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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Gelungener Auftakt einer düsteren Romantasy- Reihe

Solitude 1: Devour the Light
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Ich lese sehr gerne Fantasygeschichten und als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich gleich sehr gespannt darauf. Ich muss auch sagen, dass ich davon wirklich gut unterhalten wurde und ...

Ich lese sehr gerne Fantasygeschichten und als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich gleich sehr gespannt darauf. Ich muss auch sagen, dass ich davon wirklich gut unterhalten wurde und das Buch in nur wenigen Tagen durchgelesen habe. Ich mochte vorallem die Grundidee und die düstere Schattenwelt sehr gerne, aber es gab auch ein paar Schwächen.

Die Geschichte handelt von Louve, diese ist eine Schattenassassinin - während sie tagsüber für Solitude in den Kampf zieht, schlägt sie sich nachts mit illegalem Untergrundhandel durch. Für die richtige Summe stiehlt sie sogar Seelen Verstorbener aus dem Schattenreich. Doch dann unterläuft ihr ein fataler Fehler. Da Louve die Welt nur über Auren wahrnimmt, befreit sie unwissentlich den Schattengott Enean höchstselbst. Enean, dem dunklen Thron und seiner Bestiengestalt überdrüssig, entkommt ins Reich der Lebenden – seine Kreaturen dicht auf den Fersen. Neben seiner Freiheit hat er nur ein Ziel vor Augen: Louve für sich zu gewinnen. Doch diese ist verlobt und der verwaiste Schattenthron bedroht nicht nur ihr Leben.

Ich habe gut in die Geschichte hineingefunden, auch wenn ich erst einmal einen richtigen Zugang zu den Protagonisten bekommen musste. Der Schreibstil ist aber auf jeden Fall schön bildlich gewesen und passt sehr gut zu der düsteren Atmosphäre. Deshalb hat sich auch ein recht schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten dahinfliegen lässt. Ich habe das Buch auch in nur wenigen Tagen verschlungen, obwohl ich sagen muss, dass es leider auch recht langatmige Passagen gab, die etwas zäh daherkamen, dass es mir die Handlung auch ab und zu etwas schwer gemacht hat.

Da das Buch wechselnd aus Sicht von Louve und auch von Enean erzählt wird, bekommt man als Leser einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten und ausserdem liest es sich so abwechslungsreicher. Louve ist zwar keine Sympathieträgerin, aber dennoch ist sie eine sehr starke und faszinierende Persönlichkeit, mit der man auf jeden Fall gut mitfiebern kann. Enean dagegen fand ich von Anfang an sehr sympathisch und seine Kapitel sind wunderbar humorvoll und sehr cool und sympathisch erzählt. Obwohl er der Gott der Unterwelt ist, war er mein heimlicher Liebling.

Die Welt von Solitude wird zwar immer wieder recht eindrücklich beschrieben, aber trotz Karte am Anfang des Buches und einem kleinen Glossar am Ende, blieben mir manche Dinge auch noch zu blass und ich hätte mir immer mal wieder gerne mehr Infos gewünscht zu dem ganzen System dort. Die Geschichte selbst blieb recht spannend und es gab immer wieder einiges an Action aber auch anregende Gespräche. Die Spannungsschraube wurde vorallem im letzten Drittel des Buches nochmal mächtig angezogen, am Ende bleiben ein paar offene Fragen und fiese Cliffhanger zurück. Ich wurde auf jeden Fall, trotz der kleinen Schwächen, gut von diesem Buch unterhalten und vergebe 3,5 von 5 Sterne dafür. Nun bin ich auf die Fortsetzung gespannt, die auf jeden Fall noch eine Schippe drauflegen darf.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Verschickungskinder auf Borkum

Der Sommer am Ende der Welt
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Ich habe schon einiges über die Verschickungskinder gehört und auch schon Bücher gelesen und da man dieses dunkle Kapitel in der deutschen Geschichte nicht vergessen sollte, wollte ich auch unbedingt ...

Ich habe schon einiges über die Verschickungskinder gehört und auch schon Bücher gelesen und da man dieses dunkle Kapitel in der deutschen Geschichte nicht vergessen sollte, wollte ich auch unbedingt diesen Roman lesen, der auf realen Erlebnissen aufbaut. Ich kenne die Autorin bereits von einem historischen Krimi und da mir dieser sehr gefallen hat war ich auf das Buch sehr gespannt!

Die Geschichte handelt von der Journalistin Hanna, die beharrlich ihren Plan verfolgt, über die traumatischen Erfahrungen früherer Verschickungskinder auf Borkum zu berichten, denn auch ihre Mutter hat dort bei einer solchen Kinderkur einst Schlimmes erlebt. Doch vor Ort erhebt sich Widerstand, als Hanna die damaligen Missstände aufdecken will. Nur der Inselarzt Ole steht ihr bei ihren Nachforschungen zur Seite, beide verlieben sich Hals über Kopf. Dann wird Hanna das alte Tagebuch einer ehemaligen Kinderbetreuerin zugespielt, aus dem sich Hinweise auf ein vertuschtes Verbrechen ergeben. Dabei gerät Hanna in ein verstörendes Dilemma, denn nach und nach zeichnet sich ab, dass in Oles Familie ein schreckliches Geheimnis gehütet wird!

Ich habe recht gut in die Geschichte reingefunden, der Schreibstil war bildlich und gut zu lesen, auch wenn die Sätze teilweise etwas lang und verschachtelt waren, da habe ich einen etwas lockereren und leichteren Schreibstil eigentlich lieber. Dennoch hat sich recht schnell ein guter Lesefluss ergeben und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht. Die Autorin hat das Leid der Verdschickungskinder wirklich sehr eindrücklich beschrieben und das Buch ist nichts für schwache Nerven! Dennoch ist es auch so wichtig an diese Kinder und ihr Leid zu erinnern und dies nicht zu vergessen. Sie brauchen einfach eine Stimme, nachdem ihnen häufig nach der "Kur" niemand geglaubt hat.

Ich mochte die Recherchearbeit von Hanna wirklich gerne, es wurde auch sehr abwechslungsreich berichtet. Mal ist ein Verschickungskind zu Wort gekommen, dann waren es wieder Worte aus einem Tagebuch aber immer war man mitten im Geschehen dabei und hat mit den Kindern so sehr mitgelitten! Ich habe ausserdem noch einiges Lernen können, denn das es auch Versuche mit Medikamenten gab hat mich sehr entsetzt zurückgelassen und auch aus welcher Zeit vieler dieser Kurärzte kamen und was sie für eine Vergangenheit hatten war mir vorher nicht klar.

So sehr mich die historische Geschichte mitgerissen hat, muss ich leider sagen, dass mir die Charaktere im Buch leider nicht sehr sympathisch waren. Sowohl Hanna, als auch Isa und auch Hannas Tochter Kathie waren alle so zickig und sind mir leider nicht richtig nahe gekommen als Leser.Teilweise haben sie mich mit ihrer Art wirklich genervt und das ist sehr schade, da mir die Geschichte an sich so gut gefallen hat! Lediglich den Arzt Ole fand ich recht nett, aber ich empfand die Liebesgeschichte zwische ihm und Hanna immer wieder als platt und zu kitschig, für mich hätte es diese Liebesgeschichte nicht gebraucht, aber dies ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Das Ende der Geschichte war nochmal richtig spannend und konnte mich überraschen und deshalb vergebe ich für das Buch alles in allem 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung ab.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Man muss der Geschichte Zeit geben

Der Lehrerinnendrucker
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Cover: Das Cover hat uns sehr gut gefallen und man sieht direkt, dass es sich hier um eine große Maschiene handelt, inder unten eine Lehrerin erschaffen werden soll. Das Cover hat uns direkt in den Bann ...

Cover: Das Cover hat uns sehr gut gefallen und man sieht direkt, dass es sich hier um eine große Maschiene handelt, inder unten eine Lehrerin erschaffen werden soll. Das Cover hat uns direkt in den Bann gezogen und uns dazu animiert das Buch lesen zu wollen. Auch im Buch selber finden sich einige schöne schwarz-weiss Illustrationen, die immer gut zum Inhalt passen und diesen auflockern und unterstützen.

Inhalt: Fritz und Carl sind verzweifelt. Die beste Klassenlehrerin der Welt ist im Mutterschutz und es ist keine passende Vertretung in Sicht. Darum beschließen die beiden, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Im Kellerlabor von Carls genial-verrücktem Erfinder-Papa haben die beiden eine ganz besondere Maschine entdeckt: einen Biodrucker. Damit kann man »Lebensformen« drucken. Vielleicht sogar die perfekte Lehrerin? Nach sorgfältiger Recherche im Internet und einer Umfrage in der Klasse, kann das waghalsige Experiment beginnen.

Unsere Meinung: Mein 8- jähriger Sohn und ich haben, zugegeben, eine ganze Weile gebraucht um richtig ins Buch reinzukommen. Der Schreibstil war ziemlich zackig und nicht so locker und leicht wie wir es gerne haben. Wir sind deshalb ein paar Mal über Sätze gestolpert und mussten uns erst an den Schreibstil gewöhnen. Leider sind wir auch mit den Charakteren sind ganz warm geworden, Carl und Fritz sind uns bis zum Schluss nicht sehr symmpathisch gewesen und die Eltern von Carl fanden wir in ihrem Reden und Handeln auch immer mal wieder komisch und nicht wirklich authentisch. Nur für Frau Brenner, die neue Lehrerin aus dem Drucker konnten wir uns schnell begeistern und fanden sie sehr sympathisch. Die Idee des Buches fanden wir von Beginn an interessant, wollten daher auch unbedingt wissen wie es weiter geht und das ist auch gut so gewesen! Denn der Anfang des Buches konnte uns wenig begeistern, aber dann ist das Buch immer besser, spannender und interessanter geworden und gegen Ende der Geschichte gab es eine richtige Überraschung, mit der wir nicht gerechnet haben, die uns aber gut gefallen und das Buch auch rund gemacht hat. Da wir mit der zweiten Hälfte noch sehr viel Spaß hatten und dann doch noch einiges an Humor durchgekommen ist, vergeben wir für die Geschichte 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Viele glückliche Zufälle

Im Nordlicht
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3.5 Sterne

Ich habe bereits den ersten Teil dieser Reihe gelesen und dieser hat mir wirklich gut gefallen, nun wollte ich aber natürlich wissen wie es mit Alice und ihrem Kampf um das Sorgerecht weitergeht ...

3.5 Sterne

Ich habe bereits den ersten Teil dieser Reihe gelesen und dieser hat mir wirklich gut gefallen, nun wollte ich aber natürlich wissen wie es mit Alice und ihrem Kampf um das Sorgerecht weitergeht und das Ende der Dilogie anhören.

Inhaltlich befinden wir uns in Hamburg, 1914. Rosa ist fort! Alice sucht überall nach ihrer kleinen Tochter, aber sie bleibt verschwunden. Zugleich muss Alice eine respektable Arbeit vorweisen, um vor Gericht die Auflösung ihrer Ehe zu bewirken. Die Situation scheint ausweglos … In ihrer Verzweiflung schleust Alice sich als Dienstmädchen in John Reevens Villa am Feenteich ein. Nun begegnen Alice und John sich täglich, ohne ein offenes Wort miteinander wechseln zu können. Seine Familie, seine Verlobung, das Vermögen – alles um John herum zerfällt. Wohin die Weltlage steuert und welche Werte gelten, ist unklar. Wie kann John, mit Alice täglich vor Augen, nun noch eine Vernunftehe eingehen? Der Anwalt fühlt sich zerrissen zwischen seinen Gefühlen und seiner Verantwortung. Unaufhaltbar ziehen Alice und John sich an, doch eine Liebe zwischen ihnen ist undenkbar. Und John weiß nichts von Alices Vergangenheit, die sie mit aller Macht vor ihm verborgen hält.

Der Schreibstil war, wie schon im ersten Teil, leicht verständlich und locker. Er passt gut zum Genre und ich konnte mich so ganz auf die Geschichte einlassen und konzentrieren. Dennoch gab es Passagen in diesem Hörbuch die etwas ausschweifend erzählt wurden und die man meiner Meinung nach hätte kürzen können. Schön fand ich, dass die Geschichte abwechslungsreich erzählt wurde und so wird die Geschichte nicht nur aus Sicht von Alice erzählt, sondern auch John und die Mitglieder seiner Familie kommen immer wieder kapitelweise zu Wort. Ausserdem begleiten wir Alice immer wieder in die Vergangenheit.

