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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2023

Das Geheimnis der Pelikaninsel

Die Insel der Pelikane
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Dieser Roman führt den Leser auf eine Insel vor der Küste Kaliforniens, die nur von Pelikanen und einem zu einem Einsiedler gewordenen Leuchtturmwärter bewohnt wird. Lisa, eine Biologin, reist von Heidelberg ...

Dieser Roman führt den Leser auf eine Insel vor der Küste Kaliforniens, die nur von Pelikanen und einem zu einem Einsiedler gewordenen Leuchtturmwärter bewohnt wird. Lisa, eine Biologin, reist von Heidelberg zu der Lobos Island, um das Geheimnis um die gefährdeten Vögel, die sich anscheinend auf dieser Insel wieder vermehren, zu erforschen. Dabei stößt sie auf dunkle Geheimnisse und gerät bald selber in große Gefahr.
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Handlungssträngen erzählt. In dem einen geht es um Lisa und ihrem Wunsch, mit dem abweisenden Inselbewohner Finn in Kontakt treten zu können, in dem anderen um Finn, dessen traurige Geschichte nach und nach erzählt wird.
Die Handlung ist abwechslungsreich und wird mit ihrem Fortschreiten immer spannender, ja sie entwickelt sich zu einem kleinen Psychodrama. Die Charaktere sind bildhaft und nachvollziehbar gestaltet. Durch den mitreißenden und flüssigen Schreibstil der Autorin waren die 268 Seiten des Ebooks viel zu schnell gelesen.
Jetzt heißt es, [un-]geduldig auf die Fortsetzung zu warten, die im Juni 2024 erscheinen soll.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.12.2023

Unterhaltsam

Der süße Duft der Reben
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An ihrem 21. Geburtstag erfährt Isabel, dass sie an der Kunstakademie in London aufgenommen ist. Jetzt muss sie es nur noch irgendwie ihrem Vater, einem erfolgreichen Rosinenhändler, beibringen. Doch noch ...

An ihrem 21. Geburtstag erfährt Isabel, dass sie an der Kunstakademie in London aufgenommen ist. Jetzt muss sie es nur noch irgendwie ihrem Vater, einem erfolgreichen Rosinenhändler, beibringen. Doch noch ehe sie dazu eine Gelegenheit findet, offenbart er ihr, dass sie Rafael, den Sohn eines Rosinenbarons und Geschäftspartners in Spanien zu ehelichen hat. Für Isabel bricht eine Welt zusammen. Sie kennt und hasst Rafael, der ihr in der Kindheit schon zugesetzt hat. Doch ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihrem Vater gegenüber gehorsam zu sein. Doch kurz vor ihrer Ankunft in Dénia beschließt Isabel jedoch, sich der Heirat durch Flucht zu entziehen.
Dieser Roman führt den Leser in das Jahr 1903. Zu dieser Zeit waren arrangierte Ehen es üblich. Doch die Protagonistin in diesem Roman will sich damit nicht abfinden. Ihre Flucht ist turbulent und abenteuerlich und gleicht einem Krimi. Und es kommen schließlich dunkle Geheimnisse ans Tageslicht.
Die Handlung ist fesselnd, teilweise vorhersehbar und sehr kurzweilig. Die relevanten Charaktere sind eindrucksvoll und authentisch dargestellt. Durch den flüssigen und flotten Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin.
Fazit:
Dieses Buch hat mir unterhaltsame Lesestunden bereitet. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.12.2023

Der Entdecker des Autismus

Aspergers Schüler
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Die junge englische Psychologin Sara reist nach Wien, um über Dr. Hans Asperger für Forschungszwecke ihre Doktorarbeit zu schreiben. Dabei stößt sie auf Ereignisse, die nicht ans Licht kommen sollten.
Dr. ...

Die junge englische Psychologin Sara reist nach Wien, um über Dr. Hans Asperger für Forschungszwecke ihre Doktorarbeit zu schreiben. Dabei stößt sie auf Ereignisse, die nicht ans Licht kommen sollten.
Dr. Hans Asperger (1906-1980) war ein österreichischer Heilpädagoge und Kinderarzt. Nach ihm ist eine Form des Autismus benannt.
Erzählt wird diese Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, in zwei Zeitzonen. Einmal begleitet der Leser im Jahr 1986 Sara, die bei ihren intensiven Recherchen auf den kleinen Erich und die Jugendfürsorgeanstalt „Am Spiegelgrund“ stößt, die während der NS-Zeit für schreckliche Zwecke missbraucht wurde. Dann schwenkt die Handlung in die Jahre 1932 bis 1944 und erzählt auch aus der Sicht des autistischen Jungen.
Die Handlung ist voller Dramatik, fesselnd und gibt klare Einblicke in das Verhalten und die Wahrnehmung der betroffenen Patienten. So richtig an Fahrt nimmt der Plot auf, als Sara beginnt, Nachforschungen zu Überlebenden der NS-Zeit anzustellen. Laura Baldini ist es sehr gut gelungen, die verschiedenen Charaktere eindrucksvoll und nachvollziehbar zu gestalten und in Szene zu setzen. Fiktive Personen sind glaubhaft in diese reale Geschichte mit eingeflochten, die mir auf den letzten Seiten die Tränen in die Augen trieb.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Wenn der Traum zum Albtraum wird

Ich liebe dich, weil ich dich brauche
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Dieses Buch ist ein Stück Lebensgeschichte der Autorin Julia Obuco. Mit einem lebendigen Schreibstil erzählt sie von ihrer Ehe mit dem Nigerianer Ben, den sie voller Hoffnung und Träume mit 18 Jahren heiratete. ...

Dieses Buch ist ein Stück Lebensgeschichte der Autorin Julia Obuco. Mit einem lebendigen Schreibstil erzählt sie von ihrer Ehe mit dem Nigerianer Ben, den sie voller Hoffnung und Träume mit 18 Jahren heiratete. Doch schon bald wird ihre Ehe zu einem Albtraum, in dem die Drogen die Oberhand gewinnen.
Diese Geschichte ist nachvollziehbar, authentisch und stimmt sehr nachdenklich. Sie beschreibt, mit welchen Problemen Migranten zu kämpfen haben und wie schwer, bzw. fast aussichtslos es für sie ist, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen und akzeptiert zu werden. Vor allen Dingen, wenn sie dazu noch eine dunkle Hautfarbe haben und aus einer ganz anderen Kultur stammen.
Es ist eine sehr dramatische Geschichte von Träumen, Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten, von Zweifeln und Lügen, wie sie tagtäglich um uns herum geschieht.
Sehr gerne empfehle ich dieses überaus fesselnde Buch weiter und vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.11.2023

Es muss doch weiter gehen, immer weiter

Die Frauen von der Davidwache
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Erzählt wird die Geschichte von Leni, einer jungen Frau, die im Jahr 1945 eine Ausbildung zu einer der ersten weiblichen Schutzpolizistinnen in Hamburg machen darf. Sie wird der Davidwache zugeteilt und ...

Erzählt wird die Geschichte von Leni, einer jungen Frau, die im Jahr 1945 eine Ausbildung zu einer der ersten weiblichen Schutzpolizistinnen in Hamburg machen darf. Sie wird der Davidwache zugeteilt und damit dem berüchtigten Viertel rund um die Reeperbahn. Ihre Aufgabe ist es, sich zusammen mit zwei Kolleginnen um die Kinder, die Jugendlichen, die Obdachlosen und die Frauen ihres Reviers zu kümmern, für sie da zu sein und ihnen zu helfen.
Doch einigen Kollegen und den Männern, die auf dem Kiez das Sagen haben, sind sie ein Dorn im Auge. Denn von Frauen will sich niemand etwas sagen lassen.
Nachvollziehbar hat Stephanie von Wolff die Situation nach Ende des zweiten Weltkrieges wiedergegeben. Da viele Männer gefallen oder noch in Kriegsgefangenschaft sind, herrscht akuter Mangel an männlichen Arbeitskräften. Also müssen die Frauen ran. Und Leni, die Hauptprotagonistin, hat somit die Möglichkeit, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Zusammen mit ihren Freundinnen Alice und Elsa versucht sie, neue Wege zu gehen.
Mit einem flüssigen Schreibstil führt die Autorin durch die spannende Handlung. Die relevanten Charaktere hat sie eindrucksvoll dargestellt.
Das Buch endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger und so bleibt mir nur übrig, auf die Fortsetzung, die im April 2024 erscheinen soll, hinzufiebern.
Mein Fazit:
Dieser erste Teil der Reihe hat mir fesselnde und sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet. Sehr gerne empfehle ich ihn weiter und vergebe 4 Sterne.

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