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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2025

Völlig aufgeklärt

So geht Verhütung heute
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Meine Intention das Buch zu lesen war: ich wollte mein Wissen auffrischen. Ich finde es wirklich extrem lobenswert, dass die Autorin mit der Bedeutung der Aufklärung beginnt, sie ist das A und O. Für mich ...

Meine Intention das Buch zu lesen war: ich wollte mein Wissen auffrischen. Ich finde es wirklich extrem lobenswert, dass die Autorin mit der Bedeutung der Aufklärung beginnt, sie ist das A und O. Für mich war es beim Lesen sehr deutlich, dass profamilia involviert war, arbeite ich doch im gleichen Bereich. Aufgrund dessen war für mich bei den aktuellen Verhütungsmitteln nicht wirklich viel Neues dabei, mein Wissen wurde aber mal wieder aufpoliert. Dafür fand ich den historischen Abschnitt super interessant und habe im Bereich des Ausblickes gerade bei der Entwicklung neuer Mittel für Männer Einiges dazu gelernt. Nun weiß ich auch, warum es wenig neue Innovationen gibt bzw. diese so lange dauern. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut und es ist unterhaltsam geschrieben. Die Autorin legt viel wert auf Gleichberechtigung und Diversität, was ich sehr lobenswert finde und irgendwie fand ich es auch sehr interessant, wie viele andere, achtsame Bezeichnungen sie für z.B. "Frauen" gefunden hat (Menstruierende, Menschen mit Uterus etc.). Anfangs etwas befremdlich habe ich mich schnell daran gewöhnt und finde es für dieses Thema absolut passend. Wirklich jedes Verhütungsmittel wird beleuchtet und auch den Test am Ende fand ich gut, wobei ich beim Lesen schon gemerkt habe, dass sie eine Verfechterin der NFP Methode ist (sagt sie auch selbst im Buch). Ein Punkt hat mir gefehlt und zwar beim Kondom. Im Abschnitt davor erwähnt sie noch den Lusttropfen, dass man aufgrund dessen das Kondom nicht umdrehen darf, wird leider ausgelassen. Auf alle anderen Anwendungsfehler und Lagerungshinweise geht sie jedoch ein, daher ist mir das aufgefallen. Ich fühle mich jetzt jedenfalls wieder up to date was das Fachliche und auch die Trends bezüglich Verhütung angeht und kann das Buch nur weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Der Countdown läuft

Ab ins All!
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Der Countdown für Leben im All läuft oder dauert es wohl doch noch etwas? Dieser Frage geht die Autorin hier nach und zwar bis ins Detail durchdacht. Es gilt einiges zu beachten z.B. muss man erst mal ...

Der Countdown für Leben im All läuft oder dauert es wohl doch noch etwas? Dieser Frage geht die Autorin hier nach und zwar bis ins Detail durchdacht. Es gilt einiges zu beachten z.B. muss man erst mal einen geeigneten Planeten finden, den Terraformen und dann gibt es auch noch z. B. die Frage mit wem man denn eigentlich so ein langes Abenteuer eingehen will oder woher man die energie dafür nehmen könnte? Dadurch, dass die Autorin das Ganze etwas auf die Spitze treibt schleicht sich eine Prise Humor ein und die Informationen werden recht locker und mit einem Augenzwinkern vermittelt. Dabei spart die Physikerin auch nicht an Informationen und erklärt physikalische Gesetzte sehr einfach. Die vielen Schaubilder sind gut für das Verständnis, auch wenn mich die Planeten mit Gesichtern anfangs etwas verwirrt haben. Ich konnte gut folgen, doch gerade die Menge an Wissen hat mich am Anfang etwas überfordert, so dass ich immer nur mal ein Kapitel gelesen und dann erst sacken lassen habe. Eine sehr spannende Idee und eine kreative Herangehensweise an Informationsvermittlung - mir hat es gefallen. Ein gewisses Grundinteresse sich mit Physik auseinander zu setzten sollte beim Leser vorhanden sein. Der Humor war nicht ganz so auf meiner Wellenlänge und die letzten Kapitel waren nicht mehr ganz so mein Fall. Insgesamt aber ein sehr informatives und gut durchdachtes Konzept, das sich sogar in der Kapitelnummerierung (ich sage nur: der Countdown läuft) wiederfindet.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Liebe trifft auf Abenteuer

Das erste und letzte Abenteuer von Kit Sawyer
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Das Abenteuer von Kit Sawyer hat mich köstlich amüsiert, vermutlich kommt das aber darauf an, was man von dem Buch erwartet. Ich würde es als queeren Liebesroman mit Indiana Jones Vibes, viel Humor mit ...

