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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2024

Schnell kuriert

Tierisch krank
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Auf dem Cover sehen wir den Löwen mit dem Fieberthermometer im Mund und den Verband um den Körper, um ihn herum steht die Flamingo-Krankenschwester, der Pinguin- und der Hundedoktor und ein Frosch, der ...

Auf dem Cover sehen wir den Löwen mit dem Fieberthermometer im Mund und den Verband um den Körper, um ihn herum steht die Flamingo-Krankenschwester, der Pinguin- und der Hundedoktor und ein Frosch, der den Verband wickelt.
Los geht es mit dem Reh, dass sich gepikst hat und dem der Hase mit einem Pflaster zur Hilfe kommt. Die Ohrenschmerzen des Robbenkinds behandelt der Pinguin mit Kräutermedizin. Und dem Pony mit Halsweh wird vom Alpaka ein Schal gestrickt. So geht es noch vielen Tieren bis auf der letzten Seite alle fröhlich tanzen und es heißt „Wir trösten dich, sind für dich da, dann wirst du schnell gesund, hurra!“
Dieses Pappbilderbuch beschreibt, wie kranke Tiere schnell wieder gesund werden, auf jeder Seite gibt es einen Vierzeiler, der sich gut vorlesen lässt und der die handelnden Tiere benennet. Die Bilder sind einfache Darstellungen der Tiere, die meist auf zwei Beinen stehen, das medizinische Personal ist auch durch einen weißen Kittel oder ein Häubchen als solches zu erkennen.
Ein hübsches Bilderbuch nicht nur für kranke Kinder.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Gefährliche Abenteuer

Die Mutprobe
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Die zwölfjährige Kristina lebt mit ihrer Mutter in einer nicht sehr guten Wohngegend, hier gibt es kleine Hochhäuser, die immer wieder besprayt werden. Aufgrund der Berichtserstattung in der Zeitung hat ...

Die zwölfjährige Kristina lebt mit ihrer Mutter in einer nicht sehr guten Wohngegend, hier gibt es kleine Hochhäuser, die immer wieder besprayt werden. Aufgrund der Berichtserstattung in der Zeitung hat Kristinas Mutter Angst, wenn ihre Tochter hier alleine unterwegs ist. Da sie schon nach Schulschluss und dann bis in den später Abend arbeitet, muss Kristina allein in der Wohnung bleiben. Das ist natürlich sehr langweilig, auch wenn sie genügend Videospiele zur Verfügung hat. Doch dann klopft Tobias, der Chef einer Sprayerbande an ihre Wohnungstür und weil sie seine Angst spürt, lässt sie ihn in die Wohnung. So wird die Wohnung zum Hauptquartier der Jungen, obwohl sie im Gebiet einer anderen Bande liegt und deren Chef Kristina unter Druck setzt.
Zusammen mit den Jungen erlebt Kristina gefährliche Abenteuer, aber erst als sie um zur Bande zu gehören, eine Mutprobe ablegen soll, muss Kristina eine Entscheidung treffen.
Im Buch geht es ums Sprayen, um U-Bahn-Surfen und Steine auf die Autobahn werfen. Nicht alle Aktionen bleiben ohne Folgen und da denke ich, werden die Leserinnen sich Gedanken machen müssen und Position beziehen. Kristinas Leben bekommt durch die Jungen viel Spannung, aber sie entfernt sich auch immer weiter von ihrer Mutter, ihre Noten leiden und letztlich nutzen die Jungen sie auch aus. Am Rande geht es auch um zerbrochene Biografien und häusliche Gewalt, alles Themen, die sicher jugendlichen Leserinnen nicht fremd sein dürften.
Das Buch wird in elf Kapiteln erzählt, es gibt einige farbige erläuternde Bilder dazu. Die Identifikation mit den Protagonisten wird den Leser‘*innen wohl nicht allzu schwerfallen.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Experimente helfen beim Ermitteln

Die Einstein-Detektive: Das Rätsel der krummen Bohne
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„Mit spannenden Experimenten rund um Pflanzen“ steht auch noch auf dem Cover und hier sehen wir auch die beiden Detektive mit ihren Lupen eine Pflanze untersuchen. Sara und Cosmo werden und am Anfang des ...

„Mit spannenden Experimenten rund um Pflanzen“ steht auch noch auf dem Cover und hier sehen wir auch die beiden Detektive mit ihren Lupen eine Pflanze untersuchen. Sara und Cosmo werden und am Anfang des Buches vorgestellt, sie gehen gemeinsam in eine Klasse und haben mit einem Lehrer die Unterschiedlichsten Pflanzen gezogen. Alle stehen auf der Fensterbank, damit sie gut gedeihen. Doch an einem Montagmorgen liegen Töpfe auf dem Boden, einige am Freitag gegossene Keimlinge sind vertrocknet, andere wachsen unerwartet um die Ecke, so wie die krumme Bohne aus dem Titel. Natürlich ermitteln das Detektiv-Duo sofort und muss das einige Pflanzen neu anschaffen und beobachten, dadurch finden sie einiges heraus, doch das bringt sie zunächst dem Täter nicht näher. Aber sie wären ja keine guten Detektive, wenn die den Fall nicht doch durch ihre Kombinations- und Beobachtungsgabe lösen würden.
In sieben Kapiteln ist das Buch gegliedert, manche enden mit einer Aufgabe, wie zum Beispiel mit der Beobachtung zweier Pflanzen, bei der eine gut mit Wasser versorgt wird und die andere trocken stehen bleibt. Der Ausgang mancher dieser Experimente ist allerdings so klar, dass sie eigentlich nicht nachgemacht werden müssten. Für mich nimmt das einigen Aufgaben den Reiz. Die große Schrift ist gut zu lesen und die einfügten bunten Bilder machen das Lesen noch einmal einfacher.

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Berliner Kinder-Krimi

Wer schnappt Ronaldo?
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Sommer in Berlin und Nivin wünscht sich nichts mehr als ihre Ruhe. Leider lebt ihre Familie in einer kleinen Wohnung und obwohl ihre Eltern ein Zimmer für Nivin frei machen wollte, ist das nicht gelungen, ...

Sommer in Berlin und Nivin wünscht sich nichts mehr als ihre Ruhe. Leider lebt ihre Familie in einer kleinen Wohnung und obwohl ihre Eltern ein Zimmer für Nivin frei machen wollte, ist das nicht gelungen, weil ihr großer Bruder mit Frau und Baby zu den Eltern zurückkommt. Ihre kleinen Brüder befinden sich ständig im Streit und ihre Eltern arbeiten den ganzen Tag in ihrem Lebensmittelladen. Etwas Ruhe findet Nivin im letzten S-Bahn-Wagon, doch diesmal muss sie leider vorzeitig aussteigen und gerät deshalb in eine große Gartenanlage. Hier wird ein Chamäleon vermisst und eine Belohnung von 5.000 € versprochen. Mit dieser Summe wäre es ein Leichtes die Kaution für die junge Familie zu zahlen und dann könnte der Bruder mit Familie wieder ausziehen. Aber wie findet man ein solches Tier, wenn am keine Ahnung hat. Doch da taucht Linus auf, ein Junge aus wohlhabendem Hause, der ebenfalls seinen sehnlichsten Wunsch mit dem Geld erfüllen möchte.
Diesmal ist die Protagonistin ein arabischstämmiges Mädchen mit einem richtig frechen Mundwerk. Nivin lässt sich nichts gefallen und macht sich mutig auf Ronaldo zu finden. Sie muss aber auch lernen, dass Hilfe manchmal auch ganz gut ist und man vielleicht sogar kooperieren muss, um sein Ziel zu erreichen. Das Buch hat eine unglaubliche Geschwindigkeit. Diese freche Berliner Göre zog mich völlig in ihren Bann und natürlich ist es auch spannend zu erfahren, wie die Geschichte sich entwickelt und wo das Chamäleon am Ende auftaucht. Nach 39 Kapitel mit vielen treffenden Schwarz-Weiß-Zeichnungen, muss man erstmal etwas Ruhe haben.

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Der Verlust des Kuscheltiers

Oh Schreck, der Luis ist weg!
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Als Samuel noch ganz klein war kam die verrückte Tante Ludmilla zu Besuch und in ihrer großen Tasche waren nicht nur viele Pfefferminzbonbons, sondern noch darunter versteckt, lag Luis. Luis ist ein Elch ...

Als Samuel noch ganz klein war kam die verrückte Tante Ludmilla zu Besuch und in ihrer großen Tasche waren nicht nur viele Pfefferminzbonbons, sondern noch darunter versteckt, lag Luis. Luis ist ein Elch dessen eines Geweih rot ist, aufgrund der vielen Bonbons riecht er nach Pfefferminz, allerdings ist er dann noch in den Teich gefallen und deshalb riecht er auch nach Ententeich. Samuel nimmt Luis immer mit, inzwischen ist er schon in der Schule, aber Luis muss immer dabei sein. Doch an diesem Donnerstagmorgen, an dem das Buch beginnt, ist er nirgends zu finden. Samuels Suche wird von seinen Eltern unterstützt und sie weitet sich immer weiter aus und bleibt trotzdem ergebnislos. Ich will aber nicht verraten, wie es doch noch ein gutes Ende gibt.
Mein Enkel hat eine Katze, die er immer mitnimmt und die schon einige Ausbesserungsversuche hinter sich hat. Schrecklich der Gedanke, dass Maui verloren gehen könnte. Die Lücke, die Luis hinterlässt wird in dem Buch sehr schön beschrieben, auch die verzweifelte Suche der ganzen Familie. Ich stoße mich ein wenig daran, dass die Tante ohne ersichtlichen Grund als „verrückt“ bezeichnet wird. Sie ist es doch sicher nicht im medizinischen Sinne und als Beschreibung empfinde ich dieses Wort als Beleidigung.
Durch die groß gedruckten Buchstaben und die vielen farbigen Illustrationen lässt sich das Buch sehr gut lesen und ist für Leseanfänger sicher schon geeignet.

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