Anders
Undoubtable LoveSusie erbt das alte Haus ihrer Tante und wagt dort einen Neuanfang. Doch das Haus ist schon alt und es muss einiges erneuert werden. Als die Renovierungsfirma dann kommt, steht Lars, der beste Freund ihres ...
Susie erbt das alte Haus ihrer Tante und wagt dort einen Neuanfang. Doch das Haus ist schon alt und es muss einiges erneuert werden. Als die Renovierungsfirma dann kommt, steht Lars, der beste Freund ihres Ex-Freunds, vor ihr. Beide sind erst mal verdutzt und verhalten sich entsprechend. Recht schnell fassen sie sich aber und halten das alles professionell. Zumindest bis Lars kurz darauf in der Wand ein Scheidungszertifikat findet, das ihrer beider Namen und ein Datum in der Zukunft enthält. Genau das hat mich neugierig gemacht. Auch unsere Protagonisten, die natürlich erst mal den jeweils anderen beschuldigten.
Susie lässt es ganz besonders nicht los, während Lars das Thema erst mal verdrängen will. Daher sucht sie nach Erklärungen verschiedenster Art. Erst schickt sie es zu Experten und als das nicht klappt, denkt sie an Übernatürliches. Sie ist, was das angeht, ein totaler Freigeist. Ganz anders als Lars, der sehr rational denkt. Doch auch da kommt sie nicht weiter. Diese Urkunde ist über das Buch hinweg immer wieder Thema. Auch bei Susie und Lars. Sie sinnieren darüber, was der Scheidungsgrund sein könnte und lernen sich so auch nach und nach immer mehr kennen. Zunächst noch lustig und interessant gestaltet. Es wird aber mit der Zeit doch immer zäher. Denn sie kommen mit der Erklärungssuche nicht weiter und es löst sich leider auch nie auf, was ich schon schade finde, wenn man bedenkt, was für einen großen Raum dieses Thema einnimmt. plätschert total vor sich hin, weil diese Urkunde halt immer weiter in den Hintergrund rückt. Macht natürlich auch Sinn, wenn sie dort nicht weiterkommen.
Die Annäherung der beiden verlief langsam, aber auch authentisch. Dennoch wirkten die beiden nicht wie Leute Mitte 30. Dazu fehlten mir auch die Funken. Es war nett und schön, wirkte aber immer eher wie Freundschaft als wie eine Beziehung. Daher waren auch die intimen Szenen irgendwie überladen und übertrieben dargestellt. Dazu gibt es immer noch den Ex. Ich fand es seltsam, dass der Typ ständig nur als der Ex bezeichnet wurde. Auch er hat eine große Rolle und die auch recht klischeehaft. Das größte Problem der Beziehung ist aber natürlich diese Urkunde. Eine selbsterfüllende Prophezeiung?
Fazit:
Das Buch ist anders. Generell ist in der Story halt einfach echt wenig passiert, was einen ans Buch fesselt. Es ist am Anfang noch interessant wegen der Urkunde, doch recht schnell kommen sie nicht weiter und dann plätschert die Story nur noch vor sich hin. Dabei nähern sich Susie und Lars langsam an. Es fühlt sich aber ehrlich gesagt mehr nach Freundschaft als nach Liebe an. Da fehlt mir sehr viel Gefühl. Was mir leider noch negativ aufgefallen ist, sind die vielen Rechtschreibfehler. Einmal kam sogar ein ganz falscher Name vor.
3/5 Sterne