Profilbild von Hannaht99

Hannaht99

Lesejury Star
offline

Hannaht99 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hannaht99 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2025

Hospital Romance mit Drama

No Cure for Love
0

Das wunderschöne Cover mit dem passenden Farbschnitt hat mich sofort angesprochen – und da ich Geschichten mit Krankenhaus-Setting liebe, war meine Vorfreude auf No Cure for Love groß.

Die Handlung dreht ...

Das wunderschöne Cover mit dem passenden Farbschnitt hat mich sofort angesprochen – und da ich Geschichten mit Krankenhaus-Setting liebe, war meine Vorfreude auf No Cure for Love groß.

Die Handlung dreht sich um Ellen, die ihren Berufseinstieg im St. Elias Krankenhaus wagt und dort auf ihren neuen Kollegen Timo trifft. Zwischen Klinikalltag, familiären Erwartungen und eigenen Karriereplänen geraten die beiden immer wieder aneinander – und ineinander –, was zu einer Mischung aus Romantik, Konflikten und Drama führt. Die Geschichte spielt in einem relativ kurzen Zeitraum, in dem viel passiert, manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu viel.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, leicht zu lesen und sorgt dafür, dass man schnell vorankommt. Besonders die medizinischen Szenen wirken authentisch – kein Wunder, da die Autorin selbst Ärztin ist. Das hat mir sehr gefallen und dem Buch Glaubwürdigkeit verliehen.

Mit den Protagonisten bin ich allerdings unterschiedlich warm geworden: Timo fand ich von Anfang an sympathisch, bodenständig und verständnisvoll. Ellen dagegen hat mich mit ihrer sprunghaften Art oft frustriert. Ihre Entscheidungen wirkten für mich nicht immer nachvollziehbar, und in manchen Momenten fand ich sie sogar etwas unreif für ihr Alter und ihren Beruf.

Die Tropes sind klassische Hospital Romance-Elemente: Workplace Romance, Opposites Attract, eine Prise Enemies to Lovers und natürlich jede Menge Drama. Leider ging mir die Liebesgeschichte manchmal zu schnell und ich konnte die Gefühle zwischen den beiden nicht immer spüren.

Insgesamt eine tolle Geschichte für zwischendurch, die mich aber nicht komplett überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2025

Schöne Ansätze, aber nicht ganz mein Buch

Great Big Beautiful Life
0

Ich habe „Great Big Beautiful Life“ mit einer gewissen Vorfreude gelesen, schließlich ist Emily Henry bekannt für ihre mitreißenden Liebesgeschichten. Die Grundidee der Geschichte – zwei Autoren, Alice ...

Ich habe „Great Big Beautiful Life“ mit einer gewissen Vorfreude gelesen, schließlich ist Emily Henry bekannt für ihre mitreißenden Liebesgeschichten. Die Grundidee der Geschichte – zwei Autoren, Alice und Hayden, die um die Chance kämpfen, die Biografie der geheimnisvollen Margaret Ives zu schreiben – hat mich sofort angesprochen. Das Setting auf der kleinen, malerischen Little Crescent Island ist wunderbar atmosphärisch beschrieben und lädt zum Träumen ein.

Der Schreibstil von Emily Henry ist, wie gewohnt, sehr leicht, flüssig und humorvoll. Besonders die Dialoge haben mir gefallen, denn sie sprühen vor Schlagfertigkeit und sorgen immer wieder für charmante, witzige Momente. Das macht das Buch angenehm zu lesen und lässt die Seiten schnell verfliegen.

Trotzdem hat mich das Buch insgesamt nicht ganz so in den Bann gezogen, wie ich es von ihr erwartet hatte. Die Handlung zog sich in weiten Teilen recht ruhig und gemächlich dahin, und erst im letzten Abschnitt nahm die Geschichte richtig Fahrt auf. Dieser plötzliche Tempowechsel wirkte auf mich etwas abrupt, sodass mir der Abschluss etwas gehetzt erschien.

Mit den Protagonisten konnte ich leider nicht so richtig warm werden. Alice wirkte oft ein wenig naiv und ihre Entwicklung sowie die Liebesgeschichte mit Hayden fand ich stellenweise zu schnell und nicht ganz glaubwürdig erzählt. Margaret hingegen bleibt durch die Erzählweise, die nicht aus ihrer Ich-Perspektive geschrieben ist, leider sehr distanziert. Das erschwerte es mir, eine tiefere Verbindung zu ihr und ihren Geheimnissen aufzubauen.

Auch die parallelen Handlungsstränge und die langsame Enthüllung der Familiengeschichte haben das Leseerlebnis für mich komplizierter gemacht, als ich es mir gewünscht hätte. Einige wichtige Ereignisse und Wendungen fühlten sich überladen oder überhastet an, wodurch der emotionale Tiefgang für mich teilweise verloren ging.

Insgesamt ist „Great Big Beautiful Life“ ein angenehmes Buch mit schönen Momenten und einer interessanten Grundidee, die für mich aber nicht ganz ausgeschöpft wurde. Emilys unverwechselbarer Schreibstil macht das Lesen leicht und unterhaltsam, und wer eine leichte Liebesgeschichte mit einem Hauch von Geheimnis mag, wird hier einiges finden, das gefällt. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht ganz fesseln und bleibt für mich hinter ihren besten Werken zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2024

Zwei Kurzgeschichten für Zwischendurch

Nur noch wenige Tage
0

Das Buch “Nur noch wenige Tage” von Colleen Hoover beinhaltet die zwei Kurzgeschichten „Saint“ und „The Dress“.

Die erste Kurzgeschichte, „Saint“, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Wir folgen Megan, ...

Das Buch “Nur noch wenige Tage” von Colleen Hoover beinhaltet die zwei Kurzgeschichten „Saint“ und „The Dress“.

Die erste Kurzgeschichte, „Saint“, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Wir folgen Megan, einer erfolgreichen Autorin, die versucht, ihre Schreibblockade in einer einsamen Hütte am See zu überwinden. Dort begegnet sie dem attraktiven Polizisten Nathaniel Saint, der nicht nur heiß und geheimnisvoll ist, sondern auch eine dunkle, fesselnde Ausstrahlung hat. Schon bald entwickelt sich zwischen den beiden eine intensive, mysteriöse Dynamik, die mich total in ihren Bann gezogen hat. Die Chemie und Spannung zwischen den beiden sind packend, und die düstere Atmosphäre erinnert sehr an Verity – ich hätte mir glatt ein ganzes Buch davon gewünscht!

Die zweite Geschichte, „The Dress“, konnte da leider nicht mithalten. Sie dreht sich um Jessica, die auf ein Heiratsantrag an ihrem Jahrestag mit Chase hofft. Die zugrundeliegende Botschaft, die vermittelt werden soll, ist wirklich gut, doch bleibt alles ein wenig oberflächlich und kurz. Die Story konnte sich aufgrund der Kürze nicht wirklich entfalten, sodass ich kaum genug Zeit hatte, eine Verbindung zu den Charakteren oder ihrer Situation aufzubauen.

Colleen Hoovers Schreibstil ist wie immer lebendig und fesselnd. Besonders in „Saint“ schafft sie es, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, die einen sofort in die Geschichte hineinzieht. Ihre Charaktere wirken authentisch und die Dialoge fließen natürlich, was die Spannung zwischen Megan und Saint verstärkt. In „The Dress“ bleibt die Sprache ebenfalls locker und leicht, passt zur seichteren Story, kann aber nicht die Tiefe erzeugen, die man aus Colleen Hoovers anderen Werken kennt. Insgesamt bleibt der Stil gewohnt flüssig und lässt sich angenehm lesen.

Insgesamt ein unterhaltsames Buch, vor allem wegen der ersten Geschichte, auch wenn es nicht zu meinen Favoriten von Colleen Hoover zählt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.08.2024

Eine Geschichte über Freundschaft, Familie, Tod, Identitätssuche etc.

Und dazwischen irgendwo wir
0

„Und dazwischen irgendwo wir“ von Amani Padda erzählt die Geschichte von Vincent und Macey, die einst beste Freunde waren, sich aber fünf Jahre lang aus dem Weg gegangen sind. Als Vincents Mutter spurlos ...

„Und dazwischen irgendwo wir“ von Amani Padda erzählt die Geschichte von Vincent und Macey, die einst beste Freunde waren, sich aber fünf Jahre lang aus dem Weg gegangen sind. Als Vincents Mutter spurlos verschwindet und er rätselhafte E-Mails von einem anonymen Autor erhält, beginnen die beiden, nicht nur nach der Wahrheit, sondern auch nach ihrer verlorenen Freundschaft zu suchen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen – er ist leicht und flüssig, was das Lesen angenehm macht. Besonders die wechselnden Erzählerperspektiven von Vincent und Macey fand ich gelungen, da sie einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten ermöglichen. Anfangs hatte ich jedoch Schwierigkeiten, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten, was durch die hilfreiche Darstellung der Figuren auf der Innenseite des Buchcovers deutlich erleichtert wurde.
Macey und Vincent sind interessante Charaktere mit konträren Lebensansichten, was ihre Dynamik spannend macht. Während Macey durch ihre Familie tief verwurzelt ist und sich durch hartes Lernen eine bessere Zukunft erarbeiten will, fühlt sich Vincent oft verloren und weiß nicht, wohin sein Leben ihn führen soll. Diese Gegensätze sorgen für Konflikte, aber auch für Momente, in denen sie sich ergänzen.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls gut gelungen – sie sind alle sehr unterschiedlich, was die Geschichte abwechslungsreich macht. Themen wie Familie, Freundschaft, Tod und unterschiedliche Sexualitäten werden sensibel behandelt, was dem Buch Tiefe verleiht. Dabei werden einige bekannte Jugendbuch-Tropes aufgegriffen, wie etwa die Suche nach Identität und der Umgang mit Verlust, was dem Buch eine gewisse Vertrautheit gibt.
Leider gab es auch einige Stellen, die ich als zu langatmig empfand. Manche Passagen hätten meiner Meinung nach gekürzt werden können, um die Spannung aufrechtzuerhalten. Insgesamt bietet „Und dazwischen irgendwo“ jedoch eine schöne Geschichte über Familie, Freundschaft und das Erwachsenwerden, die vor allem jüngere Leser ansprechen dürfte. Trotz der Schwächen hat mich das Buch unterhalten, auch wenn es mich nicht vollends überzeugen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2024

Rue & Eli

Not in Love – Die trügerische Abwesenheit von Liebe
0

"Not in Love - Die trügerische Abwesenheit von Liebe" von Ali Hazelwood hat mich leider nicht so sehr gefesselt, wie ich es mir gewünscht hatte. Die Geschichte dreht sich um Rue Siebert, die als Biotech-Ingenieurin ...

"Not in Love - Die trügerische Abwesenheit von Liebe" von Ali Hazelwood hat mich leider nicht so sehr gefesselt, wie ich es mir gewünscht hatte. Die Geschichte dreht sich um Rue Siebert, die als Biotech-Ingenieurin bei einem aufstrebenden Startup arbeitet und mühsam eine stabile Basis in ihrem Leben aufgebaut hat, sowie um Eli Killgore, einen hartnäckigen Investor, der Rues Welt völlig durcheinanderbringt. Obwohl ich den Schreibstil der Autorin normalerweise sehr schätze, fiel es mir bei diesem Buch schwer, richtig in die Handlung einzutauchen. Besonders die Erzählweise hat mich verwirrt – während Rues Sicht aus der Ich-Perspektive geschildert wird, erfolgt Elis Perspektive in der dritten Person. Dieser Wechsel hat mich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen.

Dennoch gibt es auch einige positive Aspekte, die ich hervorheben möchte. Eli ist als Charakter wirklich außergewöhnlich gut gelungen. Er verkörpert eine "Green Flag" in jeder Hinsicht – selten habe ich einen männlichen Protagonisten erlebt, der so aufmerksam und rücksichtsvoll gegenüber der weiblichen Hauptfigur ist. Er kümmert sich aufrichtig um Rues Wohl und geht dabei weit über das hinaus, was man sonst in ähnlichen Geschichten findet. Zudem hat die Autorin es geschafft, sensible Themen wie Essstörungen auf eine sehr respektvolle und gut durchdachte Weise zu integrieren, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.

Was mir allerdings gefehlt hat, war die emotionale Entwicklung zwischen Rue und Eli. Ihre Beziehung basiert anfangs stark auf körperlicher Anziehung, und ich hätte mir gewünscht, dass die beiden auch auf einer tieferen, emotionalen Ebene zueinander finden. Leider blieb diese Entwicklung für mich etwas oberflächlich, was dazu führte, dass mich die Geschichte insgesamt nicht so berühren konnte, wie ich es erhofft hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere