Gelungene Fortsetzung
Böhmische SchicksalstageIn diesem zweiten Band der Lemberg-Saga geht es sehr turbulent und ereignisreich zu. Während der älteste Sohn Ferdinand sich in Prag dem Abschluss seines Studiums nähert, wird der 14jährige Kilian in der ...
In diesem zweiten Band der Lemberg-Saga geht es sehr turbulent und ereignisreich zu. Während der älteste Sohn Ferdinand sich in Prag dem Abschluss seines Studiums nähert, wird der 14jährige Kilian in der Schule gemobbt. Charlotte schlägt im Pensionat mal wieder über die Strenge, während Alba ihren eigenen Weg zu gehen versucht, anstatt sich den Vorgaben ihrer Familie zu beugen. Carl Lemberg bekommt mit seiner jahrelangen Affäre Probleme. Und Emilie Lemberg versucht alles unter den Mantel einer heilen Familie zu kehren. Auch wird die politische Lage allmählich bedrohlich und Carl muss um Bestehen seiner Fabrik kämpfen.
Zwar konnte mich der erste Band nicht so richtig überzeugen, doch in dieser Fortsetzung hat die Autorin so richtig Gas gegeben. Sie erzählt aus wechselnden Perspektiven, so dass ich eine breite Sichtweise auf die Protagonisten erhielt. Mit einem flüssigen, wenn auch einfachen Schreibstil führt Karin Lindberg durch die Handlung, bei dem sich am Ende die Ereignisse nur so überschlagen. Jetzt warte ich voller Ungeduld auf eine weitere Fortsetzung, denn es blieben zu viele Fragen offen, die es zu beantworten gilt.
Zwar kann man diesen zweiten Teil auch ohne Kenntnis des ersten gut lesen, doch ist es zum besseren Verständnis der einzelnen Charaktere ratsam, mit dem ersten Teil "Böhmische Hoffnung" zu starten.
Mir hat dieser Roman unterhaltsame und kurzweilige Stunden beschert. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.