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Veröffentlicht am 22.02.2025

Drama mit Längen

Die Garnett Girls
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Eine Liebesgeschichte, die tragisch endete. Richard verschwand eines Tages aus dem Leben von Margo. Zurück blieben sie und die Töchter Rachel, Imogen und Sasha. Alle tragen ein großes Päckchen und Geheimnisse ...

Eine Liebesgeschichte, die tragisch endete. Richard verschwand eines Tages aus dem Leben von Margo. Zurück blieben sie und die Töchter Rachel, Imogen und Sasha. Alle tragen ein großes Päckchen und Geheimnisse mit sich. Margot verschweigt die Gründe, die die Kinder den Alkoholkranken Vater kosteten. Rachel hat das Gefühl, dass sie das Leben ihrer Mutter lebt. Imogen wird in eine Verlobung gedrängt, die sie nicht möchte. Sasha, auch sie hat ein Geheimnis und ist voller Zorn.
Bei einem Zusammentreffen auf Isle of Wight bahnen sich alle Probleme den Weg nach außen.
Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus den Perspektiven der Töchter. Der Schreibstil ist flüssig, die Umgebung toll beschrieben. Aber die Personen packen einen nicht. Der Handlung fehlt es definitiv an Tempo. Es schleppt sich so dahin. Ein Familienroman, der sich gut lesen ließ, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Weniger wäre mehr gewesen

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Ein Buch, das mich mit Titel und Klappentext gelockt hat.
Nina, 50, geschieden, zwei Kinder. Immer noch gefangen in der Familienidylle mit Ex und neuer Partnerin, Kinder inklusive. Sie lernt David kennen, ...

Ein Buch, das mich mit Titel und Klappentext gelockt hat.
Nina, 50, geschieden, zwei Kinder. Immer noch gefangen in der Familienidylle mit Ex und neuer Partnerin, Kinder inklusive. Sie lernt David kennen, 20 Jahre Altersunterschied. Ein klassischer Age Gap Roman, der mit viel Wortwitz startet.
Leider driftet die Handlung dann ab und wird aufgefüllt mit unverarbeiteten Mutter-Töchter-Dramen, Eheproblemen etc. Als I-Tüpfelchen kommt dann die Metoo-Thematik, die, so wichtig sie auch ist, den größten Teil des Inhalts bestimmt hat.
Diese Überfrachtung führt dazu, dass alles nur oberflächlich behandelt wird und das eigentliche Thema ( zumindest das, was ich dafür gehalten habe) zwischendurch abgehandelt wird. Am Ende wird alles auf der “ alles ist gut” Schiene aufgelöst.
Der Schreibstil ist wirklich gut und dass die Autorin eine erfolgreiche Drehbuchautorin ist, merkt man auf jeden Fall.
Für mich war es aber von allem zu viel und sehr weit weg von meinen Erwartungen.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Wer hat Nicole getötet?

Schuldig für immer - That Night
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Toni, die Schwester von Nicole und ihr Freund werden für diesen Mord verurteilt. Nach eigenem Bekunden, unschuldig.
Nach der Entlassung beginnt die Suche nach einem neuen Leben und dem wahren Täter.
Die ...

Toni, die Schwester von Nicole und ihr Freund werden für diesen Mord verurteilt. Nach eigenem Bekunden, unschuldig.
Nach der Entlassung beginnt die Suche nach einem neuen Leben und dem wahren Täter.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die Zeit vor dem Mord und nach der Entlassung aus dem Gefängnis.
Die Stimmung im Gefängnis und die Vorurteile, die Toni und Ryan entgegengebracht werden, sind wirklich gut eingefangen.
Aber ansonsten hatte die Story leider sehr viele Längen. Die Szenen rund um die Zeit auf der Highschool boten nichts Neues.
Die Spannung fiel leider der sehr ausgedehnten Gefühlsebene zum Opfer.
Das Thema ist wirklich gut, konnte mich aber in der vorhandenen Ausführung nicht packen. Gegen Ende nimmt die Story an Fahrt auf, blieb aber auch vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Das geht deutlich besser

The Killer Profile
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Midnight Jones, Datenanalystin bei Necto, entdeckt ein Profil, das zu den schlimmsten Befürchtungen Anlass gibt. Als in der näheren Umgebung Morde geschehen und die Geschäftsleitung mauert, bekommt sie ...

Midnight Jones, Datenanalystin bei Necto, entdeckt ein Profil, das zu den schlimmsten Befürchtungen Anlass gibt. Als in der näheren Umgebung Morde geschehen und die Geschäftsleitung mauert, bekommt sie Angst um ihr Leben.
Was so spannend klingt, hat sich leider als ziemlich zäh erwiesen.
Midnight ist mir zu glatt, zu makellos. Aufopferungsvoll sorgt sie für ihre Schwester, ohne Privatleben. Dieses Konstrukt um die Schwester hatte für mich nur die Funktion, am Schluss für Spannung und Dramatik zu sorgen.
Auch die anderen Personen waren mir zu oberflächlich, zu schwarz/weiß gehalten.
Die eingeschobenen Kapitel um den Killer haben ihr Potential auch nicht ausgeschöpft, viel zu langatmig.
Große Überraschungen oder unerwartete Wendungen, die einen guten Thriller ausmachen, blieben weitgehend aus.
So hat man hier einen Thriller, der sich zwar flott lesen ließ, aber leider überhaupt nicht in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Wenn sich ein Weg gabelt im Leben, hinterlässt das immer eine Spur

Die blaue Stunde
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Ob Spannungsliteratur hier der richtige Begriff ist, darüber kann man sich sicher vortrefflich streiten.
Wir begegnen hier Menschen, bei denen das Leben Spuren hinterlassen hat. Das vorherrschende Setting ...

Ob Spannungsliteratur hier der richtige Begriff ist, darüber kann man sich sicher vortrefflich streiten.
Wir begegnen hier Menschen, bei denen das Leben Spuren hinterlassen hat. Das vorherrschende Setting ist eine kleine Insel, deren doch sehr düstere Atmosphäre gut beschrieben ist.
Perspektiven und Zeitebenen wechseln, die Erzählung wird unterbrochen durch Tagebucheinträge der Künstlerin Vanessa Chapmann. Im Laufe der Handlung erweist sich das Buch hauptsächlich als Charakterstudie einer Protagonistin.
Auf mich hat die beschriebene Atmosphäre aber leider mehr Eindruck gemacht, als die Charaktere, für die ich mich nicht so recht erwärmen konnte, und die Handlung. An einigen Stellen hat sich das Buch doch sehr in die Länge gezogen und der Begriff Spannungsliteratur im Zusammenhang mit ValMcDermid oder Lee Child weckt definitiv falsche Erwartungen.
Das Ende ist in Teilen offen, so dass es der Fantasie des Lesers überlassen bleibt, was es für die einzelnen Charaktere bedeutet.

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