Profilbild von MissSophi

MissSophi

Lesejury Profi
offline

MissSophi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MissSophi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2023

Ein wunderbares Aufklärungsbuch über Autismus

Wie unsichtbare Funken
0

Addie ist 11 und eigentlich ist sie ein ganz normales Mädchen – aber nur eigentlich, denn sie ist Autistin und in dem Roman von Elle McNicoll wird erläutert, was das genau bedeutet. Es ist ein Buch, welches ...

Addie ist 11 und eigentlich ist sie ein ganz normales Mädchen – aber nur eigentlich, denn sie ist Autistin und in dem Roman von Elle McNicoll wird erläutert, was das genau bedeutet. Es ist ein Buch, welches aufklärt, ohne belehrend zu wirken.
Sie ist anderes – aber nicht weniger besonders und als sie in der Schule auf das Thema Hexenverfolgung zu sprechen kommen, weiß sie gar nicht mehr wohin mit ihren Gefühlen für die zu Unrecht verurteilten Frauen und in ihr erwächst der Wunsch ein Denkmal für diese Menschen zu erwirken. Zunächst sie die Stadtoberen so ganz und gar nicht begeistert von dieser Idee – aber sie gibt nicht auf und wir erfahren Stück für Stück, was es für sie heißt, anders zu sein. Denn sie kämpft nicht nur für die Frauen von damals, sondern vielmehr auch für sich.
Wir erfahren von Reizüberflutungen, von Melt Downs, von Regulation und davon, was es bedeutet sich Tag für Tag anzupassen, an die Menschen, die diese Neurodiversität nicht haben und nicht annähernd nachvollziehen können, was es bedeutet autistisch zu sein.
Ein Buch zum Vorlesen, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, ein Buch zum selbst lesen und sich so ein Bild machen zu können. Ich wünschte, viele Menschen würden sich auseinandersetzten und das Anders Sein von Menschen als eine Bereicherung zu erleben und nicht als Angriff auf die eigene Wirklichkeit erleben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2023

Der Himmel muss warten – eine Hommage an das Leben

Der Himmel muss warten
0

Maria hat mehr als einmal versucht aus dem Leben zu gehen, bisher erfolglos. Bis ihr Arzt sie in eine Klinik schickt, weil er es nicht mehr verantworten kann.
Mit viel schwarzen Humor und einer Prise ...

Maria hat mehr als einmal versucht aus dem Leben zu gehen, bisher erfolglos. Bis ihr Arzt sie in eine Klinik schickt, weil er es nicht mehr verantworten kann.
Mit viel schwarzen Humor und einer Prise Neugier kommt sie dort an und lernt ein paar ihrer Mitpatienten näher kennen. Wir erfahren, dass die Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen und dass niemand davor gefeit ist, mit dem Leben an sich zu hadern.
Sehr gekonnt verknüpft die Autorin einzelne Lebensschicksale und erzählt von dem Alltag in einer solchen Klinik. Von Gruppen- und Einzeltherapie, von Entspannungsübungen und Bogenschießen und zwischendurch immer die Mahlzeiten, zu denen sich alle wieder treffen.
Das Buch ist eine Hommage an das Leben, darauf, dass es gelebt werden will. Viele Passagen laden dazu ein, sie zu markieren und sie sich zu merken – weil sie so wohltuend sind.
Es geht nicht darum zu ver- oder zu beurteilen. Jedes Schicksal ist einzigartig und macht uns zu dem, was wir sind. Aber es lädt ein sich für das Leben zu entscheiden. Hilfe ist möglich und der Autorin ist eine hilfreiche Feldstudie zum Thema Klinik bei psychiatrischen Erkrankungen gelungen. Sie fängt die einzigartige Atmosphäre ein und bringt auf den Punkt, warum solche Aufenthalte sehr sinnvoll sein können.
Ein Roman voller Ehrlichkeit – dem Leben und dem Sterben gegenüber. Ein Roman, der Dinge zur Sprache bringt, die im Alltag oft verschwiegen werden. Ein Roman, mit viel Tiefgang und mit der Aussicht, dass es Hoffnung gibt. Das Leben will vorwärts gelebt werden und wenn man zeitweise Unterstützung braucht, ist das völlig legitim. Ein Roman voller Lebensgeschichten, die einem ans Herz gehen und die mehr Menschen betreffen, als uns vielleicht bewusst ist. In solch einem Umfeld kommen sie zur Sprache, die schwierigen Situationen, die uns ein Leben lang leiden lassen.
Kurze prägnante Kapitel voller Leben und Hoffnung. Begegnungen außerhalb des Alltags, in denen die Menschen ehrlich sind – und das kann mitunter Leben retten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2023

ein bezauberndes Flair im kleinen Katzen-Café

Frühlingszauber im kleinen Katzen-Café
0

Ein kleiner Ort in der Lüneburger Heide, in dem sich das kleine Katzen-Café befindet, um das sich alles im zweiten Band um Mr. Maunz und Co. dreht. Es ist überhaupt kein Problem, wenn man den ersten Band ...

Ein kleiner Ort in der Lüneburger Heide, in dem sich das kleine Katzen-Café befindet, um das sich alles im zweiten Band um Mr. Maunz und Co. dreht. Es ist überhaupt kein Problem, wenn man den ersten Band nicht kennt – man findet mühelos in die Geschichte um die vier Samtpfötchen.
Es ist tatsächlich ein Wohlfühlroman allererster Güte, bei dem der Leser einfach mal abtauchen und die Welt um sich vergessen kann.
Neele, ihres Zeichens Kuchenbäckerin in dem Café, muss für vier Wochen die Leitung selbigen übernehmen und bekommt die Tante ihrer Chefin an die Seite gestellt. Die ist nun wirklich nicht unbedingt dazu geeignet in einem Laden, in dem die Katzen das Aushängeschild sind, auszuhelfen, da sie so auf ihr Äußeres bedacht ist und damit keine Katenhaare an sich oder den Gästen erdulden kann. Ihre Art bedingt auch, dass die Besucher immer weniger werden und Neele bangt um ihre Einnahmen und den guten Ruf.
Aber zu allem Überfluss taucht noch ein Typ auf, der Neele sehr an ihren Ex erinnert und sie hat alle Mühe das früher erlebte nicht einfach auf ihn zu übertragen. Aber er scheint ganz anders zu sein, wenn ihr gemeinsamer Start auch etwas aus dem Ruder läuft.
Und dann verschwindet Mr. Maunz – nicht einmal, nicht zweimal. und hält alle auf Trab und setzt damit aber eine Reihe von Ereignissen in Gang, denen sich die Beteiligten kaum entziehen können.
Es fällt mir schwer, den Inhalt kurz zusammen zu fassen – es passiert so unglaublich viel und fesselt den Leser von der ersten Seite an. Es wird nicht einen Moment langweilig oder langatmig. Es ist wirklich ein Roman für einen verregneten Sonntag auf der Couch. Grandiose Unterhaltung, kurzweilig, aufregend und ganz viel fürs Herz. Wer solche Art von Literatur mag und zudem noch ein Katzenfreund ist, kann gar nichts falsch machen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2023

Das letzte was die Opfer hören ist ein Wiegenlied

Das Wiegenlied: Thriller
0

Endlich ein neuer Fall für die Ermittler in zwei Zeitebenen. Im Mittelalter hat es Bastian mit mehreren Morden an Ordensschwestern zu tun und Oliver muss einen Doppelmord an einem Ehepaar aufklären. Beide ...

Endlich ein neuer Fall für die Ermittler in zwei Zeitebenen. Im Mittelalter hat es Bastian mit mehreren Morden an Ordensschwestern zu tun und Oliver muss einen Doppelmord an einem Ehepaar aufklären. Beide Fälle weisen erstaunliche Ähnlichkeiten auf – was aber zunächst nur dem Leser klar ist.
Die Autorin ist wirklich eine Meisterin in Cliffhangern und baut dadurch eine immerwährende Spannung auf, die einen so in Atem hält, dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann. Schnell hat man einen Verdacht, aber wer Catherine Shepherd kennt, weiß dass er sich auf dem Holzweg befindet und erst ganz am Schluss wird aufgelöst, wie alles zusammenhängt.
Das Wiegenlied Suse, liebe Suse spielt eine große Rolle und auch da erfährt man erst auf den letzten Seiten was es damit auf sich hat. Verdächtige gibt es zuhauf, aber die Spuren verlaufen im Sande. Auch die mystische Verbindung zwischen Bastian und Anna spielt wieder eine Rolle, was mir sehr gut gefällt und was darauf hoffen lässt, dass es weitere Fälle geben wird.
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und war etwas traurig, dass der Fall dann irgendwann abgeschlossen war. Von mir eine klare Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2023

Geschichten mitten aus dem Leben

Mathias
0

Normalerweise lese ich keine Kurzgeschichten, aber das zarte Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht.
Schon gleich in der ersten Geschichte hatte die Autorin mich abgeholt. Klar und prägnant – ...

Normalerweise lese ich keine Kurzgeschichten, aber das zarte Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht.
Schon gleich in der ersten Geschichte hatte die Autorin mich abgeholt. Klar und prägnant – auf den Punkt gebracht. Geschichten aus dem Leben, heute und früher und alle gut recherchiert. Vor allem die Wendungen, die so manche Geschichte genommen hat, haben mir gut gefallen.
Die Autorin hat eine gute Beobachtungsgabe und ihr gelingt es mühelos, dies in Worte zu fassen und den Leser zu fesseln. Manches hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht und die Geschichten haben mich über den Tag begleitet.
Sie eignen sich gut, für Zwischendurch, als kleiner literarischer Happen. Voller Gehalt und Mehrwert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere