Profilbild von abbelschoale

abbelschoale

Lesejury Star
offline

abbelschoale ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit abbelschoale über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2024

Ein angenehmes Buch über magische Spiegel und besondere Kloster, was man zwischendurch gut lesen kann auch, wenn ich mir mehr erhofft hatte.

Im Spiegel
0

Carlotta und ihr Mann kaufen einen sehr alten Spiegel. Wie alt er genau ist, können sie gar nicht erahnen.
Fasziniert von diesem alten Spiegel, kann sich Carlotta seiner Anziehungskraft nicht mehr entziehen ...

Carlotta und ihr Mann kaufen einen sehr alten Spiegel. Wie alt er genau ist, können sie gar nicht erahnen.
Fasziniert von diesem alten Spiegel, kann sich Carlotta seiner Anziehungskraft nicht mehr entziehen und ist eines Morgens plötzlich verschwunden. Ihr Mann ist verzweifelt, denn seine Vermutung lässt ihn sicherlich verrückt erscheinen. Er ist der Überzeugung, Carlotta sei in dem alten Spiegel verschwunden. Der Einzige, der jetzt helfen kann ist Vito, der Verkäufer dieses Objektes. Doch dieser ist in Frankreich auf Antiquitätenjagd. Carlottas Mann reist ihm nach, doch kann Vito ihm wirklich helfen?!
In der parallellaufenden Geschichte ermittelt Inspektor Solci in einem Fall, in dem ein Mönch auf seltsame Weise stirbt und ein Abt diese Leiche ohne Freigabe verbrennen lassen will. Zum Glück konnte der Inspektor das gerade noch verhindern. Doch kann er auch herausfinden, was genau hier geschehen ist?

Ich muss gestehen, ich weiß bis zum Schluss nicht, wie Carlottas Mann heißt. Wurde es überhaupt erwähnt? Ich glaube nicht und es fehlt mir. Das Buch hat mich zu Anfang etwas irritiert, doch lasse ich mich gerne auf alles ein und kam auch recht schnell in die Geschichte rein. Sie hatte etwas Magisches und Träumerisches. Für mich ging sie etwas schleppend voran und am Ende fehlte mir ein richtiger Ausgang, gerade auch für Inspektor Solci und Catherine. Wieso trafen sich alle beteiligten nicht nochmal? Auch der Fall vom Inspektor war nicht wirklich geklärt.
Ich würde mich freuen, wenn der Autor einen Krimi schreiben würde. Es wirkt, als hätte er da seine Talente.

Veröffentlicht am 18.10.2024

Fabsi und Trixi Band 2 – Die wilden Piraten ist ein spannendes Abenteuer der beiden, in dem sie Freunden und Feinden begegnen und ihre ganz persönliche Welt retten.

Fabsi und Trixi
0

Dieses Buch wurde unter anderem durch Kinderhände gestaltet und ist dadurch etwas ganz besonderes geworden. Dies hat mich so sehr an meine Grundschulzeit erinnert, dass ich erstmal meine eigenen Geschichten ...

