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Veröffentlicht am 01.11.2024

Heilende Kochkunst in unruhigen Zeiten

Anisbrot in Antiochia
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Im zweiten Teil dieser Trilogie zieht im Jahr 1190 das Kreuzritterherr unter Barbarossa weiter gen Jerusalem. Als Barbarossa stirbt löst sich das Heer allerdings auf. Inzwischen sind viele Ritter an der ...

Im zweiten Teil dieser Trilogie zieht im Jahr 1190 das Kreuzritterherr unter Barbarossa weiter gen Jerusalem. Als Barbarossa stirbt löst sich das Heer allerdings auf. Inzwischen sind viele Ritter an der Ruhr erkrankt. Die begnadete Köchin Alkmene macht sich mit ihrem Mann auf dem Weg, Ritter Diethelm mit ihrer Kochkunst zu heilen.

Die Hauptakteure waren mir schon aus dem ersten Teil „Bittermandeln aus Byzanz“ bekannt. Bereits dort habe ich Alkmenes Wissen um die Heilkraft von Kräutern und Gewürzen kennengelernt. Sie ist eine findige und mutige Frau; sehr ungewöhnlich für damalige Zeiten. Auch in diesem Band zeigt es sich, dass man ihr einen einmal gefassten Plan nicht ausreden kann und aufgeben ist nicht ihre Art.

Wie bereits im ersten Band hat mir auch dieses Mal der flüssige und vor allem bildhafte Schreibstil von Dorothe Zürcher wieder sehr gefallen. Einige unerwartete Vorfälle und Wendungen in der Geschichte sorgen für anhaltende Spannung. Die vor jedem Kapitel stehenden Rezepte damaliger Zeit finde ich interessant, aber möchte sie lieber nicht ausprobieren. Sie führen mir aber vor Augen wie tief die Autorin bei ihrer Recherche in die Thematik eingetaucht ist.

Hilfreich sind die Worterklärungen am Ende des Buches und genau wie das Personenverzeichnis, in welchem historisch belegte Personen gekennzeichnet sind.

Mir hat auch die Fortsetzung sehr gut gefallen, aber ein kleines bisschen weniger als der Vorgänger. Jetzt bin ich auf den Abschluss der Reihe sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 30.10.2024

Herzerwärmende Geschichte über Liebe und Mut

Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut
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Der kleine Mäuserich bekommt von seinem Großvater eine wichtige Botschaft mitgeteilt, die ihn auf dem Weg durch sein Leben begleitet bis er selbst als Großvater diese Worte an sein Enkelkind weitergibt.

Eine ...

Der kleine Mäuserich bekommt von seinem Großvater eine wichtige Botschaft mitgeteilt, die ihn auf dem Weg durch sein Leben begleitet bis er selbst als Großvater diese Worte an sein Enkelkind weitergibt.

Eine berührende Geschichte über Mut, Nächstenliebe und Mitgefühl für andere, die auch ernstere Themen enthält. Es gibt einige Anknüpfungspunkte, um diese Themen mit dem Kind oder den Kindern intensiver zu besprechen.

In den kleinen Mäuserich habe ich mich sofort verliebt. Er ist so ein liebenswerter und hilfsbereiter Protagonist, dem nicht nur das Herz seiner Liebsten zufliegt, sondern auch das der Leser.

Milla Shan hat die Geschichte in Reimform verfasst und die Worte des Großvaters, quasi das Mantra des kleinen Mäuserichs, tauchen immer wieder auf. Kinder haben diesen Reim schnell gelernt und können ihn dann jeweils mitsprechen.

Das große Format des Buches ist toll, weil die Kinder beim Vorlesen auch von der Seite her auf die Bilder schauen können. Der Wortschatz allerdings entspricht meines Erachtens nicht der Altersangabe ab vier Jahren.

Anita Schmidt hat die vielen großformatigen Illustrationen sehr liebevoll gestaltet. Auf jeder Seite findet man nicht nur winzige und wunderschöne Details, sondern auch ein Funkeln. Die überwiegend gedeckten Farben vermitteln Wärme und Geborgenheit und passen sehr gut zu den herzerwärmenden Worten.

Ich kann dem Großvater nur zustimmen, denn Ein Funke nur, ein kleines Licht. Liebe und Mut, mehr braucht es nicht.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Unterhaltsamer Wohlfühlroman voller Humor

Free again - alles auf Anfang
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Gelesen wurde die Neuauflage des TB aus 2024

Als Juliane ihren Ehegatten in flagranti erwischt, gibt es für sie nur die Scheidung. Damit ist sie zwar ihren Ehebrecher los, aber auch ihren Job in seinem ...

Gelesen wurde die Neuauflage des TB aus 2024

Als Juliane ihren Ehegatten in flagranti erwischt, gibt es für sie nur die Scheidung. Damit ist sie zwar ihren Ehebrecher los, aber auch ihren Job in seinem Hotel. Als Frau spontaner Entschlüsse vermietet sie die ihr verbliebene Eigentumswohnung kurzerhand und zieht zu ihrer Freundin und ihrem pubertierenden Sohn.

Auf der Suche nach einer Arbeit kommt ihr Kommissar Zufall zur Hilfe. Eine ehemalige Kundin ihrer Hochzeitsparty möchte Juliane für ihre Scheidungsparty engagieren. Könnte hieraus ein erfolgreiches Geschäftsmodel entstehen?

Juliane ist eine sympathische Frau voller Kreativität und Spontanität. Nach dem Fiasko mit ihrem Ex hat sie die Nase erstmal voll von den Männern und der Liebe. Aber wie das so ist im Leben, kommt es öfters anders als geplant.

Ich mag den locker leichten Schreibstil von Heike Abidi, aber ganz besonders mag ich ihren Humor. Auch dieses Buch ist wie gemacht für einen regnerischen Herbsttag auf dem Sofa. Decke, Heißgetränk, das Buch und schon heißt es sich zurücklehnen und einfach wohlfühlen.

Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und vergebe daher gerne fünf wohlverdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Krimi mit nachdenklichen Tönen und viel 50er Jahre Flair

Frisch ermittelt: Der Fall Hartnagel
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Dies ist bereits der dritte Band aus der Reihe mit Martha Frisch, der zwar auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann, aber ich empfehle mit dem ersten Teil zu beginnen.

In Marthas Heißmangel dreht sich ...

Dies ist bereits der dritte Band aus der Reihe mit Martha Frisch, der zwar auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann, aber ich empfehle mit dem ersten Teil zu beginnen.

In Marthas Heißmangel dreht sich dieses Mal alles um den im Park seiner Einrichtung tot aufgefundenen Direktor Dr. Hartnagel. Er betreibt in der Evenburg ein Kinder-Erholungsheim. War es Suizid oder doch Mord? Für Kommissar Onnen ist schnell klar, dass es ein Suizid war, aber er hat seine Rechnung ohne Martha gemacht, die mit Hilfe ihres Neffen nach und nach Informationen sammelt, die kein gutes Licht auf Hartnagel werfen und einen anderen Schluss zulassen.

Da ich auch die Vorgänger kenne, sind mir Martha und einige andere bereits ans Herz gewachsen. Besonders die großherzige Martha mag ich mit ihrer realistischen Sicht auf die Dinge. Sie hat es als Witwe nicht leicht, klagt aber nicht, sondern packt an.

Ich liebe diesen Sprung in die 50er Jahre. Er katapultiert mich teilweise zurück in meine Kindheit. Der Zeitgeist wurde von den Autorinnen Franke & Kuhnert sehr gut eingefangen mit Rock ‘n‘ Roll, Milchbar, Jukebox, abendlichen Häppchen vor dem Fernseher (den längst noch nicht alle hatten zu der Zeit) und der von mir so geliebten Ahoi-Brause. Aber alte Strukturen mussten noch aufgebrochen werden, es gab noch die alten Seilschaften und Frauen mussten um ihre Stellung und ihr Mitspracherecht in der Gesellschaft kämpfen.

Ich kannte bereits einige Berichte zu den sogenannten Kinder-Erholungsheimen, die mir jedes Mal an die Nieren gehen. So war es auch hier bei den Schilderungen wie mit den Kindern umgegangen wurde. Da blutet mir echt das Herz. Eigentlich sollte den Kindern etwas Gutes getan werden, aber oft war das Gegenteil der Fall. Sicher war es nicht überall so, aber auch nicht so selten wie man gerne denken möchte.

Ein von Beginn an spannender Krimi, der mich gefesselt hat und bei dem ich sehr lange miträtseln konnte, um am Ende von Täter und Motivation überrascht zu sein. Für mich sind die Bücher dieser Reihe nicht nur wegen der Zeit, in der sie spielen besonders, sondern auch weil ich viele der Schauplätze persönlich kenne. Ich hoffe auf weitere Fälle mit Martha & Co..

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Von Feen, Piraten und seltsamen Kreaturen

Feenstaub und Enterhaken
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Seidenraupe möchte keine Tierfee sein und ich kann sie verstehen. Wer möchte schon täglich den Fröschen die Schenkel massieren oder den Igeln die Flöhe aus den Stacheln pulen. Seidenraupe möchte gerne ...

Seidenraupe möchte keine Tierfee sein und ich kann sie verstehen. Wer möchte schon täglich den Fröschen die Schenkel massieren oder den Igeln die Flöhe aus den Stacheln pulen. Seidenraupe möchte gerne in die Welt und Abenteuer erleben. Schneller als gedacht erfüllt sich ihr Traum und sie landet als Seiran auf dem Piratenschiff von Raven.

Ich muss Jaqueline Weichmann-Fuchs ein dickes Lob aussprechen für ihre blühende Phantasie. In Anlehnung an das Märchen „Die sieben Raben“ hat sie eine Geschichte voller aufregender Abenteuer an coolen Schauplätzen mit seltsamen und gefährlichen Kreaturen geschaffen. Und über all dem lag Magie dank einer Prise Feenstaub. Die sehr individuellen Charaktere, die mir hier begegnet sind, mochte ich sehr, egal ob Fee, Pirat, Klabautermann oder Schiffskater. Und nicht nur Seidenraupe alias Seiran hütet hier lange ein Geheimnis bzw. schleppt ein Päckchen mit sich.

Die Autorin hatte mich vor ihrem speziellen Schreibstil gewarnt. Meine Sorge war aber völlig unberechtigt, denn der Schreibstil gefiel mir gut. Ihre Dialoge sind voller Witz und erinnerten mich manchmal an ein Feuerwerk aus Worten. Hinzu kam immer wieder Situationskomik, die nicht nur mein Kopfkino anwarf, sondern mich auch in lautes Gelächter ausbrechen ließ.

Bemerkenswert fand ich das ernste Thema der Selbst- versus der Fremdbestimmung, welches in diese märchenhafte und äußerst unterhaltsame Geschichte eingebettet ist und zum Nachdenken anregt.

Ich fühlte mich bestens unterhalten und es war zwar mein erstes Buch von Jaqueline Weichmann-Fuchs, aber definitiv nicht mein letztes. Zum Glück kann ich mich bis zum nächsten Abenteuer mit den Vorgängern amüsieren.

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