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Veröffentlicht am 14.07.2024

Rasante Fortsetzung

Der träumende Krieger – Die Legende vom Tränenvogel 2
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Klappentext:

Naga Ryun, Lekon Tinahan, Dokebi Bihyung und der Mensch Kaygon haben den Hainsha-Tempel erreicht. Dort erfahren sie endlich mehr über die Prophezeiung, die sie hergebracht hat: Die Naga-Priester ...

Klappentext:

Naga Ryun, Lekon Tinahan, Dokebi Bihyung und der Mensch Kaygon haben den Hainsha-Tempel erreicht. Dort erfahren sie endlich mehr über die Prophezeiung, die sie hergebracht hat: Die Naga-Priester wollen einen der Götter töten, um ihre eigene Göttin so viel Macht zu verleihen, dass sie die Welt erobern kann. Die Mönche bitten Ryun, Kontakt mit seiner Göttin aufzunehmen, um herauszufinden, wie die Priester vorgehen wollen. Ryun kommt der Bitte nach – und tappt damit geradewegs in eine Falle. Für ihn und seine Gefährten beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …

Kaygon,l Tinahan und Bihyung haben es geschafft, den Naga Ryun Pey vor seinem Volk zu retten. Die Flucht aus dem Dschungel war actiongeladen und voller Spannung. Nun nun sind die Drei im kalten und schroffen Teil des Landes angekommen. Doch die Drei haben die Gefahren noch lange nicht hinter sich gelassen. Ryuns Schwester Samo Pey ist immer noch hinter ihnen her, um den Bluteid zu besiegeln. Kaygon und seine Gefährten hoffen darauf Samo bei der Zollstraße des Sigurikat-Gebirges, auf dem Weg ins Kloster Hainsha, abzuhängen. Doch wieder einmal kommt es anders ls geplant.

Die Welt von "Die Legende des Tränenvogel" wächst und wird immer reicher und detaillierter. Young-Do verwendet eine bildhafte Sprache, die es den Leser*innen ermöglicht, tief in die magische Umgebung einzutauchen. Jedoch braucht es auch diesmal wieder etwas Zeit, um sich in der Geschichte fallen zu lassen. Der Schreibstil ist schon wie im ersten Band einfach klasse. Man fliegt nur so durch die Seiten und hier und da lädt der Autor zum schmunzeln ein. Hinten im Buch gibt es noch eine Übersicht über die Rassen und Figuren sowie eine Übersicht über die wichtigsten Begriffe, sodass man ab und an mal diese Nachschlagewerke zur Hilfe nehmen kann.

Auch der zweite Teil der Reihe ist eine absolute Empfehlung für alle Fantasy-Fans. Der Mix zwischen koreanischer Mythen und Traditionen verleiht der Geschichte eine besondere Authentizität und Exotik.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Einmal um die Welt und noch weiter....

Die unendliche Reise der Aubry Tourvel
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Klappentext:

Ende des 19. Jahrhunderts: Die 10-jährige Pariserin sucht plötzlich an einem mysteriösen Leiden heim. Sie kann nie länger als drei, in Ausnahmefällen fünf Tage, an einem Ort bleiben. Bis ...

Klappentext:

Ende des 19. Jahrhunderts: Die 10-jährige Pariserin sucht plötzlich an einem mysteriösen Leiden heim. Sie kann nie länger als drei, in Ausnahmefällen fünf Tage, an einem Ort bleiben. Bis zu ihrem Tod mit 70 Jahren bereist sie die Erde jahrzehntelang zu Fuß. Dabei erlebt Sie unendlich viele Abenteuer und trifft Menschen, die ihr sehr viel bedeuten.

Unter anderem reist sie durch die Wüste und lernt ihre erste Liebe kennen. Sie bezwingt auf mysteriöse Weise das Himalaya Gebirge. Während Ihrer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn trifft sie ihre große Liebe und verlieret sie, um sie Jahre später wiederzutreffen. Aubrey tanzt mit den Amerikanischen Ureinwohnern ums Feuer. Ihre Zeit mit dem indischen Prinzen Surasiva lehrt Aubry, dass es sich nicht lohnt über die kurze Zeit, die sie miteinander haben unglücklich zu sein, sondern die Zeit, die ihnen bleibt zu einer unvergesslichen Zeit zu machen. Marta, die Aubreys Freundin wird und sie lange auf ihrer unendlichen Reise begleitet kommt sehr nahe an Aubreys Lebensgeheimnis ran, dass schlussendlich aber doch allein von Aubrey entschlüsselt wird.



Wie wäre es, wenn man unsterblich wäre und sich immer mehr Wissen aneignen könnten. Was bei Goethes Faust schon funktioniert hier, wird in dem neuen Roman von Douglas Westerbeke neu interpretiert.

Aubrey ist dazu verdammt ein unsterbliches Leben zu führen und sich das ganze Wissen der Menschheit aneignen zu dürfen. Doch es gibt einen Haken...die junge Frau kann nirgends länger als 3 Tage an einem Ort bleiben, da sonst eine "Krankheit" droht und ihr Leben beendet wird. So muss Aubrey um die ganze Welt reisen, um Leben zu dürfen. Dabei wird sie von einigen interessanten Personen begleitet und auch wieder verlassen. Doch wird Aubrey irgendwann an ihre Grenzen stoßen und nicht mehr weiterreisen können?

Douglas Westerberg gelingt es meisterhaft, die Gefühlswelt seines Charakters darzustellen. Aubrey ist eine komplexe und authentische Figur, deren Handlungen und Emotionen nachvollziehbar und berührend sind. Westerbeke schafft es, seine Leser*innen in die inneren Konflikte der Frau hineinzuziehen.

Die Handlung ist durchweg spannend und bietet eine gelungene Mischung aus kulturell unterschiedlichen Situationen und emotionalen Momenten. Der Autor hat ein gutes Gespür dafür, wann er die Spannung anziehen und wann er die Atmosphäre mit einer Prise Emotionen aufwerten muss. Die Dialoge sind scharf und pointiert, was den Charakteren zusätzliche Tiefe verleiht und die Dynamik zwischen ihnen verstärkt.

Ein besonderer Pluspunkt des Buches ist die ehrliche und ungeschönte Darstellung der "Krankheit", und der Fragestellung des ewigen Lebens, ob es sich lohnt und wann man ggf. müde davon ist. Insgesamt ist " Die unendliche Reise der Aubry Tourvel" ein spannendes und ungewöhnliches Leseerlebenis, welche sich mit der Thematik Unsterblichkeit und Ewigkeit auseinandersetzt.

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Veröffentlicht am 10.07.2024

Das Leben einer Ex-Wife

Ex-Wife
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Klappentext:
Patricia ist 24, als ihr Mann beschließt, die Ehe mit ihr zu beenden. Vor den Kopf gestoßen von dieser Entscheidung versucht sie zunächst, um ihren Mann zu kämpfen, merkt dann aber schnell, ...

Klappentext:
Patricia ist 24, als ihr Mann beschließt, die Ehe mit ihr zu beenden. Vor den Kopf gestoßen von dieser Entscheidung versucht sie zunächst, um ihren Mann zu kämpfen, merkt dann aber schnell, dass sie auch ohne ihn ein Leben führen und viel glücklicher sein kann. Zwischen Freundschaften, Affären, schmerzhaften Schicksalsschlägen und dem ekstatischen Leben in der flirrenden Metropole New York City in den goldenen 1920ern erlebt Patricia, was es bedeutet, als Frau mit den konventionellen Rollen zu brechen, zu trinken, zu flirten und das Leben ungeniert zu feiern. Doch auch der Gegenwind bleibt nicht aus: Was ist, wenn man die Erwartungen nicht erfüllt? Warum fällt ein Neuanfang umso schwerer, wenn man ständig allein für die Vergangenheit verurteilt wird?



"Ex-Wife" von Ursula Parrott ist ein zeitloser Klassiker, der die emotionalen und gesellschaftlichen Herausforderungen des Lebens nach einer Scheidung in der frühen 20. Jahrhunderts beleuchtet. Dieses Buch wurde dieses Jahr neu aufgelegt.

Die Geschichte folgt Patricia, die sich nach ihrer Scheidung in der New Yorker High Society wiederfindet. Patricia kämpft mit den Vorurteilen die mit dem Status einer geschiedenen Frau einhergehen. Während sie versucht, ein neues Leben aufzubauen, begibt sie sich auf den Weg der Selbstfindung und der Suche nach einem selbstbestimmten Leben.

Ursula Parrott gelingt es, die innere Welt ihrer Protagonistin eindrucksvoll darzustellen. Patricia ist eine vielschichtige und glaubwürdige junge Frau, deren Sorgen, Hoffnungen und Träume die Leser*innen tief berührt. Parrotts Schreibstil ist elegant und präzise, ihre Dialoge sind lebendig und oft mit einem Hauch von Ironie versehen.

Ein besonders starkes Element des Buches ist die Darstellung der gesellschaftlichen Normen und Zwänge der 1920er Jahre. Parrott beleuchtet kritisch die Doppelmoral und die strengen Erwartungen, die an Frauen gestellt werden. Die Handlung ist gut strukturiert und bewegt sich geschickt zwischen Patricias inneren Konflikten und den äußeren Herausforderungen, denen sie sich stellen muss.

"Ex-Wife" von Ursula Parrott ist ein fesselnder und tiefgründiger Roman, der die Herausforderungen und Komplexitäten des Lebens nach einer Scheidung in den 1920er Jahren meisterhaft darstellt und das noch nun fast 100 Jahren.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Online-Dating mit Hinternissen

Grazer Zunder
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Klappentext:

Ein Mörder verhöhnt die Polizei mit Gedichtzeilen. Dramatik pur in Graz. Im Grazer Stadtpark wird eine Tote gefunden, auf deren Körper ein Blatt Papier mit einer Gedichtzeile platziert wurde. ...

Klappentext:

Ein Mörder verhöhnt die Polizei mit Gedichtzeilen. Dramatik pur in Graz. Im Grazer Stadtpark wird eine Tote gefunden, auf deren Körper ein Blatt Papier mit einer Gedichtzeile platziert wurde. Die Ermittlungen führen Chefinspektor Sepp Semper vom LKA Steiermark ins Uni-Milieu und in die Online-Dating-Welt. Und es bleibt nicht bei einer Leiche: Ein perfides Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem Semper und sein Team in einem Strudel aus Demütigungen und Rache zu versinken drohen. Schließlich legen sie einen Köder aus – doch wird der Mörder ihn schlucken?



"Grazer Zunder" von Astrid Schilcher ist ein spannender Kriminalroman, der im malerischen Graz spielt und die Leser*innen in eine Welt von Online-Dating, Zurückweisung und Mord entführt. Die Handlung dreht sich um das Ermittlerteam rund um Sepp Semper, die in der steirischen Landeshauptstadt eine Mordserie aufklären müssen. Eine junge Frau wird tot aufgefunden, und die Ermittler stoßen schnell auf eine komplexe Mischung aus perfide Verstrickungen und dunklen Familiengeheimnisse. Während sie versuchen, die Hintergründe des Mordes aufzudecken, werden auch Freunde und Kollegen des Chefinspektors mit weiteren Bedrohungen konfrontiert und geraten selbst in Gefahr.

Die Protagonisten sind gut ausgearbeitete Charaktere, die jedoch durch keine besondere Persönlichkeiten oder Herangehensweisen herausstechen. Die Lösung des Falls präsentiert eine Kellnerin eines Cafés, und das auch eher durch Zufall. Die Ermittlungsarbeit sind stringent und geradlinig, zeugen jedoch nicht von Spannung. Als Leser bekommt man schon sehr früh ein Gefühl, wer der Mörder ist.

Jedoch ist Astrid Schlichers Schreibstil flüssig und fesselnd. Sie versteht es, die Atmosphäre von Graz und der steirischen Umgebung lebendig und anschaulich darzustellen. Die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze und die stimmungsvolle Schilderung der Stadt verleihen dem Roman eine authentische Note und machen das Setting zu einem wichtigen Bestandteil der Geschichte.

"Grazer Zunder" ist ein solider Lokal-Kriminalroman, der mit einem tollen modernen Plot und einem authentischen Setting überzeugt. Für Fans von lokalen und gut durchdachten Krimis, die sich in einer faszinierenden österreichischen Stadt abspielen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 27.06.2024

Heiliger Tod?

Heiligenblut
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Klappentext:

Da, wo München richtig schwarz ist: ein toter Priester, dubiose Immobiliengeschäfte, das Verschwinden wertvoller Kirchenkunst, eine Frauenleiche im Säurebad. Ein neuer Fall für Mader, Hummel ...

Klappentext:

Da, wo München richtig schwarz ist: ein toter Priester, dubiose Immobiliengeschäfte, das Verschwinden wertvoller Kirchenkunst, eine Frauenleiche im Säurebad. Ein neuer Fall für Mader, Hummel & Co., bei dem nur noch Beten hilft.

Wie's der Teufel will: Kaum hat Kriminalkommissar Hummel sein Sabbatical beendet, schon fällt ihm ein neuer Fall vor die Füße. Und zwar aus dem vierten Stock eines Rokoko-Palais in der Kardinal-Faulhaber-Straße, der schönsten Straße Münchens: ein Toter in schwarzer Soutane.
Klar, dass Hummels Chef Mader und sein Team erst mal auf eine Mauer des Schweigens stoßen: Der tote Priester war für den Verkauf des wertvollen Palais zuständig; dabei war er wohl jemandem im Weg. Als im Badezimmer seiner Zweitwohnung eine junge Frau tot in Beizlauge aufgefunden wird, spannen sogar Hummel, Mader & Co, dass der Gefallene ein gefährliches Doppelleben führte …



"Heiligenblut" ist der dritte Band der Krimi-Reihe vom Autor Harry Kämmerer, der die Leserinnen auf eine nervenzerreißende Jagd durch die Straßen von München mitnimmt. Diesmal begeben wir uns auch in den gemütlichen Bayrischen Wald und nach Passau. In diesem packenden Buch entfaltet sich eine Geschichte voller Spannung, Intrigen und unerwarteter Wendungen, die bis zur letzten Seite fesselt.

Und mal wieder ist die bayrische Landeshauptstadt Schauplatz eines Mordes. Ein Geistlicher fällt am helllichten Tag aus seinem Büro und zerschellt auf dem Füssgängerweg. Wurde er geschupst oder ist er auf dem Fenster gefallen. Ein Fall für Mader, Hummel und Co. Hummels Verlegerin ist Zeugin des Vorfalls und schwört, dass der Geistliche gestoßen wurde. Der Priester war intern mit den Immobilien vertraut, welche aktuell am Markt hoch beliebt sind. Einen alten Bekannten aus dem ersten Band der Reihe begegnen wir wieder. Hat der damals schon Verurteilte wieder seine Finger im Spiel? Schnell führt die Spur ins niederbayrische Passau und den Bayrischen Wald. Die Ermittler werden in dubiose Geschäfte verwickelt, welche mit gestohlener Kirchenkunst handeln. Werden es die bayrischen Ermittler wieder schaffen?

Die Figuren in "Heiligenblut" sind lebendig und vielschichtig gezeichnet. Von dem toughen urbayrischen Kommissar bis hin zu den zwielichtigen Verdächtigen sind sie alle auf ihre eigene Weise faszinierend und authentisch. Ihre Motive und Geheimnisse halten die Leser
innen in Atem, während sie versuchen, die dunklen Machenschaften hinter den Morden aufzudecken.

Die Spannungskurve in "Heiligenblut" ist meisterhaft konstruiert. Der Schreibstil von Harry Kämmerer war für mich erstmal gewöhnungsbedürftig. Der Autor schreibt kurze und knappe Sätze, mit maximal 6 Worten. Nach den ersten beiden Bänden der Reihe bin ich es nun jedoch gewohnt und fange an seinen Schreibstil zu lieben. Mit geschickten Plot-Twists und überraschenden Enthüllungen gelingt es dem Autor, die Spannung aufrechtzuerhalten und den Leser*innen immer wieder aufs Neue zu überraschen und hier und da ein Schmunzeln über die Lippen zu entlocken.

Insgesamt ist "Heiligenblut" ein packender neuer Krimi, der mit einer fesselnden Handlung, lebendigen bayerischen Charakteren und einer atmosphärischen Kulisse überzeugt. Für Fans von spannenden Thrillern ist dieses Buch ein absolutes Muss und wird sie bis zur letzten Seite in seinen Bann ziehen.

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