Profilbild von NicoleP

NicoleP

Lesejury Star
offline

NicoleP ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit NicoleP über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2017

Unsere Jahre in Miller´s Valley

Unsere Jahre in Miller's Valley
1

Im Roman „Unsere Jahre in Miller´s Valley“ erzählt Mimi Miller von ihrem Leben auf der Farm ihrer Eltern. Es ist ein gewöhnliches Leben an einem gewöhnlichen Ort. Doch dieser Ort wird verschwinden, denn ...

Im Roman „Unsere Jahre in Miller´s Valley“ erzählt Mimi Miller von ihrem Leben auf der Farm ihrer Eltern. Es ist ein gewöhnliches Leben an einem gewöhnlichen Ort. Doch dieser Ort wird verschwinden, denn das Tal, in dem Mimi lebt, soll geflutet werden.

Der Leser verfolgt, wie sich die elfjährige Mimi zu einer jungen Frau entwickelt. Gewöhnungsbedürftig ist die Art der Erzählung, die es mir anfangs schwer machte, in die Geschichte hineinzufinden. Es gibt keinen „richtigen“ roten Faden. Mimi springt in ihrem Rückblick zwischen ihren Erlebnissen und Personen hin und her. Dadurch entsteht aber auch der Eindruck, man würde sich an einem Nachmittag mit Mimi treffen und sie bei Kaffee und Kuchen über ihre Vergangenheit plaudern.

Das Leben im Tal und auch Mimi entwickeln sich weiter. Doch durch die sprunghafte Erzählweise bin ich mit den Charakteren nicht warm geworden, ihre Emotionen sind nicht bei mir angekommen. Es passiert nicht so viel in der Geschichte, als dass große Spannung aufkommen könnte. Das Buch eignet sich für einen gemütlichen und entspannenden Tag, an dem sich der Leser voll auf Mimis Erzählungen konzentrieren kann.

Der „Kampf“ der Dorfgemeinschaft gegen die Flutung des Tales ist eher ein Randthema und hat mit der eigentlichen Geschichte kaum etwas zu tun. Der Roman von Anna Quindlen ist eine gemütliche Geschichte über Mimi und ihr Leben. Mit Höhen und Tiefen, wie sie jedem Menschen passieren können.

Wer mit der ständig hin und her springenden Erzählweise gut klar kommt, wird dieses Buch mögen. Ich persönlich fand es dadurch schwer zu lesen, was mir etwas die Lesefreude an der gut durchdachten Geschichte genommen hat.

Ich danke dem Bloggerportal und dem DVA Belletristik-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

Der Roman von Anna Quindlen hat 320 Seiten (ISBN: 978-3-421-04758-8) und ist über die bekannten Online-Plattformen und den örtlichen Buchhandel zu beziehen.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 20.08.2017

ZORN – Kalter Rauch

Zorn - Kalter Rauch
0

Es regnen Fische vom Himmel. Bei der Aufräumaktion wird ein künstliches Hüftgelenk in einem Papierkorb gefunden. Das Gelenk wurde Donata Zettl eingesetzt. Diese ist seit neun Tagen spurlos verschwunden. ...

Es regnen Fische vom Himmel. Bei der Aufräumaktion wird ein künstliches Hüftgelenk in einem Papierkorb gefunden. Das Gelenk wurde Donata Zettl eingesetzt. Diese ist seit neun Tagen spurlos verschwunden. Die Kommissare Zorn und Schröder fahren zu deren Ehemann Gregor. Doch er ist nicht in der Lage, ihnen zu helfen. Zettl wird bedroht und hat große Angst.

Zorn und Schröder ermitteln zum fünften Mal. Der Fall ist abgeschlossen, aufgrund der Entwicklung beider Figuren sollten die Bücher der Reihe in der entsprechenden Folge gelesen werden.

Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass ich von der Geschichte enttäuscht bin. Dadurch, dass ich den Film schon kannte, wusste ich schon ungefähr, was mich im Buch erwartet. Immerhin ist das Buch um Längen besser, als der Film. Doch die Hoffnung auf mehr Spannung verflog mit jeder gelesenen Seite.

Anfangs mag man sich über den Fischregen wundern, doch das Thema Fisch wird den Leser immer wieder mal am Rande begegnen. Ein nettes kleines Gimmick (?) des Autors für den aufmerksamen Leser – oder plätschert die Geschichte daher so vor sich hin?

