Profilbild von Sunny2908

Sunny2908

Lesejury Star
offline

Sunny2908 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Sunny2908 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Wiederholt sich die Geschichte?

Die Tochter des Serienkillers
1

Jenny hat alles dafür getan, um ihrem alten Leben zu entfliehen.
Ihren Namen hat sie von Jane in Jenny geändert und sie lebt nun in einem kleinen Dorf, zusammen mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen ...

Jenny hat alles dafür getan, um ihrem alten Leben zu entfliehen.
Ihren Namen hat sie von Jane in Jenny geändert und sie lebt nun in einem kleinen Dorf, zusammen mit ihrem Mann und den beiden gemeinsamen Kindern.
Ihre Kindheit war sehr traumatisch, denn ihr Vater ist ein Serienmörder und ihre Mutter eine sehr manipulative Frau, die übermäßig fixiert auf ihre Tochter ist.
Das alles hat sie hinter sich gelassen, zumindest hat sie das geglaubt, bis eines Tages die Geliebte ihres Mannes entführt wird und zeitgleich vor Jennys Tür Müllsäcke mit toten Tieren auftauchen, geschmückt mit einem Schmetterling, der Signatur ihres Vaters.
Zudem hat sie immer wieder Black Outs, was macht sie in dieser Zeit?
Spielt jemand ein Spielchen mit ihr oder wiederholt sich die Geschichte und Jenny nimmt dabei den Platz ihres Vaters ein?

Bereits Band eins der Reihe hat mir gefallen, aber ich war noch gespannter auf dieses Buch.
Der Vater ein Serienmörder, eine absolute Horrorvorstellung, aber was wenn es wahr wird?
Wie verändert sich das eigene Leben? Welche Ängste entstehen? Und gibt es tatsächlich ein Mördergen, das unweigerlich ausbrechen wird?
Ich war neugierig was Jenny für ein Mensch ist und welche Auswirkungen ihre Vergangenheit auf sie hat.

Jenny kann nur schlecht vertrauen und ihre Kindheit hält sie unter Verschluss, selbst vor ihrem Ehemann.
Abgesehen davon führt sie aber ein normales Familienleben und ist Besitzerin einer Tierarztpraxis.
Sie ist ein lieber Mensch, versucht allen Personen eine Chance zu geben, weil sie es unbedingt besser machen möchte als ihre Mutter.
Als viele merkwürdige Dinge passieren und Jenny eine plausible Verdächtige ist, fragt man sich, ob sie trotz ihrer positiven Art dazu fähig wäre, einem anderen Menschen etwas anzutun.
Ihr eigenes fehlendes Vertrauen in sich, verstärkt diese Skepsis zunehmend.

Doch nicht nur Jenny ist verdächtig.
Ihr Mann Mark ist nur schwer zu durchschauen und hätte ein Motiv.
Zudem ist er ein scheinbar egoistischer Mensch und denkt in erster Linie an sich.
Vielleicht seine Geliebte sein Ego verletzte und sie musste dafür büßen.
Oder hat ihre Mutter sie gefunden, die ebenfalls über die Taten des Vaters bestens Bescheid weiß?
Möchte sie ihre Tochter daran erinnern, dass sie ihrem vergangenem Leben nicht entkommen kann?
Es gibt zu jeder Zeit verschiedene Theorien und diese halten das Buch spannend und man weiß nie, wem man trauen kann.

Die Spannung ist das ganze Buch über da, allerdings hat sie im letzten Drittel etwas nachgelassen.
In den ersten beiden Dritteln gab es viele Handlungsstränge und viele Geheimnisse wurden angeteasert, doch am Ende wurden leider zu viele Dinge nicht zu Ende geführt und manche Charaktere spielten kaum noch eine Rolle, sodass man davon ausgehen konnte, das sie für die endgültige Auflösung keine große Rolle mehr spielen.
Das war schade, denn dadurch ist etwas von der Spannung verloren gegangen, da manche Theorien vorzeitig zerschlagen wurden und nur noch wenige übrig blieben, aber noch viele Seiten zu lesen waren.