Dieses Buch wurde unter anderem durch Kinderhände gestaltet und ist dadurch etwas ganz besonderes geworden. Dies hat mich so sehr an meine Grundschulzeit erinnert, dass ich erstmal meine eigenen Geschichten aus der Grundschule wieder hervorgeholt habe. Es war so eine wunderbare Zeitreise, auf die ich ohne dieses Buch gar nicht gekommen wäre.
Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt, die das Lesen für Kinder einfacher gestalten. So haben sie eine gute Menge, die sie jeden Tag lesen können. Sind es richtige Leseratten, hält sie natürlich auch keiner auf, mehr zu lesen. Ich kenne den ersten Teil dieser Reihe nicht, aber dieses Buch kann man auch unabhängig vom ersten Teil lesen, da es ein eigenständiges Abendteuer ist. Das gefällt mir sehr gut. Am Anfang werden auch die wichtigsten Namen erwähnt. Allerding finde ich persönlich sie sehr ähnlich und damit vielleicht nicht ganz so leicht für Kinder, die Charaktere auseinander zu halten. ( Fibsi, Fabsi, Truxi, Trixi und Traxi.)
Zum Teil fand ich die Geschichte sehr verwirrend in der plötzlich ein Gigantisches Wesen sie erst warnt zu flüchten und sie dann verspottet, als sie ins Wasser fallen, obwohl sie nicht schwimmen können. Dann krabbeln ca. 200 „hässliche“ Krebse auf das Floß, auf dem sie trieben und die Kinder unterhalten sich noch in aller Ruhe mit den Krebsen. Sind sie nicht dabei zu ertrinken, wenn sie nicht schwimmen können? Wenn Kinder diese Geschichte lesen, stellen sie Fragen und diese muss man dann auch beantworten können. Es geht hier auch gar nicht um Fantasie oder nicht, aber Kinder sollten die Texte verstehen und verarbeiten können. Fraglich fand ich tatsächlich auch die Aussagen „Hamsterartiges Wesen mit hässlichen Schneidezähnen.“ Und „Hässlicher Krebs, der einen erbärmlichen Anblick bietet“. So etwas ist eine persönliche Meinung und es wird geurteilt. Jeder empfindet dies aber anders. Die Wortwahl lässt hier manchmal zu wünschen übrig. Es ist ein Tier das Fabsi nicht besonders gefällt, aber in einem Buch für 8-Jährige hätte man das anders ausdrücken können.
Auf Seite neun findet sich ein QR- Code zum Titelsong Fabsi und Trixi und auf S. 10 und 11 dann der Text. Allerdings gehört dieser Text nicht zu dem Lied auf dem QR-Code. Was genau da passiert ist, weiß ich leider nicht.
Es war aber auch nicht alles schlecht in diesem Buch. Mir gefiel es zum Beispiel sehr gut, wie hier erklärt wurde was die Schiffe und die Menschen bei den Meeresbewohnern anrichten. Da könnte man dann nach dem lesen des Buches als Elternteil oder in der Grundschule ansetzen und eine ganze Projektwoche daraus machen. „Wie schütze ich die Meere“ zum Beispiel.

Veröffentlicht am 09.02.2024

Dieses Buch war eine harte Kost und manchmal mehr verwirrend als hilfreich. Man kann hier aber einige gute Tipps mitnehmen. Doch dieses Buch ersetzt keine professionelle Therapie.

DBT für Dummies
0

Zuallererst möchte ich sagen das dieses Buch keine Therapie ersetzt. Man kann hier einiges mitnehmen, ich empfehle dieses Buch aber tatsächlich erst, nachdem man vielleicht schon eine DBT gemacht hat. ...

Zuallererst möchte ich sagen das dieses Buch keine Therapie ersetzt. Man kann hier einiges mitnehmen, ich empfehle dieses Buch aber tatsächlich erst, nachdem man vielleicht schon eine DBT gemacht hat. Die erste Seite erklärt die DBT- Verhaltenstherapie. Nicht immer kann oder will man tiefenpsychologisch an sich arbeiten. Dabei holt man schließlich vieles wieder hoch, womit man vielleicht schon abgeschlossen hat. Bitte holt euch da einen Rat vom Fachmann und lasst euch diesen erklären.
Ich selber habe schon ein paar Wochen eine DBT mitgemacht und nutze daraus auch einiges für mein Leben, was mir weiterhilft. Doch in diesem Buch hatte ich teilweise sehr lange Sätze (manchmal vier Zeilen lang) bei schwierigem Inhalt, was das Folgen sehr erschwert. Manchmal sind diese dann auch noch verwirrend und zu „fachmännisch“ ausgedrückt so, dass ich hin und wieder noch nachschlagen musste. Für jemanden, der nun ganz neu auf diesem Gebiet ist, wird es dann noch schwieriger. Es ist so wichtig, dass solch wichtige Dinge auch haften bleiben können. Es ist schon hart genug, ständig an sich zu arbeiten, da sollte das lesen einem einfach gemacht werden. Manche Erklärungen wurden komplizierter beschrieben, als nötig gewesen wäre.

