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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2019

mittelmäßig

Abgeschlagen
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Abgeschlagen ist das Prequel zu Michael Tzokos Roman Abgeschnitten, der auch bereits verfilmt wurde. Ich habe das Buch nicht gelesen aber den Film gesehen. Da die Geschichte ja ca. 10 Jahre früher spielt, ...

Abgeschlagen ist das Prequel zu Michael Tzokos Roman Abgeschnitten, der auch bereits verfilmt wurde. Ich habe das Buch nicht gelesen aber den Film gesehen. Da die Geschichte ja ca. 10 Jahre früher spielt, muss man kein Vorwissen mitbringen und versäumt auch keine Entwicklung beim Hauptdarsteller Paul Herzfeld.

Der Plot des Romans beruht auf tatsächlichen Morden, die Tzokos für diese fiktive Geschichte aufgearbeitet hat. Er ist im realen Leben ja zuallererst Rechtsmediziner in der Charité Berlin. Das merkt man vor allem den Textstellen an, die direkt mit seinem Beruf zu tun haben. Hier geht er ins Detail, beschreibt sehr genau und professionell. Das ist sicherlich nichts für schwache Mägen aber für Thirllerfans wie mich durchaus interessant.

Ich weiß nicht, wie Tzokos gemeinsam mit Fitzek geschrieben hat, kann also nicht über die Unterschiede fachsimpeln. Ich hatte das Gefühl, dass die Story noch mehr unterfüttert werden hätten können. Die Figuren bleiben für meinen Geschmack etwas blass. Es gab auch keine überraschenden Wendungen sondern der Täter ist relativ früh schon im Visier des Lesers. Ein Thriller für zwischendurch. Aber nichts, was man unbedingt gelesen haben muss.

Veröffentlicht am 22.01.2019

mittelmäßig

Der Hunger der Lebenden (Friederike Matthée ermittelt 2)
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„Der Hunger der Lebenden“ ist der zweite Fall für Polizeiassistentin Friederike Matthée. Es ist kurz nach dem zweiten Weltkrieg und die Menschen müssen um die alltäglichen Kleinigkeiten wie Lebensmittel, ...

„Der Hunger der Lebenden“ ist der zweite Fall für Polizeiassistentin Friederike Matthée. Es ist kurz nach dem zweiten Weltkrieg und die Menschen müssen um die alltäglichen Kleinigkeiten wie Lebensmittel, Wohnraum, Kleidung ringen. Die Besatzungsmächte befinden sich noch in Deutschland und bei der Polizei sind weibliche Ermittler immer noch nicht gern gesehen.

Das Setting hat mich sehr angesprochen. Ich habe mir das Buch also gleich nach Erscheinen gekauft, obwohl ich den ersten Teil noch nicht kenne. Da ich erst kürzlich einen Roman von Frank Goldammer gelesen habe, der zur gleichen Zeit spielte, hatte ich so eine gewisse Erwartungshaltung an das Buch.

Leider hat mich der Roman nicht wirklich gefesselt. Die Hauptdarstellerin ist nett aber mir nicht taff genug. Ihr männliches Pendant, ein englischer Offizier, auf seine bärbeißige Art ein guter Kontrast, aber es knistert nicht richtig, finde ich. Die zwei Mordermittlungen werden alsbald zusammengelegt und beide arbeiten mehr oder weniger erfolgreich zusammen. Teilweise fand ich den Plot zu holprig. Reiner Zufall spielt eine große Rolle bei der Handlung, so was mag ich nur im Ausnahmefall.

Mir fehlte einfach ein bisschen Düsternis und eine Krimihandlung, die aus dem Einheitstrott anderer Krimis herausragt. An Goldammer und Kutscher kommt Frau Sauer leider nicht ran.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Geheimnisse

Ohne ein einziges Wort
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Sieben Tage verbringen Eddie und Sarah im siebten Liebeshimmel. Es scheint, als wäre es die große Liebe. Aber dann verschwindet Eddie und meldet sich nicht mehr. Sarah kann nicht verstehen, was passiert ...