Zum Schluss hätte ich mir noch ein oder zwei Kapitel mehr gewünscht, da dann doch alles ganz schnell ging, aber man wenig über die Konsequenzen lesen konnte.
Dennoch hatte das Ende auch noch ein paar Überraschungen in petto, die das für mich am Ende relativ rund gemacht haben.
Insgesamt war es sehr interessant Jenny zu begleiten und herauszufinden wie es für das Kind eines Serienmörders weitergehen kann und welche Herausforderungen das Leben mit sich bringt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.02.2025

Tödliche Blumen

The Florist
0

Amy Mackenzie liebt ihr Luxus-Blumengeschäft und seit einiger Zeit hat sie sich einen Namen in der Londoner Society gemacht. Doch in ihrem Privatleben sieht das anders aus. Sie hat kaum soziale Kontakte ...

Amy Mackenzie liebt ihr Luxus-Blumengeschäft und seit einiger Zeit hat sie sich einen Namen in der Londoner Society gemacht. Doch in ihrem Privatleben sieht das anders aus. Sie hat kaum soziale Kontakte und auch zu ihren Eltern hat sie nicht das beste Verhältnis. Als sie durch einen glücklichen Zufall Izzy kennenlernt, die Schwägerin von James Elliott, einer ihrer besten Kunden, kann sie ihr Glück kaum fassen. Durch Izzy erweitern sich ihre sozialen Kreise, bis zu einer schicksalshaften Party, die ihr Leben und ihre Karriere für immer verändern soll.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber mit Sicherheit wird es nicht das Letzte gewesen sein. Mir hat der Schreibstil sehr gefallen und ich fand ihn sehr besonders. Die Autorin hat ihre Protagonistin unglaublich interessant wirken lassen und es gleichzeitig geschafft, dass ich ihr nie ganz vertrauen konnte. Ich habe es so interpretiert, dass das ihre Absicht war und dann hat sie das grandios gemeistert.

Amy war insgesamt sehr besonders in ihrer Art und in ihrem Charakter. Die meiste Zeit wirkt sie normal, beinahe "uninteressant". Aber dann gab es Momente, in denen sie eine andere Seite von sich gezeigt hat, eine düstere und fast schon psychisch gestörte Seite und das dazu passende Verhalten. Ihr Umgang mit Menschen ist während ihrer Arbeit normal, aber privat ist er unangemessen fixiert und das zeigt sich über das ganze Buch hinweg und ist ein weiterer Grund für mein fehlendes Vertrauen zu ihr. Ihren Beruf und ihre Liebe zu Blumen mochte ich hingegen sehr und sie war richtig ansteckend.

Zwischendurch hat sich das Buch etwas mehr wie ein Roman angefühlt und nicht wie ein Thriller. Dadurch hat es sich für mich manchmal gezogen, weil die Spannung nicht richtig vorhanden war. Die Transkripte der Verhöre haben das zwischenzeitlich ändern können und zum Ende hin, kann von fehlender Spannung keine Rede sein. Da konnte mich die Handlung auch noch positiv überraschen und hat mich manchmal echt kalt erwischt.

Fazit: Ein Thriller der etwas Zeit braucht, aber am Ende mit schockierenden Wendungen punkten kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2025

Das Spiel beginnt

Mismatch
0

Austin Fields ist der neue Spieler der Basketballmannschaft "Hopeville Dragons".
Hopeville ist eine kleine Stadt und so hofft er seiner Vergangenheit entkommen zu können, wäre da nicht Joyce Reed, die ...

Austin Fields ist der neue Spieler der Basketballmannschaft "Hopeville Dragons".
Hopeville ist eine kleine Stadt und so hofft er seiner Vergangenheit entkommen zu können, wäre da nicht Joyce Reed, die ehrgeizige Sportjournalistin in spe.
Sie ist intelligent, hübsch und vor allem sehr interessiert an Austins Grund für seinen Wechseln von Chicago nach Hopeville.

Ich hatte mal wieder Lust auf eine gute Sports-Romance und da kam dieses Buch wie gerufen.
Über Basketball habe ich vorher noch nie etwas gelesen und war dadurch doppelt gespannt, wie der Sport in das Buch eingebunden wird.
Für mich waren diese Eindrücke sehr gelungen.
Ich hatte das Gefühl, wirklich etwas über diesen Sport lernen zu können und gleichzeitig wurden auch die negativen Seiten, abseits des Platzes, nicht ignoriert und stattdessen zum Thema gemacht, wie zum Beispiel der Zustand des Körpers nach einem anstrengendem Spiel.

Aber auch der Romance Anteil kam nicht zu kurz.
Mir hat die Entwicklung zwischen Austin und Joyce gut gefallen.
Sie war nicht übereilt, ich würde sogar slow burn dazu sagen und sie war sehr süß zu lesen.
Die beiden hatten eine ganz tolle Kommunikation, was mir in anderen Büchern oft fehlt, und statt durch Missverständnisse alles wegzuwerfen, haben sie über diese Dinge geredet.

Insgesamt habe ich mich in der Geschichte sehr wohlgefühlt und auch wenn emotionale Themen besprochen worden sind, konnte ich mich beim Lesen entspannen und das Buch einfach genießen.

Austin und Joyce mochte ich beide sehr gerne.
Aber besonders Austins Großmutter Carol hat mein Herz gestohlen und ich hoffe sehr, dass sie auch in Band zwei noch einen kleinen Auftritt bekommt, auch wenn es dann nicht mehr um Austin geht, sondern um Josh und Lori.

Ich hätte mir etwas mehr Informationen über Joyces Studium gewünscht und etwas mehr Konsequenzen für das Verhalten von Josh, aber ansonsten habe ich nichts zu meckern.

Fazit: Eine gelungene Sports-Romance über Basketball mit Wohlfühl-Faktor.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2024

Eine alte Freundschaft

Was uns zusammenhält
0

Billie und Cassie kennen sich seit ihrer Jugend und waren immer beste Freundinnen. Aber je älter sie wurden, desto mehr trennten sich ihre Wege und Ziele im Leben.
Cassie hat reich geheiratet und ist frisch ...

Billie und Cassie kennen sich seit ihrer Jugend und waren immer beste Freundinnen. Aber je älter sie wurden, desto mehr trennten sich ihre Wege und Ziele im Leben.
Cassie hat reich geheiratet und ist frisch Mutter geworden und kann es daher nicht verstehen, dass Billie dieses Leben nicht hat und auch nicht will.
Von ihrer Freundschaft ist kaum noch etwas übrig, bis plötzlich Cassies Tochter entführt wird und sie niemanden sehen möchte, außer Billie.
Was sie jedoch nicht weiß ist, dass Billie ihre Tochter bei sich hat.

Das Buch beginnt sofort spannend mit der Entführung und man fragt sich, wie es dazu kommen konnte.
Um das zu erfahren, begleitet man nach dem Prolog, wie die Wochen davor verlaufen sind und wie der Kontakt zwischen Billie und Cassie ausgesehen hat.
Außerdem gibt es auch Kapitel aus der Jugend der beiden, die zeigen wie sie sich kennengelernt haben und wie ihre Freundschaft mal ausgesehen hat, diese haben mir auch geholfen, denn nicht immer konnte ich verstehen, warum Billie sich so um Cassie bemüht, aber mit diesem Hintergrundwissen versteht man, was sie noch immer in ihr sieht oder viel mehr repräsentiert.
Schon in ihrer Jugend waren die beiden sehr unterschiedlich und doch haben sie sich immer unterstützt und waren füreinander da.
Billie hatte eine bewegende Kindheit und diese Kapitel haben mich sehr mitgenommen und bewegt.
In dieser Zeit war Cassie stets an ihrer Seite und wurde zu ihrem Sicherheitsnetz, aber abseits davon, ging es bei Cassie meistens nur um Geld.
Ihr Vater hat seins nämlich verloren und seitdem mussten sie ein "Leben zweiter Klasse" führen, aber das möchte sie in ihrer Zukunft ändern.

