Bettelmädchen“ von Helene Winter lernt man den Arbeitsalltag von Schwester Henny, wie sie von allen genannt wird, kennen und erlebt ihren Arbeitsalltag und die Widrigkeiten, mit denen sie täglich zu kämpfen hat, um Frauen und Kinder zu schützen. So lernt sie auch eines Tages das Bettelmädchen Sophie kennen, das durch ihren Zuhälter entstellt und zur Bettelei gezwungen wird. Doch allein im Kampf gegen die Gleichgültigkeit ihrer Vorgesetzten verliert sie zusehends den Mut und die Kraft. Als sie eines Tages die junge Mitzi davor bewahren kann, als Prostituierte abgestempelt zu werden, findet sie eine mutige Mitstreiterin.

Der Autorin gelingt es wirklich sehr gut, das aufregende Leben von Henny zu erzählen. Man spürt, wie sehr sich Henny in ihrem Herzensprojekt aufreibt und merkt doch auch gleich, wie aktuell die Herausforderungen auch heute noch für Frauen sind. Spannend war für mich auch der Einblick in das Leben der Frauen zu dieser Zeit, die ein selbstbestimmtes Leben führen wollten oder sogar mussten.

Auch wenn der Titel und der Klappentext auf ein Bettelmädchen hinweisen, bei dem es sich augenscheinlich um Sophie handeln soll, steht dieses Mädchen doch hier nicht im Fokus. Vielmehr ist es Schwester Henny, um die es sich in der Geschichte dreht. Und irgendwie bekommt man das Gefühl, dass auch Mitzi hier zukünftig eine entscheidende Rolle spielen soll.

Ich muss sagen, dass dies zunächst etwas irritierend war, aber ich habe die Geschichte sehr gern gelesen. Wer also gern spannende Geschichten über starke Frauen liest, sollte sich diesen Roman nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Cinderella lässt grüßen

Nächte im Savoy -
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„Nächte im Savoy – Die Liebe eines Dukes“ ist der erste Teil aus der Nächte im Savoy-Reihe von Autorin Laura Lee.

Als eines Tages Max, der Duke of Westbourne, in ihrer Buchhandlung steht und Evie vorschlägt, ...

„Nächte im Savoy – Die Liebe eines Dukes“ ist der erste Teil aus der Nächte im Savoy-Reihe von Autorin Laura Lee.

Als eines Tages Max, der Duke of Westbourne, in ihrer Buchhandlung steht und Evie vorschlägt, aus ihr die begehrteste Schönheit der Ballsaison zu machen, um eine Wette zu gewinnen, wirft sie ihn empört hinaus. Doch als ihre Buchhandlung plötzlich von einem Wasserschaden zerstört wird, überlegt es sich Evie doch, sich auf diese Wette einzulassen. Max führt sie in die Gesellschaft ein, finanziert ihr den Aufenthalt im Savoy, kleidet sie ein und gibt ihr persönliche Tanzstunden.

Die Autorin erzählt Ende des 19. Jahrtausends in London eine Cinderella-Geschichte. Vorsichtige Annäherungen, dezenter Humor und dann... Ob sich die beiden Protagonisten finden, das findet ihr am besten selbst heraus.

Anfangs habe ich nur schwer den Zugang zur Geschichte gefunden, doch als Evie und Max aufeinander treffen, merkt man schnell, da geht noch einiges. Auch die anderen Figuren sind gut gewählt und passen überzeugend zur Geschichte. Man muss zwar sagen, dass der ein oder andere Zufall doch schon etwas konstruiert wirkt, doch einfach zu dieser Art von Roman gehört.

Der Roman ist für alle geeignet, die sich gern von modernen Frau inspirieren lassen, für die aber auch die Liebe nicht zu kurz kommen darf.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Das Leben in Italien zu Beginn der 1930er Jahre

Die Briefträgerin
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Als Anna nach der Hochzeit mit ihrem Mann Carlo in ein kleines Dorf in Süditalien zieht, fühlt sie sich sofort fehl am Platz. Anna möchte mehr sein als nur Hausfrau und Mutter, doch das passt nicht in ...

Als Anna nach der Hochzeit mit ihrem Mann Carlo in ein kleines Dorf in Süditalien zieht, fühlt sie sich sofort fehl am Platz. Anna möchte mehr sein als nur Hausfrau und Mutter, doch das passt nicht in das Bild der Dorfbewohner. Als sie im Dorf den Job als Briefträgerin beginnt, gleicht das fast einem Skandal.

Die Autorin Francesca Giannone erzählt in dem Roman „Die Briefträgerin“ über das Leben ihrer Urgroßmutter.

Anna scheint von Anfang an eine Frau zu sein, die ihrer Zeit weit voraus ist. Als sie sich dafür entscheidet, im Dorf die Briefträgerin zu werden, steht auch ihr Mann Carlo nach anfänglichen Reibereien hinter ihr. Ihre Schwägerin Agata ist jedoch das absolute Gegenteil von Anna, eine typische italienische Mamma, für die die Familie immer an erster Stelle kommt.

Carlo, Annas Mann, mausert sich schnell zum erfolgreichen Weinbauern und Bürgermeister des Dorfes. Sein Bruder Antonio ist jedoch eher der Introvertierte, der seine Gefühle am liebsten mit Büchern ausdrückt.

Die Dorfgemeinschaft zeigt die Facetten dieser Zeit mit den unterschiedlichsten Gesichtern. Ob nun Klatsch und Tratsch, Gerüchte oder Grenzen, die man als „Fremde“ wie Anna nicht überschreiten sollte. Doch selbst mit ihrem Job als Briefträgerin scheint Anna nie so recht in der Gemeinschaft anzukommen. Aber dennoch geht sie selbstbewusst ihren Weg.

Die Autorin erzählt die Geschichte ruhig und mit viel Feingefühl. Auch wenn in den Längen manchmal die Spannung auf der Strecke bleibt, so möchte man als Leser doch weiterlesen. Anfangs war es für mich auch etwas anstrengend, in die Geschichte reinzukommen, da ich nicht so recht die einzelnen Figuren zuordnen konnte. Die Autorin zeichnet das Leben in Süditalien ab Anfang der 1930er und so steht eben nicht nur Anna, wie es der Klappentext erwarten lässt, im Vordergrund.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Unterhaltsamer Krimi mit Wiener Schmäh

Donaumelodien - Wiener Verschwörung
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Frisch als K.u.K.-Ermittler anerkannt, bekommt Hieronymus Holstein seinen ersten Auftrag von Polizeichef Marx. Ein abgetrennter Kopf wird vor der Polizeidirektion abgelegt, versehen mit einer latenischen ...

Frisch als K.u.K.-Ermittler anerkannt, bekommt Hieronymus Holstein seinen ersten Auftrag von Polizeichef Marx. Ein abgetrennter Kopf wird vor der Polizeidirektion abgelegt, versehen mit einer latenischen Losung. Doch zu wem gehört dieser Kopf? Es dauert eine ganze Weile, bis der Name der Leiche gefunden ist.

Aber neben dem Namen können Hieronymus und sein Kumpel Franz noch eine Verbindung des Toten mit dem Jahr 1848 feststellen, als es in der Stadt revolutionäre Aufstände gegeben hat. Doch was hat das zu bedeuten?

Der historische Kriminalroman „Donaumelodien – Wiener Verschwörung“ von Bastian Zach ist der 5. Band der Geschichten um Geisterfotograf Hieronymus Holstein und lädt den Leser ein, in das Wien um 1879 einzutauchen und so auch das Leben in Wien zu Zeiten der Herrschaft von Kaiser Franz Joseph kennenzulernen. Die und Figuren und Dialoge sind authentisch und lassen die Zeit spürbar werden.

Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, kann man einige Zusammenhänge vielleicht besser verstehen, wenn man die ersten Bände kennt. So ist es mir doch auch etwas schwer gefallen, zu Beginn in der Geschichte anzukommen. Der Spannungsbogen ist jedoch gut gelungen und mit einer ordentlichen Portion Wiener Schmäh versehen.

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