Platzhalter für Profilbild

Buchverschlinger2014

Lesejury Star
offline

Buchverschlinger2014 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchverschlinger2014 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2024

Spannenderer und düsterer Schwedenkrimi

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
0

In der Silvesternacht 1994 wird ein Pornofilmproduzent ermordet und eine junge Frau flieht nackt in die eisige Nacht. Für Kommissar Tomas Wolf und seine Kollegen beginnt die anstrengende Suche ...

In der Silvesternacht 1994 wird ein Pornofilmproduzent ermordet und eine junge Frau flieht nackt in die eisige Nacht. Für Kommissar Tomas Wolf und seine Kollegen beginnt die anstrengende Suche nach dem Mörder. Zeitgleich stößt die Journalistin Vera Berg auf einen anderen Fall, der einige Indizien zu dem aktuellen Mordfall und insbesondere zu Kommissar Wolf aufweist. So sind Wolf und Berg wieder einmal gezwungen zusammenzuarbeiten, um den Täter das Handwerk zu legen.

Tomas Wolf und Vera Berg sind ein recht ungewöhnliches und ungleiches Duo, welches beide jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Besonders Tomas Wolf ist durch seine Vergangenheit schwer traumatisiert.

Pascal Engman und Johannes Selåker legen mit "Wintersonnenwende" bereits den 2. Teil mit Wolf und Berg vor. Der Schreibstil ist sehr düster und die Spannung wird durch verschiedene Perspektiven und recht kurze Kapitel durchgehend hochgehalten. Man kann das Buch (wie ich) zwar ohne die Vorkenntnisse des 1. Bandes lesen, aber es gibt so einige Anspielungen - insbesondere in der (beruflichen) Beziehung zwischen Tomas und Vera - auf den 1. Teil, so dass es sinnvoller ist die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Ich werde dies auf jeden Fall schnellstmöglich noch nachholen.

Durch einen genialen Cliffhanger am Ende des Buches will und muss man unbedingt den hoffentlich nächsten Band der Serie auch noch lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2024

Kluftinger zwischen Polizei und Politik

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
0

In seinem Job als Interimspolizeipräsident leitet Kluftinger seinen ersten großen Einsatz, der leider mit dem Tod eines Kollegen endet. Kluftinger muss sich damit auseinandersetzen, dass ggf. ...

In seinem Job als Interimspolizeipräsident leitet Kluftinger seinen ersten großen Einsatz, der leider mit dem Tod eines Kollegen endet. Kluftinger muss sich damit auseinandersetzen, dass ggf. seine chaotische Planung eine Mitschuld an dem Tod des Kollegen haben könnte. Allerdings kann er sich ausgerechnet jetzt keine schlechte Presse erlauben, denn Kluftinger strebt mehr oder weniger freiwillig eine politische Karriere an. Er kandidiert für den Gemeinderat - in erster Linie um seinem "Lieblingsfeind" Dr. Langhammer eins auszuwischen.

"Lückenbüßer" von Michael Kobr und Volker Klüpfel ist bereits der 13. Fall um den bayrischen Kultermittler Kluftinger. Der Fall ist wieder eine gelungene Mischung aus Krimi und humorvollen Privatleben des Ermittlers. Natürlich steht der Fall (wieder einmal) ganz im Zeichen von Kluftinger und sein Privatleben bzw. seinen politischen Ambintionen. Die Kollegen und auch der eigentliche Fall spielen quasi nur eine Nebenrolle.

Für mich war dies der 3. Kluftinger Fall gewesen und auch dieses Mal konnte ich der Geschichte sehr gut folgen und musste ein ums andere Mal schmunzeln. Somit kann ich eine klare Leseempfehlung geben. Ich freue mich auf mind. den 14. Fall, denn nicht alle Fragen wurden wirklich beantwortet...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2024

Eiskalter Thriller

Minus 22 Grad
0

Quentin Peck legt mit "Minus 22 Grad" den Reihenstart um Kommissar Lukas Johannsen vor. Zunächst wird eine junge Studentin Laura Gehler nachts im Wald entführt und wacht Stunden später in einem ...

Quentin Peck legt mit "Minus 22 Grad" den Reihenstart um Kommissar Lukas Johannsen vor. Zunächst wird eine junge Studentin Laura Gehler nachts im Wald entführt und wacht Stunden später in einem einsamem Raum in einem Plexiglaskäfig wieder auf. Als einziger Hinweis des vermutlichen Täters bekommt Lauras Mutter eine Barbiepuppe mit einem Todesdatum zugespielt. Was will der Täter ihr damit vermitteln? Außerdem findet Laura noch einen Hinweis, der auf ein bestimmtes Datum im Jahr 2016 hindeutet.

Kommissar Johannsen findet schnell Verbindungen zu einem bisher ungeklärten Mord in der Vergangenheit. Ist dort das Tatmotiv zu finden und wird es helfen, Laura noch rechtzeitig zu finden?