Als sie längst erwachsen sind, hält Billie noch immer an der Freundschaft fest, während Cassie sich zunehmend abwendet.
Über Freundinnen liest man nicht so häufig und gerade dann nicht, wenn sie dabei sind sich zu entfremden, dabei ist es ein Thema, mit dem bestimmt die meisten Menschen schon zu kämpfen hatten.
Mich hat es daher sehr bewegt und die Umsetzung hat mir wirklich gut gefallen und ich fand sie sehr authentisch.
Insgesamt hat mir der Verlauf der Geschichte zugesagt, auch wenn ich mir ein paar Sachen anders gewünscht hätte, zum Beispiel den Spannungsaufbau am Ende.
Trotzdem hat mich das Ende nicht enttäuscht und ich würde das Buch auch definitiv weiterempfehlen.
Mir werden Billie und Cassie noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben.

Den Schreibstil möchte ich auch noch erwähnen. Beim Lesen bin ich praktisch durch die Seiten geflogen und das lag natürlich an der Geschichte selber, aber auch daran, wie sie geschrieben wurde.
Speziell die emotionalen Momente waren so greifbar und mitreißend, teilweise habe ich vergessen, dass ich ein Buch lese und diese Szene nicht live erlebe, das war wirklich großartig.

Fazit: Ein Buch über die guten und schlechten Seiten einer Freundschaft, die durch ihre Authentizität auffällt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 04.06.2024

Anonymer Stalker

Deine dunkle Seite
2

Die vier Teilnehmenden einer Thriller-Convention erhalten, nach dem Mord an einer berühmten Autorin und Kollegin, anonyme Nachrichten, in denen ihnen gedroht wird, sie könnten die nächsten sein.
Obwohl ...

Die vier Teilnehmenden einer Thriller-Convention erhalten, nach dem Mord an einer berühmten Autorin und Kollegin, anonyme Nachrichten, in denen ihnen gedroht wird, sie könnten die nächsten sein.
Obwohl sie sonst nichts miteinander zu tun haben, müssen sie jetzt zusammenarbeiten, um ihren Stalker zu entlarven.
Aber können sie einander vertrauen oder ist der Täter schon unter ihnen?

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es spielt zum Großteil in der Bücherwelt, in der Autor:innen, Lektor:innen und Verlage eine große Rolle spielen. Zudem spielt die Handlung während einer Thriller-Convention, was für ein wirklich tolles Setting gesorgt hat.
Für Menschen die Bücher und vor allem Thriller lieben, wirkt es wie das perfekte Buch.

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt.
Alle vier sind mehr oder weniger bekannte Autor:innen und Teilnehmende der Convention.
Obwohl die Kapitel zwischen ihnen aufgeteilt werden, kommt doch immer der Charakter der einzelnen Personen gut durch. Sie alle haben ihre Eigenarten und Geheimnisse und nach und nach werden diese aufgedeckt, entweder durch den Stalker oder von ihnen selbst.

Für mich waren besonders der Anfang und das Ende am stärksten, zumindest was die Spannung betrifft.
Im Mittelteil hat es sich für mich etwas gezogen, aber auch dort sind einige wichtige Dinge für die Geschichte passiert und das Buch ließ sich dennoch sehr flüssig lesen.
Die Spannung war für mich immer vorhanden und auch das Miträtseln hat mir Spaß gemacht.
Doch leider war ich dann doch etwas von dem Ende enttäuscht.
Das lag nicht daran, dass ich ein paar Wendungen habe kommen sehen, vielmehr empfand ich manche Entwicklungen als "zu einfach". Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Drama gewünscht.

Trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen und ich hatte Freude beim Lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung