Platzhalter für Profilbild

Newspaper

Lesejury Star
offline

Newspaper ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Newspaper über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2024

Nicht mein Lieblingsende

Tränengrab
0

Klappentext:

„Um auf andere Gedanken zu kommen, verbringt die frisch verwitwete Evelyn ein paar Tage bei der Familie ihrer Tochter. Doch deren sonst so verschlafene Heimatstadt ist im Ausnahmezustand. ...

Klappentext:

„Um auf andere Gedanken zu kommen, verbringt die frisch verwitwete Evelyn ein paar Tage bei der Familie ihrer Tochter. Doch deren sonst so verschlafene Heimatstadt ist im Ausnahmezustand. Die 16-jährige Nachbarstochter ist unter mysteriösen Umstanden verschwunden, ein Verbrechen wird befürchtet. Und tatsächlich wird schon bald eine bestialisch zugerichtete Leiche gefunden. Die Bewohner stehen unter Schock, die Polizei ermittelt fieberhaft. Es ist jedoch Evelyn, die eine erschreckende Entdeckung macht …"





Fazit:

Die Idee, dass man dieses Buch aus Sicht einer älteren Dame liest, hat mir äußerst gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass nicht nur Evelyns Körper sondern auch ihre Psyche sehr labil sind. Ich fragte mich also: „Wie weit kann ich ihr trauen?!“, „Sind ihre Wahrnehmungen wirklich real?“. Dieses Spielchen spitze sich immer weiter mühelos zu.

Dass in Evelyns Familie etwas nicht stimmt, spürt man auf Anhieb. Die Charaktere sind kalt, die Stimmung überhaupt nicht familiär. Dass sie dem Ganzen auf den Grund gehen möchte, verstehe ich. 


Die Entwicklung der Geschichte machte für mich lange Sinn aber die letzten Seiten bzw. das konstruierte Ende, hätte ich nicht gebraucht. Nichtsdestotrotz hatte ich ein paar spannende und nervenaufreibende Lesestunden und genoss das Miträtseln.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2024

Zwei Frauen - verbunden durch ein tragisches Unglück

Zwei Leben
0

Klappentext:

„1971 in einem Dorf in Süddeutschland. Nach einer Schneiderlehre in der Stadt kehrt die 20-jährige Roberta auf den Hof ihrer Eltern zurück. Sie ist das einzige Kind und wird irgendwann einmal ...

Klappentext:

„1971 in einem Dorf in Süddeutschland. Nach einer Schneiderlehre in der Stadt kehrt die 20-jährige Roberta auf den Hof ihrer Eltern zurück. Sie ist das einzige Kind und wird irgendwann einmal die Bäuerin sein. Hier auf dem Land sind Vergangenheitsbewältigung, Kriegsdienstverweigerung, Feminismus, Popkultur und Miniröcke nichts, womit man sich beschäftigt. Hier zählen Arbeit, Gehorsam und moralisches Verhalten. Roberta träumt davon, eigene Kleider zu entwerfen, aber sie weiß genau, dass das Träume bleiben werden. Zugleich liebt sie ihren Hof und die körperliche Arbeit in der Natur, wo sie sich ganz und gar spürt. Und sie liebt Wilhelm, den Pfarrerssohn.

Wilhelm ist nicht nur für Roberta der Grund, im Dorf zu bleiben. Auch seine Mutter Gertrud bleibt wegen ihres Sohnes. Im Gegensatz zu Roberta hasst sie das Landleben und wünscht sich nichts mehr, als weggehen zu können, hinaus in die Welt.
Beide Frauen werden schwanger und müssen eine Entscheidung treffen. Doch ein tragisches Unglück gibt ihrer beider Leben eine komplett neue Richtung.“





Fazit:

Die Atmosphäre und den Puls der Zeit Anfang der 70er Jahre fühlt man auf Anhieb. Auch, weil sich Ewald Arenz der Sprache bzw. Ausdrucksweise angepasst hat. Das Dorfleben ist unverfälscht und unfassbar bildhaft beschrieben. Ich genoss die Ausführungen, die Arbeit, das Feeling. 



Die Handlung ist zunächst unaufgeregt und relativ ruhig. Beide Frauen kommen zu Wort und offenbaren ihre Wünsche, Sehnsüchte und Gedanken. Jede auf ihre eigene Art und Weise. 



Ab dem letzten Drittel wendet sich alles - die Stimmung, die Handlung, mein Gefühlschaos. Das tragische Unglück sah ich zwar (wegen dem Klappentext) kommen, war jedoch nicht darauf gefasst. Die Lebenswege die Roberta und Gertrud einschlagen, sind vom Autor gut gelöst. 
Einzig die Sprache machte es mir an einigen Stellen nicht einfach. Das kann jedoch einfach an meinem Alter liegen und der Tatsache, dass ich (historische) Bücher aus diesem Jahrzehnt oder älter nicht so häufig lese.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2024

Lange undurchschaubar

The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe)
0

Klappentext:

„Vor 16 Jahren verschwand Bels Mutter Rachel auf mysteriöse Weise. Die damals 2-jährige Bel war die einzige Zeugin - und erinnert sich an nichts. Der Fall wird neu aufgerollt, als ihr Vater ...

Klappentext:

„Vor 16 Jahren verschwand Bels Mutter Rachel auf mysteriöse Weise. Die damals 2-jährige Bel war die einzige Zeugin - und erinnert sich an nichts. Der Fall wird neu aufgerollt, als ihr Vater einer True-Crime-Doku zustimmt. Bel kann es kaum erwarten, dass die Dreharbeiten zu Ende gehen und ihr Leben zur Normalität zurückkehrt. Doch dann geschieht das Unmögliche: Rachel steht plötzlich vor der Tür. Und erzählt eine haarsträubende Geschichte. Kann es sein, dass sie lügt? Und wenn ja: Wo war sie all die Jahre wirklich? Während die Kameras laufen, macht sich Bel auf die Suche nach der Wahrheit - und findet Dinge über ihre Familie heraus, die alles für sie verändern ..."





Fazit:

Da mir der Schreibstil der Autorin nicht unbekannt ist, fiel mir der Einstieg in diese Story überhaupt nicht schwer. Die Autorin bleibt sich treu und nimmt den Leser komplett in das Geschehen ein. Die Art der Erzählung ist modern, klar und strukturiert. 

Die Entwicklung der Story und des Spannungsbogens ist stetig gestiegen. Ich empfand es lange undurchschaubar, zudem kitzelte die Ungewissheit an den Nerven und ständig kam mir eine neue Theorie in den Sinn. Ich wurde demzufolge durchgehend unterhalten, was mir wirklich gut gefallen hat.

Einzig der Showdown wirkte so als würden sich die Ereignisse überschlagen. Das war mir leider etwas too much. 
Empfehle ich das Buch trotzdem weiter? Ja, klar!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.05.2024

Erfrischende Sommerlektüre

It's a match – Ein Update für die Liebe
0

Klappentext:

„Tara und Colin sind füreinander bestimmt – das wussten sie von dem Moment an, als sie sich zum ersten Mal trafen. Aber nach einigen Jahren ist die Luft raus, und ihre Vorstellungen von einer ...

Klappentext:

„Tara und Colin sind füreinander bestimmt – das wussten sie von dem Moment an, als sie sich zum ersten Mal trafen. Aber nach einigen Jahren ist die Luft raus, und ihre Vorstellungen von einer gemeinsamen Zukunft driften ziemlich auseinander. Gerade ist eine neue App in aller Munde: Fling. Sie ermöglicht es unglücklich Verheirateten, diskret und ohne Verpflichtungen eine Affäre einzugehen. Erst zögern Tara und Colin, doch dann melden sie sich unabhängig voneinander heimlich bei der App an. Und schneller als gedacht beginnt eine Achterbahnfahrt der Gefühle …“




Fazit:

Tara und Colin sind keine Teenies mehr, ihr Verhalten war für mich deshalb durchgehend erwachsen, seriös und authentisch. Fakt ist: die Luft ist raus, das Interesse sowie gegenseitiges Verständnis ist kaum noch vorhanden. Die Liebe braucht ein Update, muss einmal generalüberholt werden.

Der Einstieg und das Tempo entwickelten sich vor allem an Anfang ziemlich gut. Der abwechselnde Blickwinkel machte es mir einfach für beide Sympathie und Empathie zu empfinden. Beklemmende, verzwickte Momente, ganz viel Situationskomik aber auch ernste Gespräche/Themen tragen viel zur Stimmung bei. Ich genoss schlagfertige Dialoge und die Entfaltung der Gesamtsituation.
Ja, ein zwei Szenen war vorhersehbar und es gab auch vereinzelt gedehnte Spannungen und doch fand ich die Story sehr erfrischend und originell. Empfehle ich gerne Leser:innen weiter, die auf der Suche nach einer leichten, prickelnden Sommerlektüre sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2024

Langer Spannungsaufbau

Just Another Missing Person – Findest du sie, wirst du alles verlieren
0

Klappentext:

„Jemand dort draußen hat dich im Visier. Er bedroht dich mit der schlimmstmöglichen Waffe. Er hat keine Pistole und kein Messer, sondern kennt ein Geheimnis. Und zwar dein dunkelstes. Er ...

Klappentext:

„Jemand dort draußen hat dich im Visier. Er bedroht dich mit der schlimmstmöglichen Waffe. Er hat keine Pistole und kein Messer, sondern kennt ein Geheimnis. Und zwar dein dunkelstes. Er stellt dir ein Ultimatum, das dich zwingt, zwischen deinen Grundsätzen und dem Schutz deiner Familie zu wählen.

In dieser ausweglosen Situation findet sich die erfahrene Ermittlerin Julia Day wieder, als ihr aktueller Vermisstenfall zum reinsten Albtraum wird. Denn plötzlich hängt die Sicherheit ihrer eigenen Tochter davon ab, dass Julia im Fall um die vermisste Oliva einen Unschuldigen ans Messer liefert – und die wahren Hintergründe niemals ans Licht kommen …"





Fazit:

Ich wünschte ich könnte diesem Thriller die volle Punktzahl geben aber der lange Weg bis zur Spannung dauerte mir persönlich einfach viel zu lange. Ich hatte Schwierigkeiten dranzubleiben und motiviert weiterzulesen. Doch irgendwann kam tatsächlich der entscheidende Twist der mich völlig fesselte. Ich genoss den Nervenkitzel und verfolgte gebangt die kluge Zusammenführung einzelner Erzählstränge. Julias Entscheidungen, Überlegungen und Handlungen sind für mich stets nachvollziehbar gewesen. Die Charakterzüge jeder einzelner Figuren ist perfekt ausgearbeitet. 



„Going back“ habe ich von der Autorin verschlungen und fand’s einfach genial. Vielleicht waren meine Erwartungen hier zu hoch, ich weiß es nicht. 

Die Story an sich verdient 5 Sterne, der Spannungsaufbau weniger. Empfehle ich dennoch gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere