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Veröffentlicht am 06.10.2024

Wieder absolut fesselnd!

Wer mit den Wölfen heult
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Polizeieinsatz bei einem Banküberfall: Plötzlich schießt Police Sergeant Gordon auf einen Kollegen, der eigentlich gar nicht im Dienst wäre. Gordon beteuert wiederholt, dass er auf einen Angreifer schießen ...

Polizeieinsatz bei einem Banküberfall: Plötzlich schießt Police Sergeant Gordon auf einen Kollegen, der eigentlich gar nicht im Dienst wäre. Gordon beteuert wiederholt, dass er auf einen Angreifer schießen wollte. Anwesende glauben an einen Mordversuch. Um herauszufinden, ob Gordon noch diensttauglich oder schuldig ist, wird Therapeutin Lily Brown beauftragt, ein Gutachten über ihn zu erstellen. Dazu bleiben ihr nur wenige Sitzungen. Immer wieder gibt es Hinweise darauf, dass der angeschossene Kollege und Gordon nicht das beste Verhältnis haben und gerade als es scheint, Lily könne Gordons Vetrauen gewinnen, begeht dieser Suizid vor aller Augen. Doch er hinterlässt Lily den Auftrag, in einem bestimmten Fall Ermittlungen aufzunehmen.

Der erste Canterbury-Fall war für mich ein Highlight. Ich liebe einfach Krimi-Reihen, die Spannung, rätselhafte Fälle, gute Ermittler und deren persönliches Umfeld vereinen. Gerade Lily Brown als Therapeutin finde ich super gewissenhaft und immer darauf bedacht, ihren Klienten so gut wie möglich zu helfen. Als Fan erster Stunde musste ich natürlich auch den zweiten Band lesen und wurde nicht enttäuscht. Schon der Prolog wirft einige Fragen auf. Denn eigentlich sagt er schon viel über die Täterschaft des Police Sergeants Gordon aus, nur liegen die Motive vollkomme im Dunkeln. Hier setzen die Sitzungen mit der Therapeutin Lily Brown an. Sie soll herausfinden, ob Gordon wirklich aus Versehen oder doch mit Absicht auf den Kollegen Clark Jarrett geschossen hat. Wer Lily schon kennt, der weiß, dass sie so lange bohrt und nicht nachlässt, bis sie Klarheit geschaffen hat. Die Gespräche zwischen ihr und Gordon erschienen mir völlig authetisch, kein Wunder, denn die Autorin hat selbst in Psychologie promoviert und Psychotherapeutin, weiß also genau, wovon sie schreibt. Wie Lily in ihrem Patienten zu lesen weiß, ist hervorragend. Trotzdem begeht er Selbstmord und lässt Lily mit einem Rätsel zurück. Sie ermittelt weiter und trifft dabei nicht nur auf freundliche Gesprächspartner. Im Gegenteil. Ihre Hartnäckigkeit macht sie zu einem Ziel.

Ähnlich wie im letzten Buch, ist der Fall Gordon aber nicht der einzige Handlungsstrang. Da ist auch noch der Fall einer schwangeren jungen Mutter, die Panik hat, dass ihr zweites Kind ebenfall am plötzlichen Kindstod sterben könnte. Die Sitzugen mit dieser Frau werden immer wieder in die Haupthandlung eingestreut und sorgen für Abwechslung, aber auch für Gänsehaut und ist meiner Meinung nach nichts für Zartbesaitete. Wobei die Ermittlungen im ersten Fall auch in eine ziemlich grausame Richtung führen. Darüber hinaus geht es auch wieder sehr oft um Lily Privatleben, vor allem um ihre Beziehung zu Dan. Wer den ersten Band kennt, weiß, dass es in dieser immer wieder Hürden zu überwinden gibt. Zwei Fälle und Lilys Umfeld ergeben eine äußerst spannende Mischung, bei der man gar keine Wahl hat, als Kapitel um Kapitel zu verschlingen, weil man unbedingt die ganze Wahrheit erfahren möchte. Der Band ist übrigens ganz gut unabhängig lesbar, ich würde mir den ersten aber trotzdem nicht entgehen lassen. Die Krimi-Reihe ist wirklich erstklassig und psychologisch spannend. Bin jetzt ein noch größerer Fan von Lily, deren Fälle auch noch auf wahren Verbrechen beruhen. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Sehr unterhaltsame Allgäuer Cosy Crime zum Schmunzeln und mit ernsten Zwischentönen

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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Kluftinger, immer noch Interims-Polizeipräsident, kandidiert als Lückenfüller für die Liste seiner Partei im Gemeinderat von Altusried. Da trifft es sich halt grad schlecht, dass bei der Großübung "Alpenglühen", ...

