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WinfriedStanzick

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2017

Spannend und virtuos komponiert, bereitet der neue Roman von Judith W. Taschler erneut allerhöchsten Lesegenuss und gute Unterhaltung auf hohem Niveau

David
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Nach dem wunderbaren und hochgelobten Roman „bleiben“, der auch mich im vergangenen Jahr begeisterte, legt die bekannte und preisgekrönte Innsbrucker Schriftstellerin Judith W. Taschler schon ein Jahr ...



Nach dem wunderbaren und hochgelobten Roman „bleiben“, der auch mich im vergangenen Jahr begeisterte, legt die bekannte und preisgekrönte Innsbrucker Schriftstellerin Judith W. Taschler schon ein Jahr später einen faszinierenden Roman vor, der nicht weniger als „bleiben“ das Potential zum Bestseller besitzt.

Raffiniert komponiert, mit hoher psychologischer Dichte und auf allerhöchstem literarischem Niveau erzählt Judith W. Taschler von Familienbeziehungen, von den lebenslangen Folgen einer Adoption (mit Reminiszenzen an Bert Hellingers „Ordnungen der Liebe“) von Identität und wie sie sich gerade an den großen Wendepunkten des Lebens bewährt und erneuert.

Als Magdalena Millet nach dreißig Jahren in den kleinen österreichischen Ort Kirchberg zurückkehrt um das verlassene Haus ihrer Großmutter Clara wieder herzurichten, wird das im Dorf mit großer Skepsis beobachtet. Zu viel ist geschehen seit der Zeit vor Jahrzehnten, als sie als kleines Mädchen ihre Eltern verlor.

Schon bald nach ihrer Rückkehr begegnet sie Jan, der wie jedes Jahr am Todestag seiner Adoptivmutter dem Baum einen Besuch abstattet, gegen den sie vor langer Zeit betrunken mit dem Auto gefahren war und dabei den Tod gefunden hatte. Dieser ersten Begegnung der beiden Hauptpersonen des Romans, die relativ konfliktreich verläuft, werden im Zuge der Handlung noch weitere folgen.

Mit vielen Rückblicken, in denen Jans Onkel Viktor immer wieder eine zunächst dem Leser noch dunkel bleibende Rolle spielt, geht die Autorin immer wieder in verschiedene Stadien der Vergangenheit zurück, kommt wieder in die Gegenwart zurück, um im nächsten Kapitel ohne Zeitangabe in eine andere Vergangenheit zu springen. Das nötigt dem Leser höchste Konzentration ab, zwingt ihn aber auch, selbst über Zusammenhänge nachzudenken, bevor sie im zweiten Teil des Buches langsam offenbar werden.
Es ist ein Roman über Menschen, die auf der Suche sind nach ihren Wurzeln, Menschen, die lernen, in der eigenen Vergangenheit und der ihrer Vorfahren Kraft zu finden für die Gestaltung und die positive Bewältigung ihres eigenen Lebens.

Spannend und virtuos komponiert, bereitet der neue Roman von Judith W. Taschler erneut allerhöchsten Lesegenuss und gute Unterhaltung auf hohem Niveau.





Veröffentlicht am 22.11.2017

Zeitlose Bücher, die auch für kommende Generationen von Kindern wichtig bleiben.

Der Regenbogenfisch: Der Klassiker im Riesen-Format!
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Marcus Pfister, Der Regenbogenfisch. Das Riesenbuch, NordSüd Verlag 2017, ISBN 978-3-314-10421-3

Seit im Jahr 1992 dem Schweizer Marcus Pfister mit seinem „Regenbogenfisch“ der große Durchbruch gelang, ...

Marcus Pfister, Der Regenbogenfisch. Das Riesenbuch, NordSüd Verlag 2017, ISBN 978-3-314-10421-3

Seit im Jahr 1992 dem Schweizer Marcus Pfister mit seinem „Regenbogenfisch“ der große Durchbruch gelang, sind von diesem und den folgenden Bänden weltweit mehr als 30 Millionen Exemplare in rund 50 Sprachen erschienen. Es gibt wohl in Deutschland kaum ein Kind, das über mehrere Jahre eine Tageseinrichtung für Kinder besucht hat, und während dieser Zeit eines dieser Bücher nicht kennengelernt hat.

In den Bilderbüchern mit dem Regenbogenfisch geht es Marcus Pfister darum, Themen wie Teilen, Gemeinschaft, Nächstenliebe, Freundschaft und Solidarität auf eine Weise zu thematisieren, die schon kleine Kinder sofort verstehen und mit entsprechender Aufmerksamkeit von Erzieherinnen schon in ihrer Einrichtung praktizieren lernen.

Nun legt der NordSüd Verlag von dem allerersten Buch über den Regenbogenfisch ein „Riesenbuch“ vor mit den unglaublichen Maßen 50x 35 cm. Mit diesem Megabuch können in vielen Kindertagesstätten viele Kinder gleichzeitig im Kreis sitzend das Abenteuer vom schönsten Fisch im Ozean zusammen erleben.

Vielleicht erleben der „Regenbogenfisch“ und seine vielen wunderbaren Nachfolger nun auch bei den vielen Kindern, die aus anderen Kulturen und Ländern zu uns und in unsere Kindereinrichtungen gekommen sind, eine Renaissance.

Zeitlose Bücher, die auch für kommende Generationen von Kindern wichtig bleiben.



Veröffentlicht am 22.11.2017

Eine zarte und warmherzige Geschichte über Einfühlsamkeit, Behutsamkeit und den Zauber der Weihnacht.

Der kleine Bär und der Weihnachtsstern
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Antonie Schneider, Jana Walczyk, Der kleine Bär und der Weihnachtsstern, Nilpferd 2017, ISBN 978-3-7074-5187-0

Der kleine Bär wohnt in einem schönen Haus am Rand des verschneiten Walds. Ein Haus, das ...

Antonie Schneider, Jana Walczyk, Der kleine Bär und der Weihnachtsstern, Nilpferd 2017, ISBN 978-3-7074-5187-0

Der kleine Bär wohnt in einem schönen Haus am Rand des verschneiten Walds. Ein Haus, das aussieht wie eine Teekanne. Im Stall nebenan wohnen seine Freunde die Gans und das Seidenhuhn. Sie spüren schon früher als der Bär, dass vor der Haustür etwas vor sich geht, als der kleine Bär es an der Tür klopfen hört. Als er öffnet, steht der Fuchs davor und begehrt Einlass. „Ich bin hungrig!“, sagt er und „Weihnachten ist für alle da.“

Ihn hereinzulassen kommt wegen der Gans und dem Seidenhuhn nicht in Frage. Doch damit der Fuchs nicht ganz allein bleiben muss in Schnee und Finsternis, verspricht der Bär, ihm zum Trost einen Stern vom Himmel zu holen. Der, der so schön über dem Baum steht.

Und der Bär gibt sich alle Mühe, klettert höher und höher, ohne jedoch an den Stern heranzureichen. Und plötzlich, er schwankt und es ist ihm, als fiele er in die Tiefe, warm und sicher eingehüllt von Wärme und Licht. Und er macht eine wunderbare Weihnachtserfahrung.

Eine zarte und warmherzige Geschichte über Einfühlsamkeit, Behutsamkeit und den Zauber der Weihnacht.


Veröffentlicht am 22.11.2017

Die Welt als ein riesiges Knäuel von Umarmungen. Alles und alle gehören zusammen. Ein beeindruckendes Bilderbuch über Liebe, Geborgenheit und Achtsamkeit voller Poesie.

Zusammen umarmen wir die ganze Welt
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Manuela Monari, Evelyn Daviddi, Zusammen umarmen wir die ganze Welt, Coppenrath 2017, ISBN 978-3-649-62602-2

Ein wunderbares und bezauberndes Bilderbuch voller Poesie und Zartheit haben Manuela Monari ...

Manuela Monari, Evelyn Daviddi, Zusammen umarmen wir die ganze Welt, Coppenrath 2017, ISBN 978-3-649-62602-2

Ein wunderbares und bezauberndes Bilderbuch voller Poesie und Zartheit haben Manuela Monari und ihre Illustratorin Evelyn Daviddi hier geschaffen, das Ulrike Schimming stimmig und warmherzig aus dem Italienischen ins Deutsche übersetzt hat.

Ein kleiner aufgeweckter, aufmerksamer und wissbegieriger Bär geht mit seinem Vater durch den Wald. Er beobachtet genau, was er um sich herum sieht und hört und fragt seinen Papa. „Hat sich alle so lieb wie wir uns beide?“

Und sein Vater antwortet weise: „Kleiner Bär, die ganze Welt besteht aus liebevollen Umarmungen.“

Und zeigt er ihm auf ihrem weiteren Gang durch die Natur zahlreiche weitere Beispiele. Überall entdecken sie liebevolle Umarmungen. Und dann sagt der Vater einen Satz, der mich sehr berührt hat:
„Genauso ist es, wenn unsere Gedanken unsere Träume berühren. Dann werden sie zu Ideen, mit denen wir die Welt verändern.“

Die Welt als ein riesiges Knäuel von Umarmungen. Alles und alle gehören zusammen.

Ein beeindruckendes Bilderbuch über Liebe, Geborgenheit und Achtsamkeit voller Poesie.

Veröffentlicht am 22.11.2017

Liebevoll entschärft sie die Situation, die ohne pädagogischen Zeigefinger durch lebendige Illustrationen mit Buntstift ausdrucksstark ins Bild gesetzt ist

Gleich, sagt Mama
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Ingrid Olsson, Charlotte Ramel, Gleich, sagt Mama, Klett Kinderbuch 2016, ISBN 978-3-95470-130-8

Frida, die Hauptperson in diesem aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer übersetzten Bilderbuch ist ...

Ingrid Olsson, Charlotte Ramel, Gleich, sagt Mama, Klett Kinderbuch 2016, ISBN 978-3-95470-130-8

Frida, die Hauptperson in diesem aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer übersetzten Bilderbuch ist ein aufgewecktes und lebendiges Mädchen, wie viele andere Kindern auch voller Erlebnisse und mit unbedingtem Mitteilungsdrang, die manchmal auf gerade anderweitig beschäftigte Mütter und Eltern treffen.

Frida hat zu Beginn des Buches einen faszinierenden Fund gemacht und will den plattgefahrenen Frosch, den sie in einem Glas aufbewahrt sofort ihrem Freund Malte zeigen. Er wird verstehen, was für ein toller Fund das ist. Aber Mama sagt: „Gleich. Erst wird gegessen.“

Frida wird darüber so wütend, dass sie etwas kaputt machen will. Später als es herauskommt, kann sie ihrer Mutter gar nicht richtig erklären, warum sie den schönen Stoff zerschnitten hat, aus dem ihr die Mutter ein Kleid nähen wollte.

Die Mutter reagiert mit mehr Verständnis, als uns Eltern das in so einem Fall im Alltag in der Regel möglich ist. Sie spürt, sie ist mit ihrer durch die Vorbereitung des Essens bedingten inneren Abwesenheit die Hauptursache, des Vorfalls.

Liebevoll entschärft sie die Situation, die ohne pädagogischen Zeigefinger durch lebendige Illustrationen mit Buntstift ausdrucksstark ins Bild gesetzt ist.