Das Hörbuch "A Beautiful Scandal" von Ria Radtke, wird gesprochen von Sandra Voss und Magnus Rook. Die Stimmen fand ich sehr sympathisch und sie haben gut zu den Protagonisten gepasst. Es wurde gefühlvoll ...
Das Hörbuch "A Beautiful Scandal" von Ria Radtke, wird gesprochen von Sandra Voss und Magnus Rook. Die Stimmen fand ich sehr sympathisch und sie haben gut zu den Protagonisten gepasst. Es wurde gefühlvoll und mit der richtigen Betonung vorgelesen. Dies ist der zweite Band der romantischen New Adult Silver-Lines-Dilogie. Den ersten Band kannte ich nicht, es hat mir jedoch nichts an Informationen gefehlt. Erzählt wird in der Ich-Perspektive abwechselnd von Samantha (Sam) und Rory. So ist man ganz nah dran an den Gefühlen und Gedanken der Hauptcharakteren. Sam ist Schauspielerin und die Hauptdarstellerin der Regency-Soap "Silver Lines". Sie hatte einen Zusammenbruch und einen Unfall unter Alkoholeinfluss. Sie nimmt sich eine Auszeit auf der Isle of Skye und checkt unter einem falschen Namen in ein kleines Hotel ein. Dort trifft sie auf den Autor Rory. Sie kommen sich näher. ...
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt auch die negativen Auswirkungen von Erfolg und Misserfolg in der Schauspielbrance. Es steht oft ein harter und steiniger Weg hinter einer Schauspielkarriere. So wurde Sam von ihrer Mutter schon in frühester Kindheit getrimmt um Erfolg zu haben. Es ist auch nicht leicht immer in der Öffentlichkeit zu stehen. Das Privatleben kommt da oft zu kurz. Bei Rory ist es fast umgekehrt. Er ist eigentlich ein kleines Licht, doch durch die Suchtprobleme des Showrunners Dave, erledigt er das Hauptgeschäft, ohne die Lorbeeren zu ernten. Ich fand die Liebesgeschichte der beiden sehr spannend und kann das Hörbuch empfehlen.
Die besten Freundinnen Anni, Maria und Luise leben 1936 in Berlin. Luise, kämpft gegen den Nationalsozialismus und droht aufzufliegen, Maria ist Jüdin und Annis Mann ist bei der Gestapo. Sie denken alle ...
Die besten Freundinnen Anni, Maria und Luise leben 1936 in Berlin. Luise, kämpft gegen den Nationalsozialismus und droht aufzufliegen, Maria ist Jüdin und Annis Mann ist bei der Gestapo. Sie denken alle unterschiedlich über den Nationalsozialismus. Luise entscheidet sich nach New York auszuwandern, sie möchte dort, mit Anteilen ihrer Freundinnen, ein Restaurant eröffnen. June, die Enkelin von Luise erfährt 2023 aus Luises Testament von den Freundinnen Anni und Maria. Sie erben jeweils ein Drittel des Nachlasses von Luise. June darf ihr Erbe aber erst antreten, wenn sie die beiden Freundinnen oder deren Nachkommen ausfindig gemacht hat. ...
Das Hörbuch "Die Glücksfrauen - Der Geschmack von Freiheit" ist der erste Band der Glücksfrauen - Trilogie. Geschrieben von Anna Claire und wird gesprochen von Julia von Tettenborn und Marylu Poolman. Die Stimmen hören sich sympatisch an und das Sprechtempo ist genau richtig. Jedoch hätte ich es schöner gefunden, wenn ein männlicher Sprecher die männlichen Parts übernommen hätte. Ich mag es nicht so, wenn die Sprecherinnen die Stimmen verstellen, das klingt für mich nicht authentisch. Erzählt wird in zwei Zeitebenen, die miteinander verflochten sind. Zum einen wird aus der Sicht von Luise erzählt von 1936 bis nach dem 2. Weltkrieg. Zum anderen aus der Sicht der Enkelin June im Jahr 2023, die sich auf die Suche macht nach den verschollenen Freundinnen oder deren Nachkommen. Ich fand beide Charaktere spannend und real beschrieben. Besonders Luise, eine starke Frau, die couragiert und taff ist. Sie kümmert sich um ihren kranken Verlobten, versucht den Kontakt zu ihren Freundinnen nach Deutschland aufrecht zu halten und tut ihr möglichstes um in New York überleben zu können. Sie lässt sich nicht entmutigen, sondern hält an dem Wunsch nach einem gemeinsamen Restaurant mit ihren Freundinnen fest. Doch es ist sehr schwer als geflüchtete in New York genügend Geld zu verdienen. Zum Glück trifft sie auf andere Flüchtlingsfrauen, mit denen sie sich anfreundet und gemeinsam erarbeiten sie ein Konzept, dass sie ihrem Ziel näher bringen könnte. Die Enkelin von Luise, June, wirkt ein bisschen blauäugig. Sie kommt andauernd an die falschen Männer. June selbst ist in New York geboren, jedoch starben ihre Eltern als sie sechs Jahre alt war. Luise hat sich ihrer angenommen. June half Luise über den Verlust der einzigen Tochter Linde hinweg zu kommen. June ging dann später zum studieren nach Deutschland und blieb danach in Berlin zum Arbeiten. June wusste nicht, dass ihre Oma ursprünglich auch aus Berlin kam und erfährt erst über die Testamentseröffnung davon.
Die Autorin Anna Claire erzählt über die deutsche Geschichte von den Anfängen des Nationalsozialismus mit der Judenverfolgung und über die Emigration in die USA. Ich selbst war auch schon in New York und habe auch Ellis Island besichtigt. Für Millionen von Einwanderern war hier die Ankunft auf amerikanischem Boden. Die Autorin schildert real die Angst der Immigranten vor Zurückweisung. Die Flüchtlinge wurden dort untersucht und mussten ein "Affidavit" nachweisen. Das ist eine Bürgschaft eines Amerikaners, der notfalls für den Unterhalt des Flüchtlings aufkommen muss. Anna Claire beschreibt das Leben der Immigranten dort authentisch. Auch die Zerstörung Deutschlands nach dem Krieg kommt zur Sprache. Der Roman birgt einige Wendungen, jedoch wird die Schuld Luises nicht ganz aufgeklärt. Der Mittelteil der Geschichte zieht sich ein bisschen hin und die Liebesgeschichte Luises konnte mich nicht ganz mitnehmen. Zum Ende hin stößt June auf eine heiße Spur der Freundinnen und es wird sehr spannend.
Anni (Annika) lebt in Glückstadt mit ihrem Freund Ben und dessen Tochter. Eigentlich ist sie glücklich, bis sie auf ein Plakat von Lukas trifft, ihre damalige große Liebe. Lukas war vor zehn Jahren der ...
Anni (Annika) lebt in Glückstadt mit ihrem Freund Ben und dessen Tochter. Eigentlich ist sie glücklich, bis sie auf ein Plakat von Lukas trifft, ihre damalige große Liebe. Lukas war vor zehn Jahren der Nachmieter ihrer Studentenbude. Sie hat sich damals Hals über Kopf in ihn verliebt und sie haben 9 Tage zusammen verbracht. ...
Das Hörbuch "Neun Tage Wunder" geschrieben von Kristina Moninger wird gesprochen von Martha Kindermann und Marian Funk. Die Stimmen waren mir sehr sympatisch und das Sprechtempo war perfekt. Die Autorin erzählt in wechselnden Perspektiven der Hauptprotagonisten. Gleichzeitig verknüpft sie gekonnt die Gegenwart mit Sequenzen der Vergangenheit. So erfahren wir nur häppchenweise, was damals zwischen Annika und Lukas vorgefallen ist und warum ihre große Liebe damals keine Chance hatte. Ich habe Symphatien zu den Figuren entwickelt und die Höhen und Tiefen mit ihnen erlebt. Teilweise waren es sehr tiefgründige Momente, die mich sehr zum Nachdenken gebracht haben. Der Mittelteil zog sich meiner Meinung nach ein bisschen. Jedoch war ich von dem Ende wieder begeistert. Alles machte plötzlich Sinn und mit dieser Wendung hätte ich nicht gerechnet. Gerne empfehle ich das Buch / Hörbuch weiter.
Um der Bevölkerung die maximale Sicherheit zu gewährleisten, werden alle potenziellen und verurteilten Kriminelle in einen abgesperrten Bereich nach "Utopie Alpha" gebracht. Die fünfzehnjährige Alexia ...
Um der Bevölkerung die maximale Sicherheit zu gewährleisten, werden alle potenziellen und verurteilten Kriminelle in einen abgesperrten Bereich nach "Utopie Alpha" gebracht. Die fünfzehnjährige Alexia hat nichts verbrochen, jedoch wurde sie Opfer eines Schwerverbrechens. Durch dieses Trauma gehört sie zu den potenziellen Kriminellen und wird auch verbannt. Was wird sie wohl dort erleben? ...
Das Hörbuch "Utopie Alpha - Paradies der Kriminellen" geschrieben von Jennifer Fortein ist der erste Band der zweiteiligen Reihe und wird gesprochen von Ruby Red. An die Stimme musste ich mich anfangs etwas gewöhnen, besonders die Aussprache von "chance" war für mich befremdlich. Das Sprechtempo fand ich jedoch perfekt. Doch schon bald hat mich die Geschichte mitgerissen. Erzählt wird in der Ich-Perspektive von Alexia. Das ist meine Lieblingsperspektive, so kann man direkt in die Hauptprotagonistin hinein schlüpfen. Was Alexia alles ertragen muss ist schrecklich. Sie wurde selbst Opfer eines bestialischen Verbrechens. Dies allein reicht aus um sie als eine potenzielle Kriminelle einzustufen und in den abgesperrten Bereich zu bringen. Die fünfzehnjährige Alexia geht dort durch die Hölle und kämpft ums Überleben. Sie stellt sich tapfer ihren Ängsten und den schwierigen Situationen dort. Vorallem der gefürchtete "Alpha Kill" sorgt dort für Angst und Schrecken. Es grenzt an ein Wunder, das Alexia dort mehr als 12 Jahre übersteht. Auch eine kleine Romanze lockert das Hörbuch gekonnt auf. Der Autorin Jennifer Fortein gelingt es, diesen düsteren Bezirk bildhaft und detailliert darzustellen. Sie hat einen flüssigen Schreibstil und trotz der Hörbuchlänge von vierzehn Stunden und vierzig Minuten schafft sie es die Spannung aufrecht zu halten. Bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Theresa Dormbach arbeitet zusammen mit ihrer Tante Martha und Mutter Inga im eigenen Teeladen in Emden. Nach dem ihre Ehe mit Lukas gerade am unerfülltem Kinderwunsch zerbrochen ist, will sie sich mit ...
Theresa Dormbach arbeitet zusammen mit ihrer Tante Martha und Mutter Inga im eigenen Teeladen in Emden. Nach dem ihre Ehe mit Lukas gerade am unerfülltem Kinderwunsch zerbrochen ist, will sie sich mit aller Kraft dem Teeladen wittmen. Sie beschließt sich mit einem Journalisten zu treffen, der einen Artikel über die Geschichte ihres Teeladens schreiben soll, um das Geschäft anzukurbeln. Doch bei der Recherche der Familiengeschichte findet sie Hinweise auf eine weitere Schwester ihrer Mutter, die nie erwähnt wurde. In einem Kinderkurheim im Teuteburger Wald, das die 3 Schwestern 1962 besucht hatten musste was schreckliches passiert sein. ...
Das Hörbuch "Das Kind mit den stummen Augen" geschrieben von Lena Rohn wird gesprochen von Chris Nonnast. Die Stimme fand ich sehr angenehm und sie passt gut zum Hörbuch. Es wird gefühlvoll und mit der richtigen Betonung vorgelesen. Auch das Sprechtempo war perfekt. Lena Rohns Schreibstil ist locker und man kommt sehr schnell in die Geschichte. Es gibt zwei Zeitstränge, die Gegenwart und die Vergangenheit, diese wurden sehr gelungen miteinander verwoben. Die Vergangenheit hat mich vielmehr interessiert als die Gegenwart Geschichte, die ein bisschen vorhersehbar war. Die Erzählung der Vergangenheit hat mich sehr berührt und entsetzt. Wie in diesem Kurheim mit den Kindern umgegangen wurde ist schrecklich. Dabei wollten die Eltern der Kinder ihnen nur etwas Gutes tun. Ich habe der Geschichte gespannt und gerne gelauscht. Auch das Gedicht von Rainer Maria Rilke passt perfekt dazu. Sowie das Cover, das zwei Mädchen zeigt, die sich fest umarmen und das große Kurheim im Hintergrund. Ich kann das Buch / Hörbuch gut empfehlen.