Insgesamt lässt sich die Geschichte gut anhören und hat mir ein paar kurzweilige Stunden des Hörens beschert, dennoch fand ich die Geschichte nicht ganz so mitreißend wie den ersten Teil der Dilogie. Einerseits lag dies an den vielen glücklichen Zufällen die nicht wirklich realistisch sind und auch beim Ende habe ich Zweifel, ob dies alles sonderlich realistisch war. Dennoch bin ich froh, dass ich auch diesen Teil anhören konnte.

Die Sprecherin Tanja Fornaro gehört sowieso zu meinen Lieblingen und sie hat wieder ganz fantastisch und sehr lebendig und emotional gelesen!

Fazit: Für Fans des ersten Teils auf jeden Fall empfehlenswert, aber auch etwas schwächer als der Auftakt.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Jugendbuch zu Halloween

Villa Obscura
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Das gruselige, düstere Cover ist mir hier sofort ins Auge gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen habe wollte ich unbedingt wissen was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet. Ich war ...

Das gruselige, düstere Cover ist mir hier sofort ins Auge gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen habe wollte ich unbedingt wissen was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet. Ich war selbst schon zwei mal auf dem Brocken und kenne auch das schöne Städchen Werningerode und war deshalb noch gespannter, da ich gerne Bücher lese wo ich selbst schon war.

Im Buch geht es um sechs Jugendliche die auf eine große Halloweenparty eingeladen sind. Kurz nach Mitternacht werden die meisten Gäste aber schon nach Hause geschickt und lediglich diese sechs bleiben in der Villa zurück. Zwei maskierte Menschen sperren sie ein und ein Albtraum für die sechs jungen Menschen beginnt!

Der Einstieg ins Buch ist mir leicht gefallen, das Buch ist locker und einfach geschrieben und passt gut zur Zielgruppe der Jugendlichen, obwohl nicht sehr viel mit Jugendsprache gearbeitet wurde. Dies hat mich jedoch nicht gestört. Die Halloweenparty in der düsteren Villa wird lebendig beschrieben und es hat mir Spaß gemacht die einzelnen Personen erst einmal kennen zu lernen. Da das Buch immer wechselnd aus Sicht der Sechs Personen geschrieben wurde ist es einerseits abwechslungsreich aber manchmal auch etwas chaotisch. Da die Perspektivwechsel auch immer schon nach wenigen Seiten kommen hatte ich das Gefühl die Jugendlichen nicht sehr gut kennen zu lernen und es blieb etwas oberflächlich. Auch die beginnende Liebesgeschichte zwischen zwei der Sechs fand ich nervig und wenig glaubwürdig.

Die ersten hundert Seiten sind spannend geschrieben und als Leser weiss man, genau wie die Protagnisten selbst nicht, was die Maskierten überhaupt von ihnen wollen. Alles läuft ziemlich mysteriös ab, hat mir aber gut gefallen. Dann jedoch wiederholt sich das Muster der Maskierten immer wieder und die Spannung blieb für mich dann leider etwas auf der Strecke. In der Mitte des Buches wurde sich auch mehr auf die Interaktionen der Jugendlichen untereinander konzentriert als auf Spannung und Grusel.

Am Ende des Buches kam dann aber nochmal richtig Spannung auf und als Leser konnte ich dann auch sehr mitfiebern. Auch die Geschichte um die Blutgräfin der Villa hat mir gut gefallen und fand ich intressant zu lesen. Vom Brocken und der Landschaftlichen Umgebung selbst war ich im Buch etwas enttäuscht, das Buch konzentrierte sich sehr auf die Villa und die Umgebung des Brockens kommt eigentlich nur im letzten Drittel des Buches raus. Die Auflösung fand ich okay aber auch etwas konstruiert durch viele Zufälle.

Insgesamt hätte ich mit mehr Grusel, Gänsehaut und Nervenkitzel gerechnet, gerade in der Mitte des Buches. Für Jugendliche die rund um Halloween nach einer spannenden Lektüre suchen und nicht zu viel Grusel erwarten, eignet sich das Buch aber gut.



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