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Veröffentlicht am 20.07.2023

Absolut geniale Bilder sprechen für sich

Scurry 1
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"Scurry" von Mac Smith ist mit "Die totgeweihte Kolonie" der erste Band einer auf 3 Bände angelegte Comic-Reihe. Sehr schade, dass es nicht wie im englischen gleich alle 3 Teile in einem Sammelband gibt, ...

"Scurry" von Mac Smith ist mit "Die totgeweihte Kolonie" der erste Band einer auf 3 Bände angelegte Comic-Reihe. Sehr schade, dass es nicht wie im englischen gleich alle 3 Teile in einem Sammelband gibt, so muss man erst noch auf die Fortsetzungen warten.
Das Buch ist absolut wunderbar gezeichnet und überzeugt auch von der Story her.
In einem verlassenen Haus lebt eine Mäusekolonie, sie senden Späher aus, sammeln Nahrung, halten Versammlungen ab und schmieden Intrigen. Erst so nach und nach bekommt man mit, dass irgendwie die Menschen verschwunden sind und die Mäuse nicht wissen warum und wohin und ob sie wiederkommen.
Dann gibt es auch noch Katzen und auch die sind absolut toll gezeichnet, einzigartig, furchterregend, verschlagen und auf der Jagd.
Die Geschichte beginnt spannend, es gibt so einige Gefahrensituationen und endet mit einem Cliffhanger.
Die Handlung ist noch gar nicht so richtig in Fahrt gekommen, da endet die Episode auch schon, sehr schade.
Ich kann nur noch mal betonen, die Zeichnungen sind grandios, jeder Gesichtsausdruck stimmt, liebevoll coloriert, ganz große Comic-Kunst.

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Veröffentlicht am 16.07.2023

Der Mörder auf der Insel

Wenn Worte töten
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"Wenn Worte töten" von Anthony Horowitz ist ein Kriminalroman in einer ganz besonderen Form, sozusagen ein Krimi im Krimi.
Anthony Horowitz schreibt hier eine neue Krimi-Reihe mit Daniel Hawthorne, Ex-Polizist ...

"Wenn Worte töten" von Anthony Horowitz ist ein Kriminalroman in einer ganz besonderen Form, sozusagen ein Krimi im Krimi.
Anthony Horowitz schreibt hier eine neue Krimi-Reihe mit Daniel Hawthorne, Ex-Polizist und Privatdetektiv in der Hauptrolle. Um das Buch zu promoten werden beide auf die Kanalinsel Alderney zu einem kleinen Literaturfestival eingeladen.
Weder die beiden Romanfiguren noch die Leser müssen hier lange warten bis der erste Mord geschieht. Da sich die örtliche Polizei etwas überfordert fühlt, sind die beiden auch schnell in die aktuellen Ermittlungen verstrickt. Und so fast nebenbei entsteht der neueste Band der Krimi-Reihe.
Dieser Roman lebt von den Charakteren, angefangen bei den beiden Protagonisten, die sich noch nicht allzu vertraut sind und über deren Wortwechsel ich mehr als einmal schmunzeln musste.
Auch die anderen Teilnehmer des Festivals und einige der Inselbewohner werden näher beleuchtet und sind schon recht schräge Gestalten. Es macht jedenfalls sehr viel Spaß, hier bei den Ermittlungen und Verhören sozusagen direkt dabeizusein.
Die Verdächtigen ändern sich hier auch öfter nochmal, man kann gut mit rätseln und wird am Ende dann doch noch überrascht. er Fall war jetzt nicht der spannendste, aber dieses ganze drumherum hat mir sehr gut gefallen.
Auch etwas hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen, sozusagen mit dem Autor des geschriebenen Autors, das fand ich super interessant.
Von der Idee her ein ganz tolles Buch, der Kriminalfall war hier fast zweitrangig.

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Spannender Regionalkrimi

Der Bojenmann
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"Der Bojenmann" von Kester Schlenz und Jan Jepsen ist ein Krimi, der den Anfang einer sehr spannenden Reihe rund um die Ermittler Thies Knudsen und Dörte Eichhorn und Knudsens Freund Oke "La Lotse" Andersen.
Hier ...

"Der Bojenmann" von Kester Schlenz und Jan Jepsen ist ein Krimi, der den Anfang einer sehr spannenden Reihe rund um die Ermittler Thies Knudsen und Dörte Eichhorn und Knudsens Freund Oke "La Lotse" Andersen.
Hier beginnt es mit einem besonders makabren Fund in der Elbe, das Kunstwerk "Bojenmann" wurde quasi über Nacht gegen einen echten Toten ausgetauscht. Und nicht nur das, die Leiche war fachmännisch plastiniert.
Es bleibt leider nicht bei dem einen Toten. Sie alle werden kunstvoll arrangiert aufgefunden und wurden plastiniert. Einiges davon geschieht fast in Sicht von Okes Haus an der Elbe.
Die Spannung hier ist von Anfang an vorhanden, das Buch lebt auch von vielen regionalen Details, die liebevoll geschildert werden und auch von den Gesprächen der Ermittler untereinander und auch die zwischen Thies und seinem Freund. Dabei geht es immer sehr leger zu, umgangssprachlich.
Der Schreibstil ist einfach gehalten, es liest sich leicht und gut. Die Personen werden umfassend vorgestellt und man erfährt im Laufe der Ermittlungen noch einiges über sie.
Ab und an sieht man auch durch die Augen des Täters, was ich als spannende Unterbrechung empfunden habe.
Etwas gestört hat mich hier, dass am Ende nicht alle offenen Fäden zusammen geführt wurden und man damit wohl eine Fortsetzung lesen soll.

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Eine Apotheke voller magischer Worte

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
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"Das Bücherschiff des Monsieur Perdu" von Nina George habe ich als Hörbuch gehört, wunderbar eingesprochen von Philipp Schepmann.
Monsieur Perdu hat eine schwimmende Bibliothek gehabt und nun geht er damit ...

"Das Bücherschiff des Monsieur Perdu" von Nina George habe ich als Hörbuch gehört, wunderbar eingesprochen von Philipp Schepmann.
Monsieur Perdu hat eine schwimmende Bibliothek gehabt und nun geht er damit wieder auf Reisen, mit einem lachendem und einem weinendem Auge. Es geht auf den Wasserstraßen nach Paris, begleitet wird er von Max. Beide Männer wollen die Reise nutzen, um über sich selber und das Leben nachzudenken.
Im Laufe der Reise verändert sich vieles, Menschen kommen und gehen und als Leser bekommt man hier quasi nebenbei ganz wunderbare Literaturempfehlungen und wenn man die Bücher schon kennt, wunderbare Anspielungen.
Es gibt urkomische Stellen, traurige und auch so einige, die zum Nachdenken anregen, die fast philosophisch klingen. Bücher als Medizin, als Allheilmittel gegen fast alles, das ist die Arbeit des Apothekers.
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass man hier eine Vorgeschichte braucht, also einen zweiten Teil liest, die Geschichte ist stimmig und in sich abgeschlossen.
Da es hier sehr viele Stellen gab, die ich gerne wiederholt gelesen hätte, würde ich eher das Lesen empfehlen als das Hören.

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Veröffentlicht am 24.06.2023

Wie alles begann

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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"Der Morgen" von Marc Raabe ist nicht mein erstes Buch des Autors und es hat es geschafft, mich von Beginn an gut zu unterhalten. Es geht hier wieder um eine Reihe und dieses ist der Auftaktband.
Es gibt ...

"Der Morgen" von Marc Raabe ist nicht mein erstes Buch des Autors und es hat es geschafft, mich von Beginn an gut zu unterhalten. Es geht hier wieder um eine Reihe und dieses ist der Auftaktband.
Es gibt hier Tote, mitten in Berlin und sie alle tragen eine Besonderheit auf dem Körper. In den Fällen ermitteln Art Mayer und die Anwärterin Nele Tschaikowski. Beide unterscheiden sich vom Charakter sehr und es ist interessant zu lesen, wie es Nele mit der Zeit versteht, sich etwas Respekt zu verschaffen.
Die Handlung ist hier zweigeteilt und geht immer wieder weit in die Vergangenheit zurück, in die Kindheit von Art und was ihm dort widerfahren ist. Auch diese Erlebnisse sind sehr spannend und man kann sehen, wie das den jetzigen Art geprägt hat. Nicht ganz unwichtig sind auch die damaligen Freunde, die im aktuellen Fall wieder auftauchen.
Und nicht zuletzt ist hier der deutsche Bundeskanzler involviert, in welcher Rolle, ist nicht gleich absehbar.
Ich mochte die Ermittler beide sehr, die Figuren waren glaubhaft und brachten Tempo ins Geschehen. Mir hat der Vergangenheitsteil besser gefallen, obwohl sich beide gut ergänzt haben.
Gegen Ende war es mir ein bisschen viel hin und her, aber ich warte trotzdem sehr gespannt auf den Nachfolger.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, überzeugend gesprochen von Peter Lontzek.

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