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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2024

Lachen, Wohlfühlen, Abschalten

Funkenmord (Kluftinger-Krimis 11)
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Kurz zum Inhalt (Achtung Spoiler!): Vor 30 Jahren hat Komissar Kluftinger einen Menschen zu Unrecht des Mordes überführt und der richtige Mörder ist noch frei. Klufti will den Cold Case wieder aufrollen, ...

Kurz zum Inhalt (Achtung Spoiler!): Vor 30 Jahren hat Komissar Kluftinger einen Menschen zu Unrecht des Mordes überführt und der richtige Mörder ist noch frei. Klufti will den Cold Case wieder aufrollen, aber alle den Fall für Zeitverschwendung. Jediglich die neue Mitarbeiterin Lucy Beer unterstützt ihn. Damals wurde die junge Lehrerin Karin Kruse an ein Kreuz gefesselt und zeitgleich zum großen Funkenfeuer verbrannt. Komissar Kluftinger und sein Vater waren die ersten Polizisten vor Ort. Die Ermittlungen werden Kluftinger erschwert durch die Ernennung zum Interimspräsidenten, Richies Trauerarbeit, die Taufe seines Enkels, Erikas verordnete Bettruhe und die neue Zusammenarbeit mit Lucy. Trotz alledem schafft es Klufti mit Verstand natürlich den Lederer Senior als wahren Mörder zu entlarven. Dieser tötete, um die Zukunft seines Sohnes zu retten, der die Lehrerin zuvor sexuell belästigte.

Fazit: Urkomische! Ich musste teilweise wirklich laut auflachen, so witzig waren die Situationen. Sei es der Versuch Wäsche zu waschen, das schlechte Denglisch in der Kommunikation mit seinem Schwippschwager, der Thermomixabend oder die altbekannte "Fehde" mit Dr. Langhammer. Die Spannung in diesem Krimi war relativ gering, dafür was das Drumherum um die Hauptstory umso besser. Die Auflösung des Mordfalls war schlüssig, wenn auch unspektakulär. Kluftis Charme macht die etwas fehlende Ermittlungsarbeit quasi wieder wett. Ich empfehle das Buch allen, die Kluftinger wie ich ins Herz geschlossen haben, einfach mal herzhaft lachen wollen und eine einfache Lektüre zum Abschalten suchen.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Chaos über Chaos in New York

Kiss & Crime - Küss mich bei Tiffany
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Kurz zum Inhalt: Pascal muss für eine Fortbildung samt Kollegin Sarah nach New York. Emily hat Ferien und beschließt zusammen mit ihrer Oma einfach mitzukommen. Doch anstatt jede freie Minute mit Pascal ...

Kurz zum Inhalt: Pascal muss für eine Fortbildung samt Kollegin Sarah nach New York. Emily hat Ferien und beschließt zusammen mit ihrer Oma einfach mitzukommen. Doch anstatt jede freie Minute mit Pascal Sightseeing zu betreiben, macht die neue Bekanntschaft Dicky ihnen einen Strich durch die Rechnung. Der Regisseur schreibt einen Film über die Mafia, hat angeblich einen Mord beobachtet, dem Gangsterboss seinen Laptop geklaut und leidet jetzt unter Verfolgungswahn. Als er erfährt, dass Pascal und Sarah von der Polizei sind, heuert er sie kurzer Hand als Personenschützer an, bezahlt sie mittels 5-Sterne-Hotel, Essenseinladungen und gemeinsamen Sightseeingtrips. Was als angebliche Paranoia beginnt, entwickelt sich tatsächlich zu einem gefährlichen Job, denn Dicky ist nicht ganz ehrlich was seine echten Pläne betrifft.
Fazit: Ganz einfach: Das Buch hat Spaß gemacht. Die Story ist sehr übertrieben, es ging drunter und drüber und ja, es wäre kein zweiter Band nötig gewesen. Nichts desto trotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt und es war genau das was ich gebraucht habe: Ein Buch zum Abschalten ohne groß Nachdenken zu müssen. Es ist weniger ein Romancebuch, als eine Geschichte über absolutes Chaos in New York. Emily und Pascal verbringen hier im Gegensatz zum ersten Teil kaum Zeit miteinander, stattdessen sind zwei neue Charaktere, der Drehbuchautor Dicky und seine Schauspielerfreundin Linda, sehr oft am Start. Die Situation von Pascal und Emily beim Rückflug war meiner Meinung nach viel zu früh und komplett übertrieben.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Was würdest du in Kauf nehmen, um die Anarchie zu stürzen?

Immortal Longings
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Kurz zum Inhalt: Prinzessin Calla Tuoleimi lebt im Verborgenen in der dystopischen Stadt Sin-Er, da sie ihre Eltern ermordet hat. Für ihren Plan die gesamte Königsfamilie auszulöschen und somit der Anarchie ...

Kurz zum Inhalt: Prinzessin Calla Tuoleimi lebt im Verborgenen in der dystopischen Stadt Sin-Er, da sie ihre Eltern ermordet hat. Für ihren Plan die gesamte Königsfamilie auszulöschen und somit der Anarchie ein Ende zu setzen, fehlt nur noch der Tod ihres Onkels Kasa. Dafür muss sie als eine der 88 Teilnehmer die jährlichen Todesspiele gewinnen. Der Hauptpreis für den einzigen Überlebenden: Reichtum, eine Begegnung mit dem König und ein Ticket aus der Stadt. Nur so kann Calla dem König nahe genug kommen, um ihn umzubringen. Die Spiele sind für die Bewohner die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben, denn in der Hauptstadt stehen Armut, Gewalt und der Überlebenskampf an der Tagesordnung. Eine Besonderheit in dieser Welt ist das Qi, das die Seele von Körper zu Körper springen lässt und den eigentlichen Besitzer des Körpers in den Hintergrund drängt. Das einzige äußerliche Merkmal das mitspringt, ist die Augenfarbe.
Während der Spiele geht Calla sowohl mit ihrem Cousin und Thronanwärter August, als auch mit Anton eine Ally ein. Antons Intention zu gewinnen, ist das Geld mit dem er die Krankenhauskosten seiner Kindheitsfreundin bezahlen kann, die im Koma liegt. Calla und Anton kommen sich im Laufe des Kampfes näher, doch bald gibt es mehr (magische) Gefahren als die Kontrahenten. Wem kann Calla noch trauen?

Fazit: Ich bin in die Reihe gestartet, dass es sich um eine YA-Fantasy- Dilogie handelt. Jetzt weiß ich, dass es sich 1. Um eine Erwachsenenreihe handelt und 2. Eine Trilogie ist :D Ehrlicherweise liest sich das Buch auch komplett wie eine YA-Geschichte, denn für Erwachsene ist die Story zu seicht. Es fehlt Charaktertiefgang und das Magiesystem ist zwar interessant, aber es gibt nicht genug Alltagserklärungen dahingegen. Mir hat die Welt sehr gut gefallen, die Kampfszenen waren wirklich gut geschrieben, stellenweise ist überhaupt nichts passiert, die Liebe zwischen den Protagonisten kam schnell und irgendwie unpassend, die Umgebungsbeschreibungen waren lang, was ich sehr mag. Die Geschichte ist aus unterschiedlichen POVs geschrieben, manche davon waren meiner Meinung nach unnötig.
Die Magie ist etwas neues, hat Spannung rein gebracht und alles etwas Interessanter gemacht. Genauso wie die Intrigen im Palast und die Gefahr von außen durch den Sichelbund.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen unter dem Aspekt, dass ich es für mich in YA einstufe. Trotz Mängel hat es mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Pro-Bono oder Veruntreuung?

Beautiful Secrets – Wenn ich dich spüre
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Kurz zum Inhalt: In der Schönheitsklinik Villa Berlin stimmt etwas nicht mit den Gelder des Pro-Bono-Programms. Maxi will ihren Freunden helfen, die Machenschaften aufzudecken und erschleicht sich einen ...

Kurz zum Inhalt: In der Schönheitsklinik Villa Berlin stimmt etwas nicht mit den Gelder des Pro-Bono-Programms. Maxi will ihren Freunden helfen, die Machenschaften aufzudecken und erschleicht sich einen Job in der IT Abteilung. Perfekt, um sich Zugriff auf geheime Akten zu verschaffen. Während ihrer Ermittlungen soll dort eine RealityTV-Show mit Hauptstar und Frauenheld Nick Fontane gedreht werden. Durch ungeplante Umstände landet Maxi selbst vor der Kamera, zunächst als Nicks persönliche Technikerin, dann auch noch als seine „Fake“-Freundin.

Fazit: Eine solide, leichte Geschichte für Zwischendurch. Es ist eine süße Liebesgeschichte mit Krimiansatz. Der Schreibstil ist locker, die Beziehung zwischen Maxi und Nick baut sich langsam auf, auch wenn sich beide von Anfang an anziehend finden. Von der Frauen-Freundschaft von Leyla, Charlie und Maxi hätte ich gerne mehr gewollt, die finde ich sehr gelungen. Das Buch war für mich kein Highlight, da ich weder große romantische Gefühle gespürt habe, noch krasse Krimi- bzw Spannungsvibes.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Ein ungwolltes Erbe

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Kurz zum Inhalt: Sora Hong ist eigentlich Mitglied ihres Clans und Erbin des Familienimperiums. Doch alle in ihrer Familie verfügen über Mana, eine Art der Magie, nur sie ging leer aus. Aus diesem Grund ...

Kurz zum Inhalt: Sora Hong ist eigentlich Mitglied ihres Clans und Erbin des Familienimperiums. Doch alle in ihrer Familie verfügen über Mana, eine Art der Magie, nur sie ging leer aus. Aus diesem Grund wurde sie noch als Kind, zusammen mit ihrer Mutter, vom eigenen Vater und Herrscher über den Clan verbannt. Doch dann erreicht sie eine Einladung zu ihrer eigenen Volljährigkeitsfeier auf dem Familienanwesen in Busan und dank der Überredungskunst ihrer krebskranken Mutter, tritt sie die Reise an. Dort eskaliert es: Soras Vater will sie als seine Erbin. Soras Halbschwester Jia versucht daraufhin sie zu töten und anstatt zu sterben, kehrt Sora zusammen mit Ran, dem Gott der Tiger als Verbündeten und endlich Mana im Blut zurück. Keine Sekunde zu spät, denn um den Anspruch als das zukünftige Familienoberhaupt zwischen den zwei Schwestern zu klären, müssen beide 10 Höllenprüfungen meistern. Als wenn das nicht schon genug wäre, droht Sora das göttliche Mana in ihrem Blut von innen heraus zu töten.

Fazit: Ich hatte wohl zu große Erwartungen. Die Idee, das Setting in Südkorea und der Schreibstil selber sind wirklich super. Die Höllenprüfungen waren alle individuell und auch die unterschiedlichen Götter der Hölle waren sehr kreativ.
Leider hatte ich mit der Umsetzung der Geschichte so meine Probleme. Es ging mir alles viel zu schnell. Die Prüfungen hatten kaum angefangen, da waren sie schon vorbei und die Szenen wechselten abrupt. Die Liebesbeziehung zwischen Ran und Sora konnte ich nicht nachempfinden. Genauso wenig wie Gils Beweggründe.

Sora hat mich leider des Öfteren genervt, vor allem in Bezug auf ihren Vater. Sie ist mindestens 3x nach wenigen gewechselten Sätzen mit genau den gleichen Gedanken aus seinem Büro wie ein bockiges Kind gerannt ohne weder das zu klären, weswegen sie ihn ursprünglich aufgesucht hat, noch wirklich über die Vergangenheit zu reden.
Das Mysterium der Zwischenwelt selber wurde nicht vernünftig erklärt, noch wie die Flucht daraus möglich war. Das fühlt sich für mich zusammenhanglos und unstimmig mit dem Rest der Geschichte an, als hätte man irgendwie versucht die Begegnung zwischen Ran und Sora spektakulärer zu machen.
Ich bin froh, dass die Charaktere, jeder für sich eine positive Entwicklung durchgemacht haben. Vorneweg Jia. Ich wollte sie am Ende einfach nur in den Arm nehmen. Sie hat sich langsam in mein Herz geschlichen und die Annäherung der zwei Schwestern war herzerwärmend.

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