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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2017

Ein wenig mehr verschachtelt hätte genügt

Der Menschenmacher
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Erst einmal voran: Es gibt eine viel zu lange Einleitung, die über 300 Seiten hinaus ging. Würde ich den Autoren kennen, würde ich ihm wirklich gern einige Fragen zu seinem Leben stellen. Hatte er eine ...

Erst einmal voran: Es gibt eine viel zu lange Einleitung, die über 300 Seiten hinaus ging. Würde ich den Autoren kennen, würde ich ihm wirklich gern einige Fragen zu seinem Leben stellen. Hatte er eine glückliche Kindheit? Wurde er adoptiert? Ist er selbst als Waise aufgewachsen? Denn wenn er all diese Fragen mit einem Nein beantworten sollte, ist er vermutlich ein sehr einsamer und kranker, kranker, psychisch gestörter Mann, dem man helfen muss. Wenn jemand nun verwirrt ist, ja, um all diese Dinge geht es in dem Werk und um noch viel mehr. Gegen Ende des Buchs wurde mir eines bewusst: Ich liebe mein bisheriges Leben und werde mich nie wieder darüber beschweren. Nun mein Fazit: Am Ende ist der Autor selbst ein wenig über das Ziel hinaus geschossen, in dem er alles miteinander übertrieben verschachtelt hat. Ich will nicht spoilern, aber so viel sei von meiner Seite aus als nichtssagendes Beispiel, das nichts mit dem Inhalt des Buchs zu tun hat: Ein Traum in einem Traum ist gut und akzeptabel. Aber ein Traum in einem Traum, in einem Traum, in einem Traum,... Das wirkt einfach nicht...

Veröffentlicht am 16.09.2017

Passabel

Du findest mich am Ende der Welt
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Nicht sein bestes Werk. Es gibt definitiv bessere meiner Meinung nach. Das hier...ist wirklich kein Muss... Er hat Besseres drauf. Weiß nicht, wieso er das so veröffentlicht hat...bin noch etwas zu enttäuscht, ...

Nicht sein bestes Werk. Es gibt definitiv bessere meiner Meinung nach. Das hier...ist wirklich kein Muss... Er hat Besseres drauf. Weiß nicht, wieso er das so veröffentlicht hat...bin noch etwas zu enttäuscht, um es in klare Worte fassen zu können. Die Briefe waren allerdings top. Vielleicht ein Tick zu sehr in die Länge gezogen...

Veröffentlicht am 16.09.2017

Durchwachsen

In jedem Augenblick unseres Lebens
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In "In jedem Augenblick unseres Lebens" geht es um die Lebensgeschichte des Autoren. Zunächst beginnt der Roman vielversprechend. Malmquist beschreibt die wahre Liebe zu seiner Freundin Karin wirklich ...

In "In jedem Augenblick unseres Lebens" geht es um die Lebensgeschichte des Autoren. Zunächst beginnt der Roman vielversprechend. Malmquist beschreibt die wahre Liebe zu seiner Freundin Karin wirklich so glaubhaft wie ich es kaum in einem zweiten Werk bisher wiedergefunden habe. Bald darauf, nach ihrem Tod wirkt der Roman allerdings etwas zusammengeklebt mit Bruchstücken aus dem Leben mit seiner Freundin vor ihrem Tod und seinen eigenen Kindheitserinnerungen und der Beziehung zu seinen Eltern. Ein strikt chronologischer Ablauf wäre meiner Meinung nach in diesem Werk angebrachter, denn durch den frühen Tod von Karin fand ich die Abschnitte, die als Rückblenden folgten etwas langweilig und langatmig. Aufgrund des fehlenden durchgängigen roten Fadens, denke ich, ist es wirklich nur ein Werk für Männer, denen ein ähnliches Schicksal widerfahren ist.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Kein Muss

Die Nacht schreibt uns neu
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Dieses Buch hat eine gute Idee, allerdings haben mich einige Umsetzungkleinigkeiten gestört.

Als erstes empfehle ich jedem, der das Buch lesen will - auch wenn ich es im Nachhinein wohl eher nicht gelesen ...

Dieses Buch hat eine gute Idee, allerdings haben mich einige Umsetzungkleinigkeiten gestört.

Als erstes empfehle ich jedem, der das Buch lesen will - auch wenn ich es im Nachhinein wohl eher nicht gelesen hätte - unbedingt den Prolog zu überspringen, da dort so ziemlich das Ende verrät, was dem Buch also von Anfang an die Spannung wegnimmt. (Was hat sich Atkins dabei gedacht?!)

Zum Cover:

Die Frau hat einen Schatten, während der Mann keinen hat. Das verwirrt. Ist er tot? Hat er keine Seele? Und obwohl das Buch nur wenige Jahre alt ist, hat der Mann eine viel zu große Hose und ein viel zu großes Hemd, das zudem nicht ordentlich in die Hose gesteckt ist. Außerdem ist ihr Schatten fehlerhaft dargestellt worden, da zwischen ihrem Körper und dem linken Arm viel mehr Platz ist als im Schatten angedeutet.

Zum Inhalt:

Am Anfang scheint sich die Autorin noch zu bemühen. Sie schreibt so rührend, dass man den Tränen sehr nah steht. Aber das wandelt sich ab Seite 100 etwa, da sie einfach nur alles unnötig in die Länge zieht und mit der Länge vergrößert sich dieser Effekt auf mich sogar noch weiter. Die Rührung kann allerdings auch gleichzeitig damit in Verbindung gebracht werden, dass ich während dem Lesen noch zusätzlich bittersüße Musik von Hans Zimmer, Yann Tiersen und Ähnliche gehört habe.

Spätestens nach der Hälfte des Werks war für mich die Luft draußen. Vieles schien für mich nach einem abgekupferten, billigen Klischee und die Protagonistin suchte die Schuld immer nur bei den anderen und zweifelte nie an sich selbst und erörterte, recherchierte, legte ihre eigenen Fehler dar. Sie wurde mir immer unsympathischer.

Spannend hätte ich beispielsweise gefunden, wenn die zweite Hälfte des Werks aus dem Werk des Protagonisten Jacks bestanden hätte, der als Autor tätig ist und gerade sein neuestes Werk geschrieben hatte - von dessen Inhalt man allerdings so viel erfährt: "Krimi, Toter im See in Umgebung". Oder man hätte die Sichtweise ändern können und nun alles aus der Sicht Jacks erzählen können - statt weiterhin der Ich-Erzählerin Emma. Eine etwas kleinere Wendung, aber womöglich hätte das dem Werk den immer größer werdenden "Langeweile-Effekt" genommen.

Mehr Witz zwischen den beiden Protagonisten wäre unterhaltsamer gewesen als der plötzliche Umschwung in das Drama-Genre, in das das Werk ab Seite 300 etwa gefallen ist.

Fazit:

Nette Idee, aber sehr holprig bei der Umsetzung. Ein paar Abschnitte würde ich definitiv wegstreichen und sie mit meinen eigenen Ideen umsetzen, aber das zeugt meiner Meinung nach nicht von einem perfekten Roman, aber letzten Endes ist alles nur eine Frage der Geschmackssache.

Zu guter Letzt frage ich mich, was wohl mit Richard passiert ist - der im Epilog gar nicht mehr zu Wort kam - was ich als sehr ungenügend empfand.

Veröffentlicht am 16.09.2017

Zu viel Glücksroman

Meer Liebe auf Sylt
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Das Cover hat vielleicht einen Fehler, denn der Hut, den sie trägt, hat eine sehr helle Stelle links oben - es scheint eher weiß als strohbeige. Formell ist der Roman einfach zu lesen. Es besticht durch ...

Das Cover hat vielleicht einen Fehler, denn der Hut, den sie trägt, hat eine sehr helle Stelle links oben - es scheint eher weiß als strohbeige. Formell ist der Roman einfach zu lesen. Es besticht durch einen sehr flüssigen Schreibstil. Alle Charaktere haben ein Motto nach dem sie leben und bleiben diesen auch durch das Buch sehr treu, wobei sie natürlich am Ende allerdings nicht mehr so starre Verfechterinnen sind wie am Anfang, dennoch gibt dies dem Leser die Chance die Charaktere sehr gut zu verstehen und sie wirken glaubhaft, wenn auch etwas stereotypisch. Ich persönlich habe mir von der Geschichte mehr über die Krise zwischen Alexandra und Marcus, ihrem Noch-Gatten erwartet. Allerdings geht es nur um die zwei Omas, der Tochter von A und M, Emma und der Schwester As, Jana und deren Beziehungsdramen. Da nun allerdings die Geschichten von den Protagonisten und die Alter von ihnen sich von meinem Leben so sehr differieren, würde ich das Buch wohl nicht meinen Freunden, sondern eher älteren (ab 40) schenken. Denn insgesamt ist es schon ein gelungenes Werk, allerdings entspricht es einfach nicht ganz meinem Interesse. Negativ aufgefallen ist mir, dass es zu viele unrealistische Zufälle existieren und ein Happy End für alles gibt, wobei die Moral meiner Meinung nach sehr auf der Strecke geblieben ist. Insgesamt einfach zu unrealistisch für meinen Geschmack. Wer allerdings in einer rosarot umhüllten Zuckerwattewolke durch das Leben schwebt - dem sei das Buch sicherlich bestens zu empfehlen.