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Veröffentlicht am 15.09.2016

Rührte mich zu Tränen

Das Licht zwischen den Meeren
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Ich habe die gebundene Ausgabe vom Limes Verlag gelesen und dort stand auf dem Umschlag ein Zitat von der New York Times: "Machen Sie sich auf Tränen gefasst." Das kann ich nur so unterschreiben. Auf den ...

Ich habe die gebundene Ausgabe vom Limes Verlag gelesen und dort stand auf dem Umschlag ein Zitat von der New York Times: "Machen Sie sich auf Tränen gefasst." Das kann ich nur so unterschreiben. Auf den letzten Seiten liefen bei mir die Tränen. Und das schafft nur eine Geschichte, die mir ans Herz geht.

Es geht um Entscheidungen und wie man mit den Folgen umgeht. Es geht um die Frage, was das Richtige und was das Falsche ist. Es handelt von der bedingungslosen Lieben zwischen Mutter und Tocher. Von der Liebe eines gebrochenen Mannes zu der Frau, die ihm Hoffnung auf Glück schenkte.

Die Charaktere waren alle so gut ausgearbeitet und schlichen sich in mein Herz. Da war Tom, der nach seinen Erlebnissen im ersten Weltkrieg die Abgeschiedenheit auf Janus Rock sucht, und der nicht ganz glauben kann, dass er die Liebe und das Glück mit seiner Frau verdient. Isabel, die Tom liebt und nach drei Fehlgeburten sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind. Hannah, die ihren Mann und ihr Baby verliert und die den Schmerz kaum ertragen kann. Lucy, die in ihrem Alter gar nicht verstehen kann, warum die Erwachsenen handeln wie sie handeln. Dann noch die ganzen Nebenfiguren Sergeant Knuckey, Ralph, Billy, Violet,...... Ich kann gar nicht alle aufzählen.
Tom war mein Liebling. Er will auf der einen Seite die Regeln und Gesetze einhalten, auf der anderen Seite liebt er seine Frau über alles und will verhindern, dass sie an der letzten Fehlgeburt zerbricht. Die Entscheidung, die er letztendlich triftt als das Boot mit dem Baby auf Janus strandet, nagt an seinem Gewissen. Der Mann tat mir so leid. Isabel und Hannah, beides Mütter, die alles für ihr Kind tun würden. Ich war irgendwann an einem Punkt, an dem ich mich nicht mehr für eine Seite entscheiden konnte. Ich habe einfach mit beiden mitgelitten und mich dann nur noch gefragt, was für Lucy das beste wäre. Obwohl diese Frage auch nicht leicht zu beantworten ist. Isabel ging mir allerdings zwischendurch immer mal wieder auf die Nerven. Auf der einen Seite konnte ich ihre Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen, auf der anderen Seite dachte ich mir: "Sei nicht so egoistisch. Überlege mal, was dein Mann da für dich tut." Obwohl ich Tom auch gerne mal geschüttelt hätte.

Zum Schluss flossen bei mir die Tränen. Ich wusste am Ende selbst nicht mehr, was jetzt die richtige Entscheidung wäre. Ständig sprangen meine Sympathien von einem zum anderen. Die Vernunft sagt das, das Herz sagt was anderes. Im Laufe der Geschichte waren sich beide auch mal einig. Das Ende der Geschichte fühlte sich aber richtig an und demnach konnte ich das Buch zufrieden zu klappen, auch wenn ich über so einige Fragen noch nachdenken muss.

Der Schreibstil ist sehr schön. Die Gefühle der Personen wurden durch ihn sehr gut übertragen und die Beschreibungen der Landschaften sind nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich konnte mir die Landschaften und die Atmosphäre sehr gut vorstellen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ich bin nirgendwo über Satzkonstruktionen gestolpert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unglaublicher guter Start der Reihe

Schwarzes Prisma
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Zu diesem Buch bin ich gelangt, weil ich zuvor die Nachtengel-Trilogie (auch Schatten-Trilogie genannt) von Brent Weeks gelesen hatte und davon total begeistert war. Brent Weeks hat es durch seinen Schreibstil ...

Zu diesem Buch bin ich gelangt, weil ich zuvor die Nachtengel-Trilogie (auch Schatten-Trilogie genannt) von Brent Weeks gelesen hatte und davon total begeistert war. Brent Weeks hat es durch seinen Schreibstil und der Art wie er seine Geschichten aufbaut, geschafft unter meine Lieblingsautoren zu wandern.
Die Hauptpersonen in Schwarzes Prisma sind Gavin Guile und sein Bastardsohn Kip. Aber auch weitere Personen wie zum Beispiel Liv und Karris gehören zu den auserwählten Personen, durch die der Autor die Geschehnisse schildert. Dadurch ist der Leser an so gut wie allen wichtigen Handlungsorten dabei, und weiß dadurch mehr als die Hauptpersonen.

Das Land, in dem die Geschichte spielt, besteht aus sieben Satrapien (Ländern) und der Chromeria. Die Satrapien werden von einem Satrapen verwaltet und beherrscht (etwa wie ein König, nur mit geringerer Macht). Über allem steht die Chromeria mit dem Lord Prisma. Das Prisma ist die mächtigste magische Person und religiöses sowie weltliches Oberhaupt.
Das Magiesystem beruht auf Licht. Magische Menschen, sogenannte Wandler oder Chromaten, können aus farbigen Licht Luxin wandeln. Ein Stoff, der zu den unterschiedlichsten Dingen eingesetzt werden kann. Dabei hat jede Farbe eine besondere Eigenschaft. Wandler können jedoch nur auf bestimmte Farben des Spektrums zugreifen von ultraviolett bis infrarot. Je nachdem wie viele Farben ein Wandler beherrscht ist er ein Mono-, Bi- oder Polychromat. Zum Wandeln wird farbiges Licht oder ein farbiger Gegenstand gebraucht, sodass Wandler bei Abwesenheit ihrer Farbe oder im Dunkeln machtlos sind. Einzig allein das Prisma, welches ein Vollspektrumpolysuperchromat ist, kann weißes Licht zum Wandeln benutzen. Des Weiteren hat er die einzigartige Fähigkeit die Magieströme im ganzen Land zu spüren, um die Farben im Gleichgewicht zu halten. Was ihn auch so wahnsinnig wichtig und unersetzbar macht. Allerdings hat ein Prisma, sobald er jede Farbe beherrscht nur noch sieben, vierzehn oder einundzwanzig Jahre zu leben. Zumindest hat es keiner länger geschafft und auch weiß niemand wieso das so ist.
In das Magiesystem wird der Leser nach und nach eingeführt. Zum größten Teil über Kip, der als neuer Schüler in die Chromeria kommt und wie der Leser so gut wie nichts weiß. Auch werden magierelevante Dinge öfter während der Handlung wiederholt, weil ein so komplexes System nicht auf einmal im Kopf bleibt.

Gavin ist das Lord Prisma und sehr schwer einzuschätzen. Seine Vergangenheit und sein gegenwärtiges Leben sind voller Spannungen, Krieg und bringen ihn ständig an seine Grenzen. Er ist ein sehr vielschichtiger Typ und ich mag ihn, aber ich denke, dass er noch viel für mich bereit hält und ich als Leser nicht alle seine Entscheidungen mittragen werde. Schon jetzt kann ich ein paar Dinge zwar nachvollziehen, aber nicht für gutheißen. Aber ich denke, das ist es, was ich an Gavin liebe. Das er eben nicht, der strahlende Held ist, für den ihn alle halten, sondern das er wirklich sehr dunkle Geheimnisse hat.
Kip hat eindeutig die Gene der Guiles. Ein sehr helles Köpfchen, allerdings mit der Gabe zum falschen Zeitpunkt das Falsche zu sagen und sich damit in Schwierigkeiten zu bringen. Er wurde früher sehr gemobbt, weil er übergewichtig ist. Das hat sein Selbstvertrauen natürlich etwas geschadet, aber wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann verfolgt er es mit allen Mitteln. Und er möchte, dass sein Vater und Liv auf ihn stolz sind. Da der erste Band nicht viel in der Chromeria spielt, bin ich wirklich gespannt wie Kip sich dort behauptet und weiterentwickelt. Als Bastardsohn des Lord Prismas wird von ihm zum einen viel erwartet werden, zum anderen wird es ihn sicherlich zum Gegenstand der Intrigen machen. Das ganze politsche System beruht nämlich auf Intrigen, Erpressungen und dem Wunsch sich selbst höher zu stellen, egal was es kostet.
Und dann gibt es auch noch Karris und Liv, die meiner Meinung nach, noch bedeutende Rollen spielen werden. Und ich hoffe, dass man als Leser bei ihnen bleiben wird.

Zur Handlung mag ich gar nicht so viel schreiben, weil ich dann wahrscheinlich zu viel verraten würden. Und spoilern will ich ja auf gar keinen Fall. Die Haupthandlung ist der drohende Krieg mit einem der Satrapen und dem Herausfinden, wer da alles seine Finger im Spiel hat und wie man einen Krieg vermeiden könnte. Allerdings wird sehr schnell klar, dass das gar nicht so einfach ist. Die Handlung ist unglaublich vielschichtig. Ist ein Problem gelöst, tauchen fünf neue auf. Als Leser weiß man natürlich mehr und ich hätte Gavin und Kip sowie Liv und ihren Vater sehr gerne geschüttelt und angeschrien, dass sie miteinander reden sollen und vor allem richtig zuhören. Das hätte einige Dinge verhindert und andere einfacher gemacht. Was zum Ende hin bezüglich des Krieges und der Leute, die da ihre Finger im Spiel haben, herauskommt, lässt so viele Fragen entstehen, dass ich gar nicht anders kann als weiterzulesen.

Ich empfehle, dass Buch jedem, der Lust auf eine gute Fantasystory mit einem komplexen Magiesystem hat. Der nicht zimperlich ist, wenn es um harte Entscheidungen geht und der in eine Welt voller Intrigen eintauchen will, wo kaum etwas so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Super Start der Reihe

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und es hat mich sofort in seinen Bann gezogen.
Mare ist eine Rote, was bedeutet, dass sie in der Gesellschaft zu unterdrückten Mehrheit gehört. Macht und ...

Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und es hat mich sofort in seinen Bann gezogen.
Mare ist eine Rote, was bedeutet, dass sie in der Gesellschaft zu unterdrückten Mehrheit gehört. Macht und Wohlstand ist den Silbernen vorbehalten. Menschen, deren Blut silbern ist und die besondere Fähigkeiten besitzen. Da gibt es Heiler, Gedankenleser, Leute, die die Elemente kontrollieren können usw. Durch die Hilfe eines neuen Bekannten erhält Mare die Möglichkeit im Schloss zu arbeiten. Als sie dort in Gefahr gerät, erwachen in ihr vor der versammelten Silberelite besondere Kräfte und das Königspaar sieht sich gezwungen, Mare als verschollene Silberne auszugeben, wenn nicht überall bekannt werden soll, dass auch Rote über Kräfte verfügen können. Mare beugt sich dem Willen zum Schutz ihrer Familie und begleitet die Königsfamilie in ihr Schloss. Hier wird sie mit dem zweiten Sohn des Königs verlobt und muss sich sehr schnell an die Regeln des Palastes gewöhnen. Denn ein einziger Fehler kann die Wahrheit offenbaren und das wäre ihr Tod. Trotzdem versucht Mare die Rote Rebellion zu unterstützen, die das bisherige Gesellschaftssystem zerstören wollen. Und dann gibt es ja noch die beiden Prinzen - Cal, der Thronfolger und Maven, Mares Verlobter. Von beiden fühlt sich sich angezogen, doch wem kann sie wirklich trauen? Schließlich kann jeder jeden verraten, wie man Mare immer wieder warnt.

Mare war mir schnell symphatisch. Sie ist eine starke Person, die versucht das Richtige zu tun, auch wenn es ihren Kopf kosten könnte. Manchmal handelt sie sehr impulsiv. Besonders in der Nähe der Königin, die Mare übrehaupt nicht leiden kann. Mare weiß ganz genau, dass sie am Hofe vorsichtig sein muss, allerdings ist sie mal misstrauisch und dann wieder ganz naiv den Menschen gegenüber, was ich etwas wankelmütig fand.
Die Prinzen können gegensätzlicher nicht sein. Cal, der Thronfolger, sieht zwar die Ungerechtigkeit, aber ist der Meinung, dass man nicht von heute auf morgen das System ändern kann. Der Status Quo muss nach ihm solange beibehalten werden, bis man einen friedliche Lösung findet. Denn ein Bürgerkrieg würde besonders auf der Seite der Roten zu starke Verluste bringen. Und dann herrscht auch noch Krieg mit dem Nachbarland, sodass ein Innerer Krieg zum Einmarsch der feindlichen Truppen führen würde. Maven hingegen sieht die Gefahr des bisherigen Gesellschaftsverhältnissen und ist offen für eine schnelle und rasche Veränderung. Bis zum Ende des Buches konnte ich mich nicht entscheiden, welchen der beiden Prinzen ich lieber mochte. Ich konnte Mare gut verstehen, dass ihr beide gefallen. Was dann am Ende des Buches geschieht, war eine absolute Überraschung und ich musste den Abschnitt zweimal lesen. Im Nachhinein hat diese Wendung der Geschichte vorherige Handlungsweisen von bestimmten Personen erklärt und sie nachvollziehbar gemacht.

Das Cover ist total schön und passt auch sehr gut zur Story, da Mare rotes Blut und silberne Fähigkeiten besitzt. Das Cover spiegelt dies durch seine Farbgebung sehr gut wieder.
Der Schreibstil ist "lockerflockig". Es lässt sich leicht und flüssig lesen.

Auch wenn die Grundstory nichts Neues ist (bei dsytopischen Romanen ähneln sie sich meiner Meinung nach sehr stark), schafft es die Autorin durch die Charaktere, die Mischung aus Dystopie und Fantasie und vor allem durch die Wendung am Ende, dass sich die Geschichte von der dystopischen Grundstory abhebt und mich in ihren Bann ziehen konnte.
Ich freue mich schon total auf die Erscheinung des 2.ten Bandes.

Veröffentlicht am 07.02.2026

Herrlich ... ich will auch in diesen Buchclub

Books & Coffee - An Wunder muss man glauben
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Das Café Zuckerzeit ist ein Traum für kuchenessende, kaffeetrinkende Bücherliebhaber und ich habe mich sehr gefreut, wieder dorthin reisen zu dürfen. Diesmal mit Emilia, die wir im ersten Band „Das Beste ...

Das Café Zuckerzeit ist ein Traum für kuchenessende, kaffeetrinkende Bücherliebhaber und ich habe mich sehr gefreut, wieder dorthin reisen zu dürfen. Diesmal mit Emilia, die wir im ersten Band „Das Beste liegt immer vor uns“ schon kurz kennenlernen durften.

Emilia lernen wir in dem Moment kennen, in dem sie von ihrem Freund Gregor vor die Tür gesetzt wird. Ehrlich gesagt hatte ich direkt das Gefühl, dass es für sich auch besser ist, diesenTypen los zu sein. Da im Klappentext auch noch der Exfreund Markus erwähnt wird, stellte ich mich auf Herzschmerz ein. Den bekommen wir auch, aber zum Glück auf keine kitschige oder nervige Art. Stattdessen lässt sich Emilias Gefühlsleben sehr gut nachfühlen. Erst der Rückschlag in ihrer Schauspielkarriere, dann die Trennung, der Rauswurf aus der WG und Eltern, die meinen, den richtigen Weg zu kennen. Kein Wunder also, dass Emilia sich erst einmal sortieren muss.

Ich fand es schön ihre Entwicklung zu sehen. Sie trifft nicht plötzlich nur noch „richtige“ Entscheidungen, sondern lernt Schritt für Schritt aus ihren Erfahrungen. Nicht nur bezogen auf ihre beruflichen Perspektiven, sondern auch im Liebesleben.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm ruhig und ohne unnötiges Drama. Man merkt, dass hier „Erwachsene“ im Mittelpunkt stehen. Florian ist jemand, der zuhört, unterstützt und Emilia Raum lässt. Jemand, der auch verletzlich ist und dies auch zeigen kann. Auch wenn Emilia ein wenig braucht, um das zu erkennen. Aber wozu hat man Freundinnen?

Sobald Emilia das Café Zuckerzeit entdeckte und Lucy sowie Clara auftauchen, fühlte ich mich direkt wieder wohl. Das Café ist ja bei Lucys Geschichte im ersten Band so wunderbar beschrieben worden, dass ich selbst auch gerne dort sitzen würde. Lesend, mit Kaffee und Kuchen. Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, sind die Geschichten unabhängig voneinander lesbar. Ich empfehle dennoch, die richtige Reihenfolge einzuhalten.

Mit Lucy und Clara findet Emilia Freundinnen, die echtes Interesse an ihr haben und ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besonders gefallen haben mir die Szenen rund um den Buchclub. Die Gespräche über Bücher und die unterschiedlichen Sichtweisen der Mitglieder machen diese Treffen richtig lebendig. Gerne würde ich Claras Zeichnungen sehen, die sie während der Treffen anfertigt.

Books & Coffee – An Wunder muss man glauben ist für mich, wie vom Verlag auch angepriesen, ein echter Wohlfühlroman. Kein Spice, kein unnötiges Drama, sondern eine nachfühlbare Liebesgeschichte, glaubhafte Fehler und schöne Gespräche über Bücher bei Kaffee und Kuchen.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Erschreckend gut

Evermind. Sie kennt dich
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„Evermind – Sie kennt dich“ ist ein Jugendbuch und für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Obwohl ich 20 Jahre älter bin, hat es auch mir sehr gut gefallen. Wäre es ein Buch für Erwachsene hätte ich mir ...

„Evermind – Sie kennt dich“ ist ein Jugendbuch und für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Obwohl ich 20 Jahre älter bin, hat es auch mir sehr gut gefallen. Wäre es ein Buch für Erwachsene hätte ich mir einige Dinge anders/ausführlicher gewünscht, aber für die Zielgruppe wird die Gefahr von einer KI, der man zu viel Macht gab, deutlich genug beschrieben. Mit Livia, die eine Level 2 ist, lernen wir die unterirdische Stadt und die Gesellschaft der Zukunft kennen. Alles wird von MAM bestimmt. Der Beruf, die Essenszusammensetzung, das Trainingsprogramm, wer welchen Bereich der Stadt betreten darf, usw. Livia und alle anderen stehen unter Dauerbeobachtung und alle finden es gut. Schon allein nach diesen Infos, schauerte es mich. Aber es wird noch schlimmer! Schnell werden dem Leser Ungereimtheiten deutlich. Dinge, die besorgniserregend sind. Und auch Livia wird wachgerüttelt und fängt an, MAM zu hinterfragen. Die Art und Weise, wie ihr Stück für Stück die Augen geöffnet werden, fand ich gelungen. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig und ich denke, dass sich jüngere Leser gut mit ihr identifizieren können.

Oder vielleicht auch mit Cassian? Eher Typ Rebell im Untergrund, der weiß, wie man Dinge vor MAM verstecken kann. Ich glaube, mein 14jähriges Ich hätte damals Gefallen an ihm gefunden. Die romantischen Gefühle, die Livia für ihn entwickelt, fand ich sehr schön dargestellt. Vor allem, da der Liebesanteil nicht die Hauptstory in den Hintergrund drängt.

Ich muss allerdings gestehen, dass mir eine Sache am Ende ein bisschen merkwürdig vorkam. Gerne hätte ich hier gewusst, wieso MAM so handelt.

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