Profilbild von dakotamoon

dakotamoon

Lesejury Star
offline

dakotamoon ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit dakotamoon über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2017

heißer Fall mit neuer Besetzung

Brandmal
0

JOHN SINCLAIR – Brandmal geschrieben von dem Autorenduo Mark Benecke und Florian Hilleberg erschien im Oktober 2017 im Bastei-Lübbe-Verlag. Als alter John Sinclair Fan zog mich schon das Titelbild in seinen ...

JOHN SINCLAIR – Brandmal geschrieben von dem Autorenduo Mark Benecke und Florian Hilleberg erschien im Oktober 2017 im Bastei-Lübbe-Verlag. Als alter John Sinclair Fan zog mich schon das Titelbild in seinen Bann. Eine brennene Hand, passender könnte es nicht sein, denn um Brennen, genauer gesagt verbrennen, geht es, auch wenn man das zu Beginn nicht vermuten würde.
Das Buch beginnt mit einer Folterszene und man ist sofort gefangen, nur um mit dem ersten Kapitel erst einmal verwirrt zu werden. In England geht eine junge Frau aus heiterem Himmel in Flammen auf. Auch Wasser hilft nicht. Mir war sofort klar, irgendwie gehören diese beiden Szenen zusammen, doch natürlich war noch viel zu früh, eine Verknüpfung herstellen zu können.
Auch in Deutschland ist eine junge Frau ohne erklärlichen Grund in Flammen aufgegangen und dieser Fall weckt das Interesse des Forensikers Mark Benecke, seiner Frau Ines und seiner Kollegin Tina. Die Diskussion der drei über diesen Fall ist super und vermittelt das Gefühl, man stünde live im Labor und würde als außenstehender Dritter zuhören.
In London kümmern sich Suko und John Sinclair um den Fall und es steht schnell außer Frage, dass es sich um spontane Selbstentzündung handelt. Gemeinsam ist den Fällen in England und Deutschland, dass die Opfer vorher in Cachtice an einem See Ferien gemacht haben. Der Ort liegt in der Slowakei.
Während John Sinclair sich mit Jane Collins auf den Weg dorthin macht, geht Suko einer Spur nach, die in das Tatoostudio eines gewissen Timothy Church führt. Dort hatte sich die junge Frau kurz vor ihrem Tod ein Tatoo stechen lassen. Im weiteren Verlauf erfährt man zwar, dass Mr. Church nichts mit den spontanen Selbstentzündungen zu tun hat, aber trotzdem ein schlimmer Finger ist und Suko bekommt alle Hände voll zu tun, um sich und die Freundin der Toten zu retten. Natürlich kommt auch die Dämonenpeitsche zum Einsatz.
Zur gleichen Zeit machen sich auch Mark Benecke und seine Kollegin Tina auf den Weg in die Slowakei, denn natürlich ist der Forensiker sehr an der Aufklärung der merkwürdigen Fälle interessiert. Von seiner Skepsis dem Übernatürlichen gegenüber merkt man nicht viel und es macht Spaß mitzuerleben, wie Mark, Tina, John und Jane den Fall lösen.

Sie treffen in einen kleinen Ort am See aufeinander und beschließen zusammen zu arbeiten
Inzwischen hat man durch Einschübe erfahren, dass es tatsächlich an dem See unheimlich zugeht und ein paar der Einwohner kennen gelernt, auch wenn dies bei einigen nur ein kurzes Vergnügen war. Der Verdacht, dieses spontane in Flammen aufgehen, könnte damit zusammenhängen, dass ein Vampir sein Unwesen treibt, kommt schnell, doch da auch Tiere verbrennen, wäre das zumindest sehr ungewöhnlich. Na gut, bei John Sinclair ist ungewöhnliches eigenlich an der Tagesordnung.
Die Ermittlungen der 4 Protagonisten führen zur Blutgräfin Elisabeth Bathory. Natürlich erfährt man jetzt auch, dass ihr Schloss in der Nähe liegt und als 4 junge Leute eine Nachtwanderung zum Schloss machen wollen, bietet sich Mark an, sie zu begleiten. Zu diesem Zeitpunkt kann er ja nicht ahnen, was noch auf ihn wartet.
Die Zwischentexte machen das Lesen an manchen Stellen ein wenig schwierig und anstrengend, doch es lohnt sich am Ball zu bleiben.
Die Dorfbewohner sind teilweise vermummt und meiden die Sonne. Zudem fällt sowohl Mark als auch John auf, dass sie merkwürdige Pusteln am Hals haben, aber keine Vampirbisse.
Dem Leser kommt ein Verdacht, doch bis dieser tatsächlich bestätigt wird, vergeht sehr sehr viel Zeit und natürlich ist Mark der erste, der den Verdacht gehabt hat. John Sinclair durfte zu dieser Untersuchung seine Waffe nicht mitnehmen und so hat er „nur“ sein Kreuz. Das reicht aber völlig aus. In altbewährter Weise bekämpft er das Böse – sei es Mensch oder Tier – und allein das tröstet über manchen Textlängen hinweg. Er „normalisiert“ mit dem Kreuz ein paar besessene Dorfbewohner, was nur möglich ist, weil sie noch keine Vampire sind.
Die Ursache allen Übels ist ebenso überraschend wie genial. Das Böse wird von Mücken übertragen, die vom Fleisch des Leichnams des Dieners Fitzko zu sich genommen hatten. Fitzko war der Diener von Elisabeth Bathory, deren Geist auch zum Einsatz kommt. Sie übernimmt Tina und lässt diese Jane foltern. Doch auch Jane ist nicht ohne. Ich gestehe, dass ich erleichtert war, als sich Jane retten konnte.
John und Mark versuchten zur selben Zeit im See den Bleisarg mit der Leiche von Elisabeth Bathory zu finden, nicht ahnend, dass diese nicht mehr im See war. Sie werden von Vampiren angegriffen und müssen fliehen. Als sie auftauchen, werden sie von Jugendlichen beschossen, die unter dem Einfluss des Bösen stehen. Auf der Flucht verliert John sein Kreuz.
Am Schluss hat das Lesen wieder Spaß gemacht und ich habe es durchgesuchtet, auch wenn mir Suko gefehlt hat.
Es mag frevelhaft sein, aber ich habe immer darauf gehofft, dass Suko am Ende noch auftaucht und mit seiner Peitsche alle raushaut, zumal John ja sein Kreuz beim Tauchen im See verloren hatte. Es wäre schön gewesen, doch auch so hat es gepasst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Thema
Veröffentlicht am 18.09.2017

Spannung und Geheimnisse im Namen der Kirche

Purpurschatten
0

Das Buch "Purpurschatten" von Phillip Vandenberg erschien 2014 im Bastei-Lübbe Verlag. Es fiel mir auf der Suche nach einem guten Buch für die Reise in die Hände und schon die Umschlaggestaltung zog mich ...

Das Buch "Purpurschatten" von Phillip Vandenberg erschien 2014 im Bastei-Lübbe Verlag. Es fiel mir auf der Suche nach einem guten Buch für die Reise in die Hände und schon die Umschlaggestaltung zog mich magisch an. Die Inhaltsangabe versprach spannende Unterhaltung mit Liebe, Mord, Verschwörung, Betrug, Fälschung und geheimen Verbindungen. Die Kirche sollte auch eine Rolle spielen und ich wurde nicht enttäuscht.
Hauptfigur ist der Journalist Brodka, der durch den mysteriösen Tod seiner Mutter ein stattliches Erbe erhält. Er hatte kaum Kontakt zu ihr und erfährt erst jetzt, dass sie nie unter Geldnot litt und dass sie Haus und Grundstück von der Kirche für 1 Euro erwarb. Er forscht nach und gerät dabei nicht nur unter Mordverdacht, landet in der Anstalt und bringt seine Geliebte Julia in Gefahr, er gerat auch selber öfter in selbige. Menschen, die ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen, geraten in Lebensgefahr oder sterben sogar. Seiner Geliebten, die ihn unterstützt, werden gefälschte Gemälde untergeschoben, um den Ruf ihrer Galerie zu schaden. Einige seiner Informanten sterben.
Der Schreibstil ist wunderbar fesselnd und man legt das Buch kaum aus der Hand. Wenn man es dennoch tut, hat man keine Schwierigkeiten, sich daran zu erinnern, wo man unterbrochen hat. Das finde ich in diesem Fall positiv, denn es liegt daran, dass man mit den handelnden Personen mit fiebert, dass sie einem ans Herz wachsen.. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 16.08.2017

Ein Spectrum an Gefühlen

Spectrum
2

Das Buch „Spectrum“ von Ethan Cross ist ein Thriller, der im Juli 2017 im Bastei-Lübbe Verlag erschienen ist. Wenn man den Einband betrachtet, wird man von seiner Schlichtheit angezogen. Das schlichte ...

Das Buch „Spectrum“ von Ethan Cross ist ein Thriller, der im Juli 2017 im Bastei-Lübbe Verlag erschienen ist. Wenn man den Einband betrachtet, wird man von seiner Schlichtheit angezogen. Das schlichte Schwarz des Einbandes und die blaue Farbgebung der Seiten heben die Regenbogenfarben des Titels hervor. Die kurze Inhaltsangabe verspricht einen spannenden Lesegenuss und dieses Versprechen wird gehalten.
Schon von der ersten Seite an wird man in das Geschehen hineingezogen. Es geht unter anderem um die Geiselnahme in einer Filiale eines Schließfachunternehmens. Doch den Tätern scheint es um mehr als nur den Inhalt der Schließfächer zu gehen. Es gibt im Gebäude noch ein Geheimlabor, dessen Zugang das FBI mit Hilfe eines speziellen Ermittlers findet. August Burke ist seltsam, manchmal wunderlich, auf jeden Fall aber genial. Ob dieses Labor das eigentliche Ziel der Geiselnehmer ist oder ob noch mehr dahinter steckt, wird vom Autor in fesselnden Worten erzählt.
Das erste Kapitel beginnt mit einer Tragödie, einem Massaker in Südafrika. Mit Isabel Price lernt man eine Mutter kennen, die gerade ihr Kind durch das Massaker verlor. Gefühlsmäßig noch bei dem Drama lernt man den „Killer“ kennen und zwar nicht nur die Person sondern auch seine Arbeitsweise an einem Beispiel. Beeindruckend seine Präzision und sein Gefühlskälte, aber besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, wie er mit seiner Arbeit umgeht. Er hat sich zwei Persönlichkeiten geschaffen – den eiskalten Killer Krüger, der für Geld alles tut und Idris den liebevollen Familienvater für seine Tochter. Doch er ist nicht mehr so gefühlskalt, denn er hat sein eigenes Gebot überschritten, niemals Kinder zu töten. Das lässt ihn nicht los, behindert ihn allerdings auch nur geringfügig bei seiner Arbeit. Sein Auftrag hat ihn jetzt nach Amerika geführt.
Es folgt die Vorstellung der Polizisten beginnend mit Dominic Juliano, kurz Nic genannt. Er kümmert sich um die gehörlose Tochter seines Bruders und ist der Sohn eines Mafiabosses, was sein Fortkommen bei der Polizei behindert. Wer traut schon dem Sohn eines Mafiabosses?
Inzwischen war Krüger, der Killer, ein 2 m großer Südafrikaner, ungewöhnlich groß und beeindruckend also, natürlich nicht untätig und ist in die Fililale des Schließfachunternehmens eingedrungen, jetzt allerdings mit zwei Komplizen, einem ehemaligen Soldaten und einem Wissenschaftler.
Während der Leser darauf wartet, endlich Dr. August Burke kennen zu lernen, wird Officer Juliano zu einer Geiselnahme gerufen. Ein wirklich gelungener Schachzug von Ethan Cross, so die Arbeitsweise und die menschlichen Qualitäten von Nic Juliano zu zeigen. Er rettet einem unerfahrenen Kollegen das Leben und wird dabei verletzt.
Als zweiter und ebenso wichtiger Polizist wird Special Agent Samuel Carter eingeführt und er ist sofort sympathisch, eine Vaterfigur, was auch wohl vom Alter her hinkommen kann. Er kümmert sich um die Geiselnahme in der Schließfachfiliale zusammen mit einem SWAT-Team und er ist es auch, der August Burke dazu holt. Ich gebe zu, ich war mehr als überrascht, denn meine Vorstellung von August Burke war doch eine ganz andere und ich denke, das wird jedem so gehen. Auf jeden Fall war mein erster Gedanke „Oh mein Gott, was für ein A….“ Dass dieser erste Eindruck wirklich täuscht, wird sehr schnell klar. August ist noch sehr jung und möchte eigentlich einfach nur Automechaniker sein, doch sein Aspergersyndrom macht ihn genial, aber auch unberechenbar. Er ist intelligent, kann aber nicht so mit Menschen umgehen und ist manchmal sehr direkt. Sein erster Beitrag ist, dass er erkennt, dass einer der Geiselnehmer eine Frau ist. Das ist unheimlich geschickt eingeflochten und hat mich zunächst auf eine falsche Spur geführt. Ab dieser Stelle konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Natürlich geht es nicht ohne Reibereien ab, doch es wird sich immer wieder zusammengerauft. Unter den Geiseln sind auch zwei Frauen, die hervorgehoben werden. Ihre Stärke trotz der Situation in der sie stecken, ist wunderbar. Selten habe ich so mitgezittert und ja, ich habe am Ende tatsächlich geheult. Es ist fantastisch herausgearbeitet, wie die Frauen kämpfen, wie stark sie sind.
Als klar ist, dass es tatsächlich um die heimliche Entwicklung von biologischen Kampfstoffen geht, die in einem Geheimlabor unter der Filiale hergestellt werden und mehr noch, an den Geiseln verpackt in Hamburger zum Einsatz kommen, läuft es einem eiskalt den Rücken runter. Die Skrupellosigkeit des Killers „Krüger“ kennt keine Grenzen, aber es soll sein letzter Coup sein bevor er nur noch für seine Tochter da sein will. Doch er ist nicht der Drahtzieher und er ist nicht alleine.
Isabel Price, selber Polizistin, macht ebenfalls Jagd auf „Krüger“ und sie will Rache um jeden Preis. Sie will seinen Kopf, dafür ist sie bereit alles zu tun und dass das stimmt, macht Ethan Cross sehr drastisch klar. Sie will ihr Kind rächen und jede Mutter wird das verstehen. Leider entkommt „Krüger“ und Isabell wird gefasst von Nic, Dr. Burke.
Spektakulär und doch auch irgendwie passend nimmt sie Dr. Burke als Geisel und doch noch Krüger zu erwischen. Die Zusammenarbeit zwischen beiden führt zu einem spektakulären Ende.
Jede einzelne der Figuren wächst einem im Verlauf der Geschichte ans Herz – na gut, abgesehen vom Auftraggeber. Dr. August Burke ist eine echte Unterstützung bei der Lösung des Falles und das Ende ist fantastisch. Sie wachsen als echtes Team zusammen und sind am Ende echte Freunde. Das Buch ist eine echte Berg- und Talfahrt der Gefühle. Das ist auch dem Schreibstil des Autors Ethan Cross geschuldet. Besonders gefallen hat mir auch, dass man etwas über das Privatleben des „Killers“ erfährt, wie z. B. dass seine Mutter von einem Löwen getötet wurde und auch wie er zu seiner Frau kam, die man überraschenderweise auch noch kennenlernt. Das macht ihn irgendwie menschlich, nicht liebenswert, aber menschlich.
Es ist super, dass die Frauenfiguren in diesem Buch fast alle starke Persönlichkeiten sind. Sie werden verletzt, doch sie kämpfen.
Mein erster Eindruck aufgrund der Leseprobe hat mich nicht getäuscht, im Gegenteil, ich wurde mehr als positiv überrascht.
Ich freue mich schon auf weitere Bände mit August Burke, Nicky Jewels und Sam Carter, denn dass es die geben wird – mindestens einen – ist völlig klar.




  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.03.2026

Wo hört Freundschaft auf?

Stürmische Klippe
0

„Stürmische Klippe“ von Sabine Weiss ist ein Syltkrimi, der bei Bastei-Lübbe erschienen ist. Liv Lammers ermittelt in ihrem 10. Fall auf Sylt.
Auf eine Politikerin, die gerade ihre Geburtstagsfeier mit ...

„Stürmische Klippe“ von Sabine Weiss ist ein Syltkrimi, der bei Bastei-Lübbe erschienen ist. Liv Lammers ermittelt in ihrem 10. Fall auf Sylt.
Auf eine Politikerin, die gerade ihre Geburtstagsfeier mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft plant, wird ein Anschlag verübt. Sie überlebt, doch da sie mit Hilke Hasselbrecht, Chefin der Mordkommission und Liv Lammers Vorgesetzte, befreundet ist, bitte diese Liv um Unterstützung bei den Ermittlungen. Ein heftiger Sturm erschwert diese noch zusätzlich, doch schnell ist klar, dass nur jemand, der die Ministerin und deren Umfeld sehr gut kennt, als Täter in Frage kommt. Wird es auf der Feier erneut zu einem Anschlag kommen?

Wenn auf Sylt ein Sturm aufzieht, dann auch ordentlich und so ist es auch dieses Mal. Die Ereignisse überschlagen sich. Der Mordanschlag auf die Ministerin ist zwar fehlgeschlagen, doch schnell wird klar, dass sie sich viele Feinde gemacht hat. Sie plant ihre Rückkehr in die Politik und ist bereit, dafür alles zu geben. Die Autorin versteht es meisterhaft, hier das Bild einer Frau zu zeichnen, die mit allen Kräften ihren Willen durchsetzen will. Sie ist mit der Leiterin der Mordkommission befreundet und Hilke Hasselbrecht, die eigentlich nur den Geburtstag mitfeiern wollte, wird in Ermittlungen hineingezogen, zu denen sie eigentlich die Mordkommission holen müsste. Doch sie holt nur Liv dazu, die gerade auf der Insel weilt, weil sie persönliche Angelegenheiten zu regeln hat. Die Story ist wunderbar erzählt und man kommt vor Spannung kaum zu Luft holen. Allerdings fragt man sich auch, warum Hilke Hasselbrecht keine weitere Hilfe dazu erholt oder erst ziemlich spät, fast zu spät. Liv kämpft hier auf zwei Seiten, denn sie versucht nicht nur, den für den Anschlag verantwortlichen zu finden, sie versucht auch, ihren Verlobten von einem schweren Verdacht zu befreien. Beide Fälle sind gut geschrieben und plausibel.
Mir hat der Krimi sehr gefallen, eine gute Unterhaltung für unterwegs. Krimifans kann ich ich ihn sehr empfehlen und für Syltfans ist er ohnehin ein Muss. Aber Vorsicht – Krimis von Sabine Weiss machen süchtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2025

Rache eiskalt serviert

Die Sättigung
0

"Die Sättigung" von Elias Haller ist ein Arne-Stiller-Thriller mit Tiefgang und Spannung, der 2025 bei Edition M erschienen ist.
Es ist Karnevalszeit und Dresden ist im Karnevalsfieber, aber nicht für ...

"Die Sättigung" von Elias Haller ist ein Arne-Stiller-Thriller mit Tiefgang und Spannung, der 2025 bei Edition M erschienen ist.
Es ist Karnevalszeit und Dresden ist im Karnevalsfieber, aber nicht für lange, denn ein maskierter Mörder treibt sein Unwesen und sorgt für blankes Entsetzen. Er foltert seine Opfer auf furchtbare Art und Weise. Schon der Anblick am ersten Tatort macht Arne Stiller fassungslos. Der Tote, ein Imbissbesitzer, ist entsetzlich verstümmelt. Am Tatort blieb als einzige Botschaft des Mörders ein harmloses Foto zurück. Arne Stiller weiß, der Mörder wird weitermachen. Ihm bleibt nicht viel Zeit vor dem nächsten Opfer oder gehört der vermisste Karnevalsprinz bereits dazu?
Das gelungene Cover mit dem blutverschmierten Teller passt hervorragend zum dem Buch, auch wenn es nur entfernt ums Essen geht. Arne Stiller, der ja ein Anhänger von Armakuni ist, schlägt sich gerade mit seinem Kollegen Horst Plattner herum, der eigentlich für den Fall eines verschwundenen Karnevalsprinzen zuständig ist. Da wird er zum Tatort eines grauenvollen Mordes gerufen und ab da, ist es nicht mehr möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Szenen zwischen Mörder und Opfer sind absolut gelungen und die Inszenierung der Tatorte hat mir eiskalte Schauer über den Rücken gejagt. Dank der Weisheiten von Armakuni ist es aber alles gut zu ertragen. Aus Rückblenden erfährt man, worum es dem Mörder geht - Rache, eiskalte Rache und man erfährt auch das Warum, denkt man zumindest. Und was man vorher nur vermutet hat, wird Gewissheit, Horst Plattner ist ein A... Elias Haller hat hier einen rundum gelungen Thriller vorgelegt, der allerdings nichts für zartbeseitete ist.
Das Ende passt und ist stimmig und es hat mich überrascht. Ich muss zugeben, ich habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zugeklappt, aber auch mit einem Gefühl von Zufriedenheit. Für Thrillerfans ist dieses Buch ein absolutes Muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere