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Veröffentlicht am 23.01.2025

Authentische Geschichte mit schicksalhaften Höhen uns Tiefen

Die Familienangelegenheiten der Johanne Johansen
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Der Titel des Romans von Dora Heldt „Die Familienangelegenheiten der Johanne Johannsen“ ist genauso eigenwillig wie seine Titelfigur. Johanne ist 65 Jahre alt und gerade in den Ruhestand getreten. Bisher ...

Der Titel des Romans von Dora Heldt „Die Familienangelegenheiten der Johanne Johannsen“ ist genauso eigenwillig wie seine Titelfigur. Johanne ist 65 Jahre alt und gerade in den Ruhestand getreten. Bisher war sie in ihrem Job diszipliniert und pflichtbewusst. Ihre beruflichen Kenntnisse boten dem Chef und den Kollegen Sicherheit. Fragen beantwortet sie kurz und präzise und in hektischen Situationen bleibt sie ruhig. Mit 17 Jahren hat sie ihre Eltern verloren und lebt seither im Haus der Großeltern.

Ihre Cousine Luise ist zehn Jahre jünger. Sie hat einen Blick für alles Schöne und kümmert sich hauptsächlich darum, dass sie selbst gut aussieht und das Eigenheim der Familie stets repräsentativ ist. Der Großvater von Johanne und Luise hat eine Elbreederei gegründet, in der die Mitarbeit der beiden nicht gern gesehen wurden. Allerdings wurden beiden Beteiligungen am Unternehmen zugesprochen. Luises Mann ist derzeit Geschäftsführer. Doch als die Reederei kurz vor der Zahlungsunfähigkeit steht, müssen die beiden neue Wege gehen.

Dora Heldt kreiert in ihrer Geschichte mit Johanne und Luise zwei sehr unterschiedliche liebenswerte Charaktere. Anfangs schätzen sie es nicht, einander zu begegnen, aber sie behandeln einander mit Respekt. Durch die Gegebenheiten können sie es nicht umgehen, miteinander zu handeln. Dabei lernen sie sich besser kennen und ihre Marotten zu akzeptieren. Ich mag es, dass sie sich der Situation anpassen, ohne ihre Eigenarten abzulegen. Ihr Selbstbewusstsein wächst zunehmend mit den von ihnen übernommenen und erledigten Aufgaben. Das gleiche gilt für Luises Tochter Emma und Frida, der Enkeltochter von Johannes Mitbewohnerin, die beide studieren. In der Krise ist ihre Hilfe willkommen.

Die Geschichte ist authentisch, mit schicksalhaften Höhen und Tiefen. Die Themen sind vielfältig und reichen vom Seitensprung über Mitarbeiterzufriedenheit bis hin zu Familienzusammenhalt. Einige Konflikte spitzen sich zu, wodurch eine gewisse Spannung entsteht. Glückliche Umstände wechseln sich mit neuen Desastern ab. Nachdenklich stimmende Szenen stehen amüsanten Situationen gegenüber. Auch Liebe ist mit eingebunden sowie familiäre Geheimnisse. Auf diese Weise ist Dora Heldt ein abwechslungsreich gestalteter Roman gelungen, der für unterhaltsame Lesestunden sorgt. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.12.2024

Geheimnisse halten die Spannung aufrecht

Die Frau des Serienkillers
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An dem Thriller „Die Frau des Serienkillers“, aus der Feder von Alice Hunter, hat mich interessiert, ob die Handlung einen hohen Spannungsbogen aufweisen kann, wenn der Titel bereits Aussagen über den ...

An dem Thriller „Die Frau des Serienkillers“, aus der Feder von Alice Hunter, hat mich interessiert, ob die Handlung einen hohen Spannungsbogen aufweisen kann, wenn der Titel bereits Aussagen über den Täter macht. Außerdem wollte ich mehr darüber erfahren, welche Rolle der Frau des Mörders zukommt. Die Geschichte spielt zum größten Teil in Banbury, einer Kleinstadt vor den Toren Londons.

Die Hauptfiguren Beth und Tom Hardcastle führen eine nach außen hin perfekte Ehe. Sie haben eine dreijährige Tochter und wohnen in einer Gegend, in der man seine Nachbarschaft kennt. Tom pendelt jeden Tag bis London, wo er in einer Bank arbeitet, während Beth in Banbury ein Café betreibt. Eines Tages wird Tom, nach einer verspäteten Heimkehr, zu Hause von der Polizei aufgesucht und mitgenommen. Zunächst heißt es, dass er nur ein paar Fragen zum spurlosen Verschwinden einer früheren Freundin von ihm beantworten soll. Schließlich wird er jedoch in Haft gesetzt.

Für Beth ist die Situation verstörend. Sie versucht ihren Mann vor dem Klatsch und Tratsch im Umfeld zu verteidigen, damit ihre Familie nicht in Verruf gerät. Gleichzeitig kämpft sie dafür, Imageschaden von ihrem Café fernzuhalten. Ihrer kleinen Tochter verheimlicht sie den Grund der Abwesenheit ihres Vaters. Sie will alles dafür tun, damit ihr Kind nicht stigmatisiert wird.

Die Geschichte wird hauptsächlich von Beth aus der Ich-Perspektive über die gegenwärtigen Ereignisse geschildert. Interessanterweise wechseln die Kapitel hin und wieder auch zu Tom, der darin von sich erzählt. Später erfährt man in Rückblicken mehr und mehr über die Ehejahre der beiden. Beinahe jedes der kurzen Abschnitte endet mit einer Andeutung, die den Lesenden veranlasst, rasch weiterzulesen, um die Information einordnen zu können. Am Anfang könnte man daran zweifeln, dass Tom ein Verbrechen begangen hat, denn er wird als smarte Person beschrieben. Langsam kristallisiert sich das Motiv von ihm als Täter heraus. Später erfährt man, wie es ihm gelungen ist, nach außen hin unbescholten zu bleiben.

Die Autorin liefert mit dem Buch ihr Debüt ab. Sie ist Psychologin und hat mit Strafgefangenen gearbeitet. Ihr Wissen über die Denkweise von Tätern hat sie in den Thriller einfließen lassen, wodurch das Handeln der Personen authentisch erscheint. Sehr bald wird dem Lesenden bewusst, dass Beth ebenfalls Geheimnisse haben muss. Es ist jedoch bis zuletzt kaum zu ahnen, in welchem Ausmaß die Protagonistin nicht nur eine Tatsache verbirgt.

Der Thriller „Die Frau des Serienkillers“ von Alice Hunter hält die Spannung bis zum Schluss, der nochmals mit einer Wendung aufwartet. Daraus wird auch das stellenweise eigenwillige Verhalten von Beth verständlicher. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Aus vorgegebenen Linien mit Farben kleine Kunstwerke entstehen lassen

Disney - Malen nach Zahlen: Classics
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„Malen nach Zahlen – Classic“ aus dem Verlag Ravensburger enthält einhundert Szenen zum Ausmalen, die der Illustrator Jérémy Mariez erstellt hat. Durch den richtigen Einsatz der Farben entstehen Bilder ...

„Malen nach Zahlen – Classic“ aus dem Verlag Ravensburger enthält einhundert Szenen zum Ausmalen, die der Illustrator Jérémy Mariez erstellt hat. Durch den richtigen Einsatz der Farben entstehen Bilder mit Figuren, die man aus Disneys Filmen und Büchern kennt. Am unteren Rand jeder Seite sind die benötigten Farbtöne aufgeführt. Vor dem Ausmalen sollte man sie sich bereitlegen. Dadurch wird es möglich, die vorhandenen Stiften der Farbpalette passend zuzuordnen. Es werden teilweise über zwanzig verschiedene Farben benötigt. Den Farbtönen ist jeweils eine Zahl oder ein Buchstabe zugeordnet, die anweisen, welche Felder ausgemalt werden sollen.
Zu Beginn ist nur ein Gewirr von Linien zu erkennen, aber bald schon schälen sich durch das Ausmalen von Feldern erste Konturen der Figuren heraus. Man muss genau hinschauen, denn vielfach liegen mehrere Areale mit dem gleichen Code nebeneinander. Es gibt auch Zonen, die weiß bleiben. Um es dem Ausmalenden nicht zu leicht zu machen, sind auch diese Felder mit Linien unterteilt, was später beim Betrachten des fertigen Bilds leicht störend wirkt. Ich habe bei einigen Bildern Buntstifte benutzt. Die Linien werden leider nicht ganz abgedeckt. Auch beim Ausmalen mit Filzstiften ließen sich weiterhin die Unterteilungen erkennen. Das Ergebnis ist nur bedingt vergleichbar mit den Bildern in satten Farben, wie die Lösungen am Ende des Buchs sie zeigen. Vielleicht gibt es andere Stifte, die nützlicher sind. Beim Malen mit den Filzern hat sich die Farbe nicht durchgedrückt, sodass ich sowohl Vorder- wie auch Rückseite nutzen konnte.
Das Buch bietet jede Menge Möglichkeiten zum Entspannen. Durch die Konzentration auf die Sache beruhigt das Malen. Bei der richtigen Anwendung der Farben entstehen kleine Kunstwerke mit etlichen bekannten Disneyfiguren wie beispielsweise Tiana, Merida und Arielle, die man seit seiner Kindheit kennt. Neben Protagonistinnen und Protagonisten formen sich auch Nebencharaktere aus den Linien beim Ausmalen. Es ist schön zu sehen, wie sich nach und nach ein Bild ergibt. Ich empfehle gerne dieses Buch, das vom Verlag ab 12 Jahren empfohlen wird. Es ist als Geschenk gut geeignet. Am besten schenkt man es gemeinsam mit einer Kollektion Stifte, die mindestens 24 verschiedene Farben umfassen sollte.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Misslich verlaufende Beziehung eines Paars in den 1920ern

Der Drahtzieher
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Im Roman „Der Drahtzieher“ von Sarah Pines wird es Herbst im Jahr 1927 im Sauerland. Vor nicht allzu langer Zeit ist Theodor Hasselt, der das Drahtzieher-Unternehmen seines Vaters übernommen hat, aus Südafrika ...

Im Roman „Der Drahtzieher“ von Sarah Pines wird es Herbst im Jahr 1927 im Sauerland. Vor nicht allzu langer Zeit ist Theodor Hasselt, der das Drahtzieher-Unternehmen seines Vaters übernommen hat, aus Südafrika zurückgekehrt. Er ist mittleren Alters und lebt mit seiner Mutter in einer herrschaftlichen Villa in Iserlohn. Ein Auftrag hatte ihn in den Süden Afrikas geführt, wo er Alba kennenlernte. Sie ist eine Tochter aus der ersten Ehe seiner angeheirateten Tante, die dort mit ihrem Ehemann eine Farm bewirtschaftet. Schnell hatte es zwischen den beiden zu knistern begonnen. Er bittet sie, seine Frau zu werden, auch weil sie von ihm angeblich schwanger ist.
Bereits auf der zweiten Seite des Romans kommt Theodors Widersacher in Thema Liebe ins Spiel: der wenig ältere Albert, seines Zeichens Sohn eines Stahlfabrikanten. Bald nach der Ankunft von Alba hat er ein Auge auf sie geworfen, während Theodors erste Freundin Marthe sich auf die Hochzeit mit ihm freut. Albert ist Theodors bester Freund, denn sie erhielten eine ähnliche strenge Erziehung und teilen gleiche Maßstäbe. Sie stehen jedoch in finanzieller Hinsicht auch in ständiger Konkurrenz zueinander. Im Vergleich mit ihm schneidet Theodor immer etwas schlechter ab. Als Leserin konnte ich verstehen, dass der Drahtzieher darüber missmutig ist. Mit Alba an seiner Seite erhofft er sich mehr Anerkennung in gesellschaftlichen Kreisen. Im Sauerland wird aber zunehmend der diffuse Charakter seiner Geliebten offenbar.
Sarah Pines bleibt bei ihrer Geschichte nicht immer an der Seite von Theodor, sondern beschreibt auch die Gedankenwelt von Alba, manchmal auch von der gut betuchten Marthe. Albas Verhalten erklärt sich dem Lesenden, nicht aber der Titelfigur, aus ihrer Kindheit und Jugend. Der Drahtzieher liebt es, Anweisungen zu geben, sowohl im Unternehmen wie auch zu Hause, vor allem bei der Gestaltung von Mahlzeiten und Tischtafeln. Alba versucht einiges, um die nach außen getragene raue Schale von Theodor zu durchdringen. Sie möchte sich aus den ihr vermittelten Tugenden befreien und gesellschaftliche Konventionen durchbrechen. Zunehmend verlieren beide das angemessene Maß für einen liebevollen Umgang miteinander. Sowohl Alba wie auch Marthe sind Frauen, die ihre eigenen Ideen umsetzen, jedoch auf verschiedene Weise.
Die Handlung spielt Mitte der 1920er Jahre, aber trotz gängiger Mode, Kunst und Musik stellte sich bei mir als Leserin kein tieferes Eindruck der Zeit ein. Eventuell lag es an den überwiegend unabhängig agierenden Frauen im Umfeld von Theodor, was gutzuheißen ist. Die Autorin nutzt manchmal Ausdrücke mit Lokalkolorit. Neben Rückblicken auf Theodors Aufenthalt in Afrika greift die Autorin greift sie hin und wieder vor und lässt die Zukunft von Theodor, aber auch die des Sauerlands aufblitzen. Wenige Wochen nach Theodors Wiederkehr ist kaum noch Bewegung im Geschehen rund um das Kleeblatt der Liebenden. Die Stärke der Geschichte liegt mit Fokus auf den Charakteren und ihrer Gedanken- und Gefühlswelt.
„Der Drahtzieher“ von Sarah Pines zeigt die misslich verlaufende Beziehung eines Paars, dass es nicht schafft, über den eigenen Schatten zu springen. Über der gesamten Erzählung liegt der Hauch eines Augenzwinkerns.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Wortscharmützel inklusive

Gegenspieler
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Wenn der derzeitige Fallanalytiker Max Bischoff aus der Reihe „Mörderfinder“ von Thrillerautor Arno Strobel und die Strafverteidiger Dr. Anton Pirlo und Sophie Mahler aus der Serie „Pirlo“ von Schriftsteller ...

Wenn der derzeitige Fallanalytiker Max Bischoff aus der Reihe „Mörderfinder“ von Thrillerautor Arno Strobel und die Strafverteidiger Dr. Anton Pirlo und Sophie Mahler aus der Serie „Pirlo“ von Schriftsteller und Strafverteidiger Dr. Ingo Bott gemeinsam ermitteln, dann wird hieraus der Kriminalfall „Gegenspieler – Bischoff und Pirlo ermitteln“. Handlungsort ist selbstverständlich Düsseldorf, denn dort spielen auch beide Serien.

Max Bischoff hat in der Pirlo-Reihe bereits Erwähnung gefunden. Dieses Mal wird Bischoff von Sophies Vater beauftragt, der seine Tochter bittet, mit diesem zusammenzuarbeiten. Sophies Vater ist einer der Partner der Düsseldorfer Kanzlei Müller & Mahler mit Sitz an der Königsallee. Zum großen Entsetzen aller, wird Karl Müller, ebenfalls Partner der Kanzlei und Patenonkel von Sophie, tot in seinem Auto aufgefunden. Die Polizei geht davon aus, dass er sich umgebracht hat, denn in wenigen Tagen hätte er vor Gericht in Sachen umstrittener Steuersparmodellen aussagen sollen. Von den Kanzleiangehörigen glaubt so recht niemand, dass er Selbstmord begangen hat. Das Blatt wendet sich, als ein weiteres Mitglied der Kanzlei ermordet wird. Jedoch gerät schließlich Sophies Vater unter Verdacht und Pirlo benötigt gute Gründe, um ihn vor Gericht verteidigen zu können.

Wer sowohl die Bücher der „Mörderfinder“-Serie als auch die der „Pirlo“-Reihe kennt wie ich, wird in der Geschichte Stilelemente aus beidem wiederfinden. Bischoff versetzt sich gerne in den Kopf des Mörders und versucht auf diese Weise, die Gedanken des Täters nachzuvollziehen, warum und wie dieser ein Verbrechen begangen hat. Das ist auch im vorliegenden Fall so, aber Bischoff hat es diesmal nicht einfach, weil er kaum Ansatzpunkte findet. Horst Böhmer, sein früherer Kollege beim Mordkommissariat, von dem er bisher immer wieder gute Tipps erhalten hat, schweigt zu den polizeilichen Erkenntnissen. Erst spät zieht Bischoff den Psychologen Marvin Wagner hinzu, mit dem er bald die Privatdetektei WaBi Investigations eröffnen wird (Mörderfinder – Das Muster des Bösen, ET 02/2025).

Sophie Mahler nimmt in „Gegenspieler“ eine größere Rolle ein als ihr Kanzleipartner Pirlo, denn sie ist persönlich betroffen. Nicht nur, dass ihr Patenonkel verstorben ist und ihr Vater unter einen gewissen Verdacht gerät, sondern auch weil ihre Mutter unter äußerster Anspannung steht und noch mehr Alkohol trinkt als bisher. Der Fall konzentriert sich im Privaten auf Sophies Familie, so dass die Brüder von Pirlo und seine Kontakte zu diversen Clans nur eine nebensächliche Rolle spielen. Pirlo ist als Figur auch hier der manchmal planlos erscheinende, mit unkonventionellen Methoden arbeitende und mit einnehmenden Wesen ausgestattete Strafverteidiger, als der er auch in der eigenen Reihe auftritt.

Während es Pirlo darum geht, für seinen Mandanten einen Freispruch zu erwirken oder eine Einstellung des Verfahrens ist es Bischoff wichtig, denjenigen zu finden, der die Taten tatsächlich begangen hat. Die für den Lesenden verständlich geschilderte und authentisch dargestellte Strafverteidigung ihren Raum in der Geschichte benötigt, ist die Spannung anders wie den Thrillern des Mörderfinders und erscheint im Vergleich mit der Reihe nicht ganz so hoch.

Wortgefechte zwischen Bischoff und Pirlo sorgen für Abwechslung und sind titelgebend für „Gegenspieler – Bischoff und Pirlo ermitteln“, was dem vorliegenden Fall einen eigenwilligen Charakter verleiht und ihn von den jeweiligen Reihen der ermittelnden Charaktere abhebt. Einige Wendungen sind unerwartet und sorgen jeweils für eine nötige Neuausrichtung der beiden Titelfiguren und Sophie Mahler mit deren Hoffnung darauf, den Täter endlich zu stellen. Ich mag das Wendecover mit der Klappe, die sich um den seitlichen Buchschnitt legen lässt. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an Lesende von Kriminalromanen.

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