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Veröffentlicht am 29.04.2025

Solider Auftakt einer Reihe

Vampire Academy - Blutsschwestern
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Das Buch hat mir durchaus viel Spaß gemacht, mir aber auch an einigen Stellen einiges abverlangt, weil ich die Figuren nicht wirklich mochte. Aber im Großen und Ganzen hat es mir gefallen.
Rose ist eine ...

Das Buch hat mir durchaus viel Spaß gemacht, mir aber auch an einigen Stellen einiges abverlangt, weil ich die Figuren nicht wirklich mochte. Aber im Großen und Ganzen hat es mir gefallen.
Rose ist eine ziemlich starke Persönlichkeit, und auch wenn ich sie im zweiten Drittel des Buches unglaublich anstrengend fand, und ihre Art mich ziemlich sauer gemacht hat, wie sie alles bestimmen wollte, und ich auch ihre Einsicht danach nicht zwingend ausreichend fand (auch wenn sie trotzdem ziemlich gut war), so war es doch unterhaltsam, Rose zu begleiten und ihre schlagfertige Art zu sehen.
Wesentlich interessanter fand ich allerdings Lissa, weil sie vielseitiger war und da irgendwie mehr dahinter steckte, und um einiges sympathischer waren für mich viele Nebenfiguren. Bzw. größere Nebenfiguren. Dimitri ist einfach nur die ganze Zeit über goldig gewesen, und verdammt lieb, und auch wenn er eine sehr distanzierte Art hat, und Verantwortung bei ihm immer irgendwie an erster Stelle kommt, so wirkte er trotzdem nie gemein, oder unnötig gefühllos oder etwas in der Art, sondern man konnte ihm trotzdem anmerken, was ihm wichtig ist und was nicht.
Christian ist etwas schwieriger einzuschätzen, hauptsächlich weil er auf mich auch durch und durch so wirkte, als hätte er sein Herz am rechten Fleck und wäre eigentlich eine durch und durch gute Person, aber gleichzeitig wird er im Buch eher als „Badboy“ dargestellt, was ich gar nicht so richtig gesehen habe, weshalb ich ihn eventuell auch falsch gelesen habe? Aber auf jeden Fall fand ich auch seine Auftritte wirklich cool, und er war ein sehr beständiger Charakter.
Und Mason ist auch einfach toll. Ich fand die Freundschaft zwischen ihm und Rose sehr schön dargestellt, und während sie nicht einmal ansatzweise so tief geht, wie die von Rose und Lissa, fühlte es sich doch so an, als wären beide füreinander da und könnten sich aufeinander verlassen, und ich mag solche Figuren.
Lissa und Rose als Freunde sind trotzdem um einiges cooler, vermutlich auch weil ich zu selten Freundschaft zwischen weiblichen Figuren lese, die nicht in ständigem Zickenkrieg ausartet, und auch wenn Rose in dieser Freundschaft teilweise wirklich ziemlich heftige Grenzen überschreitet, und sie durchaus ab und an zu weit geht, ändert es nichts daran, dass man beim Lesen trotzdem das Gefühl hat, dass die beiden Mädchen sich wirklich viel bedeuten, und sie füreinander da sind, und die Darstellung da fand ich wirklich gut.

Teilweise hatte ich das Gefühl, dass einige Dinge zu schwarz und weiß waren, oder zu einfach, aber irgendwie steckten dann doch hinter allem ein wenig komplexere Zusammenhänge, und während man durchaus erahnen konnte, worauf Dinge hinaus laufen, hatte ich nicht das Gefühl, dass Plottwists zu offensichtlich waren. Es war eher eine gute Mischung aus „es kommt nicht aus dem Nichts und wird einem aber auch nicht auf die Nase gebunden“.
Und die Geschichte ist wirklich spannend. Es gibt die ganze Zeit über Fragen, die nicht geklärt werden, während man gleichzeitig aber auch viele Antworten bekommt, sodass es von der Geschichte her nie zu frustrierend wird, weil sich nichts auflöst, aber man gleichzeitig auch nicht wirklich das Gefühl hat, dass es langweilig wird. Es gibt immer dinge, die passieren, und mal wird sich mehr auf Figuren konzentriert, mal mehr auf die Handlungen, aber insgesamt bringt alles im Buch einem irgendwelchen neuen Erkenntnissen näher, und es fiel wirklich leicht, einfach immer weiter zu lesen, weil der Schreibstil sehr angenehm und einfach zu lesen ist.
Anfangs gibt es extrem viele Namen, sodass es leicht fällt, ein wenig durcheinander zu kommen, und teils verhält Rose sich in meinen Augen ziemlich daneben, sodass es durchaus Punkte gibt, die mir das Lesen erschwert haben (und es gibt es ein paar Kleinigkeiten in der Formulierung oder bestimmte Aspekte der Geschichte, die mir nicht gefallen haben, bzw. nach einer Weile eher auf die Nerven gegangen sind), aber insgesamt kam ich trotzdem super in die Geschichte rein, und auch super durch, und das Ende war sowohl zufriedenstellend, als auch sehr neugierig auf mehr machend. Es wird genug erklärt, dass man nicht das Gefühl hat, das Buch würde einen sitzen lassen, aber gleichzeitig bleibt auch genug offen, dass es doch interessant ist, zu erfahren, was genau alles als nächstes kommen wird.

Es ist in meinen Augen kein unglaublich grandioses Buch, und ich glaube, hätte ich es nicht gelesen, hätte ich auch nichts verpasst, aber ich bereue es auch nicht, meine Zeit damit verbracht zu haben, und es ist ein ziemlich guter erster Band einer Reihe, würde ich behaupten. Ich bin auf jeden Fall am überlegen, ob ich die nächsten Bücher auch noch lesen will.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Schön geschrieben

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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Das Buch fängt in meinen Augen ziemlich stark an und endet sehr emotional, lässt aber in der Mitte teilweise stark nach, sodass es mich zwischendurch auch nicht gewundert hätte, wenn ich eher mit einem ...

Das Buch fängt in meinen Augen ziemlich stark an und endet sehr emotional, lässt aber in der Mitte teilweise stark nach, sodass es mich zwischendurch auch nicht gewundert hätte, wenn ich eher mit einem schlechten Gefühl aus der Geschichte rausgegangen wäre.

Zac ist ein unglaublich sympathischer und liebenswerter Charakter, und so ziemlich alles aus seiner Sicht fand ich wirklich schön zu lesen. Teils traurig und niederschmetternd, aber gleichzeitig hat er irgendwie eine so "helle" Art und Weise, dass ich ihn trotzdem unglaublich gerne begleitet hat.
Mia ist im Gegensatz dazu voller Wut, immer allen gegenüber aggressiv, und während ich zwar sehr gut verstehen kann, woher es kommt, war ich leider teilweise trotzdem extrem genervt von ihr, und hätte wirklich weniger aus ihrer Sicht ertragen können.
Sie wird zum Ende hin allerdings etwas besser und lernt dazu, was es dann wieder erträglicher macht, gleichzeitig ist sie aber beinahe durchgehend sehr ich-bezogen, auch bis kurz vorm Ende noch, und es hilft nicht wirklich dabei, sie mehr zu mögen. Sie hat Momente, in denen ich sie gut fand, und wirklich für sie da sein wollte, und in denen ich sie am liebsten in den Arm genommen hätte, aber leider haben alle anderen Auftritte sehr stark überwogen.

