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Veröffentlicht am 25.07.2023

Zu vorhersehbar

Here With Me
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"Here with me" von Samantha Young ist irgendwie eine seltsame Genre-Mischung zwischen Krimi und Liebesroman.
Liebesromane lese ich eigentlich gar nicht, aber der Krimianteil hat mich hier verlockt, die ...

"Here with me" von Samantha Young ist irgendwie eine seltsame Genre-Mischung zwischen Krimi und Liebesroman.
Liebesromane lese ich eigentlich gar nicht, aber der Krimianteil hat mich hier verlockt, die Geschichte von Robyn und Lachlan zu lesen.
Von der Geschichte her ist es sehr schnell erzählt und genauso schnell liest es sich eigentlich auch, wobei hier wirklich viel absolut vorhersehbar ist.
Robyn fährt zu ihrem Vater, der für Lachlan arbeitet. Dieser erhält Drohungen, obwohl er absolut exklusiv und abgeschirmt in einem Resort wohnt und arbeitet, als Chef.
Der Schreibstil ist gut und auch die Perspektivwechsel mochte ich sehr. Die Charakter werden gut beschrieben, man kann sich alles gut vorstellen, wer und wo, mit wem und warum.
Rundherum passiert sehr viel, familiär und auch menschlich, man kommt nicht zur Ruhe.
Mich stören hier am meisten die Klischees, die verwendet werden und auch die absolute Vorhersagbarkeit des Geschehens und vor allem des Endes.
Für mich war das ein Ausflug in ein anderes Genres, der wohl ziemlich einmalig bleiben wird.

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Veröffentlicht am 24.07.2023

Spannend zu lesen

Diabolisch
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"Diabolisch" von Jonas Wagner ist ein Thriller, der eigentlich recht harmlos beginnt, eine kleine Dorfgemeinde, eine Fastnachtfeier, 2 Kinder auf dem Heimweg, ein wenig Streit mal hier und da. Wie gesagt, ...

"Diabolisch" von Jonas Wagner ist ein Thriller, der eigentlich recht harmlos beginnt, eine kleine Dorfgemeinde, eine Fastnachtfeier, 2 Kinder auf dem Heimweg, ein wenig Streit mal hier und da. Wie gesagt, er beginnt harmlos.
Im Jahre 1995 mit Alex und seiner Schwester Lotte, die nach dem Sport von den Eltern versetzt werden und versuchen irgendwie nach Hause zu gelangen.
Im Jahre 2022 mit einer Mordserie in ebendiesem Dorf, die irgendwie nicht abreißen will. Die Polizei ermittelt und besonders eine Polizistin will hier nicht aufgeben, bis sie alles verstanden hat.
Die Ausmaße des Bösen, die Gleichgültigkeit der Menschen, die Gier und Schlimmeres kommt hier so nach und nach zum Vorschein.
Beim erzählen wechseln sich die Zeitebenen ab, man kommt da aber nie durcheinander, das ist gut gelöst. Zwischendurch Tagebucheinträge von Lotte, die damals auf ihren Bruder wartete und die gesamte Wut abbekam.
Auch wenn man als Leser schon zeitig wusste, wer dahinter steckt, blieb die Spannung hoch und die Atmosphäre eine ganz besondere.
Mich haben teilweise die Übertreibungen und einige Unglaubwürdigkeiten gestört.

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Veröffentlicht am 15.07.2023

Ganz starke erste Hälfte

Zwei Fremde
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"Zwei Fremde" von Martin Griffin ist ein Thriller, der sehr vielversprechend beginnt.
Remie arbeitet den letzten Tag in einem abgelegenen Hotel in den Highlands, dann will sie weg, ein neues Leben beginnen. ...

"Zwei Fremde" von Martin Griffin ist ein Thriller, der sehr vielversprechend beginnt.
Remie arbeitet den letzten Tag in einem abgelegenen Hotel in den Highlands, dann will sie weg, ein neues Leben beginnen. Durch einen Wetterumschwung kommt es zu einem scheren Sturm und das Hotel wird eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten. Nicht nur, dass Remie befürchtet, festzusitzen, wird im nahe gelegenen Gefängnis Alarm gegeben. Ein Mörder ist entkommen.
Nacheinander kommen jetzt zwei Polizisten am Hotel an, die vorgeben, den Mörder zu suchen. Doch nur einer von ihnen kann der Polizist sein, der andere ist der Flüchtling.
Das ist so eine spannende Idee, man ist die ganze Zeit mit Remie am Indizien suchen und miträtseln, wer hier lügt und wie man sich schützen könnte.
Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben, auch den Schreibstil mag ich. Im Gegensatz dazu werde ich mit den Protagonisten nicht warm, auch Remie bleibt mir fremd und ihr Handeln oftmals unerklärlich.
Im letzten Drittel des Buches fällt für mich die Spannung stark ab, weil mir viele Handlungen und Begebenheiten unrealistisch und weltfremd erschienen.
Im Buch gab es allerdings so viele gute Ideen, die auch gut umgesetzt wurden, dass ich es trotzdem sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Für mich zu ungeordnet

Ich, ein Sachse
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"Ich, ein Sachse" von Samuel Meffire ist ein autobiografisches Buch, dass er zusammen mit Lothar Kittstein geschrieben hat. Samuel Meffire war der erste schwarze Polizist im Osten Deutschlands.
Der Autor ...

