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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2025

Verschenktes Potenzial

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.
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Ein atmosphärischer Read für zwischendurch.
Die Grundidee fand ich richtig interessant! Ein Fluch, ein Ensemble an talentierten ehrgeizigen Tänzerinnen und fantastische Elemente innerhalb einer beginnenden ...

Ein atmosphärischer Read für zwischendurch.
Die Grundidee fand ich richtig interessant! Ein Fluch, ein Ensemble an talentierten ehrgeizigen Tänzerinnen und fantastische Elemente innerhalb einer beginnenden Romanze.

Im Fokus steht Emberlyn, die als Primaballerina, schon lange unter dem Fluch des Puppenspielers steht.
Auf der anderen Seite Malcom, der Puppenspieler, der den Traum vieler junger ambitionierter Künstler in einen Albtraum verwandelte.

Der Schreibstil ist sehr simpel aber dennoch schön atmosphärisch gehalten. Das Setting in den verschiedenen Theatern, als auch das Leid der Tänzerinnengruppe kam sehr gut zum Tragen. Auch die Informationen rund um den Fluch und die Beschreibung dessen, wenn er in Kraft tritt, konnten mich mitreißen.
Ein zwei mehr Standortwechsel hätten der Handlung gut getan, denn insgesamt stützt sich die Handlung sehr auf die Charaktere und deren Interaktionen und persönliche Entwicklungen.
Wo mich die Handlung etwas verloren hatte, war der extreme Fokus auf Emberlyn und ihren wiederholten Gedankengängen, ihrer vor Wut verzerrten Sicht auf die aktuellen Geschehnisse und das sich die Handlung oft etwas im Kreis drehte. Auch waren alle Charaktere etwas eindimensional.

Da konnte die sich langsam anbahnende Romanze auch nicht mehr viel daran ändern.
Ein Buch, das das Potenzial leider zum Ende sehr verschenkt hat.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Ein Leben ohne Individualität

Die Spur der Vertrauten
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Christelle Dabos war mir aufgrund „Die Spiegereisende“ Reihe schon ein Begriff und da diese Reihe aufgrund ihrer Besonderheit mir gut im Gedächtnis hängen geblieben ist, war ich sehr gespannt auf das neue ...

Christelle Dabos war mir aufgrund „Die Spiegereisende“ Reihe schon ein Begriff und da diese Reihe aufgrund ihrer Besonderheit mir gut im Gedächtnis hängen geblieben ist, war ich sehr gespannt auf das neue Buch der Autorin.

Vorweg: Das Buch ist wirklich komplex und benötigt Zeit und Geduld beim Lesen, um wirklich alle Informationen aufnehmen zu können. Auch finde ich die Einordnung als Jugendbuch hier unpassend gewählt, da einerseits die Komplexität der Handlung als auch detaillierte Beschreibungen von grausameren Handlungen, mehr dagegen sprechen.

Das Buch startet stark. Die dystopische Welt in der jeder Mensch einen Instinkt besitzt und das Leben dadurch bestimmt wird. Schlecht nur, wenn man wie die Hauptprotagonistin Claire, keinen Instinkt besitzt - ein Ding der Unmöglichkeit.
Ab dann beginnt eine wirklich wilde Reise. Von Claires und Goliaths Aufeindertreffen über deren gemeinsame Ermittlungen bis hin zu den Plänen der Oberen.
Der Schreibstil ist auch hier sehr einzigartig. Roh, Stakkato artig, dennoch detailliert und ausschmückend. Manchmal sehr kindlich, manchmal sehr philosophisch anmutend. Passend zu den Charakteren, aus deren Sicht gerade die Handlung weitererzählt wird.
Manchmal drehte sich die Handlung etwas im Kreis. Und auch die finale Auflösung ließ mich nicht vollends zufrieden zurück und kam sehr abrupt.

Final fällt es mir immer noch schwer, das Buch zu bewerten. Es hat mich beim Lesen stets fasziniert, gleichzeitig aber auch etwa ermüdet. Viele Fragen kommen auf und manche bleiben auch zum Ende hin noch offen.

Ein Buch das zum Nachdenken anregt. Was bin ICH und was bedeutet das für das WIR?

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Fantasy meets Dark Romance

The Veiled Kingdom (Die Veiled-Kingdom-Serie 1)
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Fantasy mit Dark Romance? Geht das? Und ob!

Die Geschichte startet direkt rasant. Wir lernen Nyra kennen, welche als untergetauchte Prinzessin sich auf der Straße als Diebin durchschlägt. Als sie jedoch ...

Fantasy mit Dark Romance? Geht das? Und ob!

Die Geschichte startet direkt rasant. Wir lernen Nyra kennen, welche als untergetauchte Prinzessin sich auf der Straße als Diebin durchschlägt. Als sie jedoch gefasst wird, verdankt sie es einem Zufall, dass sie dort den Rebellen in die Hände läuft. Auf der Flucht vor ihrem Vater, dem grausamen König und nun inmitten der kriminellen Rebellen, die die Wahrheit über sie nicht kennen, ist Nyra nirgends sicher. Erst recht nicht, als die Anziehung zwischen ihr und dem Rebellenprinz immer stärker wird.

Das Grundsetting in der unterirdischen Rebellenstadt, Nyra als starke Protagonistin und ein interessantes Magiesystem haben den Grundstein für einen tollen Fantasy Auftakt geschaffen. Aufgrund der Kürze des Buches bleibt das Worldbuilding leider noch sehr ausbaufähig.
Viele Fragen bleiben weiterhin noch unbeantwortet, die für mich anfangs essenziell wären. Wie ist das Reich topografisch aufgebaut, wo die Handlung drin spielt? Wie funktioniert das ganze Magiesystem? Warum ist der König so grausam geworden? Wie stehen die ganzen Figuren im Bezug zueinander, wie zum Beispiel Dacres Großmutter, die eindeutig mehr weiß?

Die Chemie zwischen Nyra und Dacre hat direkt gestimmt, auch wenn es der klassische Fall von Instant Love war. Die körperliche Anziehung war direkt vorhanden, die emotionale blieb dafür leider sehr auf der Strecke.
Dafür kamen die Dark Romance Elemente stark zum tragen. Besonders im letzten Drittel bestand die Handlung größtenteils aus expliziten Szenen, die zwar wirklich gut geschrieben waren, mich mit dem klassischen Dominanz Gehabe des MMCs und der Demütigung der FMC mich aber nicht so packen konnte. Das trifft halt einfach nicht meinen Geschmack. Ich mag lieber Leidenschaft auf Augenhöhe.

Dennoch konnte das Buch mich gut unterhalten. Der einfache Schreibstil ließ mich schnell durch die wenigen Seiten fliegen und mit dem Ende sowie den vielen noch offenen Fragen, ist mein Interesse an der Reihe noch nicht erloschen. Ich geb dem ganzen noch eine Chance!

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Kann nicht ganz überzeugen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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Mit „West of Wicked“ greift Nikki St. Crowe eine wirklich spannende Idee auf und verwandelt die bekannte Geschichte rund um den Zauberer von Oz in ein düsteres Fantasy-Retelling für Erwachsene. Allein ...

Mit „West of Wicked“ greift Nikki St. Crowe eine wirklich spannende Idee auf und verwandelt die bekannte Geschichte rund um den Zauberer von Oz in ein düsteres Fantasy-Retelling für Erwachsene. Allein die Prämisse hat mich sofort neugierig gemacht, denn Oz einmal von einer deutlich dunkleren Seite zu erleben, klang genau nach meinem Geschmack. Erst recht durch die Wicked Verfilmung des letzten Jahres, war die ganze Geschichte noch sehr präsent in Erinnerung.


Recht gut gefallen hat mir das Setting. Die Welt wirkt geheimnisvoll, stellenweise bedrohlich und bietet einige interessante Neuinterpretationen bekannter Figuren und Elemente. Man merkt, dass hier viel Potenzial vorhanden ist. Auch die Gestaltung des Buches ist ein absoluter Hingucker. Cover, Farbschnitt und die gesamte Aufmachung sind wirklich gelungen und machen das Buch zu einem Schmuckstück im Regal.

Leider konnte die Handlung für mich nicht durchgehend mithalten. Vor allem im Mittelteil hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt. Viele Szenen wirkten unnötig in die Länge gezogen und manche Ereignisse wiederholten sich gefühlt, ohne die Handlung wirklich voranzubringen. Auch die Charaktere waren sehr eindimensional und unscheinbar. Dadurch verlor das Buch für mich zwischenzeitlich deutlich an Spannung. Erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte wieder etwas Fahrt auf, auch wenn viele Entwicklungen sehr vorhersehbar waren.

Etwas enttäuscht war ich außerdem vom Dark-Fantasy-Aspekt. Ich hatte deutlich mehr düstere Atmosphäre, Gefahr und moralische Grauzonen erwartet. Einzig die gut geschilderten Kampfszenen gingen schön blutig über die Bühne.

Auch die Liebesgeschichte hat mich leider nicht wirklich abgeholt. Die Gefühle zwischen den Figuren entwickelten sich für meinen Geschmack zu schnell, sodass die emotionale Tiefe komplett auf der Strecke blieb. Die Spice-Szene wirkten auf mich teilweise eher wie ein zusätzliches Element, das dem aktuellen Trend angepasst wurde, als ein natürlicher Bestandteil der Geschichte. In dem Teil der Handlung war es nämlich mehr als unpassend, nämlich bei der Flucht ein Schäferstündchen einzulegen, ist mehr als dumm.

Der Schreibstil ist dagegen angenehm unkompliziert. Nikki St. Crowe schreibt leicht und flüssig, wodurch sich das Buch trotz seiner Längen schnell lesen lässt.

Insgesamt hatte „West of Wicked“ für mich eine interessante Grundidee und ein atmosphärisches Setting, konnte sein Potenzial aber nicht vollständig ausschöpfen. Wer düstere Retellings und romantische Fantasy mag, die nicht allzu komplex ist, könnte hier trotzdem Gefallen daran finden. Für mich blieb es jedoch ein eher durchschnittlicher Auftakt, der zwar einige interessante Ansätze bietet, mich insgesamt aber nicht vollständig überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 04.07.2023

Der bisher schwächste Band der Reihe!

Neon Gods - Helena & Achill & Patroklos
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Schade schade! Die bisherigen Bände der Neon Gods Reihe von Katee Roberts konnten mich positiv überraschen und besonders den zweiten Band rund um die Geschichte von Psyche und Eros habe ich geliebt! Helena ...

Schade schade! Die bisherigen Bände der Neon Gods Reihe von Katee Roberts konnten mich positiv überraschen und besonders den zweiten Band rund um die Geschichte von Psyche und Eros habe ich geliebt! Helena lernten wir dort ja bereits schon kurz kennen. Umso gespannter war ich nun auf ihre eigene Geschichte. Leider hat mich diese eher enttäuscht.
Die Prämisse rund um den Wettkampf um den neuen Ares fand ich sehr gut gelungen. Die verschiedene Aufgaben zeigten die Machtdemonstration, die Gerissenheit und Überlegenheit einer Person, welche mit diesem Titel einhergehen.
Auch die Gefühlsebene unserer drei Protagonisten Helena, Achill und Patroklos wurden ausführlich geschildert, teilweise hat die Autorin sich jedoch in den endlosen Monologen verloren. Die Beziehung der drei zueinander war im Verlauf der Geschichte immer greifbarer, auch wenn es mir anfangs deutlich zu schnell ging. As Highlight war in diesem Buch sogar der spicige Anteil, da dieser insbesondere für einen Akt mit mehreren Partnern richtig gut geschrieben war und die Fantasie ankurbelte! Auch die Integration von nonbinären Charakteren als Nebenstatisten gefiel mir sehr.
Nun komme ich zu dem Teil welcher mir leider nicht so gut gefallen hat.
Im gesamten Buch fehlte mir leider die Handlung. Ein Ereignis folgte dem nächsten. Probleme kamen auf und wurden direkt wieder gelöst. Die Protagonisten hangen sich an ihrem eigenen Selbstzweifeln auf und konnten sich nicht wirklich weiterentwickeln. Auch der finale Showdown war eher unspektakulär und ließ das gesamte Buch eher als Überleitung zum nächsten Band erscheinen, da wichtige Probleme offen gelegt wurden, jedoch komplett ungeklärt blieben. Für die Folgebände muss man nun den dritten Teil auf jeden Fall lesen, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Die beiden vorherigen Bände waren ja zunehmend für sich abgeschlossen und konnten einfacher als Rückblick zusammengefasst werden.
Auch Charaktere wie Eros die im Vorband sehr selbstbestimmt und taff auftraten, waren hier vom Verhalten her nicht mehr wieder zu erkennen.
Insgesamt ein eher enttäuschender Band, welcher nur durch die Interaktion der drei Protagonisten zueinander punkten konnte.

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