"Traum"-Mann
Wo du mich findestMeine Meinung und Inhalt
Anne Barns Buch "Wo du mich findest" hat mich gut unterhalten. Es geht um Trauer und Heilung, Abschied und Ankommen. Das stellt die Autorin wirklich wunderbar und sehr poetisch ...
Meine Meinung und Inhalt
Anne Barns Buch "Wo du mich findest" hat mich gut unterhalten. Es geht um Trauer und Heilung, Abschied und Ankommen. Das stellt die Autorin wirklich wunderbar und sehr poetisch dar. Die Protagonistin Sophie ist Übersetzerin, das ist zwar eine interessante Arbeit, aber auch eine einsame. Sie hat ihren Vater verloren und ihre beste Freundin ist gestorben, aber die hat ihr ihre Hündin hinterlassen. Dann kriselt es auch noch in ihrer Ehe. Kurzum, ein ziemlich turbulentes Jahr, in dem eines zum anderen kommt.
Der Schreibstil ist flüssig und klar. Die Geschichte spielt in Norddeutschland, Raum Rügen. Für mich war es wirklich schön, wie sich die Freundschaft zwischen den beiden Frauen entwickelt hat und wie viel Überzeugung und Willensstärke Sophie hatte, diesen Mann zu finden.
Leider fand ich die Suche nach ihm nur schwer nachvollziehbar, etwas naiv und blauäugig, sich so darauf festzufahren. Das offene Ende auch wenig zufriedenstellend.
Inhalt:
Es ist nur eine flüchtige Begegnung am Meer. Ein Kaffeefleck auf dem Hemd des Mannes, der über Sophies Hundeleine stolpert. Sie wechseln unverbindliche Worte und gehen getrennter Wege. Dennoch schleicht er sich Wochen später in ihre Träume. Nacht für Nacht. Alles an ihm erscheint ihr vertraut. Tagsüber fühlt Sophie sich verloren. Erst musste sie sich von ihrem Vater verabschieden, dann hat ihre beste Freundin sie für immer verlassen. Auch in ihrer Ehe kriselt es. Nur nachts fühlt sie sich lebendig. Der Fremde gibt ihr Halt. Sophie wünscht sich, die Frau aus ihren Träumen zu sein. Sie kehrt zurück an die Ostsee, um ihn zu suchen. Traum und Realität scheinen miteinander zu verschwimmen und die Grenzen verwischen.
"»Passen Sie gefälligst auf Ihren Hund auf!«, schimpfte eine ältere Dame und lenkte mich von dir ab.Die Leine hielt ich nun zu lose. Lotte hatte ein paar größere Kuchenkrümel auf dem Boden entdeckt und war quer durch den Raum marschiert.Zum zweiten Mal entschuldigte ich mich und verließ das Café mit einem halb gefüllten Becher.Am nächsten Morgen kam ich wieder, setzte mich an einen Tisch am Fenster. In den letzten Tagen war das Wetter grau gewesen, und der Regen hatte das Kopfsteinpflaster der Straßen in eine endlose Seenlandschaft verwandelt. Heute wärmte strahlender Sonnenschein die Gemüter, auch meins. Eine Woche Rügen, lange Spaziergänge am Meer, durchatmen." (ZITAT)
Im echten Leben heiße ich Andrea Russo. Bis vor einigen Jahren habe ich als Lehrerin in einer Förderschule gearbeitet. Jetzt konzentriere ich mich ganz aufs Schreiben. Dabei verwende ich mittlerweile mehrere Pseudonyme, unter denen meine Romane veröffentlicht werden. Ich bin also auch Anne Töpfer, Anna Rosendahl - und Anne Barns. Ich lebe mit Mann und Hund in Oberhausen, habe eine wundervolle, schon erwachsene Tochter, liebe Kuchen und Torte - und verbringe meine Zeit am liebsten in der Küche, wenn ich nicht gerade ein Buch schreibe. Da ich unheimlich gerne koche und esse, laufe ich mehrmals die Woche, um die angefutterten Kalorien wieder zu verbrennen.