"Ich, ein Sachse" von Samuel Meffire ist ein autobiografisches Buch, dass er zusammen mit Lothar Kittstein geschrieben hat. Samuel Meffire war der erste schwarze Polizist im Osten Deutschlands.
Der Autor erzählt hier seine Geschichte in Form von Rückblicken, die nicht unbedingt chronologisch geordnet sind.
Sehr interessant fand ich auch schon die Geschichte seiner Eltern, seine Mutter, die einen schwarzen Mann geliebt und geheiratet hat. Dieser Mann, die Liebe ihres Lebens, wurde ermordet und die beiden Söhne der Familie hatten eine ziemlich schwere Kindheit und Jugend. Das alles war sehr gut und ausführlich erzählt.
Die Zeit der Wende, die sozialen Brennpunkte, in di er geriet, die regelrechte Hetze durch Neonazis und keiner, der ihn wirklich unterstützte. Vieles erscheint unvorstellbar, wenn man das so liest. Mir ist aber bekannt, dass gerade in der Gegend, in der er lebte und arbeitete, die Nazis und Rassisten viel Unfug trieben und die Polizei oft machtlos zusehen musste. Wie weit das alles ging, macht beim lesen sprachlos.
Was mir hier fehlt ist ein roter Faden. Ich bekomme als Leser Bruchstücke vorgesetzt, die trotz aufmerksamen Lesen nicht immer zusammen passen. Mir verbleiben hier zu viele Lücken, vieles bleibt mir unklar, worin bestand beispielsweise sein Verbrechen. Viele seiner Entscheidungen kann ich nicht verstehen oder nachvollziehen und er erklärt hierzu auch nichts weiter.
Hier wird viel Interessantes berichtet, dass mir auch lange präsent bleiben wird, in der richtigen Form hätte mich dieses Buch begeistert. Auf jedem Fall wünsche ich dem Autor für die Zukunft bedeutend bessere Aussichten und dass er so ein wunderbarer Vater bleibt.

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Veröffentlicht am 14.06.2023

Wo der Wolf wohnt

Wolfskinder
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"Wolfskinder" von Vera Buck ist ein Thriller, der einen mitnimmt in eine abgelegene Siedlung auf einem Berg. Unwirtlich, spartanisch und karg. Das trifft auch für die Menschen zu, die dort wohnen, bis ...

"Wolfskinder" von Vera Buck ist ein Thriller, der einen mitnimmt in eine abgelegene Siedlung auf einem Berg. Unwirtlich, spartanisch und karg. Das trifft auch für die Menschen zu, die dort wohnen, bis auf die Kinder.
Kinder gibt es in Jakobsleiter aber nur drei. Jesse, der viel stärker und intelligenter ist, als er selbst glaubt. Rebekka, die eigentlich nur weg will, in ein richtiges Leben und Edith, die eigentlich gar nicht hier hergehört und doch am meisten mit der Siedlung verbunden ist.
Große Teile der Geschichte erleben wir durch die Augen von Smilla, einer Volontärin, die ihre beste Freundin Juli vor 10 Jahren beim campen in den Bergen verloren hat. Seither trägt sie eine tiefe Schuld in sich und sammelt alle Fälle von vermissten jungen Frauen in der Gegend. Sie hat Juli noch nicht aufgegeben.
Aber auch andere Perspektiven bekommt man abwechselnd zu lesen, was die Geschichte sehr fesselnd und interessant macht. Denn ein kleines Mädchen teilt andere Gedanken und Gefühle mit als beispielsweise der örtliche Polizist oder die Lehrerin.
Die Spannung ist von Beginn an da und es gibt auch einige Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Die Charaktere wirken lebendig und verschieden, die meisten nicht unbedingt sympathisch. Die Atmosphäre ist hier schon sehr düster, da ist die Darstellung gut geglückt.
Nicht so geglückt sind teils die logischen Zusammenhänge oder die glaubwürdige Darstellung einiger Tatsachen, da ist so einiges an der Haaren herbei gezogen, weil es da wohl gerade so passte. Das hätte besser sein können, gut unterhalten wurde ich trotzdem.

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