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Veröffentlicht am 16.04.2024

Spannungsgeladener 2. Fall

Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)
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Die Dämmerung von Marc Raabe ist der zweite Fall für Nele Tschaikowski und Art Meyer. Dieses Mal müssen sie in einem Fall von ermordeten Prominenten ermitteln - gegen den Druck der Öffentlichkeit, werden ...

Die Dämmerung von Marc Raabe ist der zweite Fall für Nele Tschaikowski und Art Meyer. Dieses Mal müssen sie in einem Fall von ermordeten Prominenten ermitteln - gegen den Druck der Öffentlichkeit, werden beide an ihre Grenzen gebracht.

Nele und Art sind gut ausgearbeitete, vielschichtige Charaktere. Durch Arts eher unkonventionellen Charakter und Neles Ehrgeiz ergänzen die beiden sich perfekt. Auch die Nebencharaktere sind durchdacht und interessant geschrieben. Wie bei Reihen üblich, trifft man viele Charaktere wieder, die man schon in Vorgängerbänden kennen gelernt hat. So wächst der ein oder andere Charakter einem schnell ans Herz.
Der Thriller spielt vorwiegend in der Gegenwart, zwischendurch gibt es Rückblicke in die Vergangenheit in Form von Tonbandaufnahmen. Erzählt wird es aus den Perspektiven von Art, Nele und einer Frau, die die Tonbandaufnahmen gemacht hat.
Der Fall -in dem Nele und Art ermitteln- zeichnete sich durch eine fesselnde und bewegende Handlung ab. Trotz der 512 Seiten ist der Thriller sehr kurzweilig. Das kommt vor allem durch den packenden und detaillierten Schreibstil von Marc Raabe, der einen das Buch kaum aus der Hand legen lässt.

Es ist nicht zwingend erforderlich die Bücher der Reihe nach zu lesen, da die Fälle in sich abgeschlossen sind. Allerdings wäre es hilfreich, da man so die Nebenhandlungen und Zusammenhänge verschiedener Charaktere besser versteht.

Mit dem neongrünen Cover und dem schwarzen Buchschnitt ist das Buch ein wahrer Blickfang.
Die Gestaltung ist ähnlich zu Band 1 „Der Morgen“ (Schrift, das Tierbild, Neonfarben), sodass beide Bücher perfekt zusammenpassen.

„Die Dämmerung“ konnte mich -wie auch der Vorgängerband- komplett überzeugen. Wer spannungsvolle, mitreißende Thriller liebt wird definitiv nicht enttäuscht werden.
Ich freue mich schon auf den 3. Teil „Die Nacht“, der im Februar 2025 erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 10.04.2024

Feministisch, modern und unglaublich wichtig.

That Girl
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„That Girl“ von Gabriella Santos de Lima ist ein zeitgenössischer Roman über die Bloggerin Tess und ihr (Liebes-) Leben.
Tess war eine authentische und sympathische Protagonistin, mit der ich mich gut ...

„That Girl“ von Gabriella Santos de Lima ist ein zeitgenössischer Roman über die Bloggerin Tess und ihr (Liebes-) Leben.
Tess war eine authentische und sympathische Protagonistin, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Ihr Influencer/Bloggerleben wirkte sehr oberflächlich und nicht wirklich gesund. Wenn man aber hinter die Fassade geschaut hat, konnte man eine ganz andere Tess kennen lernen. Auch ihre Freundinnen Adri und Cora waren lebensnah beschrieben. Vor allem Cora hat mir sehr Leid getan, da sie sich selbst nicht viel wert und in einer absolut toxischen Beziehung gefangen war. Die Freundschaft zwischen Tess, Cora und Adri wurde realistisch dargestellt und spielte eine wichtige Rolle.
Leo – der Mann, den Tess datet- schien auf den ersten Blick total normal und ein guter Mensch zu sein. Wenn man aber genauer hinschaut und die kleinen Hinweise erkennt, stellt man fest, dass er nicht so toll ist wie er scheint.

Schon die ersten drei Kapitel konnten mich sehr berühren, da ich mich selbst in der Situation erkannt habe. Deshalb war mir auch am Anfang schon klar, dass mir das Buch gefallen würde. Der Verlauf der Geschichte hat sich dann auch tatsächlich so entwickelt, wie ich es gehofft habe. Es zeigt die Tendenzen von toxischen Beziehungen auf, die auch sehr unterschwellig daherkommen können.
Mit ihrem poetischen und schwungvollen Schreibstil schafft es Gabriella immer wieder, mit ihren Worten emotional zu berühren. Außerdem wird der Einfluss des Patriarchats auf Frauen realistisch und ungeschönt in die Geschichte eingebunden.

Das Cover mit den bunten Kacheln wirkt sehr ästhetisch. Mit den Bildern einer Avocado und einer Kaffeetasse passt es gut zu der Geschichte und dem oberflächlichen „That Girl“ Trend.

„That Girl“ ist ein Roman, den ich jeder Frau empfehlen würde – Ganz egal aus welcher Generation.
In dieser Geschichte steckt auf 285 Seiten viel Wut, ungesunde Verhaltensweisen und Selbstzweifel - Aber auch Hoffnung und Selbsterkenntnis.
Gabriella Santos de Lima hat mich mit diesem Buch und ihren Worten sehr berührt.
Ich werde noch lange daran denken und freue mich schon auf weitere Bücher von ihr.

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Veröffentlicht am 19.03.2024

Liebevoll ausgearbeitet

25 letzte Sommer
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25 letzte Sommer von Stephan Schäfer ist am 14.03.2024 im park x Ullstein Verlag erschienen.
Das ganze Buch handelt von der zufälligen Begegnung zweier Menschen, die ein Gespräch über die großen Fragen ...

25 letzte Sommer von Stephan Schäfer ist am 14.03.2024 im park x Ullstein Verlag erschienen.
Das ganze Buch handelt von der zufälligen Begegnung zweier Menschen, die ein Gespräch über die großen Fragen des Lebens beginnen.

Wer kennt es nicht? Man lebt praktisch für die Arbeit und vergisst dabei die Dinge, die eigentlich viel wichtiger sind. „25 letzte Sommer“ zeigt in einer liebevollen Erzählung auf, worauf es wirklich ankommt. Die beiden Charaktere wirken sehr echt und sind, trotz der Kürze des Buches, sorgfältig ausgearbeitet. Der sanfte, gefühlvolle Schreibstil ist unheimlich wohltuend. Die Worte hüllen einen in eine Umarmung und machen nachdenklich.

Das Aquarell Landschaftsbild auf dem Cover, lässt das Buch sehr besonders aussehen. Der Titel und Name des Autors -in weiß- ist stilvoll in das Bild eingearbeitet.

Mit 176 Seiten ist „25 letzte Sommer“ ein recht kurzes Buch, welches sich somit auch perfekt zum Verschenken eignet.
Für alle, die zu viel arbeiten und schöne Dinge zu oft aufschieben. Ich kann es bedingungslos weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 06.01.2024

Jahreshighlight

Thirteen
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Cover:


Auf dem Cover befindet sich die Geschworenen Bank des Gerichtssales, ein Stuhl ist farblich in rot hervorgehoben, die anderen sind schwarz. Dies ist passend zum Thema des Buches, da auf dem Cover ...

Cover:


Auf dem Cover befindet sich die Geschworenen Bank des Gerichtssales, ein Stuhl ist farblich in rot hervorgehoben, die anderen sind schwarz. Dies ist passend zum Thema des Buches, da auf dem Cover schon erwähnt wird, dass der Täter sich unter die Geschworenen Jury gemischt hat. Der Titel „Thirteen“ hat mehrere Bedeutungen und wird im Laufe der Geschichte aufgeklärt.


Meinung:


Das Thema des Buches war etwas neues, was ich so bisher nicht gelesen habe. Darum war ich auch beim Lesen des Klappentextes schon sehr gespannt auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt.

Vom Privatleben des Anwaltes Eddie Flynn erfährt man nicht so viel, was wohl daran liegt, dass dieses Buch Teil einer Reihe ist. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, dass ich etwas wichtiges verpasst habe um die Charaktere zu verstehen. Also lässt es sich auch ohne Hintergrundwissen sehr gut lesen.


Es gibt nicht viele Charaktere, aber allesamt sind sehr authentisch geschrieben. Der Killer erscheint als sehr intelligent und clever und schafft es immer wieder von sich abzulenken. Außerdem erfährt man in „Steckbriefen“ auch etwas über die Geschworenen. Die Geschichte ist aus der Sicht von Eddie Flynn (Ich-Perspektive) und des Killers geschrieben.