Was auch dazu führt, dass ich ehrlich nicht weiß, was genau Zac an ihr findet, und das Buch in der Hinsicht teils sehr gezwungen wirkte. Also die Szenen zwischen beiden haben an sich funktioniert, und ich kaufe beiden auch die Freundschaft ab, die es großteils zwischen ihnen ist, und ich kaufe ihnen auch durchaus ab, dass sie viel füreinander empfinden und sich helfen wollen, ich konnte das durchaus aus allen Situationen herauslesen, nur die Geschichte an sich wirkt auf mich sehr gezwungen ... oder vielleicht ist konstruiert das bessere Wort. Es gibt einfach immer wieder Szenen, die keinen Grund haben, zu passieren, oder die nie aufgeklärt werden, und sie tragen zwar alle zu der Freundschaft/Romanze bei, aber sie wirkten auf mich nicht wirklich echt. Mia zum Beispiel legt sich relativ am Anfang in Zacs Bett, was nie aufgeklärt wird, und sie kennen sich zu dem Zeitpunkt nicht mal richtig, und warum genau sollte sie das machen? Später verstehe ich, aber nach zwei Gesprächen? Und auch Zacs sofortige Faszination wirkte auf mich eher wie ein "das Buch braucht das, um voran zu kommen" und nicht als würde sich da irgendwas natürliches entwickeln.

Trotzdem fand ich die Geschichte insgesamt schön geschrieben, die Freundschaft zwischen Zac und Mia war ziemlich cool, und ich wurde auch durchaus emotional und habe eventuell auch ein ganz kleines bisschen geweint, nur an anderen Stellen lässt das Buch in meinen Augen leider auch (sehr) zu wünschen übrig, und es hat mich nicht immer überzeugen können.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

(Rezension zum Hörbuch)

Eine tödliche Partie
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Dieses Buch fand ich einerseits sehr angenehm zu hören, andererseits auch irgendwie als sei das Marketing nicht ganz richtig gewesen.
So mochte ich zwar durchaus Setting und Figuren, und fand die Romanze ...

Dieses Buch fand ich einerseits sehr angenehm zu hören, andererseits auch irgendwie als sei das Marketing nicht ganz richtig gewesen.
So mochte ich zwar durchaus Setting und Figuren, und fand die Romanze okay (hatte eindeutig seine Klischees, mit Pat, die sich ständig vorkommt, als sei sie nicht hübsch genug, und ich habe den Funken nicht ganz gefühlt, aber gleichzeitig fand ich die beiden jetzt schon ganz süß zusammen und fand das Paar jetzt nicht komplett weit hergeholt), habe aber ein Krimi mit lesbischem Paar erwartet, und nicht lesbisches Paar mit ein klein bisschen Krimi am Ende. Bis der Tote auftaucht, der im Klappentext/der Beschreibung erwähnt wird, vergehen nämlich gute zwei Drittel des Buches, in denen es nur um die Gefühle geht, die beim ersten Treffen sofort entflammen, und auch im letzten Drittel ist ein guter Anteil noch immer hauptsächlich die Romanze. Was an sich ganz cool hätte sein können, nur irgendwie kommt es mir dann eben nicht mehr wie ein Krimi vor, und eigentlich wäre mir aktuell wirklich nach Krimi zumute gewesen.
Schlecht geschrieben fand ich's aber nicht, gut gesprochen war's auch, und mit einem ein klein wenig anderen Fokus hätte ich sicherlich noch mehr Freude gehabt. So war es eher na ja. Halt okay, aber auch an keiner Stelle herausragend oder besonders überzeugend. Hätte mir ein klein wenig mehr erhofft.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Gute Ansätze, leider nicht immer überzeugend verpackt

Ashturia
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Leider nicht total überzeugend. Ich fand den Stil ganz angenehm, und die Ideen waren auf jeden Fall auch da, leider hatte ich aber auch das Gefühl, das ganz viele Dinge sehr vorhersehbar waren, und einerseits ...

Leider nicht total überzeugend. Ich fand den Stil ganz angenehm, und die Ideen waren auf jeden Fall auch da, leider hatte ich aber auch das Gefühl, das ganz viele Dinge sehr vorhersehbar waren, und einerseits der Versuch bestand, Dinge modern zu machen, während das gleichzeitig aber getan wurde, indem weniger Moderne Dinge aufgegriffen wurden. So gab es einen Moment von Homophobie, der gefühlt aber nur dafür da war, zu zeigen, dass die Hauptfiguren nicht homophob war. Das wäre in meinen Augen viel besser gewesen, wenn die Nebenfigur einfach auch nicht homophob gewesen wäre, und alle kein Problem gehabt hätten/den Hauptfiguren die Falschannahme, sie seien ein schwules Pärchen, egal gewesen wäre; oder wenn stattdessen die Szene komplett weggelassen worden wäre. Auch hatte alles irgendwie einen sehr merkwürdigen Unterton von sexueller Belästigung, und als wäre die männliche Hauptfigur einer der wenigen Männer, die's ohne Belästigung schafft/kein Interesse daran hat, Frauen zu belästigen, bzw. als wäre die weibliche Hauptfigur eine der wenigen Frauen, die's verwerflich findet, wenn Männer Frauen belästigen, und ... da gab es einfach sehr viele Punkte, bei denen ich das Gefühl hatte, dass das anders besser hätte gelöst werden können, wenn das Ziel ja (vermeintlich) ein eher modernerer Fantasy-Roman ist. In anderen Punkten (wie einer eher kriegerischen Königin und einem eher intellektuellen Prinzen) fand ich das wieder besser gelöst, aber auch da hatte ich manchmal den Eindruck, dass das gerade bei der Königin eher vergessen wurde, wenn die Situation es gerade anders erfordert hat.
Der Drache hat mir gut gefallen als Charakter (nicht immer, aber war auf jeden Fall die Figur, die mir am meisten zugesagt hat) und an sich den Plot fand ich auch relativ spannend bzw. hätte ihn spannend finden können, durch einen ständigen Fokus auf Gefühlen und Romanze hatte ich aber leider oft das Gefühl, dass der Plot hätte präsenter sein können, sodass ich es dann doch eher langweilig fand, und die Romanze fand ich mit ihrer "Anziehung und verwirrende Emotionen auf den ersten Blick" auch eher mäßig interessant.
War jetzt alles in allem keine Katastrophe, aber ich gehe aktuell davon aus, dass ich vermutlich nicht weiterlesen werde, obwohl ich noch einen weiteren Band im Regal stehen habe. Vielleicht ändere ich meine Meinung noch mal sehen, aber aktuell konnte die Geschichte mich eher nicht mitreißen, und eigentlich ist das Ende ja nicht sonderlich offen oder mit großen Cliffhangern oder so, entsprechend gehe ich eher nicht von einer Meinungsänderung aus.

Veröffentlicht am 15.03.2026

Viel potenzial, leider nicht gaanz ausgeschöpft

Trials of Magic (Die Krone von Isandia 1)
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Ein sehr solides Buch, dass mich aber leider nicht in allen Punkten überzeugen konnte. So möchte ich zum Beispiel das Setting und den Plot wirklich gerne, auch wenn die Spiele mit ihren Begründungen wirklich ...

Ein sehr solides Buch, dass mich aber leider nicht in allen Punkten überzeugen konnte. So möchte ich zum Beispiel das Setting und den Plot wirklich gerne, auch wenn die Spiele mit ihren Begründungen wirklich extrem an Panem erinnert haben, und fand Kämpfe und Lösungsansatze für Situationen echt richtig schön spannend geschrieben.
Gar nicht gefallen allerdings hat mir leider die Romanze, die ich einfach nicht ganz nachvollziehen konnte, weil es die Figuren aber auch nicht konnten. Bzw. Weil die Figuren es nicht könnten, und darauf aber auch ständig rumgeritten wird. Immer geht's darum, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen aber keine Ahnung haben, warum, und dass die andere Person ihnen was bedeutet, und manchmal sogar echt viel bedeutet, und ich habe das Gefühl, es sind zwei Tage vergangen, mit drei flüchtigen treffen, und magische Anziehung gibt mir immer das Gefühl, dass die Autoren es nicht schaffen, Anziehung ohne habe diesen erzwungenen magischen Aspekt zu vermitteln, darum sagt man lieber "Anziehung, aber keine Ahnung warum"... Ja, ich wüsste auch sehr gerne warum, weil ich sehe nichts außer der implizieren Ansage "ist halt jetzt so". Fand ich leider sehr schade.

Alles in allem Spannung und Abenteuer und auch Twists in meinen Augen ziemlich gut, Romanze hat mir dann aber leider doch auch Recht viel Spaß genommen, was ich sehr schade fand.