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Veröffentlicht am 05.08.2024

Großartiger und magischer Auftakt!

Die Wellenläufer
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Jolly wuchs auf dem Schiff des berüchtigten Captains Bannon auf und ist stolz, Teil der Piratenbande zu sein, die auf der Mageren Maddy die Karibische See unsicher macht.
Doch dann gerät Bannons Crew in ...

Jolly wuchs auf dem Schiff des berüchtigten Captains Bannon auf und ist stolz, Teil der Piratenbande zu sein, die auf der Mageren Maddy die Karibische See unsicher macht.
Doch dann gerät Bannons Crew in einen Hinterhalt und Jolly wird von ihnen getrennt. Sie landet auf einer abgelegenen Insel, die nur von Munk und seinen Eltern bewohnt wird.
Als die beiden einen schrecklichen Fehler begehen, werden dunkle Mächte auf sie aufmerksam und sie erfahren, dass sie in der Lage sind, diese aufzuhalten, doch dafür müssen sie sich einigen Gefahren stellen!

"Die Wellenläufer" von Kai Meyer ist der Auftakt der gleichnamigen Trilogie und wird zum Großteil aus der personalen Erzählperspektive der vierzehn Jahre alten Jolly erzählt, aber auch aus der Perspektive des gleichaltrigen Munks sowie der Piratenprinzessin Soledad durften wir lesen.

Nach dem Untergang von Port Royal im Jahr 1692 suchte ein großes Erdbeben die Stadt heim und die Kinder, die unmittelbar nach dem Erdbeben in Port Royal geboren wurden, entpuppten sich als Quappen. Sie haben die Fähigkeit, über das Wasser zu laufen und Muschelmagie anzuwenden und viele haben Jagd auf diese Kinder gemacht, sodass Jolly und Munk die letzten lebenden Quappen sind.

Jolly ist sehr von sich selbst überzeugt. Sie wuchs bei dem Piraten Bannon auf, der Vaterersatz und Mentor zugleich war, und sie kann nicht glauben, dass er und seine Bande nach dem Hinterhalt, in den sie geraten sind, tot sein sollen, obwohl alles dafür spricht. Sie ist aber auch impulsiv und mutig, eine tolle Heldin, mit der man mitfiebern kann!
Munk ist fröhlich und unbekümmert, zumindest zu Beginn. Er wuchs auf einer Tabakfarm auf und seine Eltern und er sind die einzigen Bewohner ihrer Insel. Er langweilt sich oft und träumt davon, Pirat zu werden. Aber die Ereignisse sorgen dafür, dass Munk schneller erwachsen werden muss und er verliert das Unbekümmerte. Er ist dann in sich gekehrt und verbissen.
Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr. Der charmante und leicht ungehobelte Captain der Carfax Walker, sein wortkarger Freund und Steuermann Buenaventure, die starke und mutige Piratenprinzessin Soledad, der prahlerische Griffin, oder der mysteriöse Geisterhändler. Sie alle sind mir ans Herz gewachsen und ich freue mich darauf, sie in den nächsten Bänden noch besser kennenzulernen!

Ich habe die Bücher vor gut fünfzehn Jahren das erste Mal gelesen und sehr geliebt. Nun war es Zeit für ein Re-Read und ich mag die Geschichte noch immer so gerne!
Die grobe Handlung war mir noch bekannt, aber ich habe viele Details neu entdeckt, wie die Tatsache, dass die Geschichte zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts spielt. Etwas, das mir damals gar nicht so bewusst war und auch die realen Orte hatte ich so nicht wahrgenommen.
Aber Kai Meyer verwebt diese wieder meisterhaft mit fantastischen Elementen, denn wir treffen in diesem Band auf Quappen, den Hexhermethischen Holzwurm, der sich als dichtenden Orakel ausgibt und natürlich auf die Diener des Mare Tenebrosum, der dunklen Macht, die es zu bekämpfen gilt.
Ich mochte das Piratensetting sehr und auch die Handlung konnte mich fesseln. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und auch auf die Wunder Aeleniums freue ich mich sehr, diese werden wir dann im zweiten Band erkunden!

Fazit:
"Die Wellenläufer" von Kai Meyer ist ein großartiger Auftakt der gleichnamigen Trilogie!
Ich mochte besonders die Charaktere richtig gerne und konnte mit ihnen mitfiebern, aber auch das Setting und die Handlung haben mir wieder richtig gut gefallen und obwohl ich die Geschichte bereits kannte, konnte ich wieder viel Neues entdecken, sodass sie mich wieder mitreißen konnte.
Ich vergebe starke vier Kleeblätter und freue mich schon sehr auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Konnte mich positiv überraschen!

Sand Castle Ruins - The Boys of Sunset High
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Kit und Connor waren beste Freunde und ihre Freundschaft entwickelte sich bereits in eine andere Richtung, als Connor ihr das Herz brach.
Vier Jahre sind seitdem vergangen, nun ist Connor zurück in Solane ...

Kit und Connor waren beste Freunde und ihre Freundschaft entwickelte sich bereits in eine andere Richtung, als Connor ihr das Herz brach.
Vier Jahre sind seitdem vergangen, nun ist Connor zurück in Solane und als Kit ausgerechnet seine Hilfe braucht, machen sie einen Deal. Er hilft ihr und sie soll seine Freundin spielen, um dem Vorstand der Firma seines verstorbenen Vaters zu beweisen, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Doch dabei kommen sie sich wieder näher. Wird Connor ihr erneut das Herz brechen?

"Sand Castle Ruins" von Vivien Summer ist der Auftakt der vierteiligen The Boys of Sunset High Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der einundzwanzig Jahre alten Christina Callahan, genannt Kit und des vierundzwanzig Jahre alten Connor Quinn erzählt wird.

Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal natürlich in der Gegenwart und dann springen wir oft in die Vergangenheit. Wir erfahren, wie die acht Jahre alte Kit Connor kennenlernt und wie die beiden sich sechs Jahre später wiedersehen und zu Freunden werden. Connors Bruder Asher und sein Vater starben bei einem Raubüberfall und Connor ist danach immer stärker auf die schiefe Bahn gerutscht, auch weil seine Mutter sich nicht mehr um ihn gekümmert hat.
Auch Kit hat viele Probleme zu Hause, denn auch bei ihren Eltern ist nicht alles rosig. Sie haben Spielschulden angehäuft und Kit kümmert sich, so gut es eben geht um ihre drei jüngeren Geschwister.

Kit und Connor waren früher beste Freunde, doch schon da war Kit in ihn verliebt. Doch er hat ihr das Herz gebrochen und ist für vier Jahre aus ihrem Leben verschwunden.
Nun ist er zurück und dank des Deals, den die beiden schließen, sehen sie sich häufiger, als Kit sich wünscht, denn sie wollte ihn nicht mehr in ihr Leben lassen. Doch sie steht zu ihrem Wort und spielt seine Freundin, sodas sie sich zwangsläufig wieder näherkommen, allerdings hat Connor Geheimnisse, die alles zunichtemachen könnten.

Kit war früher ein richtiges Good Girl, das ihr den Spitznamen Cali eingebracht hat. Sie liebte Astrologie und war unbekümmert, doch nach Connors Weggang ist sie hart geworden. Sie hat viele Tattoos und nimmt sich von den Männern, was sie braucht. Sie musste zu Hause schon früh Verantwortung übernehmen und will für ihre jüngeren Geschwister da sein, doch besonders Logan macht es ihr nicht einfach.
Connor sieht auf den ersten Blick zwar auch aus wie ein harter und gefährlicher Typ, hat aber noch ein Gewissen und ein gutes Herz. Er will Kit zurückgewinnen und hat vier Jahre an sich gearbeitet, um den Mist, in den er damals verwickelt war, hinter sich zu lassen.

Ich muss sagen, dass mich das Buch am Anfang noch nicht so stark packen konnte, weil es mich sehr an die Bücher von L. J. Shen erinnert hat. Reiche Jungs, die rauchen, kiffen, sorglos sind und sich nehmen, was sie wollen. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr Tiefe hat die Geschichte bekommen und so konnte mich die Geschichte auch immer stärker fesseln. Ich mochte es, wie Kit und Connor wieder zueinandergefunden haben und was dann hinter seinen Geheimnissen gesteckt hat. Ich fand dann aber doch, dass sich die Geschichte etwas gezogen hat und dann am Ende zu viele Themen zu einem Abschluss gebracht werden mussten, sodass sie für meinen Geschmack nicht den Raum bekommen haben, den sie gebraucht hätten. Aber dennoch hat mich dir Entwicklung des Buches positiv überrascht und ich möchte die nächsten beiden Bände definitiv lesen, weil die Geschichten von Jesse und Alec, zwei Freunde von Connor, richtig gut klingen. Mal sehen, wie es mir gefallen wird!

Fazit:
"Sand Castle Ruins" von Vivien Summer hat mir gut gefallen! Die Geschichte konnte mich am Anfang noch nicht so fesseln, auch weil es mir ein wenig zu gewollt düster war, aber im weiteren Verlauf hat die Geschichte Tiefe bekommen und auch Kit und Connor haben mir gut gefallen!
Ein wenig gezogen hat sich die Geschichte dann aber schon, besonders im Hinblick auf das Ende, wo mir persönlich zu viele Themen dann zu einem Abschluss gebracht werden mussten und manche ein wenig untergegangen sind.
Dennoch konnte mich das Buch positiv überraschen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Mein zweitliebster Band der New England School of Ballet Reihe!

Move On - New England School of Ballet
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Drei Jahre sind vergangen, seit Gabriel Skye das Herz gebrochen hat, drei Jahre, in denen sie sich nicht gesehen haben.
Bis er auf einmal wieder vor ihr steht, ihre erste große Liebe.
Gabriel muss im Rahmen ...

Drei Jahre sind vergangen, seit Gabriel Skye das Herz gebrochen hat, drei Jahre, in denen sie sich nicht gesehen haben.
Bis er auf einmal wieder vor ihr steht, ihre erste große Liebe.
Gabriel muss im Rahmen seines Studiums ein Praktikum absolvieren, das ihn gemeinsam mit der Produzentin Deanne und einer Filmcrew geradewegs an die New England School of Ballet führt, den Ort, den er vor drei Jahren hinter sich zurückgelassen hat und an den er nicht zurückkehren wollte. Nun wird er ein Semester hinter der Kamera stehen und für eine Dokumentation die Schüler in ihrem Alltag begleiten.
Schon am ersten Tag treffen Skye und Gabriel wieder aufeinander, doch von ihrer früheren Liebe ist nichts mehr zu spüren, doch kann aus Hass wieder Liebe werden?

"Move On" von Anna Savas ist der vierte und abschließende Band der New England School of Ballet Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zwanzig Jahre alten Skye Davis und des fast einundzwanzig Jahre alten Gabriel King erzählt wird.

Auch in diesem Band gibt es wieder Rückblenden, wir lernen Skye mit sechzehn und Gabriel mit siebzehn Jahren kennen, als Skye an die Ballettakademie kommt und die Neue in ihrer Klasse ist. Sie und Gabriel verstehen sich auf Anhieb und wir begleiten die beiden über die Monate hinweg.
Wir erfahren nach und nach, wie sie sich verliebt haben, erfahren den Grund, warum Gabriel die New England School of Ballet verlassen musste und wie ihre Beziehung dann geendet hat.
In der Gegenwart merkt man, wie sehr die beiden sich verändert haben. Von ihrer früheren Liebe ist nur noch Hass übrig und doch kommen sie nicht voneinander los. Sie begegnen sich immer wieder und während ihrer Wortgefechte merken sie, dass da vielleicht immer noch etwas zwischen ihnen ist.

Skye möchte nicht auf die großen Bühnen, sondern zum Film, während Gabriel früher Tänzer war und nun Film Directing studiert. Wieder zwei unterschiedliche Wege, was ich sehr spannend fand!
Skye ist impulsiv und sehr empathisch. Sir neigt zum Perfektionismus, tanzt auf ihren Videos, die sie für YouTube und TikTok aufnimmt, besser als in ihren Kursen, weil sie da mehr Versuche hat, ihren Tanz zu perfektionieren.
Gabriel war früher ein lieber Kerl, der aber hart geworden ist über die Jahre. Er provoziert Skye und benimmt sich oft für ein Arschloch, aber er hat auch noch eine hilfsbereite Seite und ist sehr aufmerksam.

Die beiden waren früher zusammen und hassen sich mittlerweile. Gabriel hat Skye das Herz gebrochen und sich selbst gleich mit. Nun treffen sie wieder aufeinander und die Chemie von früher ist direkt wieder da. Sie streiten sich viel, aber sie finden auch schnell heraus, auf welcher Ebene sie noch immer sehr gut miteinander harmonieren.
Es hat lange gedauert, bis sie eingesehen haben, dass es die Möglichkeit einer zweiten Chance für sie gibt und am Ende hätte ich mir ein wenig mehr Spannung erhofft. Es gab zwar einen kleinen Showdown, aber ich hätte mir gewünscht, dass beispielsweise die Dreharbeiten noch mehr Chaos gestiftet hätten, da hatte ich mir einfach mehr von versprochen und auch über Gabriels Hintergründe hätte ich gerne mehr erfahren.
Ich fand es aber schön, dass wir alle Charaktere aus den vorherigen Bänden wiedergesehen haben und dank des Epilogs auch noch ihren weiteren Weg ein Stück mitverfolgen durften!
Ich mochte auch diesen Band richtig gerne, weil ich Gabriel und Skye sehr mochte und ihre Dynamik echt spannend fand! Ich wollte gar nicht, dass dieser Band endet, denn ich werde die New England School of Ballet sehr vermissen und fand es doch sehr gelungen, wie Anna Savas es geschafft hat, so viele verschiedene Aspekte des Ballett aufzuzeigen und jeder der Charaktere seinen eigenen Weg gehen durfte!

Fazit:
"Move On" von Anna Savas ist mein zweitliebster Band der New England School of Ballet geworden!
Ich mochte Skye und Gabriel unglaublich gerne, denn sie hatten eine tolle Dynamik und so ließ sich die Geschichte echt gut lesen! Am Ende hätte ich mir noch mehr Spannung gewünscht, aber auch so hat mir dieser Abschlussband sehr gut gefallen! Ich vergebe gute vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 12.07.2024

Spannender erster Band, doch das Potenzial wurde nicht komplett ausgeschöpft!

When The Moon Hatched
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Als Mitglied der Rebellentruppe Fíur du Ath lebt Raeve gefährlich und kann sich gut behaupten.
Doch dann stirbt ihre beste Freundin und Raeve sinnt auf Rache, die Raeve dann auf direkten Weg ins Gefängnis ...

Als Mitglied der Rebellentruppe Fíur du Ath lebt Raeve gefährlich und kann sich gut behaupten.
Doch dann stirbt ihre beste Freundin und Raeve sinnt auf Rache, die Raeve dann auf direkten Weg ins Gefängnis bringt.
Dort begegnet sie Kaan, dem König von Burn, der allerdings nicht so ist, wie sie gedacht hätte und als sein Drache ihr dann noch das Leben rettet, flieht sie gemeinsam mit Kaan nach Burn und kann ihm nicht entkommen.

"When The Moon Hatched" von Sarah A. Parker ist der erste Band der Moonfall Reihe, der zum Großteil aus der Ich-Perspektive von Raeve erzählt wird. Hin und wieder durften wir auch aus den Sichten von Kaan Vaegor, dem König von Burn, seiner Schwester Veya und auch ein Kapitel aus der Sicht von Rekk Zharos lesen.
Außerdem gab es Tagebucheinträge von Elluin Neván, der ehemaligen Prinzessin von Shade, sodass wir ein Einblick in den Verlauf ihres Lebens bekommen haben.

Die Königreiche Shade, Fade und Burn werden von drei Brüdern regiert, von denen Raeve keine hohe Meinung hat und so ist sie Mitglied der Rebellentruppe Fíur du Ath geworden. Sie ist als Attentäterin unterwegs und versucht das Leben der Bevölkerung zu verbessern. Raeve kann die Gesänge von Clode, der Göttin der Luft und Buldur, des Gottes der Erde hören und sich so ihrer Macht bedienen, was ihr im Kampf zu Gute kommt.
Raeve ist impulsiv und hat eine wilde, ungezähmte Seite. Über ihre Vergangenheit ist nicht viel bekannt, was ich schade fand, aber man erfährt nach und nach, dass sie viel durchmachen musste und sie lässt auch niemanden an sich heran, weil sie oft genug die Menschen verloren hat, die ihr wichtig waren. Deshalb rastet sie auch aus, als ihre beste Freundin bei einem Attentat stirbt und schlägt um sich in ihrem Rachedurst, doch dann wird sie festgenommen, landet im Gefängnis und soll hingerichtet werden.

Ich mochte besonders die erste Hälfte des Buches richtig gerne, denn es war einfach richtig spannend! Die Geschichte ließ sich immer sehr gut lesen, auch wenn ich manchmal ins Stocken gekommen bin, wobei ich nicht sagen kann, ob das an der Übersetzung lag.
Allerdings muss ich sagen, dass mir in der zweiten Hälfte ein wenig die Handlung gefehlt hat, etwas, worauf die Geschichte hinaufläuft und ich auch vieles als nicht ganz ausgegoren empfand. Sei es Raeves Vergangenheit, über die man nicht viel erfährt, oder auch die Rebellentruppe Fíur du Ath, die zwar erwähnt wird, aber mir kam hier zu wenig zu den Hintergründen, beziehungsweise hätte ich auch gerne mehr über die Situation in den drei Königreichen erfahren.
Auch die Prinzessin Kyzari hat beispielsweise zu Beginn einen spannenden Auftritt, der aber im Sande verläuft. Es hätte für mich gerne viel stärker in die Tiefe gehen dürfen und es gab generell ein paar Personen, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Die Vergangenheit einer Person wird jedoch stark beleuchtet und hier fand ich die Entwicklung doch sehr spannend und ich mochte es, wie die Handlungsstränge miteinander verflochten wurden!
Von der zweiten Hälfte und auch dem Ende hatte ich mir etwas mehr Spannung versprochen, da konnte mich das Buch nicht mehr so abholen wie noch zu Beginn. Aber die Geschichte hat echt Potenzial, auch wenn dieses meiner Meinung nach nicht komplett ausgeschöpft wurde, aber da kann man ja auf den zweiten Band hoffen!

Auch die Welt und die Bewohner fand ich echt spannend!
Es gibt fünf Schöpfer und viele Fae können die Elementargesänge von einem Gott oder maximal vier Göttern hören. Nur Caelis, der Gott des Äther ist in einem Stein gebunden, der in ein Diadem eingearbeitet wurde und von einem Mitglied der Familie Neván getragen wird.
Neben Fae gibt es noch viele weitere Geschöpfe, unter anderem Drachen. Die Sabersythe-Drachen leben in den unbewohnbaren höchsten Gipfeln von Burn unter der prallen Sonne, die Moltenmaws brüten im Sumpf von Fade und die Moonplumes haben ihre Heimat in der eisigen Kälte Netheryns, dem dunkelsten Ort von Shade.
Für mich hätten die Drachen gerne noch eine größere Rolle spielen dürfen, denn ich hatte doch damit gerechnet, dass sie stärker im Fokus stehen würden. Besonders die Verbindung von Drache und Fae hätte mich interessiert und ich hatte mir auch von Kaans Perspektive mehr Einblicke in die Verbindung zwischen ihm und seinem Drachen Rygun versprochen.
Aber auch hier bin ich gespannt, was wir im zweiten Band noch über die Welt erfahren werden!

Fazit:
"When The Moon Hatched" von Sarah A. Parker hat für mich stark begonnen und dann zur zweiten Hälfte hin etwas nachgelassen.
Die Geschichte ließ sich zwar gut lesen, aber vieles war mir zu unausgegoren und bei vielen Aspekten hatte ich das Gefühl, nur an der Oberfläche gekratzt zu haben.
Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht und in der zweiten Hälfte hat mir auch ein wenig die Handlung gefehlt, etwas, wo die Geschichte hinsteuert und so hatte ich auch am Ende etwas mehr Spannung versprochen. Hier ist meiner Meinung nach das Potenzial, das definitiv vorhanden ist, nicht komplett ausgeschöpft worden, aber mir hat es doch so gut gefallen, dass ich schwache vier Kleeblätter vergebe und mich auf den zweiten Band freue!

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Spannend und spicy!

Forever Never
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Als Remington Ford mit gebrochenem Arm und Angst im Dunkeln zurück nach Mackinac Island kommt, weckt sie den Beschützerinstinkt in Brick Callan.
Die beiden kennen sich seit vierzehn Jahren, sind immer ...

Als Remington Ford mit gebrochenem Arm und Angst im Dunkeln zurück nach Mackinac Island kommt, weckt sie den Beschützerinstinkt in Brick Callan.
Die beiden kennen sich seit vierzehn Jahren, sind immer umeinander hergeschlichen, doch sie haben ihren Gefühlen nie nachgegeben. Nun befindet Remi sich in Gefahr und sucht die Nähe von Brick, denn nur bei ihm fühlt sie sich sicher.
Werden sie ihren Gefühlen nachgeben, oder können sie einander weiterhin widerstehen?

"Forever Never" von Lucy Score ist ein Einzelband, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven der dreißig Jahre alten Remington Honeysuckle Ford und des achtunddreißig Jahre alten William Eugene Callan, genannt Brick, erzählt wird.

Eigentlich sollte es einfach sein, denn Brick und Remi haben schon seit sie sich kennen, Gefühle füreinander. Doch Brick hat seine Prinzipien und zu viele Faktoren haben ihn davon abgehalten, seinen Gefühlen für Remi nachzugeben. Sie ist die Ex-Freundin seines Bruders Spencer, ist die ehemals beste Freundin seiner mittlerweile Ex-Frau, außerdem ist sie acht Jahre jünger und zudem die Tochter seiner Chefin Darlene. Ich fand, dass die beiden es sich zum Teil echt unnötig schwer gemacht haben, besonders, weil die beiden sich ihrer Gefühle bewusst sind.
Ich mochte es aber, dass es einige Rückblicke gab, sodass wir erfahren haben, wie die beiden sich kennengelernt haben und wie ihre Beziehung sich über die Jahre entwickelt hat!

Brick ist ein eher ruhiger Mann, der nicht viele Worte verliert. Er ist Polizist auf der Insel Mackinac, die im Winter eher verlassen ist, im Sommer aber viele Touristen anlockt. Außerdem hat er eine Bar.
Für Remi hatte er schon immer einen siebten Sinn, weiß genau, wann sie lügt und möchte sie immer beschützen.
Die beiden waren sehr gegensätzlich, denn Brick ist verantwortungsbewusst, ruhig und ordentlich, Remi ist chaotisch, kreativ und laut. In Chicago hat sie sich ein Leben als Künstlerin aufgebaut und malt Bilder in den Farben der Lieder, die sie beim Malen hört und dank ihrer Synästhesie auch sehen kann.
Sie ist sehr temperamentvoll und leidenschaftlich und treibt Brick mit ihrer Art seit Jahren in den Wahnsinn, auch weil sie sich gerne mal in Schwierigkeiten bringt.

Auf Mackinac Island herrscht tiefster Winter, als Remi plötzlich mit einem gebrochenen Arm auftaucht und verkündet, für ein paar Wochen bleiben zu wollen. Brick ist sofort klar, dass da etwas nicht stimmt und man erfährt schnell, dass hinter dem Autounfall, der zu dem Bruch ihres Armes geführt hat, mehr steckt, als sie offenbart. Sie wird bedroht und nach und nach kommt heraus, was in dieser Nacht wirklich geschah und warum sie so viel Angst hat.
Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich den Mittelteil etwas langatmig fand, beziehungsweise konnte mich die Handlung nicht mehr so stark packen, als Remi und Brick endlich zueinandergefunden haben, denn es war mir ehrlich gesagt zu viel spice. Da hätten es für mich ein paar weniger Szenen auch getan, denn während die beiden gefühlt vierzehn Jahre nachgeholt haben, passierte sonst nicht viel.
Das Ende und die Auflösung haben mir aber gut gefallen und ich mochte auch die Nebencharaktere echt gerne! Auf Mackinac Island leben im Winter nicht viele Leute und jeder hilft jedem. Klatsch verbreitet sich schnell und ich habe mich auf der Insel sehr wohlgefühlt! Remis Eltern Darlene und Gilbert, aber auch ihre Schwester Kimber und Bricks Bruder Spencer hatten spannende kleine Randgeschichten, die ich ebenfalls sehr gerne verfolgt habe!

Fazit:
"Forever Never" von Lucy Score hat mir richtig gut gefallen!
Ich mochte Mackinac Island, die Nebencharaktere, aber natürlich auch Remi und Brick echt gerne!
Die Liebesgeschichte fand ich zwar nicht ganz so stark, weil die beiden es sich oft unnötig schwer gemacht haben und es mir im Mittelteil zu viel spice war, aber ich mochte die Suspense Elemente richtig gerne und so ließ sich die Geschichte auch sehr gut lesen!
Ich vergebe vier Kleeblätter!

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