Kluftinger, immer noch Interims-Polizeipräsident, kandidiert als Lückenfüller für die Liste seiner Partei im Gemeinderat von Altusried. Da trifft es sich halt grad schlecht, dass bei der Großübung "Alpenglühen", die unter seiner Leitung steht, ein toter Kollege am Ofterschwanger Horn gefunden wird. Was zunächst als Unfall eingestuft wird, mausert sich zu einem echten Verbrechen und Kluftingers Ausflug in die Politik wird zu einer ernsten Angelegenheit, als er erfährt, dass sein "Freund" Dr. Langhammer für die gegnerische Partei ebenfalls in den Gemeinderat gewählt werden will. Langhammers großspuriger Stimmenfang ist Klufti ein Dorn im Auge und so kämpft er gleich an zwei Fronten.

Das Allgäu ist schon eine wunderschöne Gegend, was uns vermutlich das Cover vermitteln soll. Der Klappentext hat mich erahnen lassen, dass es auch im dreizehnten Band der Reihe um den Allgäuer Kommissar Kluftinger wieder hoch her geht. Ein toter Polizist und Kluftinger als Kanditat für ein politischen Amt. Zefix, das kann nur Chaos, Spannung und einen Angriff auf die Bauchmuskeln ergeben. Tatsächlich war dieser Band für mich der, bei dem ich mich sofort in die Allgäuer Umgebung einfühlen konnte, da ich genau dort schon mehrfach Urlaub gemacht habe. Es war total super die im Buch erwähnten Orte vor dem geistigen Auge zu sehen und sich dann vorzustellen, wie Kluftinger dort mit seinem Team ermittelt. Sogar mein Urlaubsdomizil wird erwähnt. Das machte das Buch schon zu einem besonderen Erlebnis. Richtig spannend wurde es, als auch ein Phänomen, das mir dort in der Natur schon öfter aufgefallen ist, zum Thema bei der Ermittlung wird. Denn diese Urban Legend ist wirklich interessant, auch wenn anfangs nicht klar ist, ob da was dran ist. Das klärt sich aber, genau wie der Fall.

Jede Menge Raum, fast mehr als der Fall, nehmen auch Kluftingers lustige Versuche ein, sich als politisch gebildete Person zu geben, als es darum geht, seine Position in einem Wahlkampfflyer abzudrucken. Herrlich! Ich musste immer wieder laut lachen. Ebenso als ein Fotograf Fotos für Wahlplakate macht. Die junge Generation könnte Klufti als einen alten weißen Mann sehen, für mich ist er ein Original, und ich finde es gut, dass er nicht alles weiß, in viele Fettnäpfchen tritt und manchmal auch politisch nicht hyperkorrekt daherkommt. Denn man merkt, dass er sich bemüht. Richtig aktiv im Wahlkampf wird er erst, als er sieht, wie Konkurrent Dr. Langhammer auf Stimmenfang geht und laut Klufti Wählerstimmen kauft. Dabei belächelt er auch noch ihn als Lückenbüßer. Da kommt es nicht nur einmal zu "Gerangel" unter den beiden. Und wie soll es im Wahlkampf anders sein, kommen die Themen auf die Tapete, die die Menschen umtreiben, z. B. Überfremdung und Asylpolitik.

So kommt es - auch aufgrund der Ermittlungen - zu ernsteren Tönen und tiefergehenden Gesprächen über die wunden Punkte unserer heutigen Gesellschaft. Da waren die beiden Autoren Klüpfel und Kobr schon während des Schreibens am Puls der aktuellen Zeit und auch die jüngste Vergangenheit wird etwas aufgearbeitet. Mir gefiel diese Mischung richtig gut, weil ich vieles eben auch so oder ähnlich seh wie der Klufti. Ich hab das Buch echt gern gelesen und war fast traurig, dass es so schnell durch war. Der Schreibstil war halt wieder echt urig, das Lokalkolorit diesmal besonders gut eingebunden und das Ermittlerteam hat zwar seine Macken, ist aber aus keinem Klufti-Buch mehr wegzudenken. Die Auflösung des Falls war plausibel, aber gar nicht mehr so wichtig. Ich finde der Protagonist macht eine tolle Entwicklung durch, angeleitet von einem alternden Ex-Bundesminister, der ein Faible für Sperrmüll hat. Am Ende musste ich mir bei Kluftingers Rede vor den wahlberechtigten Bürgern von Altusried echt ein Tränchen verdrücken, denn da zeigt er seine wahre Größe. Dafür also meinen Applaus und 5 Sterne. Natürlich dürfen das andere Leser*innen das gern als Klamauk abtun, für mich war es jedoch ganz große Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Grandioser Thriller, erschreckend real

VIEWS
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Die 16-jährige Lena Palmer wird als vermisst gemeldet, kurze Zeit später taucht im Netz das Video eines widerwärtigen Verbrechens an ihr auf, das Wasser auf die Mühlen der rechten Parteien und Gruppierungen ...

Die 16-jährige Lena Palmer wird als vermisst gemeldet, kurze Zeit später taucht im Netz das Video eines widerwärtigen Verbrechens an ihr auf, das Wasser auf die Mühlen der rechten Parteien und Gruppierungen ist. Passen die Täter doch genau in deren Weltbild. Nicht ohne Hintergedanken betraut das BKA Kommissarin Yasira Saad mit dem explosiven Fall. Sie soll die Täter identifizieren und für Gerechtigkeit sorgen, bevor der wütende Mob auf die Barrikaden geht. Es dauert nicht lange, da bildet sich die Gruppe "Aktiver Heimatschutz" und bekommt täglich mehr Zulauf. Dann wird ein weiteres Video veröffentlicht und eine gewalttätige Demo lässt die Situation außer Kontrolle geraten. Schafft es Yasira den Fall zu lösen, bevor sie selbst ins Fadenkreuz gerät?

Den Autor Marc-Uwe Kling kennt man vor allem durch seine Känguru-Chroniken, die mich nicht so interessieren und die lustigen Bilderbücher vom Neinhorn. Mit diesem Thriller verlässt der Autor aber komplett die eher witzige Schreibe und begibt sich in ein schwieriges Terrain. Es reizte mich ungemein zu erfahren, wie gut ihm das gelingt. Das Cover fand ich eher wenig aussagekräftig und ich denke, dahinter steckt Absicht. Der Titel Views deutet schon an, dass es hier auch um Social Media und Klicks geht, etwas, was in der heutigen Zeit oft mehr Wert ist, als echte Kontakte und persönliche Worte. Das Buch hat nicht allzu viele Seiten, so dass es immer fraglich ist, ob man in der kurzen Zeit in die Handlung hineinfindet und eine Verbindung zu den Protagonist*innen aufnehmen kann. Schon nach kurzer Zeit waren alle meine Bedenken wie weggeblasen. Und das wörtlich: This thriller blew my mind! Er ist mehr am Puls der Zeit, als alles, was ich bisher gelesen habe und hallt immer noch nach.

Schon zu Beginn wurde bei mit Mitgefühl ausgelöst für die verschwundene 16-Jährige, denn man ahnt schon, dass ihr etwas Schreckliches zugestoßen sein muss. Geschickt spielt der Autor mit diesem Gefühl und verwandelt es in Schrecken und Wut, nicht nur auf die Täter im Video, sondern auch auf die Menschen, die von einigen wenigen auf alle Menschen schließen und den Fall als willkommene Begründung für Hass und Hetze nutzen. Mittendrin in dem ganzen Chaos, das durch das Video ausgelöst wird, steht Yasira Saad mit ihrem Team, die aus einem ganz bestimmten Grund für die Ermittlung ausgewählt wurde. Die Ereignisse spitzen sich derart zu, dass mir oft einfach der Mund offen stehen geblieben ist und ich das Atmen vergessen habe. Genauso würde ein solcher Fall vermutlich in der Realität ablaufen und der weitere Verlauf ist mehr als aufrüttelnd und lässt mich mit Fragen zurück, wie wir in Zukunft mit jeglicher Art von Informationen umgehen sollen.

Die Ermittlerin selbst gefällt mir sehr gut, sie ist sehr tough, manchmal vielleicht auch etwas zu waghalsig, um zu beweisen, dass gewisse Vorurteile ihr gegenüber keinesfalls zutreffen. Sie vertritt gleich mehrere sogenannte Minderheiten und der Blick auf sie ist für mich daher sehr interessant. Zeitweise fühlte ich mich bei Views, als stünde ich als zur Untätigkeit verurteilter Beobachter dabei, während um mich herum die Welt aus ihren Angeln gerissen wird. Sowohl die Hintergründe des Falls als auch das Ende haben mich einfach umgehauen, nicht nur weil sie so real wirken und so brutal sind, sondern weil man sich angesichts dessen einfach machtlos fühlt. Der Thriller bietet so viel Stoff für Gespräche und an einigen Details werde ich wohl noch länger zu knabbern haben. Man traut sich fast nicht zu sagen, dass das Buch unterhaltsam war, denn dafür war es einfach zu heftig. Trotzdem hab ichs verschlungen und empfehle es dauernd weiter, vor allem auch an Menschen, die gern die modernste Technik verwenden und sich mehr Digitalisierung wünschen. Views sind in dem Fall nicht alles und schon gar nicht positiv. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Perfekte Freundschaftsgeschichte für alle, die Halloween und Streiche mögen

Süßes und Saures mit Juli
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Seit jedes Mitglied der Bande ein eigenes Tier hat, unternehmen Paul, Max und Anna seltener etwas miteinander. Vor allem Max ist genervt davon, dass Anna sich nur noch um Julis Fohlen Juno kümmert und ...

Seit jedes Mitglied der Bande ein eigenes Tier hat, unternehmen Paul, Max und Anna seltener etwas miteinander. Vor allem Max ist genervt davon, dass Anna sich nur noch um Julis Fohlen Juno kümmert und sich ständig Sorgen macht. Da kommt ihnen der Halloween-Abend gerade recht. Die drei beschließen, nachts zusammen um die Häuser zu ziehen und Süßes zu sammeln. Paul ist sich sicher, dass sie auch einiges an Saures erwartet, denn Anna und Max haben eine Wette am Laufen. Anna behauptet, dass Max es nicht schaffen könnte, sie zu erschrecken. Paul aber weiß, dass sich Max bei Streichen so richtig ins Zeug legt. Kann das gut gehen? Und ist es ratsam, die Tier zum Ausflug mitzunehmen?

Wir haben uns richtig gefreut, dass jetzt im Herbst ein neues Abenteuer mit Juli erschienen ist. Das Cover passt super zu den restlichen Titeln der Reihe und zeigt auch gleich durch die verkleideten Kinder auf dem Cover, dass es in der Geschichte um das immer beliebter werdende Halloween-Fest geht. Der Titel lässt nicht unbedingt nur Gutes erwarten. Meine Tochter war ganz begeistert von Band 1 der Reihe mit Juli, dem Pferd, dass zufällig bei Paul landet und das er zunächst gar nicht leiden kann, so dass wir diesen hier jetzt passend zur Jahreszeit unbedingt lesen mussten. Zwar ist es nicht unbedingt notwendig, die weiteren Bände zu kennen, um die Geschichte zu verstehen, wir empfehlen aber trotzdem die anderen vorher zu lesen, dann kennt man einfach schon die Hintergründe. Juno kannten wir z.B. aus dem ersten Band noch nicht und meine Tochter war ganz entzückt über das Fohlen von Juli. Mindestens so wie Anna, die von Max kritisiert wird, weil sie sich ständig um das Junge sorgt.

Da beginnt auch schon der kleine Konflikt, der zu einer Wette zwischen Max und Anna führt. Als Leser*in wird gleich klar, dass da einiges passieren wird. Wir fanden allein schon die Ideen rund um die Verkleidungen total gelungen und witzig. Außerdem war alles so bildlich beschrieben und wunderbar illustriert, dass wir sehr oft schmunzeln mussten. Es ist einfach genial, wie die Handlung hier farbig in Szene gesetzt wird. Spannend war der Verlauf der Geschichte auch, denn man rechnete immer damit, dass etwas Gruseliges passiert und Anna erschreckt wird. Die Streiche verraten wir nicht, nur dass sie echt kreativ waren und auch ein bisschen für Gänsehautmomente bei meiner Tochter sorgten. Die Dosis war für uns genau richtig. Wir lieben vor allem das pfiffige Fohlen Juno, das ganz nach seiner Mutter kommt, aber auch Watson der Hund ist toll. Neben der spannenden und lustigen Handlung gibt es auch viele Momente, die zeigen, worauf es bei einer guten Freundschaft ankommt.

Wie beim ersten Band ist auch hier wieder die abwechslungsreiche, pfiffige Textgestaltung mit verschiedenen Schriftarten, Rahmen und Sprechblasen, Unterstreichungen und Pfeilen das Tüpfelchen auf dem i. Die Outtakes, ein Fehlersuchbild und ein Rezept für Monster-Cookies am Ende des Buches sind tolle, zusätzliche Angebote. Wir werden uns auf jeden Fall noch weitere Juli-Abenteuer besorgen. Ganz große Empfehlung! 5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Wieder viel Magie und Action im dritten Band

Der Zauberschüler (Band 3) - Im Schatten des roten Drachen
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Immer noch schwimmt der Giftwurm auf die magische Quelle zu und droht alles zu verseuchen. Wie gut, dass Troll Minu eine Abkürzung kennt. So können er, Flo und Ava den Wurm überholen. Doch dann entdecken ...

Immer noch schwimmt der Giftwurm auf die magische Quelle zu und droht alles zu verseuchen. Wie gut, dass Troll Minu eine Abkürzung kennt. So können er, Flo und Ava den Wurm überholen. Doch dann entdecken sie einen riesigen Schatten am Himmel. Hexenmeister Humbuck hat einen Drachen auf sie angesetzt!

Wieder ist der dritte Band eine Fortsetzung der Geschichte aus den ersten beiden Bänden uns setzt dort an, wo Band zwei endete. Zuvor gibt es aber wieder eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse, so dass die jungen Leserinnen sich den bisherigen Verlauf des Abenteuers noch einmal ins Gedächtnis rufen können. Bei uns lag einige Zeit dazwischen und mir und meiner Tochter hat dieser kurze Text sehr geholfen. Einsteiger in die Reihe empfehlen wir aber, unbedingt bei Band 1 zu starten, um nichts vom Abenteuer zu verpassen. So sind die Erstleser auch nicht überfordert und erfassen den Sinn besser.

Gerade als die Protagonist
innen des Abenteuers, Zauberschüler Flo, Elfe Ava und Troll Minu glauben, etwas durchatmen zu können, taucht ein Feuerdrache auf, der von Hexenmeister Basil Humbuck ausgesandt wurde, um die drei zu stoppen. Es ist brandgefährlich und ein Entkommen schein unmöglich. Noch wissen die drei nicht, dass der Drachen nicht freiwillig auf sie los geht. Wir hatten mit der Entwicklung, die dann passiert nicht gerechnet. Außderdem deuten sich noch weitere Geheimnisse an, die Flo betreffen, so dass wir sofort auch Band 4 gelesen haben, den wir in weiser Voraussicht auch schon besorgt hatten. Die Geschichte entwickelt einen regelrechten Sog. Am Ende von Band drei sind wir allerdings immer noch nicht bei der Quelle angelangt. Einerseits ist es natürlich gemein, dass die Geschichte am Ende immer teilweise offen bleibt, andererseits ist das ein guter Anreiz für Kinder, weiterzulesen.

Die Illustrationen waren gewohnt gut mit vielen magischen Elementen und actionreichen Bildern. Der Drache ist natürlich ein tolles Motiv. Die Schrift ist perfekt zum ersten Selberlesen und auch die Länge der Texte ist gut machbar, denn die Schrift ist relativ groß und die Abschnitte nicht allzu lang. Zu ängstlich sollten die jungen Leser*innen allerdings nicht sein, denn es handelt sich bei "Der Zauberschüler" Reihe schon um ziemlich düstere Fantasy und der Hexenmeister ist kein sehr freundlicher Geselle. Allerdings gibt es auch nicht so viel High Fantasy für Kinder ab 7 Jahren, so dass die Bücher schon etwas sehr Besonderes sind. Wir werden die Reihe vor allem nach Band 4 auf jeden Fall weiterverfolgen. 5 Sterne

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