Das Abenteuer von Kit Sawyer hat mich köstlich amüsiert, vermutlich kommt das aber darauf an, was man von dem Buch erwartet. Ich würde es als queeren Liebesroman mit Indiana Jones Vibes, viel Humor mit einer Prise Fantasy beschreiben. Kit ist schlagfertig und nicht auf den Mund gefallen. Seine Reibereien und Geplänkel mit Ethan fand ich sehr herzerfrischend und musste oft beim Lesen schmunzeln. Sein Abenteure hat sich sehr gut gelesen, der Schreibstil ist angenehm erfrischend. Die Nebenfiguren bleiben alle etwas blass, der Fokus liegt auf der Liebesgeschichte zwischen den zwei Protas, besonders ab dem Punkt, als sie im Dschungel ihr Abenteuer beginnen. Einige richtig spicy Szenen gibt es übrigens auch, nur so als kleine Vorwarnung. Der Fantasy Anteil ist anfangs da, rückt aber zwischendrin ziemlich in den Hintergrund. Das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Eine für mich sehr wichtige Gegebenheit, die schon eine tragende Bedeutung hatte, wird im Dschungel nicht einmal mehr erwähnt. Erst am Ende nochmal ganz kurz. Während sich die Truppe also durch den Dschungel geschlagen hat, wollte meine Logik immer wieder wissen, warum das auf einmal nicht mehr vorkommt. Der Fantasyanteil hat in dieser Zeit meinem Empfinden nach gelitten, da es nur noch um das Liebesleben der zwei ging. Wäre das logisch konsequent durch die Geschichte durchgezogen worden, wäre es ein 5-Sterne Highlight Buch für mich geworden.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

gruseliges Miträtseln

Villa Obscura
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Das Buch startet erst mal langsam mit der Halloween Party der Fotografin Constanze. Die Autorinnen nehmen sich Zeit die Atmosphäre und die Personen einzuführen. Im Verlauf konnte ich dann sehr gut miträtseln ...

Das Buch startet erst mal langsam mit der Halloween Party der Fotografin Constanze. Die Autorinnen nehmen sich Zeit die Atmosphäre und die Personen einzuführen. Im Verlauf konnte ich dann sehr gut miträtseln und die angesprochenen Themen fand ich unheimlich wichtig. Ich denke, dass insbesondere ein jüngeres Publikum angesprochen wird. Nicht falsch verstehen, ich fand die Auswahl sehr interessant und wichtig, habe mich gut unterhalten gefühlt, nur sind es eben eher Themen, die ein jüngeres Publikum noch interessanter finden wird. Das Setting im Harz und die düstere Atmosphäre hat mir unheimlich gut gefallen und manche Schauplätze habe ich sogar selbst schon gesehen/besucht, was ein besonderes Gefühl beim Lesen erzeugt hat. Bereits der erste Jugendthriller des Autorinnenduos hat mich begeistert, so ganz kam dieser nicht ran, aber man kann ab einen gewissen Punkt wunderbar miträtseln. Ich hatte die wildesten Ideen und war öfters auf der falschen Fährte, irgendwann habe ich jeden verdächtigt und war am Ende über die Auflösung überrascht. Einzig der doch etwas lange Einstieg hat mich ein bisschen gestört und ein Wort wurde mir zu oft wiederholt (wenn ich das allerdings hier schreibe verrate ich bereits zu viel;) - allerdings gibt es dafür auch kein Synonym oder anderen Begriff, vielleicht wäre ein anderes Kostüm besser gewesen;) Egal, die tolle Atmosphäre, die außergewöhnlich und wichtigen Themen und das Ratevergnügen waren vorhanden und haben mich das schnell vergessen lassen.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

altmodisch oder modern?

Carmilla
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Bei diesem Büchlein muss man sich bewusst sein, was den Leser erwartet. Das Buch wurde 1872 in Briefform geschrieben, heißt die Sprache und die Form ist natürlich nicht zeitgemäß. Für die nur 144 Seiten ...

Bei diesem Büchlein muss man sich bewusst sein, was den Leser erwartet. Das Buch wurde 1872 in Briefform geschrieben, heißt die Sprache und die Form ist natürlich nicht zeitgemäß. Für die nur 144 Seiten habe ich lange gebraucht, da der Schreibstil doch fordernd ist und ich lange nicht wusste, wer die Briefe denn nun eigentlich schreibt. Danach ging es ganz gut zu lesen und ich habe mich im Nachgang auch noch etwas über die Bedeutung dieses Buches schlau gemacht. Es gibt einige Parallelen zu Dracula und einige Unterschiede, so dass man "Carmilla" als als ersten Vampirroman titulieren könnte, die inzwischen etablierten Vampireigenschaften hat Carmilla zwar noch nicht alle, aber ich kann diesen Gedankengang nachvollziehen. Die Geschichte ist düster und atmosphärisch, die Spannung hat sich für mich leider in Grenzen gehalten. Fasziniert hat mich die Beziehung zwischen Carmilla und Laura, hier ist man ständig im Ungewissen, ob es noch eine Freundschaft oder schon mehr ist. Bezogen auf das Alter der Geschichte fand ich das sehr interessant und hat dem Buch für mich das gewisse Etwas gegeben. ich werde mich bezüglich der geschichtlichen Einordnung noch weiter schlau machen. Für begeisterte Dracula Leser lohnt sich sicherlich ein näherer Blich in diesen Briefroman und wer sich von der altertümlichen Sprachform nicht abschrecken lässt ebenfalls.

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