Die Geschichte spielt zum größten Teil im Gerichtssal, wo man direkt bei der Auswahl der Jury und beim Prozess dabei ist.

Der ganze Prozess ist sehr detailliert und interessant geschrieben, trotzdem kommt an keinem Punkt Langeweile auf. Verteidigung und Anklage liefern sich einen Schlagabtausch. Man fiebert regelrecht mit dem Hauptprotagonisten Eddie Flynn mit und hofft, dass er entscheidende Beweise findet um die Unschuld seines Mandanten zu beweisen. Während des ganzen Prozesses fühlt und leidet man mit dem Angeklagten Bobby Solomon. Man versinkt so tief in der Geschichte, dass man das Gefühl bekommt man wäre im Gerichtssaal dabei.

Gerade zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und es folgt ein rasantes Finale mit vielen Wendungen. Alle Theorien die man bisher im Kopf hatte, kann man getrost vergessen. Denn es kommt ganz anders als man denkt.

Dem Autor ist es gelungen eine komplexe, detailreiche Geschichte zu schreiben, die einen regelrecht fesselt.


Fazit:


Thirteen von Steve Cavanagh hat mich sehr begeistert und ist definitiv mein Jahreshighlight. Schon lange hat mich kein Buch mehr so mitreißen können. Ich wollte gar nicht mehr aufhören und werde auf jeden Fall noch weitere Bücher des Autoren lesen.

Ein Muss für alle Thriller Fans. Durchgängig spannend mit überraschenden Wendungen. Ein wahrer Pageturner.

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Veröffentlicht am 06.01.2024

Spannende Charaktere und unvorhersehbar

Tote schweigen nie
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Cover:
Das dunkle Cover mit den Blumen, den dezenten Blutstropfen und den hervorgehobenen Mustern gefällt mir sehr gut und sieht sehr besonders aus.

Charaktere/Handlung:
Wir lernen Cassie Raven kennen, ...

Cover:
Das dunkle Cover mit den Blumen, den dezenten Blutstropfen und den hervorgehobenen Mustern gefällt mir sehr gut und sieht sehr besonders aus.

Charaktere/Handlung:
Wir lernen Cassie Raven kennen, die als Sektionsassistentin in London-Camden arbeitet und durch ihr Aussehen oftmals Blicke auf sich zieht. Wir begleiten Cassie in ihrem Alltag, bei der Arbeit und auch Privat. Schon bald wird klar, dass Cassie ein sehr liebevoller Mensch ist. Bei ihrer Arbeit in der Pathologie geht sie sehr würdevoll mit den Toten um und ist außerdem der Meinung, dass die Toten auch nach ihrem Leben noch kommunizieren, weshalb sie mit ihnen spricht.
Man lernt noch weitere Charaktere kennen, zum einen Cassies Großmutter und die Polizistin Phyllida Flyte, sowie weitere Mitarbeiter*innen in der Pathologie.
Mit Polizistin Flyte habe ich etwas länger gebraucht um warm zu werden, da sie auf den ersten Blick recht "kalt" wirkt. Sie ist sehr ehrgeizig und hängt sich voll in ihre Fälle rein, auch wenn diese eigentlich schon "gelöst" erscheinen.

Cassie ist geschockt, als sie ihre Mentorin Mrs. Evans auf dem Tisch hat und kann den natürlichen Tod einfach nicht glauben, weshalb sie sich selbst auf die Suche macht um herauszufinden was wirklich passiert ist. Detective Flyte wird dabei auch eine Hilfe sein. Außerdem gibt es noch Nebengeschichten, die sich gut in die Story einfügen.

Fazit:
Beim Lesen des Klappentextes war ich mir schon ziemlich sicher, dass mir die Geschichte gefallen wird, da ich außergewöhnliche Charaktere mag. Die Geschichte und der Schreibstil waren immer spannend, die recht kurzen Kapitel haben ihren Teil dazu beigetragen, dass man immer weiterlesen wollte.
Das Ende war unvorhersehbar, da die Autorin einen immer auf falsche Fährten geführt hat und ich somit nicht mit dieser Auflösung gerechnet habe.
Alles in allem hat mir dieses Buch so gut gefallen, dass ich 5 Sterne gebe. Ich freue mich auf weitere Geschichten mit Cassie Raven und Phyllida Flyte.

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