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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2017

Unterhaltsam und lehrreich

Die Stadt des Affengottes
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Der Autor und National-Geographic-Journalist Douglas Preston bekommt die Gelegenheit, eine Reihe von Archäologen auf ihrer Reise nach Honduras zu begleiten. Sie suchen die "Stadt des Affengottes", die ...

Der Autor und National-Geographic-Journalist Douglas Preston bekommt die Gelegenheit, eine Reihe von Archäologen auf ihrer Reise nach Honduras zu begleiten. Sie suchen die "Stadt des Affengottes", die legandäre Ciudad Blanca. Doch ihre Expedition ist nicht ungefährlich. Eine der schlimmsten Gefahren begleitet sie zurück in die Zivilisation.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick auf vergangene Expeditionen. Douglas Preston deckt hier u. a. einen Betrug auf, der bis heute gedeckt wurde. Leider ist dieser Teil des Buches etwas zu lang geraten und er wirkt auf die Dauer doch etwas einschläfernd. Doch ab dem zweiten Teil ist diese Langeweile vergessen. Der Autor beschreibt seine Expedition sehr lebhaft und anschaulich. Ich konnte mir das Campleben richtig intensiv vorstellen und habe mit Begeisterung gelesen. Man erfährt sehr detailliert von den Schwierigkeiten und Gefahren, die der Dschungel mit sich bringt. Und auch der letzte Teil, der medizinische Teil, ist spannend und toll zu lesen. Douglas Preston hat eine bestimmte Art zu schreiben, so daß einem die Tatsachen richtig unter die Haut gehen.

Sehr gut fand ich, daß er auch die Folgen der Entdeckung der "Stadt des Affengottes" für den Dschungel beschrieben hat. Bei all seinen Beschreibungen der tödlichen Gefahren, denen die Archäologen ausgesetzt waren und den Folgen für den Dschungel durch das große Camp, als die Stadt entdeckt war, kam bei mir die Frage auf, ob Archäologie um jeden Preis sein muß.

Veröffentlicht am 20.09.2017

Der Name ist Programm

SOG
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Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja haben es mit einem neuen Fall zu tun: In einer 10 Jahre alten Zeitkapsel, in der die Zukunftsvorstellungen von Schulkindern eingeschlossen sind und die vergraben ...

Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja haben es mit einem neuen Fall zu tun: In einer 10 Jahre alten Zeitkapsel, in der die Zukunftsvorstellungen von Schulkindern eingeschlossen sind und die vergraben wurde, wird eine Liste mit 6 Initialien gefunden - zukünftige Mordopfer. Was zunächst wie ein Scherz eines pubertierenden Kindes aussieht, wird bald düstere Wahrheit. Auf anonyme Hinweise hin werden zwei abgetrennte Hände gefunden. Dies kann kein Zufall mehr sein.... 

Mit "Sog" hat das Erstlingswerk der Serie, "DNA", einen würdigen Nachfolger gefunden. Die Charaktere von Huldar und Freyja werden hier gekonnt weitergeführt, sie durchleben sowohl privat als auch beruflich eine nicht einfache Zeit. Obwohl dies durch Begebenheiten aus dem ersten Band geschieht, kann man aber auch ohne Vorkenntnisse hier sehr gut mit der Serie beginnen und wird seinen Anschluß finden. Dies ist der Autorin vortrefflich gelungen. Auch sehr lobenswert: Es nimmt nicht überhand mit den privaten Problemen, was ja gerade bei den nordischen Krimis leider allzu häufig der Fall ist. Und auch die Spannung hat bei dieser Fortsetzung nicht gelitten - im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, "Sog" wäre sogar noch einen kleinen Ticken besser als "DNA", auch wenn ich mir das nur scher vorstellen konnte! 

Veröffentlicht am 15.09.2017

Tolle Fortsetzung

Tiefe Schuld
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Cem und Fabian gehen ihrem Hobby nach. Geocachen. Doch diesmal finden sie keinen Schatz, sondern eine Frauenleiche. Die Kommissarin Antonia Stieglitz nimmt die Ermittlungen auf. Aufgrund ihrer privaten ...

Cem und Fabian gehen ihrem Hobby nach. Geocachen. Doch diesmal finden sie keinen Schatz, sondern eine Frauenleiche. Die Kommissarin Antonia Stieglitz nimmt die Ermittlungen auf. Aufgrund ihrer privaten eigenen Erfahrungen hat sie für sich den Täter schnell gefunden: der gewalttätige Ehemann. Es stellt sich jedoch die Frage, ob sie nicht zu voreilig war.... 