Bitte geht nicht davon aus, dass ihr dieses Buch einmal lest und ihr danach alles drauf habt. Es ist eine lebenslange Arbeit an sich selbst. Doch irgendwann geht es ins Blut über. Wir arbeiten tagtäglich an uns, denn nur so erzielt man Veränderungen. Also therapiert euch bitte nicht selber mit dem Buch, sondern nehmt es als Unterstützung, oder als Ansatz um etwas über die DBT zu erfahren. Das Thema ist so komplex, dass man es wirklich professionell angehen sollte. Als ich etwas über dieses Thema in einer Gruppe gelernt habe, empfand ich es einfacher, als durch dieses Buch.
Natürlich könnt ihr einzelne Abschnitte immer wieder lesen und verinnerlichen oder schaut direkt ins Inhaltsverzeichnis, was etwas für euch sein könnte. Jeder wird hier ein paar hilfreiche Tipps oder den Top- Ten- Teil nutzen können. Gebt euch Zeit. Viel Zeit. Ihr werdet in manchen Situationen die eine Übung anwenden können und in einer anderen eine andere. Vielleicht klappt nicht jede Übung beim zweiten Mal bei der gleichen Situation, dann versucht eine andere. Manche Übungen sind gar nichts für euch oder erst in ein paar Jahren. Das kann man nie wissen.
Ich arbeite sehr viel mit radikaler Akzeptanz. Was ich nicht ändern kann, muss ich akzeptieren. Das verbinde ich oft mit einer Meditation, da es selten so einfach ist, wie es sich anhört. Mein zweiter Liebling ist „Stopp Denk“. Ich zerdenke oft kommende Situationen. Was könnte passieren, was ist wenn dies, oder wenn das und dann reagiere ich so und so und dann muss ich weg, wie lange dauert das, etc. Dies mache ich so lange, bis ich in die Vermeidungsstrategie wechsle. Aus diesem Grund stoppe ich mich selber, wenn ich dies bemerke, so schnell wie möglich. Zum Beispiel „Ich gehe zum Friseur PUNKT“. Der Rest wird nicht zerdacht. Und seit einer gewissen Zeit nutze ich sehr gerne „Fakten überprüfen“, besonders in Zwischenmenschlichen Gesprächen/Nachrichten. Dies kann man natürlich auch mit Schulz von Thun vergleichen. Oft interpretiere ich Nachrichten falsch, weil ich sie falsch auffasse. Unser Leiden wird durch unsere persönliche Interpretation hervorgerufen. Deshalb habe ich angefangen Gespräche oder Nachrichten im Nachhinein in reine Fakten auseinander zu nehmen, wenn sie mich extrem belasten. Ich wünsche jedem von euch, dass ihr eure Übungen finden werdet, die euch helfen.

Hier gibt es viele Informationen zu Emotionen, die wir alle besser verstehen lernen sollten, um mit Ihnen umzugehen.
Ich versuche mittlerweile offener über meine Emotionen zu kommunizieren, damit andere mein Verhalten verstehen können. Das ist nicht immer einfach und manchmal auch peinlich, aber es ist wichtig und beschert mir etwas weniger belastendes Kopfkino.

Veröffentlicht am 04.06.2023

Hier bekommt man sehr viel Input, weshalb mal sich am besten schon mit der Inkatradition auskennen sollte. Die Autorin vermittelt sehr sympathisch ihre Liebe zur und Erfahrungen mit der Inkatradition.

Transformation mit der Inkatradition
0

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich etwas anderes von dem Buch erwartet. Ich habe gedacht, man würde hier eine Hilfe bekommen, wie Mann und Frau besser miteinander umgehen können. Dies ...

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich etwas anderes von dem Buch erwartet. Ich habe gedacht, man würde hier eine Hilfe bekommen, wie Mann und Frau besser miteinander umgehen können. Dies stimmt hier aber nur begrenzt. Hier geht es eher um die innere Arbeit, anstatt um die äußere. Die Autorin versucht den Lesern diese Tradition, für die sie so brennt, näher zu bringen, doch mich konnte diese Tradition nicht für sich begeistern. Ich habe hier zwar immer wieder gute Ansätze gelesen, mit denen ich selber arbeite, wie zum Beispiel die Achtsamkeit und das Manifestieren. Dazu gleichen die Übungen teilweise der Meditation, nur das sie mich nicht wirklich beflügeln oder entspannen. Die Achtsamkeit hingegen ist der Schlüssel, wie es im Buch auch vorkommt. Auf sein innerstes hören und nicht gegen Gefühle und Emotionen ankämpfen, sondern annehmen. Man muss erst das im inneren verändern, bevor sich etwas im Außen verändern kann.

In dem Buch geht es um weibliche und um männliche Energien, die in jedem von uns vorhanden sind. Dies ist ein sehr komplexes Thema mit dem man sich intensiver beschäftigen muss. Durch dieses Buch habe ich nicht viel über die Inkatradition lernen können. Wenn man sich in der Welt dieser Tradition allerdings schon zurecht findet, kann es einem bestimmt ein paar Übungen mit auf den Weg geben. Mich haben viele Übungen eher verwirrt, als das sie mir genutzt haben. In einer Übung beschreibt die Autorin, dass sie sich mit der Energie des Wassers verbunden hat und anschließend mit zwei Säulen eines Denkmals. Waren in der Energieblase dann das Wasser und die Säulen gleichzeitig oder wurde die Verbindung zum Wasser getrennt, bevor sie sich mit den Energien der Säulen verbunden hat. Als Leser ist der genaue Vorgang sehr wichtig.
Bei einer anderen Übung empfinde ich es als sehr anstrengend mir meinen inneren Mann als Gegenüber vorzustellen und mich zu fragen, wie er sich fühlt. So muss ich meine Persönlichkeit spalten und mich um zwei Persönlichkeiten kümmern oder uns beide wahrnehmen, anstatt mich als Ganzes. Danach soll ich beide wieder verbinden. Dies belastet doch eher als zu kräftigen. Eher kann ich mir vorstellen, mich in einzelne Ichs hinein zu fühlen, wie zum Beispiel in mein inneres Kind etc. Aber dafür muss ich diesen Teil nicht erst von mir trennen, denn er gehört ja zu mir.
Vieles ergibt für mich auch keinen Sinn. Warum soll ich mir vorstellen, dass die verbundene Schwere mit einem Gefühl durch meinen linken Arm fließt zur linken Hand hin nur um sie dann auf meinen spirituellen Magen zu legen und dorthin fließen zu lassen. Warum bündel ich dieses Gefühl nicht direkt in meinem spirituellen Magen und lasse sie dann abfließen?
In einer Übung war ein kleiner Fehler eingebaut. Wenn die Männer im äußeren Kreis stehen und die Frauen im inneren, muss sich nur ein Kreis drehen, sonst wird ja immer einer ausgelassen.
Eine weitere Übung war so konfus, dass ich gar nicht mehr folgen konnte. Hier ein Beispiel (von mir etwas übertrieben, aber so hörte es sich für mich an): Verbinde die rote Energie mit der grünen Energie, zieh sie in Halbkreisen aus deinem Bauchauge und verbinde diese mit der goldenen Energie von Vater Sonne, lass sie austreten rechts und links um das Herzauge. Zieh das purpurviolette Licht von den Galaxien durch die Augenöffnung...
In meiner Vorstellung glich ich einem Muskel- und Venenbild beim Arzt, nur das mein ganzer Körper mit diesen Muskeln und Venen umwickelt war. Wie sollte mich das öffnen oder entspannen? Natürlich ist es etwas übertrieben, aber das war mein Bild von mir. Jemand, der sich mit der Inkatradition auskennt, wird die Übung sicher leicht hinbekommen.
Mir persönlich ist das Ganze einfach zu viel. Vater Kosmos, Mutter Erde, Mutter Wasser, Energiegürtel, Energieaugen, Farben, weibliche und männliche Ernergien, oben rein unten raus, vorne rein und hinten raus. Steißauge = Wasser, Bauchauge = Erde, Herzauge= Sonne usw. Dann wird Mutter Erde zur männlichen Energie und Vater Kosmos zur weiblichen Energie, obwohl es sonst andersherum ist. Es wirkt so, als gäbe es keine Struktur in der Inkatradition, an der man sich halten könnte.

Ein weiterer Grund, weshalb dieses Thema vielleicht nicht so ansprechend für mich war ist, dass mir hier die männlichen und weiblichen Energieeinteilungen zu pauschalisiert waren. Natürlich kann auch ein Mann mehr weibliche Energien haben und eine Frau mehr männliche Energien. Dies sagt auch die Autorin. Aber im Grunde wird hier wieder pauschalisiert. Kraft, Power und Verstand wird dem Mann zugesprochen und Sanft, mit Liebe und ohne Krafteinsatz der Frau. Ich stehe weder auf Gendern noch bin ich extreme Feministin, aber das ist mir zu geschlechtsspezifisch. Man sollte sein innerstes nicht so begrenzen, sondern sich als ein Ganzes sehen.

Es ist so viel Input, dass es schwer wird viel davon zu behalten. Am besten ist, wenn man sich schon mit der Inkatradition auskennt. Man spürt die Liebe der Autorin zu dieser Tradition und es ist schön, dies miterleben zu dürfen. Sehr sympathisch vermittelt sie ihre Überzeugungen und ihre Erfahrungen mit diesen Übungen an uns alle. Sie lädt dazu ein, etwas neues kennen - und vielleicht lieben zu lernen. Jeder fühlt sich mit anderen Dingen wohl. Und wenn ihr von der Autorin mehr lesen wollt oder ihre persönliche Unterstützung in Anspruch nehmen wollt, könnt ihr sie über ihre Webseite kontaktieren. Persönlich angeleitet ist dieses Thema sicher noch mal etwas ganz anderes.

Veröffentlicht am 21.04.2023

Ein Taschenratgeber, der uns wieder klarmacht, wie wichtig das Zuhören ist. Jedoch ist er überwiegend auf den beruflichen Bereich ausgelegt und ich stimme nicht überall zu.

Zuhören
0

Zuhören ist ein wichtiges Thema. Nicht nur bei Freunden und in der Berufswelt. Am Wichtigsten ist das Zuhören bei Kindern. Wenn wir es umdrehen, wissen wir, wie oft wir uns jemanden wünschen, der uns zuhört. ...

Zuhören ist ein wichtiges Thema. Nicht nur bei Freunden und in der Berufswelt. Am Wichtigsten ist das Zuhören bei Kindern. Wenn wir es umdrehen, wissen wir, wie oft wir uns jemanden wünschen, der uns zuhört. Dadurch fühlen wir uns ernst genommen, wahrgenommen und wertgeschätzt. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dieses Gefühl auch anderen Menschen zu geben.

Tatsächlich habe ich mich noch letztens mit meiner besten Freundin darüber unterhalten, wie es ist, weil man ja oft automatisch dazwischen redet. Und uns ist aufgefallen, dass es etwas ganz normales ist. Wir fühlen uns dabei nicht missachtet oder weniger wertgeschätzt (je nachdem wer es macht und in welchem Ausmaß). Und wenn ich ihr erzähle, wo ich im Urlaub war und sie daraufhin sagt, dass sie dort auch schon war, können wir doch das Gespräch sogar noch vertiefen, weil sie ihre eigenen Erfahrungen gemacht hat. Wir können uns austauschen, wie der jeweils andere es empfunden hat und finden die andere Sichtweise manchmal ganz interessant. Deshalb hat der andere ja nicht weniger Interesse an mir.
Anders ist es natürlich, wenn ich mich mit einer Freundin unterhalte, sie mich unterbricht und dann weiter redet, obwohl ich noch rede. Das macht eine andere Freundin von mir. Ich wurde dann wirklich zickig und sagte, dass ich noch nicht fertig sei, mit dem was ich ihr sagen wollte. Daraufhin meinte sie „Ja rede doch. Ich kann dir zuhören, während ich rede.“. Das habe ich dann als nicht so schön empfunden. Ich hatte das Gefühl es ist eh egal, was ich zu sagen habe. Die Person fand die Rückmeldung sicher als hilfreich, aber es ist eine Übungssache etwas antrainiertes zu ändern.
Und auch ich bin nicht frei davon manchmal nicht richtig zuzuhören. Es gibt einige Gründe, warum jemand nicht zuhören will. Einer dieser Gründe ist, dass man den Sprecher einfach nicht mag und sich nicht für das gesprochene interessiert. Mir selber ist das tatsächlich selber mal passiert und ich kann mein Verhalten bis heute nicht erklären. Eine Bekannte lud ihre Verabredung zu mir ein und wir tranken Kaffee. Jedes Mal, wenn dieser jemand den Mund aufmachte, schweifte ich ab und blickte in die andere Richtung, während ich angeschaut wurde. Ich wusste es war unhöflich und versuchte mich wirklich auf diese Person zu konzentrieren, aber ich schaffte es nicht. Trotz Bemühungen funktionierte es einfach nicht. Am Ende nahm ich während der Unterhaltung einen Stift und Papier zur Hand und schrieb dem Sohn meiner Bekannten einen Liebesbrief und sie musste sich weiter um das Gespräch kümmern. War ja schließlich ihre Verabredung. Allerdings schien es ihr auch nicht anders zu gehen, denn jedes Mal wenn er etwas sagte, war sie aus Prinzip anderer Meinung und sagte dieses auch sofort in abwehrender Haltung.

Diese kleine Taschenratgeber soll dabei eine große Hilfe sein besseres Zuhören zu erlernen. Ich bin nicht immer derselben Meinung. Das ist auch gar nicht schlimm, da jeder andere Dinge im Gespräch bevorzugt. Ich persönlich mag es, wenn man zwischendrin fragen stellt und somit Interesse zeigt. Natürlich nicht, wenn es geheuchelt ist. Ich denke Jede Person fasst etwas unterschiedlich auf. Ich würde mir komisch vorkommen, wenn mein gegenüber nicht mit mir kommuniziert. Dann geht es in dem Buch immer wieder um Zielführendes Zuhören und die Vorbereitung darauf. Aber warum muss es ein Ziel geben? Warum kann ich nicht einfach zuhören ohne ein Ziel zu verfolgen? Zumindest im privaten Bereich sollte dies möglich sein.
Dieses Buch nimmt aber überwiegend den Beruflichen Bereich in den Fokus und der private Teil bleibt etwas außen vor. Denn bei privatem und beruflichem Zuhören gibt es nochmal Unterschiede. Beim privaten Gespräch muss ich mich selten darauf vorbereiten. Außer es gibt einen Streit zu klären oder etwas zu planen.

Ich persönlich glaube eines der Probleme des nicht – Zuhörens ist die Schnelllebigkeit. Wir haben keine Zeit mehr für unsere Mitmenschen um Ihnen zuzuhören. Dabei ist es so wichtig. Entschleunigung würde da helfen. Der Ratgeber hat einige Tipps parat, die einen unterstützen können, wenn man etwas ändern möchte. Eins schafft der Ratgeber aber auf jeden Fall. Er macht uns wieder auf dieses Thema aufmerksam und vielleicht hören wir beim nächsten Gespräch einfach mal zu.