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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2024

Interssante Lektüre

Die Sache mit Rachel
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Dieser Roman ist eine wilde Achterbahnfahrt mit zwei Millennials im irischen Cork. Der Roman erfordert ein wenig Aufmerksamkeit und Geduld, da er zumindest bei mir seinen Charme erst nach und nach entfaltet ...

Dieser Roman ist eine wilde Achterbahnfahrt mit zwei Millennials im irischen Cork. Der Roman erfordert ein wenig Aufmerksamkeit und Geduld, da er zumindest bei mir seinen Charme erst nach und nach entfaltet hat. Man spürt während des Lesens, dass die Autorin einiges zu sagen hat und das Konstrukt, dass sie um ihre Hauptdarsteller erbaut, ist vielfältig, kleinteilig und voll historischer Details. Ich nehme an, dass es auch ein paar biografische Fakten der Autorin versteckt. Mir hat gefallen, wie die Entwicklung von Rachel und James erzählt wird. Ich musste immer wieder an meine eigenen Kinder denken, die auch in dieser Zeit erwachsen wurden und fand durchaus Gemeinsamkeiten.

Interessante Lektüre, die sich thematisch und erzählerisch vom "Einheitsbrei" abhebt.

Veröffentlicht am 29.05.2024

sommerlicher Liebesreigen

Acht Tage im Sommer
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Das Buch hat mich angesprochen wegen vielerlei Dingen. Dem schönen Cover, dem Titel - ich liebe den Sommer am Meer - und den Hinwei, dass die Autorin Adriana Trigiani das Buch empfiehlt. Gute Werbestrategie ...

Das Buch hat mich angesprochen wegen vielerlei Dingen. Dem schönen Cover, dem Titel - ich liebe den Sommer am Meer - und den Hinwei, dass die Autorin Adriana Trigiani das Buch empfiehlt. Gute Werbestrategie - auf jeden Fall bei mir hat es funtioniert.

Das Buch liest sich leicht und sicher auch, wenn man am Strand liegt, bisserl abgelenkt von Sonne, Sand und Schwimmern und laut spielenden Kindern. Es geht um zwei Schwestern, die gerade auf unterschiedliche Weise ihre Entscheidungen und ihre Lebenssituation hinterfragen. Anlass ist die bevorstehende Hochzeit der einen und die unerwartete Rückkehr einer Jugendliebe der anderen.

Sicherlich keine anspruchsvolle Lektüre. Es wird gelacht und geweint und geliebt und entlieb. Aber die Atmosphäre hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 16.05.2024

Harte Fantasykost

Das Reich der Verdammten
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Der schmerzvolle blutige Weg des Gabriel dé Leon geht weiter. Und es wird nicht leichter und wie der Titel schon verrät ist die "Pain" groß und die "Hope" doch eher ein zartes Plänzchen. Kristoff ist ein ...

Der schmerzvolle blutige Weg des Gabriel dé Leon geht weiter. Und es wird nicht leichter und wie der Titel schon verrät ist die "Pain" groß und die "Hope" doch eher ein zartes Plänzchen. Kristoff ist ein Meister der Worte und hier kann er sich richtig austoben, wenn er Grausamkeiten, brutale Morde, harten Sex beschreibt. Das ist nichts für Zartbesaitete und die Düsternis und Bedrohung sind so groß, dass es dem Leser sicherlich schwer fällt, irgendwo ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Vielleicht gibt es da ja auch gar nicht und die Menschenwelt wird endgültig von den Vampiren zerstört. Wer weiß. Kristoff traue ich alles zu. Ich habe mir als Leserin mehr Atempausen gewünscht, mehr Zuversicht und Wärme. Aber Kristoff gönnte mir das nicht. Er wollte sicherlich, dass klar wird, was es bedeutet, wenn Gabriel verliert. Und es wird klar, wie schwer es werden wird, die Verdammnis und den Tod der Menschheit abzuwenden.

Harte Kost, selbst für einen Jay Kristoff. Da musste ich mich erst mal drauf einlassen. Aber ich mochte es trotzdem. Auch wenn es nicht mein Lieblingsbuch des Autors ist, deshalb nur 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2024

Frauenschicksale

Das Echo der Gezeiten
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Das Cover hat mich ungemein angesprochen. Und eine junge Frau, die in den 1960ger Jahren versucht Taucherin und Meeresbiologin zu werden, das klang sehr vielversprechend. Im zweiten Erzählstrang der 300 ...

Das Cover hat mich ungemein angesprochen. Und eine junge Frau, die in den 1960ger Jahren versucht Taucherin und Meeresbiologin zu werden, das klang sehr vielversprechend. Im zweiten Erzählstrang der 300 Jahre früher spielt, muss Nes ebenfalls um Unabhängigkeit und die Freiheit zu eigenen Entscheidungen kämpfen. Das verbindet die beiden Frauen. Und ja, manches hat sich auch heut noch nicht verändert und in vielen Ländern könnte diese Geschichte in der Gegenwart spielen. Gerade diese Zeiten übergreifenden Schwierigkeiten für Frauen sind es, um die es bei der Story geht.

Eigentlich wird durch die wechselnden Zeiten ein großer Lesesog entwickelt. Der tröstet über ein paar Längen hinweg und darüber, dass einiges an Hintergrundmaterial nicht auserzählt war.

Mein Fazit: Das Thema ist wichtig und interessant, die Charaktere hätten gerne noch mehr Raum haben können.

Veröffentlicht am 27.03.2024

erfrischendes Hörerlebnis

Der Lärm des Lebens
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Ich möchte hier gleich betonen, dass ich das Buch als Hörbuch genossen habe. Und einen Stern gibt es quasi nur dafür, denn Jörg Harmann liest sehr angenehm und das Erzählte bekam dadurch eine ganz eigene ...

Ich möchte hier gleich betonen, dass ich das Buch als Hörbuch genossen habe. Und einen Stern gibt es quasi nur dafür, denn Jörg Harmann liest sehr angenehm und das Erzählte bekam dadurch eine ganz eigene Tiefe. Ich mag es sehr, wenn Autoren so gut lesen können, dass sie selber über ihr Leben berichten. Das macht einen großen Charme aus. Ebenso ist der Schreibstil wunderbar. Und auch wunderbar für ein Hörbuch geeignet. Er schwelgt in der deutschen Sprache. Man merkt ihm an, dass er schon von berufswegen aber sicher auch privat viel mit LIteratur zu tun hat und weiß, wie man sie einsetzt.

Jörg Hartmann erzählt die Geschichte seiner Familie. Seiner Großeltern in der Nazizeit, seiner Eltern und seine eigene Jugend im Ruhrpott, und er erzählt viel von seinen Anfängen mit der Schauspielerei, seinen Engagements, seinen Kollegen, seinen ersten Erfolgen. Wer also den Mann hinter dem Tatortkommissar kennen lernen will, der ist hier genau richtig.

Es ist sicher nicht die beste Biografie, die ich je gehört habe, aber es war ein angenehmes und erfrischendes Hörerleben.