Dies ist der zweite Fall für Antonia, doch es macht keinerlei Probleme sich in die Charaktere zu versetzen. Antonia wird so gut beschrieben, daß man ihr und ihrem Problem auch ohne Vorkenntnisse gut folgen kann. Auch vom Schreibstil her ist dieses Buch sehr angenehm zu lesen. Nicht zu schwer, aber auch nicht zu plump. Durch die persönliche Seite von Antonia bekommt dieses Buch noch eine ihm eigene Spannung, die mich wirklich begeistert hat. 

Veröffentlicht am 11.09.2017

Einfach toll

Gib Gas!
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Der Kieler Milliardär Karniak wird auf dem Weg zu seinem Anwalt kurz vor Kiel von einer Motorradgang entführt. Die Lösegeldforderung ist utopisch, jedoch aufbringbar, sie würde allerdings die ganze Firma ...

Der Kieler Milliardär Karniak wird auf dem Weg zu seinem Anwalt kurz vor Kiel von einer Motorradgang entführt. Die Lösegeldforderung ist utopisch, jedoch aufbringbar, sie würde allerdings die ganze Firma in den Ruin treiben. Der Rest der Familie, seine Schwesstern, der Bruder sowie seine Ehefrau, haben einen Vertrag - egal was passiert, Lösegeld wird für niemanden gezahlt. Einzig seine Ehefrau ist bereit, diesen Vertrag zu brechen. Kommissarin Kathrin van Busche hat nun neben ihren privaten Problemen noch eine sehr dubiose Entführung zu lösen....

Dieser Krimi hat mich total begeistert. Von Beginn an spannend, errät man bis zum Schluß nicht, wer nun hinter der Entführung steckt. Die Spannung wird zu einem grandiosen Ende hin noch gesteigert, so daß man hier wirklich nie aufhören möchte zu lesen.  Auch der Schreibstil des Autorenduos ist einfach umwerfend. Man merkt hier gar nicht, daß dies ein Werk von zwei Personen ist. Es fließt alles so perfekt ineinander, daß es keinerlei Ungereimtheiten oder holperige Stellen gibt. Was mir persönlich extrem gut gefallen hat ist der Lokalkolorit. Da ich Kiel und Umgebung sehr gut kenne, war es für mich wie ein kleiner Nachurlaub. Es ist alles haargenau so beschrieben, wie es in Wirklichkeit auch ist. Man erkennt die Örtlichkeiten alle wieder und auch die Gedanken z. B. über die Stena Line sind bei den Autoren und mir dieselben....

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der einen gut gemachten Regionalkrimi lesen möchte. Hier wird man nichts vermissen!

Veröffentlicht am 04.08.2017

Spannend wie gewohnt

Ein Kinderspiel
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Janna und Markus sollen von Walter Bernstein aus in Zukunft gemeinsam arbeiten. Janna soll fest angestellt werden. Und sie bekommen direkt einen neuen Auftrag. Ein jugendlicher Hacker und seine Schwester ...

Janna und Markus sollen von Walter Bernstein aus in Zukunft gemeinsam arbeiten. Janna soll fest angestellt werden. Und sie bekommen direkt einen neuen Auftrag. Ein jugendlicher Hacker und seine Schwester sollen aus Krakau abgeholt werden.

Dieser Thriller ist absolut spannend und packt den Leser. Die Spannung wird von Beginn an erzeugt und hält bis zum Ende, das hier leider viel zu schnell kommt, denn das Buch ist nicht wirklich umfangreich. Aber: hier liegt der Beweis, daß ein gutes, spannendes Buch nicht unbedingt ein dicker Wälzer sein muß. Manchmal ist weniger mehr. Die Autorin beweist auch hier wieder eindrucksvoll, daß sie einen sehr angenehmen, leichten und flüssigen Schreibstil besitzt, der es dem Leser ermöglicht ihrer Geschichte ohne Probleme zu folgen. Und dies sogar ohne Vorkenntnisse, denn die Story läßt sich problemlos verfolgen, auch wenn man Serienneuling ist. Sollte man die Serie jedoch kennen, wird man feststellen, daß die Charaktere sich sehr schön von Buch zu Buch entwickeln und ein eigenes Leben entwickeln. Die Zusammenarbeit zwischen Markus und Janne wird immer intensiver, fast könnte man meinen zwischen den beiden könnte irgendwann einmal eine Beziehung entstehen. Die kleinen humorvollen Einwürfe lockern das Buch perfekt auf.

Diese Serie ist einfach absolut empfehlens- und lesenswert!