Außerdem dreht sich der Thriller noch um die einsame Ariane, die den mysteriösen Tom spontan aus einem zugefrorenen See rettet. Auf dem ersten Blick haben beide Fälle nichts miteinander zu tun, aber mit der Zeit gibt es ein paar Hinweise auf die Zusammenhänge. Erst ganz zum Schluss schafft es der Autor geschickt die offenen Fäden zusammenzuführen und eine überzeugende Auflösung zu bieten.

Ein etwas ungewöhnlicher Thriller, der zwar zunächst ein wenig unübersichtlich rüberkommt und in deren Verlauf der Kommissar ein wenig blass bleibt. Allerdings schafft es Quentin Peck geschickt die Leser in seinen Bann zu ziehen, so dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe und eine klare Leseempfehlung geben kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2024

Renaissance Bilder Mörder

Das zweite Kind
0

In der Toskana taucht eines Nacht ein total verängstigter nackter Junge auf, der gerade einem grausamen Entführer entkommen konnte. Kurze Zeit wird viele Kilometer entfernt in Bologna ein weiteres ...

In der Toskana taucht eines Nacht ein total verängstigter nackter Junge auf, der gerade einem grausamen Entführer entkommen konnte. Kurze Zeit wird viele Kilometer entfernt in Bologna ein weiteres Kind unter ähnlichen mysteriösen Umständen ebenfalls entführt. Auf den ersten Blick haben die beiden Fälle nichts miteinander zu tun, außer dass sich die Jungs zum verwechseln ähnlich sehen. Aber warum entführt jemand Kinder, die sich dermaßen ähnlich sehen?

Diese Frage und die Suche nach dem Entführer soll die junge Ermittlerin Valerie Medici klären. Zusammen mit dem Leser tauchen wir tief in die Polizeiarbeit ein. Unterstützung erhält sie dabei von dem örtlichen Polizeichef in Bologna, Costa. Gemeinsam kommen die beiden Polizisten noch eine Vielzahl von weiteren Verbrechen auf die Spur, die teilweise bereits seit Jahren ungeklärt sind. Als Gemeinsamkeit der ganzen Fällen kristallisiert sich nach und nach heraus, dass alle Opfer verschiedenen Bilder eines Renaissance Malers abbilden.

Marco de Franchi legt mit "Das zweite Kind" einen überaus spannenden und auch mit über 700 Seiten sehr langen Thriller vor, der auch ein gelungener Debütroman darstellt. Der Autor arbeitete selbst jahrelang als Polizist bei einer italienischen Spezialeinheit und kennt da die Polizeiarbeit ganz genau. Dieses Insiderwissen spiegelt sich auch sehr gut in dem Buch wieder, denn es überzeugt u.a. durch einen spannenden Schreibstil. Lange Zeit tappt auch der Leser nach dem wahren Täter im Dunkeln.

Insgesamt ist es ein Thriller, der nichts für schwache Nerven ist, aber für starke Nerven kann ich eine klare Leseempfehlung geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2024

Glutmoor

Glutmoor (Janosch Janssen ermittelt 2)
0

Als die junge Krankenschwester Carina nach ihrem Dienst eines Tages nach Hause kommt, findet sie schockiert die Leichen ihrer Eltern, sowie ihres Bruders und ihren kleinen Neffen in ihrem Elternhaus ...

Als die junge Krankenschwester Carina nach ihrem Dienst eines Tages nach Hause kommt, findet sie schockiert die Leichen ihrer Eltern, sowie ihres Bruders und ihren kleinen Neffen in ihrem Elternhaus vor. Schnell stellt sich die Frage, ob eine tragische Familientragödie hinter den Morden steht oder ob es nicht ein anderes Motiv gibt? Aber wie passen die Schmierereien an der Grenztotengedenkstätte in das Bild hinein, die am gleichen Tag entdeckt werden.

Kriminalhauptkommissar Janosch Janssen und seine Chefin Kriminaloberrätin Diana Quester übernehmen gemeinsam die Ermittlungen. Dabei ist das Verhältnis der beiden nicht immer ganz unbelastet. Hinzu kommt, dass es sich bei Diana mittlerweile um Janosch Schwiegermutter handelt. Trotz dieser ungewöhnlichen Konstellation sind beide gut und authentisch dargestellt.

Bei Lars Engels "Glutmoor" handelt es sich um den 2. Fall der Moorserie, wobei ich den 1. Fall nicht kenne. Trotzdem schafft er es recht gut, die Spannung hoch zu halten und den Leser auf die ein oder andere falsche Fährte zu locken. Nach und nach zeigt sich ein immer komplexerer Fall, der durch geschickt eingefügte Rückblenden ein paar Auflösungshinweise bekommt. Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere