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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Skurril, witzig, spannend

Bei Föhn brummt selbst dem Tod der Schädel
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Eine schier ausweglose Situation, in die Jennerwein da geraten ist. Und seines Teams beraubt. Herrlich, wie der Autor Jennerwein agieren lässt – und das Team um Nicole Schwattke. Schön aneinander vorbei ...

Eine schier ausweglose Situation, in die Jennerwein da geraten ist. Und seines Teams beraubt. Herrlich, wie der Autor Jennerwein agieren lässt – und das Team um Nicole Schwattke. Schön aneinander vorbei – anders geht es aber auch gar nicht. Dazu die Geschichte in der Geschichte durch die jedem Kapitel voraus gestellte Aufgabe und die Leitlinien, die der Autor konsequent nicht einhält. Flott erzählt, mit vielen Anspielungen, bestimmte Ereignisse und/oder Personen betreffend. Spannungsgeladen durch wechselnde Perspektiven, gelungene Wortspiele, absurde Situationen. Witzig in den Dialogen, wie z.B. Knapp ins Herz ist auch letal. Maurer baut sich auch selbst ein. Und lässt zum Schluss doch wieder Einiges offen. Herrlich skurril, die Geschichte. Man hofft, dass das, was alle Akteure von ihrem künftigen beruflichen Dasein erwarten, nicht eintrifft.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Abgründig und witzig

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben
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Wellnessurlaub, Auftragskiller und Künstliche Intelligenz – wie passt das zusammen? Gekonnt konstruiert Jörg Maurer einen Fall um Jennerwein herum, dem es an Winkelzügen, Raffinesse und hintergründigem ...

Wellnessurlaub, Auftragskiller und Künstliche Intelligenz – wie passt das zusammen? Gekonnt konstruiert Jörg Maurer einen Fall um Jennerwein herum, dem es an Winkelzügen, Raffinesse und hintergründigem Humor nicht mangelt. Jennerwein lässt sich auf einen Fall eines verschwundenen Managers ein, der ihn in die Tiefen der KI entführt, in Augmented Reality, Fabriken ohne Menschen, ausschließlich von Robotern geführt für alle erdenklichen Lebensbereiche. Eigentlich so gar nicht seins. Dabei entkommt er den geplanten Anschlägen eines Auftragskillers immer wieder – eher zufällig, weshalb der darum gar nicht weiß. Eine Stalkerin kommt noch hinzu und auch noch Zug um Zug die neue Ehefrau, deren Identität bis zum Schluss geheim gehalten wird. Ein gekonntes Konstrukt mehrerer ineinandergreifender Geschichten. Bildreich, humorvoll, manchmal satirisch erzählt. Wieder mit zahlreichen Anspielungen auf Filmwelt und Theater verlinkt. Mit aberwitzigen Gedanken und Dialogen gespickt. Abgründig gut, behauptet der Klappentext. Kann man unterschreiben.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Locker-leicht, humorvoll

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 7: Das goldene Öl
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Die kleine Citta Fontenaia wird erneut von Verbrechen heimgesucht. Erst wird die Halle der Olivenöl Kooperative abgefackelt, dann der Commissario schwer in Misskredit gebracht, der Bürgermeister verdächtigt ...

Die kleine Citta Fontenaia wird erneut von Verbrechen heimgesucht. Erst wird die Halle der Olivenöl Kooperative abgefackelt, dann der Commissario schwer in Misskredit gebracht, der Bürgermeister verdächtigt und das Gerücht von Bestechung und Korruption in Bezug auf die Olivenöl-Verkostung und -Prämierung in Umlauf gebracht. Das führt sowohl zu merkwürdigen Allianzen, als auch zu schweren Loyalitätskonflikten, die aber zügig, wendungsreich, spannend, humorvoll, von leichter Hand geschrieben und mit viel Urlaubsflair aufgelöst werden. Die Grundlage zum nächsten Band ist auch schon gelegt, so dass man sich auf Folgendes freuen kann.


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Veröffentlicht am 17.12.2024

Pageturner

The Twenty
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Sehr drastisch, sehr wendungsreich. Bis zum Schluss, wenn eigentlich alles schon klar ist, kommt noch eine neue Wendung, ein überraschender Plot. Lange mordet der/die Täter/in vor sich hin. Man denkt an ...

Sehr drastisch, sehr wendungsreich. Bis zum Schluss, wenn eigentlich alles schon klar ist, kommt noch eine neue Wendung, ein überraschender Plot. Lange mordet der/die Täter/in vor sich hin. Man denkt an einen lange zurückliegenden Fall, in dem auch schon einmal ein Täter mehrere Menschen ermordete, dabei von Zwanzig an zurückzählte. Den hatte man aber gefasst. Und der sitzt auch noch im Gefängnis. Dennoch: Die Handschrift in den aktuellen Fällen ähnelt der des damaligen Täters. Es scheint, als würde jemand da weitermachen, wo der damalige Täter gezwungenermaßen aussetzen musste. Mitten drin in diesen aufwühlenden Ermittlungen die Tochter des damaligen Täters, und ehemalige Ehefrau des zuständigen Ermittlers. Verzwickter kann es gar nicht sein. Und persönlicher, wie sich herausstellt. Mit viel Drive, flüssigem Schreibstil, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, überraschenden Wendungen und viel persönlichem Input der Ermittler wird hier ein echter Pageturner geboten.

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Veröffentlicht am 21.09.2024

Pageturner

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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War es in Sommersonnenwende brütend heiß, ist es hier klirrend kalt. Eine düstere Geschichte nimmt ihren Lauf, in der Tomas weiter mit seinem eigenen Trauma zu kämpfen hat. Als in der Silvesternacht 94 ...

War es in Sommersonnenwende brütend heiß, ist es hier klirrend kalt. Eine düstere Geschichte nimmt ihren Lauf, in der Tomas weiter mit seinem eigenen Trauma zu kämpfen hat. Als in der Silvesternacht 94 ein Mord in einem Bordell geschieht, muss er den Entschluss, aus dem Leben zu scheiden, erst einmal aufschieben. Zusammen mit Freund und Kollege Zingo versucht er den Mord, bei dem auch eine nackte Frau plötzlich vom Tatort geflüchtet ist, aufzuklären, obwohl die Säpo ihnen den Fall entzieht. Einem Mord, dem alsbald weitere folgen und sie in das Milieu der Bordelle, Straßenstriche und Hard-Core Pornofilme führt, Dabei stoßen sie erneut auf die Journalistin Vera Berg, die ihre ganz eigenen Recherchen führt, um sich in ihrem neuen Job einen Namen zu machen. Dabei geht sie recht skrupellos vor und ermittelt auch in einem Vermisstenfall, in dem es ausgerechnet um Tomas Bruder geht. Dem will sie den Mord an ihm anhängen. Auch dieser Band ist rasant geschrieben, taucht tief, die die Psychogramme der Ermittler und der Prostituierten ein, in die Machtspielchen der Säpo. Der Leser wird durch die Kapitel getrieben, die fesselnd, spannend, äußerst düster gehalten sind. Und man muss sich fragen, wer hier eigentlich ehrenhaft und moralisch handelt. Die Journalistin und - wie sich herausstellt - der Freund von Tomas ganz gewisslich nicht. Sich vorzunehmen, eines anderen Menschen Leben zu zerstören ist mehr als verwerflich.

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