Ein empfehlenswerter Thriller
Das KalendermädchenOlivias Tochter Alma ist schwer krank und benötigt dringend eine Knochenmarkspende. Das Problem dabei ist: Sie wurde adoptiert und ihre Adoptiveltern wissen nicht, wer ihre leiblichen Eltern waren. Als ...
Olivias Tochter Alma ist schwer krank und benötigt dringend eine Knochenmarkspende. Das Problem dabei ist: Sie wurde adoptiert und ihre Adoptiveltern wissen nicht, wer ihre leiblichen Eltern waren. Als sich Olivia jedoch auf die Suche nach ihnen macht, verzweifelt sie, trifft auf das mysteriöse Schauermärchen des Kalendermädchens und stößt eine Reihe unerwarteter Geschehnisse an.
Ein zweiter Handlungsstrang erzählt von Valentina Rogall, die sich zum Lernen in das entlegene Haus Waldpfad im Frankenwald zurückzieht und dort, um weihnachtliche Stimmung heraufzubeschwören, eine schwarze Kerze im Fenster entzündet. Was sie jedoch nicht weiß, an diesem Ort wird die Tradition des sog. lebendigen Adventskalenders gepflegt und eine solche Kerze gleicht einer Einladung…
Wie von Fitzek gewohnt, gibt es neben diesen zwei Handlungssträngen weitere Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten und an immer anderen Schauplätzen. Darauf näher einzugehen, würde jedoch bereits zu viel verraten.
Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen hatte, fühlte ich mich irritiert und ratlos, doch nach und nach fügen sich die einzelnen Teile vermehrt zu einem Gesamtbild.
Über Fitzeks Stil – überwiegend kürzere, simple, doch prägnante Sätze – lässt sich streiten, trotz allem ist er flüssig zu lesen. Was den Stil aber allemal wettmacht sind die meisterhaften Cliffhanger am Ende vieler Kapitel. Diese führten dazu, dass ich besonders in den letzten knapp hundert Seiten dieses Buches so gefangen war, es kaum mehr aus der Hand legen konnte und wieder und wieder „nur noch ein Kapitel“ lesen musste, bis keines mehr folgte.
Jedoch gab es zwischendurch einige Stellen, denen mehr Spannung gut getan hätte. Zudem war das Ende schon ab einem gewissen Zeitpunkt vorhersehbar und kam nur teils überraschend.
Obwohl am Ende des Buchs noch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind und es einige Kritikpunkte gab, steht außer Frage, dass es ein guter und auf jeden Fall empfehlenswerter Thriller ist – wenn auch meines Erachtens nicht der beste von Fitzek.