Gelungener Auftakt einer düsteren Romantasy- Reihe
Solitude 1: Devour the LightIch lese sehr gerne Fantasygeschichten und als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich gleich sehr gespannt darauf. Ich muss auch sagen, dass ich davon wirklich gut unterhalten wurde und ...
Ich lese sehr gerne Fantasygeschichten und als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich gleich sehr gespannt darauf. Ich muss auch sagen, dass ich davon wirklich gut unterhalten wurde und das Buch in nur wenigen Tagen durchgelesen habe. Ich mochte vorallem die Grundidee und die düstere Schattenwelt sehr gerne, aber es gab auch ein paar Schwächen.
Die Geschichte handelt von Louve, diese ist eine Schattenassassinin - während sie tagsüber für Solitude in den Kampf zieht, schlägt sie sich nachts mit illegalem Untergrundhandel durch. Für die richtige Summe stiehlt sie sogar Seelen Verstorbener aus dem Schattenreich. Doch dann unterläuft ihr ein fataler Fehler. Da Louve die Welt nur über Auren wahrnimmt, befreit sie unwissentlich den Schattengott Enean höchstselbst. Enean, dem dunklen Thron und seiner Bestiengestalt überdrüssig, entkommt ins Reich der Lebenden – seine Kreaturen dicht auf den Fersen. Neben seiner Freiheit hat er nur ein Ziel vor Augen: Louve für sich zu gewinnen. Doch diese ist verlobt und der verwaiste Schattenthron bedroht nicht nur ihr Leben.
Ich habe gut in die Geschichte hineingefunden, auch wenn ich erst einmal einen richtigen Zugang zu den Protagonisten bekommen musste. Der Schreibstil ist aber auf jeden Fall schön bildlich gewesen und passt sehr gut zu der düsteren Atmosphäre. Deshalb hat sich auch ein recht schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten dahinfliegen lässt. Ich habe das Buch auch in nur wenigen Tagen verschlungen, obwohl ich sagen muss, dass es leider auch recht langatmige Passagen gab, die etwas zäh daherkamen, dass es mir die Handlung auch ab und zu etwas schwer gemacht hat.
Da das Buch wechselnd aus Sicht von Louve und auch von Enean erzählt wird, bekommt man als Leser einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten und ausserdem liest es sich so abwechslungsreicher. Louve ist zwar keine Sympathieträgerin, aber dennoch ist sie eine sehr starke und faszinierende Persönlichkeit, mit der man auf jeden Fall gut mitfiebern kann. Enean dagegen fand ich von Anfang an sehr sympathisch und seine Kapitel sind wunderbar humorvoll und sehr cool und sympathisch erzählt. Obwohl er der Gott der Unterwelt ist, war er mein heimlicher Liebling.
Die Welt von Solitude wird zwar immer wieder recht eindrücklich beschrieben, aber trotz Karte am Anfang des Buches und einem kleinen Glossar am Ende, blieben mir manche Dinge auch noch zu blass und ich hätte mir immer mal wieder gerne mehr Infos gewünscht zu dem ganzen System dort. Die Geschichte selbst blieb recht spannend und es gab immer wieder einiges an Action aber auch anregende Gespräche. Die Spannungsschraube wurde vorallem im letzten Drittel des Buches nochmal mächtig angezogen, am Ende bleiben ein paar offene Fragen und fiese Cliffhanger zurück. Ich wurde auf jeden Fall, trotz der kleinen Schwächen, gut von diesem Buch unterhalten und vergebe 3,5 von 5 Sterne dafür. Nun bin ich auf die Fortsetzung gespannt, die auf jeden Fall noch eine Schippe drauflegen darf.