Sieben Tage verbringen Eddie und Sarah im siebten Liebeshimmel. Es scheint, als wäre es die große Liebe. Aber dann verschwindet Eddie und meldet sich nicht mehr. Sarah kann nicht verstehen, was passiert ist. Es war kein Unglück also muss etwas anderes ihn davon abhalten, sich bei ihr zu melden. Wochen und Monate harrt sie aus und ist verzweifelt.

Dieses Ausharren dauert leider sehr lange und ich habe ihr Verhalten nicht ganz verstanden. In Zeiten von Handy und Internet wäre es doch kein Problem, Kontakt aufzunehmen.

Erst im letzten Drittel wird klar, warum Eddie sich in die Funkstille verabschiedet hat und was dahinter steckt. Die Vergangenheit hat Sarah eingeholt und es scheint kein Happy-End für die beiden möglich zu sein.

Nette Geschichte mit Längen.

Veröffentlicht am 12.07.2018

etwas unlogisch

Der einsame Bote
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Mich hatte zwar schon der Vorgängerband „Teufelskälte“ nicht hundertprozentig überzeugt, aber ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte mit dem verschwundenen Mädchen, dem Mörder, der keiner war ...

Mich hatte zwar schon der Vorgängerband „Teufelskälte“ nicht hundertprozentig überzeugt, aber ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte mit dem verschwundenen Mädchen, dem Mörder, der keiner war und dem Kommissar Bergmann weitergeht. Ich war gespannt, ob die Verwirrungen im vorhergehenden Band jetzt alle logisch aufgelöst wurden.

Mein Fazit am Ende: Jein.

Ja, irgendwie löst sich der Fall nach einigen Wendungen und Überraschungen. Nein, so richtig logisch fand ich das phasenweise nicht. Wobei es weniger an den Akteuren lag. Die waren typisch skandinavisch – voller Probleme, sperrig und brutal. Es war eher die Handlung, die mich nicht restlos packen konnte und die bei mir immer wieder Fragen aufwarf, die nur halbwegs beantwortet wurden. Das wirkte teilweise etwas zu bemüht und gewollt und da ich Skandinavische Romane gerne mit den Besten – Mankell, Nesbo, Adler-Olsen – vergleiche, war ich dann doch unzufrieden, was mir in „der einsame Bote“ so vorgesetzt wurde.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte ein kluges Lektorat gebraucht. Einen, der dem Autor nicht alles durchgehen lässt, der nachfragt und auf mehr Erklärungen und Plausibilität pocht. Daran mangelt es nämlich noch immer.

Der Sprachstil an sich hat mir aber gut gefallen. Daran lag es nicht.
Von mir gerade noch drei Sterne.

Veröffentlicht am 27.08.2017

mäßig spannend

Kein guter Ort
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Ich bin ja immer interessiert an nordischen Krimis. "Kein guter Ort" spielt in Norwegen und es ist bereits der dritte Teil einer Reihe um den Psychologen Arne und die Ermittlerin Kira. Ich kenne die Vorgänger ...

Ich bin ja immer interessiert an nordischen Krimis. "Kein guter Ort" spielt in Norwegen und es ist bereits der dritte Teil einer Reihe um den Psychologen Arne und die Ermittlerin Kira. Ich kenne die Vorgänger zwar nicht, aber ich hatte keine Probleme. Der Autor erzählt mehrmals über die vergangenen Fälle und man kann sich gut reinfinden in die Beziehungen der Hauptdarsteller.

Der Fall hat viel mit Drogen zu tun, da eine der Akteurinnen abhängig ist und auch Arne hi und da sein Bewustsein unkonventionell erweitert. Aber in der Hauptsache ist es ein alter Fall um ein Mädchen und seinen Vater, die an einer Küste zu Tode gestürzt sind. Und ein altes gruseliges Hotel spielt auch eine große Rolle.

Der Autor Bernhard Stäber kommt wohl aus Deutschland und ist nach Norwegen ausgewandert. Vielleicht war der Krimi auch deshalb untypisch für den hohen Norden, nicht besonders brutal und obwohl es natürlich auch ein paar Tote gibt, doch eher beschaulich. Ich fand ich nicht besonders spannend. Guter Durchschnitt.