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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2024

Fesselnder Thriller

Die falsche Patientin
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Für die Journalistin Judith Lennard beginnt ein Alptraum, als sie in der geschlossenen Psychiatrie aufwacht. Sie soll versucht haben, sich umzubringen. Und man behandelt sie unter einem falschen Namen. ...

Für die Journalistin Judith Lennard beginnt ein Alptraum, als sie in der geschlossenen Psychiatrie aufwacht. Sie soll versucht haben, sich umzubringen. Und man behandelt sie unter einem falschen Namen.

Gleichzeitig wird die Kommissarin Evelyn Holm zu einem Parkhaus gerufen. Eine angesehene Rechtsanwältin wurde erstochen aufgefunden. Alle Spuren führen zu Judith, doch sie ist nicht auffindbar.

Dieser Thriller von Saskia Calden ist super spannend und geht einem ganz schön an die Nieren. Man kann sich einfach nicht erklären, wie alles zusammenhängt. Der Roman fesselt von Anfang an und bleibt packend bis zum Schluss.

Von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Eine sehr bewegende Familiengeschichte

Bittersüße Mandeln
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In Griechenland ist Bürgerkrieg und Anna flüchtet 1944 mit 4 Kindern und schwanger nach Athen. Obwohl sie weder lesen noch schreiben kann, baut sie mit Fleiß und Geschick ein Unternehmen auf, das immer ...

In Griechenland ist Bürgerkrieg und Anna flüchtet 1944 mit 4 Kindern und schwanger nach Athen. Obwohl sie weder lesen noch schreiben kann, baut sie mit Fleiß und Geschick ein Unternehmen auf, das immer größer wird. An ihrer Seite Andreas, der ihr eine wertvolle Hilfe ist. Anna arbeitet sehr viel, sie möchte dass ihre Kinder die Schule besuchen können und es einmal besser haben.

Als Manolis, ihr Ehemann traumatisiert und mit schweren Depressionen aus der Gefangenschaft zurückkommt, hat er das Sagen. Frauen hatten in der damaligen Zeit keinerlei Mitbestimmungsrecht. Er zerstört ihre Firma, doch auch dieser Schicksalsschlag lässt Anna nicht zerbrechen. Sie kämpft mit unerschütterlicher Kraft für ihre Familie, besonders für die Kinder.

Eine tolle Familiengeschichte, die auch die Geschichte Griechenlands aufzeigt. Und alles in zwei Erzählsträngen aufgezeigt. Sophia ist bei einem Besuch in Griechenland schwer erkrankt und soll für die weitere Behandlung nach Deutschland gebracht werden. Am Krankenbett trifft ihre Tochter Stella deren Bruder Oddy, der ihr nach und nach die spannende Familiengeschichte erzählt.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Ein wunderbarer Schreibstil und eine Geschichte mit viel Herz. Trotz der damaligen Gegebenheiten, dass Frauen keinerlei Mitspracherechte hatten. Es ist noch gar nicht so lange her, dass auch Frauen in Deutschland, ohne Erlaubnis ihres Ehemannes kein Bankkonto eröffnen konnten.

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Veröffentlicht am 19.11.2023

Ein ganz besonderer Adventskalender mit einer sehr berührenden Geschichte

24 Wege nach Hause
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Die schwedische Schriftstellerin Jenny Fagerlund schreibt in ihrem neuen Roman
„24 Wege nach Hause“ von Petra, die nach einer beruflichen Niederlage und dem
Tod ihrer Schwester nach Nyponviken einem ...

Die schwedische Schriftstellerin Jenny Fagerlund schreibt in ihrem neuen Roman
„24 Wege nach Hause“ von Petra, die nach einer beruflichen Niederlage und dem
Tod ihrer Schwester nach Nyponviken einem kleinen Dorf in Südschweden zieht.
Mit dabei ist ihre elfjährige Nichte Charlie, die den Tod ihrer Mutter verkraften muss.
Beide suchen nach einem Neuanfang.

Eines Morgens findet sie einen Adventskalender vor ihrer Tür, der von einer verstorbenen ortsansässigen Künstlerin gestaltet ist. Mit jedem Türchen erfährt sie mehr über die Geschichte des Dorfes und ihrer Bewohner, über die Künstlerin Lilly und ihre eigene Geschichte.

Genau in dieser Zeit platzt ihr Ex-Freund Nick in ihr neues Leben und bringt sie vollends durcheinander.

Jenny Fagerlund schreibt berührende Vorweihnachtsgeschichte, die sehr anschaulich beschrieben ist. Sie erzählt von den Schwierigkeiten eines Neubeginns aber auch von den Chancen wenn man sich darauf einlässt.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und enthält viele Elemente der stimmungsvollen hyggeligen, schwedischen Weihnacht. Dies ist eine tolle Einstimmung auf den Buchinhalt.
Ich kann es wärmstens für kuschelige Lesestunden in der Vorweihnachtszeit empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.12.2023

Auf der Suche nach einem Serienkiller

Kaltblütige Lügen
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Es war mein erstes Buch von Karen Rose und der Auftakt einer neuen San-Diego-Thriller-Reihe. Schon das Cover mit den Handschellen und der pinkfarbenen Schrift hat mir gut gefallen.

Kit ist zur Polizei ...

Es war mein erstes Buch von Karen Rose und der Auftakt einer neuen San-Diego-Thriller-Reihe. Schon das Cover mit den Handschellen und der pinkfarbenen Schrift hat mir gut gefallen.

Kit ist zur Polizei gegangen, weil ihre Stiefschwester Wren vor einigen Jahren verschwunden ist und später tot aufgefunden wurde. Geklärt wurde der Fall nie. Nach einem Hinweis, entdeckt sie mit ihrem Team die Leiche einer jungen Frau. Es gibt Parallelen zu einem früheren Fall, denn diese trug pinkfarbene Handschellen. Somit scheint es sich um einen Serienkiller zu handeln, der gefunden werden muss, bevor wieder ein junges Mädchen sterben muss.

Der Schreibstil ist gut lesbar, am Anfang fand ich es jedoch etwas langatmig und nicht ganz so spannend. Dafür waren die Charaktere der Ermittler Detective Katherine „Kit“ McKittrick und ihres Kollegen Basil „Baz“ Constantine sowie des Polizeipsychologen Sam Reeves sehr gut beschrieben.

Man begleitet die spannenden Ermittlungen und wird immer wieder auf die falsche Fährte geführt.
Insgesamt ein sehr gelungener Thriller, ich bin gespannt wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Großes Schweigen in der Familie

Portrait meiner Mutter mit Geistern
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Nach sogenannten „Wanderjahren“, in denen die siebenjährige Raisa mit ihrer Mutter Martha ständig unterwegs war, werden sie 1989 sesshaft. Doch Martha beantwortet keine Frage ihrer Tochter nach der Vergangenheit. ...

Nach sogenannten „Wanderjahren“, in denen die siebenjährige Raisa mit ihrer Mutter Martha ständig unterwegs war, werden sie 1989 sesshaft. Doch Martha beantwortet keine Frage ihrer Tochter nach der Vergangenheit. Auch wer ihr Vater ist weiß sie nicht, er fehlt ihr aber sehr.

Nach und nach erfährt man, wie alle Frauen in dieser Familie seit vier Generationen das Leben meistern mussten, auch ohne Männer. Es geht um die Nachwirkungen der Nachkriegszeit in den nächsten Generationen, um Flucht, Verlust und Verdrängung von Erinnerungen.

Die Romanautorin Rabea Edel beschreibt die Geschichte als Reise in ihre eigene Familiengeschichte, ohne dass es eine autobiografische Erzählung ist. Dabei wird zwischen verschiedenen Zeiten hin und her gesprungen. Es ist wie ein Puzzle, bei dem sich die Geschichte der Familie Stück für Stück zusammensetzt.


Mir hat dieser Roman gut gefallen. Nicht alles wurde aufgeklärt, aber das gibt wiederum Raum für eigene Gedanken. Für mich war es unglaublich aufwühlend und spannend, aber nicht ganz leicht zu lesen und zu verstehen. Gut dass es einen Stammbaum gibt, auf den man immer wieder zurückgreifen kann. Auf keinen Fall lässt sich das Buch nebenbei zur Entspannung lesen, dazu ist die Geschichte einfach viel zu gehaltvoll.

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