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Veröffentlicht am 26.07.2024

Die erfrischend andere Art von Liebesroman

Triple Duty Bodyguards (Why Choose 2)
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Darum geht es:
Die Schauspielerin Briar Saint ist eine richtige Diva und berüchtigt für ihre kühle Fassade und unfreundliche Art. Doch auch eine Diva hat ihre Grenzen, und diese werden deutlich überschritten, ...

Darum geht es:
Die Schauspielerin Briar Saint ist eine richtige Diva und berüchtigt für ihre kühle Fassade und unfreundliche Art. Doch auch eine Diva hat ihre Grenzen, und diese werden deutlich überschritten, als ein Stalker in ihr Zimmer einbricht, während sie schlafend im Bett liegt. Die Situation beunruhigt Briar zunehmen und es wird klar: Ein neues Sicherheitsteam muss her. Und so ziehen bald die Ex-Soldaten Matt, Glen und Kenta bei ihr ein. Ihre neuen Bodyguards sind nicht nur die besten in ihrem Job – sie bringen Briars Leben mit ihren unnachgiebigen Befehlen und ihrer Attraktivität völlig durcheinander.

Meine Meinung:
TRIPLE DUTY BODYGUARD ist mein erstes Buch von Lily Gold und eine sogenannte Reverse Harem Lovestory. Passend zum Reihentitel Why Choose läuft der Roman also auf eine Vierer-Beziehung hinaus. Wenn man die Geschichte lesen möchte, sollte man sich über die Beziehungskonstellation im Klaren sein und Offenheit für dieses Thema mitbringen. Ich jedenfalls finde Reverse Harem sehr interessant und erfrischend zu lesen und Lily Gold macht dem Trope einfach alle Ehre.

Der Roman wird mit wechselnder Perspektive erzählt, sodass man alle Protagonist:innen – Briar, Kenta, Matt und Glenn – verstehen, kennen- und einschätzen lernt. Insgesamt wird die Geschichte sogar aus insgesamt fünf Perspektiven erzählt, was bei Liebesromanen ungewöhnlich ist, somit einzigartig und spannend, aber natürlich auch besonders kompliziert für die Autorin. Aber Lily Gold hat es mit diesen vielen Perspektiven richtig drauf und stellt äußerst charakterstarke Figuren vor.
Briar ist eine vielschichtige Frau und sie besser kennenzulernen war faszinierend. Als ehemaliger Kinderstar repräsentiert sie die verschiedenen Facetten der Filmindustrie und zeigt die Hürden, auf welche Frauen in Hollywood stoßen. Ich habe Briar für ihre Stärken und Schwächen gemocht.
Die männlichen Hauptfiguren haben mir alle früher oder später das Herz gestohlen, obwohl sie so verscheiden sind. Glenn ist am ruhigsten und unsichersten. Er erinnert mich ein wenig an einen riesigen Teddybären, den man einfach knuddeln möchte.
Kenta ist der Ausgeglichenste. Er ist einfühlsam, verständnisvoll und ich mochte es, wie er immer Ruhe in die Gruppe bringen konnte.
Matt ist der Impulsive und mit seiner herrischen, schroffen Art am schwersten zu knacken. Aber mit Briar, Glen und Kenta an seiner Seite wird nach und nach deutlich, wie viel Angst, Schmerz und Leid hinter der schroffen Fassade steckt.

Insgesamt bin ich ein großer Fan der Hauptfiguren. Ich mochte ihre Entwicklung und ihre Dynamik zusammen – ob die Freundschaft der Jungs, die einzelnen Verbindungen zu Briar oder die Dynamik in der Gruppe. Ich hätte mir aber gewünscht, die Jungs besser kennenzulernen. Während wir von Briar vielseitige Einblicke in ihr aktuelles und früheres Leben erhalten, bleiben die Jungs etwas eindimensional. Bei ihnen hätte ich gerne mehr über Hintergründe, familiäre Kontexte und ihr außerberufliches Wesen gelesen. Auch lief es für mein Empfinden zu glatt, dass Briar es derart locker nimmt, sich gleichzeitig in drei Männer zu verlieben.

Zuerst hat mich die Geschichte aufgrund ihres Humors gecatcht, denn die Anfangsphase der vier verläuft ziemlich unterhaltsam. Durch die Stalking-Thematik nimmt die Geschichte zunehmend an Spannung zu, sodass ich sie zeitweise kaum aus der Hand legen konnte. Obwohl ich normalerweise kein Fan von Suspense-Elementen bin, habe ich sie hier sehr genossen und fand das Thema Stalking clever und gut recherchiert dargestellt. Außerdem hat mir an der Storyline gefallen, dass auf übertriebenes, unnötiges Drama verzichtet wurde und das Verhalten aller Figuren nachvollziehbar und logisch auf mich wirkte.

Zuletzt möchte ich noch das Thema Spice ansprechen. Die Autorin weist schon am Anfang des Buches auf den Spice-Faktor hin, was aber nicht heißt, dass das Buch NUR aus expliziten Szenen besteht. Aber es sind mehr als in anderen Liebesromanen. Es gibt zwar Bücher mit noch mehr Spice, aber man sollte Spice schon gerne lesen für diesen Roman. Jedenfalls fand ich auch die expliziten Szenen gut geschrieben – sie waren vielseitig und kreativ und grundsätzlich war die Atmosphäre prickelnd.

Mein Fazit:
TRIPLE DUTY BODYGUARDS ist die erfrischend andere Art von Liebesroman, durch seine Vielseitigkeit gelungen und äußerst unterhaltsam zu lesen. Die Geschichte ist so humorvoll wie spannend und gleichermaßen sexy und romantisch. Ich finde das Buch empfehlenswert und mag die vielen Botschaften, die darin stecken. Aber ich möchte nicht verschweigen, dass die Geschichte stellenweise ausbaufähig wäre. Einzelne Aspekte an Figuren oder Themen blieben zu oberflächlich und es gab die ein oder andere Länge. Somit vergebe ich 3,5 von 5 Sternen und freue mich darauf, weitere Romane der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Für die Romantikerin in mir zu wenig

Zeilenflüstern (Sweet Lemon Agency, Band 1)
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Darum geht es:
Stimmen waren für Klara, deren Eltern gehörlos sind, nie besonders. Bis sie die Stimme von Hörbuchsprecher Noel hört. Jahrelang war seine Stimme ihr Rettungsanker. Das Zentrum ihrer Sehnsüchte. ...

Darum geht es:
Stimmen waren für Klara, deren Eltern gehörlos sind, nie besonders. Bis sie die Stimme von Hörbuchsprecher Noel hört. Jahrelang war seine Stimme ihr Rettungsanker. Das Zentrum ihrer Sehnsüchte. Das Trostpflaster für ihre Sorgen.
Als die Sweet Lemon Agency, in der sie seit kurzem als Texterin arbeitet, einen Sprecher engagiert, steht Klara im Tonstudio plötzlich Noel gegenüber. Sie kann es nicht glauben! Noch weniger kann sie glauben, wer der Mann hinter der wundervollen Stimme tatsächlich ist. Wie unfreundlich und undankbar. Oder steckt doch mehr dahinter?

Meine Meinung:
Auf ZEILENFLÜSTERN habe ich mich riesig gefreut. Mich hat die Thematik total gereizt, dass Klara sich schon lange, bevor sie Noel persönlich kennenlernt, in seine Stimme verliebt. Ich hatte daher vielleicht ein paar Erwartungen zu viel, als ich die Geschichte anfing. Jedenfalls hat sich die Story anders entwickelt, als ich dachte. Nicht anders schlecht. Nicht anders gut. Einfach anders.

Schon die Kapiteltitel mit ihren kreativen Wortschöpfungen versprechen einen kunstvollen Schreibstil, der mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Die Autorin schreibt flüssig, abwechslungsreich und somit spannend. Manchmal war mir die Wortwahl allerdings zu exklusiv. Ich bin kein Fan davon, wenn ich in einem deutschsprachigen Buch Worte/Begriffe nachschlagen muss, weil ich mich dann ausgeschlossen fühle, weil ich eben kein Insider bin. Ebenso ist es mir bei den Anspielungen zum Thema Theater ergangen. Theater ist nicht die Welt, in der ich mich für gewöhnlich bewege. Deshalb hätten die Erklärungen, Einblicke und Beschreibungen der Werke, Zitate, der Schauspielerei gerne ausführlicher sein dürfen, um eben auch die Nicht-Expert:innen abzuholen.

Abholen ist ein passendes Stichwort. Denn die beiden Hauptfiguren waren für mich ebenfalls nicht jederzeit greifbar. Aber erst mal zum Positiven. Ich mochte sowohl Klara als auch Noel gerne. Ihre jeweiligen Thematiken waren spannend, etwa Klaras gehörlose Eltern oder Noels Eltern, die ihren Sohn nicht verstehen können oder wollen. Außerdem waren beides Charaktere mit Unsicherheiten, die sie eigentlich nahbar machen und die Raum für Entwicklung im Laufe der Geschichte lassen. Und beides war da: Es gab Momente, in denen ich die beiden absolut verstehen und ihr Handeln, Denken, Fühlen nachvollziehen konnte. Zudem gab es deutliche Entwicklungen. Aber es war nicht immer so. Es gab Momente, in denen ich nicht verstand, weshalb Noel so sehr auf der Stelle trat. Es gab Momente, in denen ich das Gefühl hatte, wichtige Aspekte aus Klaras Leben verpasst zu haben, beziehungsweise dass sie zu beiläufig erzählt wurden. Noels Entwicklung hat sich leider am Ende zu schnell und mehr abseits der Buchseiten abgespielt.

Alles in allem war die Storyline mal gut, mal weniger gut. Sie hat mich jedenfalls nicht gecatcht. Besonders die erste Hälfte empfand ich als schleppend, mit zu wenig Handlung. Einiges war mir zu vorhersehbar. Der gezielt eingesetzte Humor wiederum hat mir gut gefallen.

Was mir auf jeden Fall sehr gefallen hat, war das Setting rund um die Sweet Lemon Agency. Ich liebte die Atmosphäre des Büros. Fand die Themen total spannend, die sie umgeben. Und ich habe all diese Nebenfiguren enorm liebgewonnen. Vor allem eine Nebenfigur ist dabei von Anfang an herausgestochen: Felix. Er ist der Protagonist aus dem nächsten Band der Reihe, FARBENRAUSCHEN. Seine Auftritte waren mein persönliches Highlight im Buch, weshalb ich mich nun sehr auf Band zwei freue, obwohl mich der erste Band ernüchtert zurücklässt.

Mein Fazit:
ZEILENFLÜSTERN ist eine vielseitige, topaktuelle und authentische Geschichte. Nicht nur über die Liebe, sondern vor allem über das Zu-sich-Selbst-finden. Es ist ein NA-Liebesroman vor allen für diejenigen, die gerne über gesellschaftlich relvante Themen lesen und eine Liebesgeschichte ganz ohne Kitsch suchen. Denn die Liebe zwischen Noel und Klara ist nicht märchenhaft-perfekt, sondern real unperfekt.
Ich bin froh, das Buch gelesen zu haben, weil ich so neugierig auf die Geschichte war. Trotzdem muss ich auch sagen, dass mich die Story nicht von sich überzeugt hat. Manches war mir zu langatmig, anderes zu knapp. Mir ist es außerdem lieber, etwas zu viel Kitsch als etwas zu wenig Kitsch zu lesen. Deshalb trifft das Buch nicht vollends meinen Geschmack. Ich vergebe 3,5 bis 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.03.2024

Büchergeschichten und Romance-Liebe

Unwritten Love (Unwritten, Bd. 1)
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UNWRITTEN LOVE ist eine Liebesgeschichte, die beliebte Tropes in sich vereint, Klischees auf den Kopf stellt und auf diese Weise wohl tatsächlich noch ein unbeschriebenes Blatt ist. Vor allem ist der Roman ...

UNWRITTEN LOVE ist eine Liebesgeschichte, die beliebte Tropes in sich vereint, Klischees auf den Kopf stellt und auf diese Weise wohl tatsächlich noch ein unbeschriebenes Blatt ist. Vor allem ist der Roman aber eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und Geschichten, die unbedingt einmal niedergeschrieben werden musste.

Darum geht es:
An ihrer Uni geht Livia im Durchschnitt unter. Sie ist klein, unscheinbar und aus Angst vor ihrem Stottern sehr still. Niemand würde in ihr eine gefeierte Romance-Autorin vermuten. Und wenn es nach Livia geht, soll auch niemals jemand davon erfahren. Doch die anstehende Verfilmung ihres Bestsellers verlangt, dass sie einmal die Tarnung aufgibt, um den Hauptdarsteller Julian Collins zu treffen.
Nach diesem Treffen soll nichts mehr sein wie zuvor. Julian und Livia sind wie Feuer und Eis. Wenn sie aufeinandertreffen, entsteht Chaos pur. Aber was, wenn sie genau diese Aufregung in ihrem Leben brauchen?

Unterhaltsam ab Seite eins:
UNWRITTEN LOVE war mein erstes Buch von Teresa Sporrer. Ihren Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Er liest sich leicht, flüssig und zügig. Außerdem mochte ich, wie kreativ ihre Erzählung war. Die Geschichte wird mit wechselnder Perspektive erzählt, wobei Livia „Kapitel“ erzählt, und Julian „Folgen“ – passend zur Verlagswelt, bzw. Filmbranche. Auch die kurzen Ausschnitte aus Artikeln oder Posts am Anfang der Kapitel haben mir sehr gefallen und jedes Kapitel spannend angeworben.

Die Geschichte beginnt sozusagen mit zwei Epilogen. Einer pro Figur. Die Epiloge haben mich direkt abgeholt. Livia wird als Tollpatsch vorgestellt und Julian als ein typischer Grumpy. Außerdem waren die Epiloge schlichtweg zum Niederknien, was den Humor betrifft. Der erste Eindruck stimmte, doch der Einstieg in die Geschichte hat sich nicht so einfach gestaltet, wie gedacht.

Die Figuren machen es einem nicht allesamt leicht:
Ich habe bei dem Roman ziemlich lange gebraucht, um mit den Figuren warmzuwerden. Immer wieder hat mich ihr Handeln komplett überrascht und zwar auf eine Art, die ich nicht nachvollziehen konnte. Die Storyline wirkte daher holprig auf mich, weil mir das Verständnis fehlte, wie es nun zu diesem Kniff oder jener Wendung kam.

Mit der Zeit wurde es dann aber besser und ich mochte sowohl Livia als auch Julian gerne. Besonders als Pärchen sind sie sehr süß und funktionieren wirklich gut. Mit hat auch die Art Grumpy x Grumpy-Geschichte gefallen, weil man dies selten liest. Die beiden sind unfassbar humorvoll, ihre Diskussionen sind spritzig und ihre Schlagabtausche witzig. Zugleich ist Julian grummelig und Livia garstig, was die Geschichte noch humorvoller macht. Hinzu kommt die Situationskomik. Dass Livia praktisch keine Peinlichkeit vermeiden kann, habe ich schon erwähnt, doch auch Julian ist ein wirklich spezieller Fall. Ist ein Fettnäpfchen in Aussicht, nimmt er praktisch noch Anlauf – unfreiwillig, versteht sich ;)

Besonders ins Herz geschlossen, habe ich die Nebenfiguren. Ich fand es sehr schön, wie facettenreich diese ausgestaltet waren. Im Verhältnis dazu muss ich allerdings sagen, dass Livia und Julian als Protagonisten ein paar flache Charakterzüge hatten. Es gab Fragen zu ihnen als Figur, die für mich nie geklärt oder nur oberflächlich angesprochen wurde. Zum Beispiel zu Julians Schauspielkarriere oder Livias Familie.

Über das Lesen und das Schreiben:
Insgesamt spricht das Buch viele Themen an, zeigt ganz viel Offenheit, Respekt und Akzeptanz. Dabei bleibt der Roman unterhaltsam und erheiternd. Die Storyline ist gleichmäßig, ohne besondere Höhen und Tiefen. Zugleich habe ich es sehr genossen, hier und da überrascht zu werden. Immer wieder schreit eine Situation geradezu nach Klischee, doch die Autorin nutzt dies geschickt und gewitzt und zeigt, dass es eben auch ganz anders geht. Hinzu kommen die vielen Stellen, wo explizit über Klischees in Geschichte, Trends bei Büchern, Tropes und so weiter gefachsimpelt wird. Dieses Buch ist absolut bibliophil. Man fühlt sich als Leser:in geradezu vom Buch aufgenommen, mit seinen bookishen Insidern. Und Livia vereint so viele Charakterzüge von Viellesern in sich, dass jede:r von uns sich ein Stück weit in ihr wiederfinden kann. Vor allem ist sie ein kleiner Mutmacher, für alle, die selbst gerne schreiben und immer wieder an sich und ihren Geschichten schreiben.

Mein Fazit:
UNWRITTEN LOVE ist eine Liebesgeschichte über Liebe in all ihren Facetten, über das Erwachsenwerden, über das Lesen und Schreiben. Bei bookischen Büchern sagt man oft: Wer Bücher liebt, wird diese Geschichte lieben. Ganz so pauschal würde ich das hier nicht sagen, weil die Story mich zwar gut unterhalten, aber nicht absolut begeistert hat. Der Roman bedeutet Spaß für mich. Er ist diese typische Unterhaltung für Zwischendurch – gewürzt mit ganz viel Bücher-Liebe. Das Leseerlebnis ist ein humorvoller Blick in den Spiegel. Wer Lust auf eine solche Geschichte hat, wird sicherlich ebenso amüsante Lesestunden erleben. Was die Bewertung betrifft, ordne ich das Buch zwischen 3,5 und 4 Sternen ein.

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Veröffentlicht am 29.02.2024

Eine klassische Cowboygeschichte

Shine Not Burn
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Die Nacht, die Anwältin Andie mit Cowboy Mack in Las Vegas verbringt, hätte ein Wendepunkt in ihrem durchgetakteten Leben werden können. Doch als sie am nächsten Morgen nur in Begleitung eines heftigen ...

Die Nacht, die Anwältin Andie mit Cowboy Mack in Las Vegas verbringt, hätte ein Wendepunkt in ihrem durchgetakteten Leben werden können. Doch als sie am nächsten Morgen nur in Begleitung eines heftigen Katers und noch größeren Blackouts aufwacht, hat sie das vergessen. Sie kehrt zurück in ihren Alltag und lässt sich auf ihrem vorgeplanten Weg zum Glück von nichts und niemandem aufhalten. Bis diese Heiratsurkunde auftaucht und Andie zu einem unwillkommenen Umweg zwingt.

Mack und Andies Geschichte beginnt vor der interessanten Kulisse von Las Vegas und legt von Anfang an richtig los. Der Humor der Story verspricht einen hohen Unterhaltungswert. Die Charaktere sind ein ganz bunter Haufen. Und an Spice wird nicht gespart. Logisch, wenn es um Cowboys geht ;)

Die Storyidee ist an sich nichts Neues, hat aber ihre Tiefen und die ein oder andere Eigenheit. Vor allem aber sollte man dieses Buch lesen, wenn man Interesse an einer Cowboygeschichte hat. Denn Mack ist ein Cowboy, wie man ihn sich vorstellt und der einen träumen lässt. Zumal er auch ein richtiger Romantiker ist. Das Setting – insbesondere das Ranchleben – tut sein Übriges für eine gefühlvolle Lovestory. Die MacKenzie-Familie besticht quasi mit ihrer Freundlichkeit. Und auch Andie ist an sich eine nette Protagonistin. Teilweise war sie mir ein wenig zu stur und zugleich zu teilnahmslos. Sie kostet einen beim Lesen den ein oder anderen Nerv – zugleich lässt sie einen über so manche Beziehungs- und Verhaltensmuster nachdenken, was ich gut fand.

Mein Fazit:
SHINE NOT BURN ist ein Buch für Zwischendurch für alle, die eine Schwäche für heiße Cowboys haben. Die Atmosphäre ist sehr angenehm und man hat einfach Spaß mit der Geschichte. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Ein Märchen aus dem Hause Bridgerton

Bridgerton – Wie verführt man einen Lord?
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Als Benedict Bridgerton und Sophie sich das erste Mal begegnen, läuft alles wie im Märchen ab. Sie ist die umwerfende, unbekannte „Prinzessin“, die ihrem Prinzen (besser bekannt als der zweitälteste Sohn ...

Als Benedict Bridgerton und Sophie sich das erste Mal begegnen, läuft alles wie im Märchen ab. Sie ist die umwerfende, unbekannte „Prinzessin“, die ihrem Prinzen (besser bekannt als der zweitälteste Sohn von Lady Bridgerton) den Atem raubt. Doch sie haben nur diese paar wenigen Stunden auf einem Maskenball. Punkt Mitternacht läuft Sophie davon – einzig ihren Handschuh lässt sie zurück.
Benedicts Suche nach der unbekannten Dame verlaufen erfolglos. Womöglich, weil er in den falschen Kreisen sucht. Womöglich, weil er Sophie nicht mehr erkennt … Aber kann ein Herz sich irren?

Im dritten Band der bekannten Reihe geht es nun um den zweiten Sohn aus dem Hause Bridgerton – Benedict. Wer die Netflix-Serie geschaut hat, der hat Benedict als einen humorvollen, lebenslustigen Menschen mit einem großen Herzen kennengelernt. Für mich war er in der Serie tatsächlich immer ein kleiner Liebling. Trotzdem muss ich sagen, dass mich der Inhalt dieses Bandes ausgehend vom Klappentext nicht komplett neugierig gemacht hat. Die beschriebene Story ist nicht unbedingt was Neues und spätestens nach dem Lesen der ersten drei Kapitel wurde mir klar, weshalb mir die Geschichte bekannt vorkommt. Es ist eine Art Cinderella Story. Das hat mich ein wenig ernüchtert, weil ich fürchtete, dass diese bekannte Art von Geschichte die Spannung rausnimmt. Glücklicherweise war dies nicht der Fall.

Die Geschichte beginnt zwar in klassischer Aschenputtel-Manier, hat aber durchaus ihren eigenen Charakter. Die Zweitsprünge ziehen die Handlung interessant auseinander und Sophie entwickelt sich zu einer eigenständigen Frau mit Prinzipien. Ihr Verhalten ist vielleicht hier und da etwas stur und eigenwillig, aber man kann sie als Figur verstehen. Wenn ich gerade bei den Figuren bin: Ich habe bereits erwähnt, dass ich Benedict als lebensfrohen Witzbold in der Serie sehr liebgewonnen habe. Ihn nun im Buch kennenzulernen war eine ganz andere Erfahrung. Denn Buch-Benedict ist ein anderer Charakter. Er ist dominanter und hat mich an Anthony erinnert – dazu kommt aber, dass Benedict in seinem Herzen ein ziemlicher Romantiker ist.

Der Schreibstil liest sich wie immer sehr flüssig. Der Stil ist ein wenig gehobener und ein wenig sarkastischer – wie es sich eben für eine gute Regency Romance gehört. Erzählt wird mit Blick auf beide Perspektiven und einem permanenten Augenzwinkern. Besonders gut gefallen hat mir das Gefühl von Familienliebe, das in diesem Band durch viele Szenen aus dem Bridgerton-Alltag sehr ausgeprägt war. Ein wenig vermisst habe ich die rauschenden Bälle, aber dafür hat man hier einfach eine eigene Art von Regency Romance, die durch ihre Andersartigkeit zu strahlen weiß. Und für die ein oder andere Überraschung war auch gesorgt, zum Beispiel durch eine unscheinbare Heldin. Mit dem Epilog findet das Buch einen wunderschönen Abschluss – und ein besonderes Lob möchte ich für den neuen, zweiten Epilog aussprechen. Dieses Mal versuchte sich die Autorin an einer Art Spin off zum Buch.

Mein Fazit:
​Auch der dritte Roman aus der Bridgerton-Reihe konnte mich hervorragend unterhalten und ich freue mich nun besonders auf die folgenden Bände. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, besonders an alle Märchenfans. Denn ob die Heldin nun Sophie, Cinderella, Aschenputtel oder Aschenbrödel heißt – die Grundidee ist dieselbe. Man sollte diese Art von Geschichte mögen, dann hat man große Freude mit WIE VERFÜHRT MAN EINEN LORD?. Außerdem würde ich empfehlen, sich beim Lesen gedanklich etwas von der Serie abzukapseln und dafür bereit sein, die Bridgertons neu kennenzulernen. Dann steht Lesestunden zum Tagträumen nichts mehr im Weg. Von mir gibt es 3.5 Sterne.

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