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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2024

detailliert und brutal

Der Mentor
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Der Thriller ist gleich zu Beginn brutal und schockiert mit zahlreichen grausamen Details beim Fund der ersten Leiche. Es geht aber auch temporeich weiter, sodass man als Leserin zwischenzeitlich kaum ...

Der Thriller ist gleich zu Beginn brutal und schockiert mit zahlreichen grausamen Details beim Fund der ersten Leiche. Es geht aber auch temporeich weiter, sodass man als Leserin zwischenzeitlich kaum zum Nachdenken hat. Laufend passieren neue Wendungen, tauchen verdächtige Personen auf oder werden neue Leichen gefunden. Interessant finde ich die Idee der Durchnummerierung und damit verbunden die Suche nach der fehlenden Zahl. Die Ermittlerinnen sind alle selbst mit vielen Schicksalen behaftet und wirken somit nahbar und menschlich, was mir sehr gut gefällt. Sprachlich ist der Thriller einerseits brutal, aber auch ehrlich und detailliert, sodass mir das Niveau sehr gut gefällt. Während des Lesens stellte ich mir mehrfach die Frage, wer ist nun der Mentor? – Und liege ich mit meiner Vermutung richtig oder komplett daneben.
Ich würde sehr gerne weitere Thriller dieser Art von der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 29.01.2024

raues isländisches Flair

Höllenkalt
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Der Island-Krimi beschreibt in anschaulicher Weise die rauen Wetterbedingungen und das Klima in Island, sowie die kulturellen Feinheiten und Unterschiede. Diese Stimmung und die Kultur werden sehr gut ...

Der Island-Krimi beschreibt in anschaulicher Weise die rauen Wetterbedingungen und das Klima in Island, sowie die kulturellen Feinheiten und Unterschiede. Diese Stimmung und die Kultur werden sehr gut vermittelt.
Arora gefällt mir als starker Charakter sehr gut, sie ist vielschichtig und interessant, zeigt aber auch ihre schwachen Momente und begibt sich in ungünstige Situationen. Ihr berufliches Interesse kann sie nicht ausschalten, auch wenn sie in Island auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester ist und vielleicht ist sie genau deshalb so gut in ihrer Branche. Das Wohnhaus, in dem ihre Schwester mit Björn gewohnt hat, ist eine Sammlung von interessanten Menschen, die alle ihre kleinen Geheimnisse haben und sie voreinander verbergen. Diese Schicksale und zusätzlichen Nebenhandlungsstränge machen die Suche nach Aroras Schwester umso spannender.
Ich freue mich auf die weiteren Teile und hoffentlich auch wieder mit ein paar für mich neuen Eindrücken in die isländischen Gepflogenheiten.

Veröffentlicht am 22.01.2024

mehrere interessante Biografien in einem Buch

Glutspur
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Das Buch ist sehr lebhaft aufgrund der authentischen Charaktere, die sofort die Sympathie erwecken. Liv ist noch etwas zerstreut und zerrissen, sie muss für sich erst wieder ihren Platz im Berufsleben ...

Das Buch ist sehr lebhaft aufgrund der authentischen Charaktere, die sofort die Sympathie erwecken. Liv ist noch etwas zerstreut und zerrissen, sie muss für sich erst wieder ihren Platz im Berufsleben und auch privat finden, aber sie ist auf einem guten Weg. Hannah könnte auch mehr aus sich herauskommen und ich glaube, dass dies im zweiten Teil der Reihe sehr gut möglich sein wird. Ich freue mich, wenn sie auch ihr berufliches Können zeigen kann, denn dass sie verständnisvoll und gut im Umgang mit anderen Menschen ist, das hat sie schon gezeigt, aber auch sie hat charakterlich noch viel mehr Potenzial.
Die Ermittlungsgeschichten, sowohl die aktuelle als auch der Fall aus der Vergangenheit sind beide sehr spannend und scheinen so, als ob es zwar Tatverdächtige, aber keine ausreichenden Beweise gibt. Viele lose Fäden, die erst am Ende zusammengeführt werden und auch mit den historischen Zwischenberichten in Zusammenhang gebracht werden.
Für meinen Geschmack hätte die Hintergrundgeschichte mit den Angehörigen aus der Zeit der Judenverfolgung noch ausführlicher ausgearbeitet sein können. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren und die Aufarbeitung in Form von historischen Ausstellungen und schriftlichen Werken finde ich gut.

Veröffentlicht am 18.01.2024

stimmungsvoller Schweden-Krimi

Im Herzen so kalt (Ein Fall für Maya Topelius 1)
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Der typische Schweden-Krimi gefällt mir aufgrund der Stimmung und der detaillierten Beschreibung der örtlichen Begebenheiten sehr gut. Man hat das Gefühl, als Leser*in vor Ort zu sein und mit den Charakteren ...

Der typische Schweden-Krimi gefällt mir aufgrund der Stimmung und der detaillierten Beschreibung der örtlichen Begebenheiten sehr gut. Man hat das Gefühl, als Leser*in vor Ort zu sein und mit den Charakteren alles mitzuerleben, so lebensnah ist die Stimmung gelungen. Die Hauptcharaktere gefallen mir menschlich auch sehr und es ist gelungen, mit der Zeit zu allen eine persönliche Beziehung aufzubauen. Bei Pär oder Maya war das sofort der Fall, aber auch die Ermittler, die zuerst reserviert und oberflächlich erschienen sind, sind mit der Zeit aufgetaut und menschlich geworden. Die kleine Frida scheint ein sehr aufgewecktes und intelligentes junges Mädchen zu sein und ich hoffe, dass sie die negativen Erlebnisse gut wegstecken kann und gestärkt daraus hervorgeht, das Potenzial dazu hat sie auf alle Fälle. Super finde ich auch, dass nicht nur die Ermittlungen und die Polizeiarbeit im Vordergrund stehen, sondern auch ausreichend Platz für die alltäglichen Dinge und das Privatleben geblieben ist. Auch das Thema Umweltschutz stellt einen wichtigen Part dar, wenn auch nicht ganz so gut gelungen, wie erwartet. Ich habe die Lesestunden sehr genossen und freue mich schon auf eine stimmungsvolle Fortsetzung.

Veröffentlicht am 14.01.2024

das übliche Weihnachtschaos

Stille Nacht im Schnee
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Weihnachten – das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Es sollte ein idyllisches Weihnachtsfest mit der gesamten Großfamilie im winterlichen Urlaubschalet in den Schweizer Alpen werden, doch bei so vielen ...

Weihnachten – das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Es sollte ein idyllisches Weihnachtsfest mit der gesamten Großfamilie im winterlichen Urlaubschalet in den Schweizer Alpen werden, doch bei so vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten sind Drama und Chaos wohl vorprogrammiert. Geplant war ein gemütliches Zusammensein von Großeltern, Kindern und Enkelkindern mit Schlittenfahrt und dem traditionellen Käsefondue. Mit auf der Feier waren auch Hamster Willi und ein Hund und die drei Enkelkinder in unterschiedlichen Altersstufen, da kann man sich denken, dass das Chaos vorprogrammiert war und der Tag nicht ganz nach Plan verlief.
Am besten gefällt mir der Schreibstil des Autors, der das Gefühl vermittelt, dass man als Leser*in mit der Familie vor Ort ist und sich sofort eingebunden fühlt. Außerdem werden Alltagssituationen geschildert, von denen man das Gefühl hat, die eine oder andere Situation kommt mir auch bekannt vor und dadurch wirkt der gesamte Roman sehr lebensnah. Im Nachhinein betrachtet scheinen manche Dinge dann auch nicht mehr so dramatisch, wie man sie in der Situation empfunden hat, wenn die Emotionen hochkochen. Ein sehr lesenswerter Roman für die Vorweihnachtszeit.