Was den Roman „rettet“ ist die weitere Entwicklung der Figuren Zorn und Schröder. Die Charaktere sind ausgereift, und ihre Beziehung erreicht ein neues Level. Hilfreich waren auch wieder die Einblicke in Zorns Gedankenwelt. Dank ihnen kann der Leser diesen merkwürdigen Kommissar besser verstehen.

Die Geschichte ist meiner Meinung nach die schlechteste aus der ZORN-Reihe. Einzig die weiterentwickelte Beziehung zwischen Zorn und Schröder sorgt dafür, dass ich drei Punkte vergeben kann.

Weitere Rezis unter www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 27.07.2017

Die unsichtbare Bibliothek

Die unsichtbare Bibliothek
0

Unabhängig von Zeit und Raum existiert die unsichtbare Bibliothek. Eine Mitarbeiterin ist Irene Winters. Ihre Aufgabe besteht darin, in eine von vielen parallele Welten ein bestimmtes Buch für die Bibliothek ...

Unabhängig von Zeit und Raum existiert die unsichtbare Bibliothek. Eine Mitarbeiterin ist Irene Winters. Ihre Aufgabe besteht darin, in eine von vielen parallele Welten ein bestimmtes Buch für die Bibliothek zu beschaffen. Zusammen mit ihrem Schützling Kai bekommt sie den Auftrag, ein Buch der Gebrüder Grimm zu besorgen. In der dortigen Welt warten Vampire, Elfen und weitere Gestalten auf sie. Der Auftrag wird zur Gefahr, denn finstere Mächte wollen das Buch ebenfalls in ihrem Besitz bringen.

Genevieve Cogman hat eine fantastische Welt erschaffen. Geschickt verbindet sie Teile verschiedener Zeiten und Gestalten. Es scheint eine gute Geschichte zu werden, doch sie ist nicht ausgereift. Auf das fantasievolle Grundgerüst der Erzählung hätte die Autorin ohne Zweifel mehr packen können. Der Zugang zu den handelnden Personen ist nicht einfach zu finden, und eine emotionale Verbindung konnte ich nicht herstellen.

Der Roman fängt spannend an, doch schnell erschlafft der Spannungsbogen. Eine Weile plätschert die Handlung vor sich hin, bis die Spannung endlich wieder ansteigt. Der Schreibstil ist einfach gehalten, dadurch ist das Buch für alle Altersklassen geeignet.

Sowohl die Geschichte, als auch die Autorin haben Entwicklungspotential. Es ist, trotz aller Kritikpunkte, ein gutes Buch, welches in „Die maskierte Stadt“ eine Fortsetzung findet. Ich hoffe, dass sich die Figuren dort weiterentwickeln.

Weitere Rezensionen auf www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 27.07.2017

ZORN – Wo kein Licht

Zorn - Wo kein Licht
0

Ein Selbstmörder will auf Nummer Sicher gehen und erschießt sich während seines Falls von einer Brücke. Ein Mann verschwindet, ein anderer ist nach einer Massenkarambolage ebenfalls nicht auffindbar. Gleich ...

Ein Selbstmörder will auf Nummer Sicher gehen und erschießt sich während seines Falls von einer Brücke. Ein Mann verschwindet, ein anderer ist nach einer Massenkarambolage ebenfalls nicht auffindbar. Gleich drei Fälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, beschäftigen Zorn und Schröder. Doch es werden nicht die einzigen Todesfälle bleiben. Kommissar Zorn ist entsprechend überfordert. Schließlich kommt ihm ein Verdacht. Jedoch ist dieser so abwegig, dass ihm niemand glaubt.

Das dritte Buch der Reihe um Zorn und Schröder knüpft an die beiden Vorgänger an. In seiner gewohnt speziellen Art versucht Zorn diesen Fall zu lösen. Erschwert werden die Ermittlungen durch den zeitweiligen Ausfall von Schröder, und Zorn ist ohne Schröder ziemlich hilflos.

Die Geschichte ist gut erzählt. Der Fall kann mit guten, teils überraschenden Wendungen aufwarten. Der Schreibstil ist durchgehend flüssig. An einigen Stellen weist die Geschichte jedoch Längen auf. Obwohl sich das Buch trotz dieser nicht „zieht“, hat man als Leser das Gefühl, auf der Stelle zu stehen und nicht weiter zu kommen. Genau wie Zorn in diesem Fall.

