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Veröffentlicht am 12.11.2024

Das Fenjesieler Woll-Café

Ostfriesenglück
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„Ich glaube nicht daran, dass im Leben alles seinen Sinn hat. Aber daran, dass es möglich ist, in allem etwas Gutes zu finden.“ (S. 197)
Anneke hat vor kurzem durch einen Unfall ihre Eltern verloren und ...

„Ich glaube nicht daran, dass im Leben alles seinen Sinn hat. Aber daran, dass es möglich ist, in allem etwas Gutes zu finden.“ (S. 197)
Anneke hat vor kurzem durch einen Unfall ihre Eltern verloren und muss entscheiden, was mit deren Haushaltwarenladen in Fenjesiel wird. Weiterführen will die Krankenschwester ihn nicht, also macht sie einen Räumungsverkauf. Dabei lernt sie Nora kennen, die gerade hier Urlaub macht. Sie verstehen sich sofort und bei einem gemeinsamen Abendessen keimt die Idee, aus dem Laden ein Woll-Café zu machen, denn Anneke strickt leidenschaftlich gern und Nora ist Konditorin. Aber können beide wirklich ihre alten Leben hinter sich lassen und zusammen neu durchstarten?

„Ostfriesenglück“ ist ein wunderschöner Wohlfühlroman, der perfekt in die Vorweihnachtszeit passt, denn es kommt auch ein Adventsmarkt vor. Anne Barns und Susanne Oswald erzählen die Geschichte abwechseln aus Sicht ihrer beiden Protagonistinnen, was für mich einen zusätzlichen Reiz der Geschichte ausmacht. Denn während Nora nicht genug von den süßen Köstlichkeiten schwärmen kann, die sie in ihrem eigenen Café anbieten will, geht Anneke in ihrer Leidenschaft fürs Stricken auf. Und wenn ich diesbezüglich nicht zwei komplett linke Hände hätte, würde ich mich gern an den Strickmustern im Buch versuchen.

Nora und Anneke hätten ähnliche Voraussetzungen für den Neuanfang. Nora hat vor zwei Jahren ihren Job als Konditorin gekündigt, um ihrem Bruder im Restaurant zu helfen, ist mit der Situation aber unglücklich und vermisst ihren alten Beruf. Die Reise nach Fenjesiel ist ihre erste in der ganzen Zeit und macht ihr bewusst, dass sie wieder mehr auf ihre eigenen Wünsche und Träume hören sollte.
Anneke hat als Arzthelferin des Hausarztes im Ort gearbeitet, der gerade in Rente gegangen ist. Sie könnte auch für den neuen Arzt arbeiten, oder aber in eine andere Stadt in gehen, und alles, auch die traurigen Erinnerungen, hinter sich lassen.
Aber natürlich wollen das die anderen Fenjesieler verhindern. Man kennt sich hier und unterstützt sich, das merken auch die beiden, die schnell zu Freundinnen werden. Und dann findet Annekes Opa ein Foto, das diese Freundschaft noch mal in ein völlig neues Licht rückt: „Anneke, vier Jahre alt, mit Lillis Nora, fünf Jahre alt.“ (S. 234)
Außerdem sind da noch der geheimnisvolle Jonte mit seinem Hausboot und der neue Hausarzt, die den Freundinnen nicht aus dem Kopf gehen.

Mein Fazit: Eine zauberhafte Geschichte über Verluste und Freundschaft, über alte Geheimnisse und neue Lieben, mit ganz viel Genuss und kuschelweicher Wolle …

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Das Bermudadreieck

Die Könige von Babelsberg
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„Beneken hasste diesen Fall, schon jetzt. Es war keine Logik darin – und schon gar keine Vernunft.“ (S. 87)
Der der junge Kriminalkommissar Beneken wird zu einem angeblichen Selbstmord gerufen, der ihm ...

„Beneken hasste diesen Fall, schon jetzt. Es war keine Logik darin – und schon gar keine Vernunft.“ (S. 87)
Der der junge Kriminalkommissar Beneken wird zu einem angeblichen Selbstmord gerufen, der ihm von Anfang an suspekt erscheint. Es gibt Hinweise auf ein Verbrechen, aber der Ehemann der Toten ist ein ganz Großer im Filmgeschäft und die andere Verdächtige seine Drehbuchautorin und evtl. auch Geliebte. Die beiden und seine Vorgesetzten insistieren, dass er den Fall auf sich beruhen lassen soll. Aber Beneken kann nicht, die Widersprüche sind zu groß.
Und mit Widersprüchen kennt er sich aus, denn er ist selbst einer. Nachdem sein Vater und sein Bruder im 1. WK gefallen sind, klammert sich seine Mutter geradezu an ihn und er will sie nicht enttäuschen. Auf Arbeit hat er es nicht leicht. Er sieht extrem jung aus und muss sich jeden Tag neu beweisen. „Das Gesicht eines Kindes, aber hart wie ein Fels.“ (S. 105) Nachts amüsiert er sich im Boxclub, ergötzt sich an den brutalen Kämpfen und schwitzenden Körpern, oder besucht ein Varieté und bewundert die Tänzerinnen, ist fasziniert von deren Seidenstrümpfen, auch von denen, die seine Stenotypistin trägt ...

In „Die Könige von Babelsberg“ beschäftig sich Ralf Günther mit dem nie vollständig geklärten Todesfall der jüdischen Schauspielerin Elisabeth Rosenthal, deren Mann, Regisseur Fritz Lang, und dessen Drehbuchautorin und (Geliebte?) Thea von Harbou wohl bei ihrem Tod dabei waren. Damals wurde alles als Selbstmord hingestellt, aber das wäre technisch schwierig gewesen.

„Es sind die Abgründe, die mich faszinieren. Das, was man nicht sieht.“ (S. 64) Beneken ist ein kompromissloser Ermittler, der sich an dem Fall festbeißt und den Forderungen seiner Vorgesetzten einfach nicht nachgeben will, obwohl man ihm mit Entlassung und noch schlimmerem droht. Fritz Lang und Thea von Harbou sind unantastbar! „Sie wollen doch das Ansehen dieser ehrenhaften Leute nicht zu Gunsten von Juden beschädigen?“ (S. 76)
Die beiden Verdächtigen widersprechen sich bei den Vernehmungen mehrfach und ändern den Tathergang. Es ist, als würden sie eins ihrer Drehbücher proben und schauen, welche Version für einen Selbstmord am schlüssigsten ist.
Beneken ist ein sehr spannender Charakter, schwer zu fassen. Lange kennt man nur seinen Nachnamen. Schnell wird klar, dass er ein Geheimnis hat, welches sich dem Leser nur langsam erschießt. Erst danach erfährt man auch seinen Vornamen.

Ralf Günther verwebt den historischen True-Crime-Fall gekonnt mit seinem fiktiven Ermittler, der zwischen unten und oben, High Society und Unterwelt balanciert und sich irgendwann entscheiden muss, auf welcher Seite er stehen will. Der Fall ist extrem spannend. Die Babelsberger Studios, das Adlon und Benekens Clubs bilden die perfekte Kulisse dafür Handlung, auch dort ist Schein oft mehr als Sein. Zudem erfährt man, wie eine Filmproduktion damals funktionierte. Und da Beneken so ein interessanter Charakter ist, bin ich gespannt, ob er mal wieder ermitteln darf oder sich sein Leben vielleicht in eine andere Richtung entwickelt – auf jeden Fall würde ich sehr gern wieder von ihm lesen.

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Veröffentlicht am 23.10.2024

Philosophie des Backens

Live, Love, Bake
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„Mein Name ist Melissa Forti, und ich backe Kuchen.“ (S. 7) Auch wenn sich Melissa Forti in ihrem dritten Backbuch sehr bescheiden und schnörkellos vorstellt, ihre Backwerke und Bücher sind kleine Kunstwerke, ...

„Mein Name ist Melissa Forti, und ich backe Kuchen.“ (S. 7) Auch wenn sich Melissa Forti in ihrem dritten Backbuch sehr bescheiden und schnörkellos vorstellt, ihre Backwerke und Bücher sind kleine Kunstwerke, denen ich seit „Dolci, Tartes und zauberhaft Kuchen backen“ verfallen bin.

Sie lässt ihre Leser hier sehr nah an sich heran, erzählt von ihrer Kindheit in Rom, die schon früh ihre Fantasie angeregte, wie sie von dem einfachen, traditionellen Essen geprägt wurde. Sie berichtet von ihren verschiedenen Jobs auf der ganze Welt, wie sie wegen ihres ersten Partners nach Sarazena ging und dort ihre Liebe zum Backen entdeckte, ihren ersten Laden eröffnete, im Fernsehen auf trat und ihre ersten beiden Bücher schrieb. Dann kam die Pandemie und es wurde Zeit für ein neues Kapitel – ihr Café Duse in Kopenhagen.

„Ein perfektes Gebäck muss alle Sinne ansprechen. Noch wichtiger finde ich allerdings, dass es Emotionen weckt.“ (S. 7) Darum ist ihr neues Backbuch auch in drei Kategorien unterteilt: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Zu den Rezepten ihrer Vergangenheit gehören z.B. der Cassola Romana, ein unglaublich leckerer Ricottakuchen, frittierte Apfelringe, verschiedene Brandteig-Varianten, Mini-Pizza, Krapfen, Puddings, klassische Kuchen und Plätzchen – eben alles, was sie aus ihrer Kindheit kennt und liebt.

In der Gegenwart hat Melissa Forti gelernt, im Moment zu leben, nicht über Vergangenes zu grübeln und keine Angst vor der Zukunft zu haben. Das alles spiegelt sich im Café Duse wider: Das Café und ihre Backwerke besteht nur aus besten Zutaten. Seien es Scones, Windbeutel, Tartelettes, klassische Torten und Gebäck oder ein Marmorkuchen mit Matcha und Kokosnuss, der sehr gesund klingt, es kalorientechnisch aber in sich hat.

In der Zukunft will Melissa Forti Traditionen bewahren, aber Essgewohnheiten und Unverträglichkeiten stärker berücksichtigen. Sie verwendet z.B. vegane Butter, Pflanzen- oder Kokosöl, Pflanzenmilch, Muscodavo-Zucker, Melasse oder Apfelmus zum Süßen, Mandel- oder Dinkel- statt Weizenmehl, Agar-Agar statt Gelatine. Die Rezepte sollen einfach sein und Spaß machen – und niemand auf etwas verzichten müssen. Dieser Ansatz gefällt mir gut und die Biscotti moribidi alle mandorle sind ein Gedicht.

„Live, Love, Bake“ ist nicht nur ein wunderschönes Backbuch, sondern gewährt auch einen tiefen Einblick in Melissa Fortis Leben und Philosophie.

Auch die Aufmachung des Buches ist wieder etwas ganz Besonderes. In einem stilvollen Umschlag mit leinegebundenem Rücken, setzen die großartigen Fotos von Giovanna Di Lisciandro die ewige Stadt und Melissa Fortis Backwerke perfekt in Szene, das Auge isst schließlich mit.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Die Diva der Modewelt

Coco und die Revolution der Mode
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„Mit dem Nähen konnte Gabrielle Geld verdienen, mit ihrer Stimme wollte sie berühmt werden.“ (S. 97)
Nachdem sich ihre Mutter im wahrsten Sinne des Wortes totgearbeitet und ihr Vater sie und ihre Schwestern ...

„Mit dem Nähen konnte Gabrielle Geld verdienen, mit ihrer Stimme wollte sie berühmt werden.“ (S. 97)
Nachdem sich ihre Mutter im wahrsten Sinne des Wortes totgearbeitet und ihr Vater sie und ihre Schwestern einfach in ein Waisenhaus abgeschoben hat, steht für Gabrielle Chanel klar, dass sie später mal reich und berühmt werden will – eine Diva. Bei den Nonnen lernt sie Nähen und Singen, aber so sehr sie auch übt, sie ist einfach nicht gut genug, um professionelle Sängerin zu werden. „Talent hast du keines, dafür Charme.“ (S. 112)
Als ihre Tante ihr bei bringt, wie man aus Rohlingen Hüte fertigt, stellt sie fest, dass Gabrielle ein besonderes begabt ist. Im Gegensatz zu den üblichen überladenen Modellen, zeichnen sich ihre durch zurückhaltende Eleganz aus. Diesen Stil übernimmt sie später für ihre Mode. Kleidung soll schön sei, aber auch praktisch und ihre Trägerin nicht einengen oder behindern.

Cocos Anfänge auf dem weiten Weg zur gefeierten Designerin beschreibt Lena Johansson in „Coco und die Revolution der Mode“. Sie zeichnet das Bild einer jungen Frau, die es besser haben will als ihre Mutter. Dabei denkt sie immer an ihre große, weitläufige Familie, stellt einzelne Mitglieder ein oder unterstützt sie mit Geld. Lenas Gabrielle ist eine träumende, zielstrebige junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und mit Fleiß, Disziplin und Zielstrebigkeit ein Imperium aufbaut. Aus der kleinen Näherin, wird durch jahrelange harte Arbeit eine selbstbewusste Künstlerin.

Gabrielle hat kein Geld, sieht aber gut aus und verdreht den Männern mit ihrer offenen und unkonventionellen Art den Kopf, so wie dem jungen Offizier und Erbe Étienne Balsan. Sie zögert lange, sich mit ihm einzulassen, da er ihr von vornherein klarmacht, dass er sie zwar unterstützen, aber nicht heiraten würde. Er finanziert ihre Hutmacherei, sieht das aber nur als Hobby und nicht als Berufung oder gar Kunst – er musste noch nie Geld verdienen, das Konzept scheint ihm fremd zu sein. Als er Gabrielle Boy Chapel vorstellt, knistert es sofort zwischen ihnen, wahrscheinlich, weil Boy ebenfalls ein Arbeitstier ist und versteht, was sie antreibt. Aber ist er auch ein Partner fürs Leben?

Lena Johansson hat mich von der ersten Seite an in Cocos Bann gezogen. Sie schreibt extrem mitreisend über deren Leben zwischen Hunger und Überfluss, harter Arbeit und Jetset, Étienne und Boy. Ich habe das Buch an nur 2 Abenden regelrecht „durchgesuchtet“. Übrigens, falls ihr wissen wollt, wie es nach dem Ende des Buches weitergeht, kann ich Euch „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ von Michelle Marly empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Zuckersüße Köstlichkeiten

Wiener Zuckerbäckerei
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Ich kann mich noch gut an meinen ersten (und bisher leider auch einzigen) Besuch in Wien erinnern. Das war im Sommer 1990 während der Wende (ich stamme aus der DDR). Wir haben haben in einer Jugendherberge ...

Ich kann mich noch gut an meinen ersten (und bisher leider auch einzigen) Besuch in Wien erinnern. Das war im Sommer 1990 während der Wende (ich stamme aus der DDR). Wir haben haben in einer Jugendherberge in einer alten Kirche geschlafen, alle möglichen Sehenswürdigkeiten und Cafés besucht und natürlich Sachertorte, Marillenknödel und Palatschinken gegessen. Seitdem ist Wien für mich untrennbar mit dem Genuss von zuckersüßen Köstlichkeiten verbunden.

Bernadette Wörndl hat jetzt die handschriftlichen Rezepte ihrer Vorfahren vom Beginn des 19. Jahrhunderts in die heutigen Maßangaben und zeitgemäße Verhältnisse übersetzt und ein echtes Kleinod geschaffen. Schon beim Betrachten der Fotos und Durchlesen der Rezepte läuft einem das Wasser im Mund zusammen und man weiß nicht, welches man zuerst nachbacken möchte.

Ich kann Euch z.B. die Linzertorte empfehlen. Das Rezept ist kinderleicht, weil der Kuchen aus nur einer Sorte Teig für den Boden und das Gitter besteht. Auch bei der Marmelade kann man rumprobieren und eigentlich nichts falsch machen.

Die Mohntorte hat meine Familie besonders begeistert, vor allem die zitronige Note. Und auch sie verzeiht kleine (Anfänger)Fehler bei der Zubereitung.

An was denkt Ihr eigentlich, wenn Ihr „Hausfreunde“ hört? Hab ich es mir doch gedacht … Dabei sind das Kekse, die Cantuccini ähneln, aber viel weicher sind. Sie werden mit gehackten Nüssen, in Rum eingelegten kandierten Früchten und Rosinen verfeinert. Außerdem ist Anis und bittere Schokolade dran, das klingt ungewöhnlich, schmeckt in Kombination aber echt lecker.

Und wenn ein Rezept perfekt zum Titel des Buche passt, dann sind es die extrem flaumigen Topfenknödel mit Zwetschgenröster. Die Knödel werden nach dem Kochen in einer Zuckerbrösel-Mischung gewälzt, die so richtig schön knackt beim Draufbeißen. Sie sind auch recht schnell gemacht, aber Vorsicht, sie gehen im Topf extrem auf, also wirklich einen großen nehmen.

Knapp 80 Rezepte sind in diesem Buch vereint, aufgeschlüsselt nach Kuchen & Tartes, Torten, Schnitten & Rouladen, Teegebäck, Mehlspeisen, Weihnachtsgebäck und Puddings, Cremes & Eingekochtes. Dazu gibt es den perfekten Wiener Eiskaffee und ein Glossar für die Österreichischen Begriffe.

Hab ich Euch jetzt Appetit gemacht? Dann besorgt Euch das Buch und werft den Backofen oder Herd an. Gutes Gelingen und guten Appetit.

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