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Alesia

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Veröffentlicht am 27.11.2024

Flucht zum Überleben

Suche liebevollen Menschen
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In seinem Buch "Suche liebevollen Menschen" schildert Julian Borger das Schicksal seines Vaters und anderer jüdischer Kindern, deren Eltern im Manchester Guardian Kleinanzeigen schalteten, um den Kindern ...

In seinem Buch "Suche liebevollen Menschen" schildert Julian Borger das Schicksal seines Vaters und anderer jüdischer Kindern, deren Eltern im Manchester Guardian Kleinanzeigen schalteten, um den Kindern im Jahre 1938 die Flucht aus Wien zu ermöglichen. Eine schwierige, aber vorausschauende Entscheidung, die Leben rettete.

Suche liebevollen Mensch ist kein einfaches Buch. Weder von der schrecklichen und bedrückenden Thematik her, noch von der Schreibweise. Inhaltlich hochinteressant, emotional kaum zu ertragen. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie sich die Eltern der Kinder gefühlt haben, als sie diese in ein fremdes Land zu unbekannten Menschen schickten, in der Ungewissheit sie jemals wiederzusehen. Der Autor ist im Hauptberuf Journalist, vielleicht hat das Sachbuch daher etwas Reportagenhaftes. Gleichzeitig ist es aber auch sehr persönlich, da Julian Borger Teile seiner Familiengeschichte erzählt, die er zuvor erst recherchieren musste. Die Erzählung ist im Wesentlichen zeitlich chronologisch aufgebaut. Im Verlauf der knapp 300 Seiten werden die Schicksalsreisen der Kinder bzw. Jugendlichen ergänzt. Diese haben, trotz unterschiedlicher Ankunftsorte, oft viele Gemeinsamkeiten. Durch den Aufbau, und die eingestreuten Berichte zu seiner eigenen Familie, war es nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Die im Buch enthaltenen Fotos machen das Ganze noch eindrücklicher. Ein berührendes Buch gegen das Vergessen.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Spanische Hofreitschule

Rebellin der Hohen Schule
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Margarete ist die Tochter des Oberbereiters der spanischen Hofreitschule in Wien. Sie liebt Pferde und das Reiten. Ihr größter Traum ist es Bereiterin zu werden und das Kaiserpaar bei einer Quadrille zu ...

Margarete ist die Tochter des Oberbereiters der spanischen Hofreitschule in Wien. Sie liebt Pferde und das Reiten. Ihr größter Traum ist es Bereiterin zu werden und das Kaiserpaar bei einer Quadrille zu überzeugen. Allerdings werden weibliche Reiter an der Hofreitschule nicht geduldet. Stattdessen will ihre Mutter sie in eine arrangierte Ehe trägen. Ausgerechnet mit August, dem arroganten Sohn des Oberstallmeisters, der sich so gerne über ihre Bemühungen und Träume lustig macht.

Rebellin der Hohen Schule von Nora Lynn entführt nach Wien ins Jahre 1875. Das Setting, rund um Wien und die Hofreitschule, hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist lässt sich schnell lesen und ist fesselnd. Mir hat leider der Schreibstil nicht ganz zugesagt. Die Geschichte wird zumeist aus Margaretes Ich-Perspektive erzählt. Es gibt aber auch Kapitel aus Sicht von ihrem Bruder und von August. Die Art und Weise der Formulierungen passen zwar in die Zeit, sind mir aber manchmal zu pathetisch. Margarete ist eine junge Frau, die weiß was sie will und daher nicht in ihre Zeit passt. Die Wortgefechte mit August, gerade zu Beginn des Buches haben mir gut gefallen. Im Verlaufe des Buches hätte die Liebesgeschichte für mich gerne noch mehr Platz einnehmen dürfen. Insgesamt eine schöne New Adult Romance vor historischem Setting

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Veröffentlicht am 22.11.2024

Royale Historie

Wallis Simpson
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Wallis Simpson, Verhinderte Queen – Aufsteigerin – Meistgehasste Frau der Welt von Michaela Lindinger ist eine sehr interessante Biographie für alle, die sich für die Historie des englischen Königshauses ...

Wallis Simpson, Verhinderte Queen – Aufsteigerin – Meistgehasste Frau der Welt von Michaela Lindinger ist eine sehr interessante Biographie für alle, die sich für die Historie des englischen Königshauses interessieren.

Das Buch beginnt kurz nach Edwards Abdankung im Jahre 1936. Eine ungewisse und schwierige Situation für den ehemaligen König. Während Wallis bei Freunden in Südfrankreich auf ihr Scheidungurteil wartet, hadert Edward mit einer finanziell ungewissen Zukunft. Es folgt eine kleine Hochzeit in Frankreich, auf die in einem späteren Kapitel nochmal eingegangen wird, und eine Hochzeitsreise. Dann beginnt die Autorin, Wallis Leben von Geburt bis zum Tod chronologisch nachzuzeichnen. Sowohl Edward, als auch Wallis werden in dem Buch als schwierige Menschen mit deutlichen Schwächen beschrieben. Edward ist naiv, egozentrisch, verwöhnt und schnell gelangweilt. Er hat Schwierigkeiten sich in einem Leben zurechtzufinden, in dem nicht alles für ihn geregelt wird. Vorallem aber ist der aber Wallis verfallen. Wallis ist in ihrer Jugend auf die finanzielle Hilfe von Verwandten angewiesen. Sie weiß, was sie will und setzt ihre Pläne auch durch. Ob es der Besuch der Schule für höhere Töchter oder als Jahrgangserste zu heiraten ist. Vorrangig strebt sie nach finanziellem Wohlstand. Während ihrer zweiten Ehe sucht sie gezielt die Bekanntschaft des zukünftigen Königs. Ob Wallis je einen ihrer drei Ehemänner geliebt hat, bleibt für die Autorin fraglich. Die Abdankung des Königs hat beide auf jeden Fall nicht glücklich gemacht.

Ich fand das Buch insgesamt sehr interessant geschrieben. Einige Fotos lockern den Text auf. Gestört hat mich, die Aussage der Autorin, dass Wallis intersexuell war. Eine Vermutung, die sich heute nachträglich nicht mehr belegen lässt, der die Autorin aber im Laufe des Buches immer wieder verschiedene Verhaltensmuster und Charaktereigenschaften zuschreibt. Fazit: Eine durchaus kritische Auseinandersetzung mit einer der "größten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts".

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Veröffentlicht am 13.12.2024

Katharina von Aragon

Die ewige Prinzessin
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Die spanische Prinzessin Katharina von Aragon heiratet mit fünfzehn Jahren den englischen Thronfolger Arthur Tudor. Nach wenigen Monaten ist sie Witwe. Es dauerte über sieben Jahre bis sie seinen jüngeren ...

Die spanische Prinzessin Katharina von Aragon heiratet mit fünfzehn Jahren den englischen Thronfolger Arthur Tudor. Nach wenigen Monaten ist sie Witwe. Es dauerte über sieben Jahre bis sie seinen jüngeren Bruder Henry den VIII heiratet.

Das Buch Die ewige Prinzessin von Philippa Gregory befasst sich hauptsächlich mit Katharinas erster Ehe, den Jahren in England im Ungewissen und den ersten Ehejahren mit Henry dem Vlll. Die Autorin schafft es hierbei Geschichte lebendig werden zu lassen. Es zeigt eine Frau die Pläne hat und an diesen festhält, aber auch unter Heimweh und den Intrigen des englischen Hofes leidet. Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Es gibt einige Perspektivwechsel. Besonders interessant, mitunter aber auch etwas langatmig, fand ich Katharinas Gedankengänge. Bei historischen Persönlichkeiten stellt sich mir dann immer die Frage, ob dieses wirklich so gedacht und gefühlt haben könnten. Hier finde ich, hat die Autorin das sehr gut umgesetzt. Wer sich für die englische Geschichte aus weiblicher Sicht interessiert, insbesondere über die Tudorzeit, ist mit diesem Buch gut beraten.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Das Polidorium

Die Polidoris und der Pakt mit der Finsternis (Bd. 1)
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Nachdem ihre Eltern bei einer Expedition in die Tiefsee verschollen sind, ziehen die drei Geschwister Roberta, Petronella und Pellegrino Polidori zu ihren unbekannten Großeltern ans Meer. Schnell wird ...

Nachdem ihre Eltern bei einer Expedition in die Tiefsee verschollen sind, ziehen die drei Geschwister Roberta, Petronella und Pellegrino Polidori zu ihren unbekannten Großeltern ans Meer. Schnell wird klar, dass es sich bei deren Villa um ein echtes Spukhaus handelt, in dem mehr als ein Geist sein Unwesen treibt und nicht jeder davon den Polidoris wohlgesonnen ist. Die Geschichte wird wechselnd aus der Sicht von Roberta und Petronella erzählt. Hauptaugenmerk liegt hier bei den Abenteuern rund um das Spukhaus und auf seinen skurrilen Bewohnern. Das Erzähltempo ist schnell und mitreißend. Ich persönlich fand das Buch auf positive Weise aussergewöhnlich. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass in der Handlungen versucht wurde möglichst viele Ideen abzuarbeiten. Für jüngere oder ängstlichere Kinder könnte die Darstellung der Geister jedoch zu grusselig sein. Insgesamt ein ungewöhnliches abenteuerliches Buch für etwas ältere Kinder und junggebliebe Erwachsene.

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