Der Einblick in Zorns Gedankenwelt war wieder einmal sehr hilfreich, um diesen Mann besser verstehen zu können. Das gelingt, denn der Leser lernt Zorn auf eine solche Weise kennen, wie ihn seine Umwelt wohl nie kennen wird. Von Schröder gibt es weitere Einsichten in sein privates Leben. Diesmal bekommt auch Zorn mehr von dessen Privatleben mit, und Schröder wird ihm noch sympathischer.

Teil 3 der „ZORN-Reihe“ ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Autor Stephan Ludwig hat seine Charaktere weiterentwickelt. Auch die Nebenfiguren, wie z.B. die Staatsanwältin, werden gut dargestellt.

Ein spannender Roman, der den Leser an einigen Punkten an die Abgründe dessen führt, was ein Mensch einem anderen antun kann. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt auf den Ermittlungen, so kommt das Buch ohne unnötige grausame Szenen aus.

Mit jedem Teil der Reihe mag ich Zorn und Schröder mehr und freue mich schon jetzt auf Teil 4. Wie bei allen anderen Fällen habe ich bereits die Filme gesehen.

Weitere Rezensionen auf www.nicole-plath.de

Veröffentlicht am 12.07.2017

Im Zeichen des Todes

Im Zeichen des Todes
0

Detective Jerome Burton lebt in einer Gesellschaft, in der weder die Hautfarbe noch die Religion Menschen verbindet oder trennt. Es ist das jeweilige Sternzeichen, unter dem man geboren wurde, welches ...

Detective Jerome Burton lebt in einer Gesellschaft, in der weder die Hautfarbe noch die Religion Menschen verbindet oder trennt. Es ist das jeweilige Sternzeichen, unter dem man geboren wurde, welches das gesamte zukünftige Leben bestimmen wird. Es ist ein System, welches keine Ausnahmen kennt.

Als Polizeichef Peter Williams ermordet wird, ist die Aufregung groß. Burton soll gemeinsam mit der Astroprofilerin Lindi Childs herausfinden, wer dahinter steckt. In einem zweiten Handlungsstrang geht es um Daniel Lapton. Er erfährt, dass er eine Tochter hat, und begibt sich auf die Suche nach ihr. Sein Status als „Steinbock-Geborener“ macht es ihm einfach, verschlossene Türen auf dieser Suche zu öffnen.

Polizeichef Williams bleibt nicht das einzige Opfer, und bald wird ein Zusammenhang klar. Jedes Opfer stirbt in dem Element (Feuer, Erde, Wasser oder Luft), das seinem Sternzeichen entspricht.

Am Anfang des Buches wird diese merkwürdige Ordnung der Gesellschaft anhand der Einteilung der Sternzeichen und deren Platz in der Gemeinschaft kurz erläutert. Sam Wilson zeigt mit der Geschichte, dass man Menschen nicht in Schubladen stecken kann.

Dieser Thriller ist eine gut verpackte Kritik an unserer Gesellschaft, was aufmerksame Leser auch bei der Erwähnung von vergangenen Ereignissen im Roman erkennen werden. Burtons und Childs Suche nach dem Täter ist eher zweitrangig – trotzdem spannend gehalten.

In einem weiteren Erzählstrang verfolgt der Leser die Entwicklung von Daniel. Anfangs kann dies verwirrend sein, bis man erkennt, dass beide Handlungsstränge nicht auf der gleichen Zeitebene spielen. Leider fand ich keinen richtigen Bezug zu den Charakteren. Sie blieben mir über das gesamte Buch fern. Die Emotionen der Figuren kamen nicht bei mir an.

Trotz des „Astro-Einschlages“ ist es kein Fantasy-Roman. Der Blick in die Sterne und deren Bedeutung ist ein Gesellschaftsmodell und keine übersinnliche Magie-Welt. Der Buchtitel „Im Zeichen des Todes“ hat bei mir falsche Erwartungen geweckt. Der Originaltitel „Zodiac“ kommt der Geschichte um einiges näher. Mein Tipp: Vergesst den Klappentext, dieser hat bei mir andere Vorstellungen von der Geschichte geweckt, als sie tatsächlich war.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Penhaligon-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de